Handy TarifrechnerTarifrechner Handy-DatenbankHandy-Datenbank KaufberatungAlle Anbieter Testberichte
SucheSuche DruckenDrucken facebooktwitterGooglePlusYouTube



Akkupflege


© wolterfoto

Tipps & Tricks: So leben Handy-Akkus länger

Die wenigsten Handy-User schenken ihren Akkumulatoren, kurz Akkus besondere Beachtung. Dabei lässt sich die Leistung der kleinen Energiespender mit wenig Aufwand bewahren und sogar steigern. handytarife.de zeigt die verschiedenen Akkutypen, klärt Irrtümer auf und gibt Tipps zur Pflege, damit Akkus lange volle Leistung bringen können.

Mobiltelefone weisen heute immer mehr Features auf. Mittlerweile beschränkt sich kaum noch eines von ihnen in seinen Leistungen auf Telefonieren und SMS versenden. GPS, UMTS, LTE, Kamera- und MP3-Player-Funktion sind nur einige der Fähigkeiten, die unsere Handys heute drauf haben, von deutlich gewachsenen Displays und Touchscreens, die immer höher auflösen und heller strahlen ganz zu schweigen. Entsprechend brauchen Akkus mehr und mehr Energie, um diese vielfältigen Aufgaben problemlos bewältigen zu können. Leider stellt die Energieversorgung noch immer eine Schwachstelle im Bereich moderner Mobiltelefonie dar, Akkus sind teilweise einfach zu schwach. Bei Smartphones ist tägliches Aufladen an der Tagesordnung.


Wie ein Akku funktioniert

 

Akkus sind keine normalen elektronischen Bauteile wie Lichtschalter, die einfach an- und ausgeschaltet werden können. Vielmehr kann man sie als kleine Chemiewerke betrachten, das Laden und Entladen ist jedes Mal eine chemische Reaktion. Die Leistung eines Akkus wird in Milliamperestunden (kurz: mAh) gemessen. Auskunft über die Akkuspannung gibt die Angabe Volt (kurz V).

  
Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd)/ Nickelmetallhydrid-Akkus (NiMH)

 

Hierbei handelt es sich um die 1. Generation der Akkumulatoren. Sie wurden in den ersten Handys eingesetzt. Bei ihnen besteht der Pluspol aus Nickelverbindungen, der Minuspol aus Cadmium. NiCd-Akkus können rund 500- bis 1000 mal wieder aufgeladen werden. Da diese Akkus durch den sogenannten Memory-Effekt schnell an Leistung verlieren, wurden sie von Generation 2 abgelöst: den Nickelmetallhydrid-Akkus (NiMH). Hier sorgen ebenfalls Nickelverbindungen für die positive Ladung und eine wasserstoffspeichernde Metall-Legierung für die negative Ladung. Bis vor wenigen Jahren waren diese Akkus Standard für jedes Handymodell. Der Memory-Effekt tritt bei ihnen nicht so stark wie bei ihren Vorgängern auf. NiMH-Akkus benötigen längere Ladezeiten und können zwischen 400- und 700-mal aufgeladen werden.

© wolterfoto

Lithium-Ionen (Li-Ion)/ Lithium-Polymer-Akkus (Li-Poly)


Da moderne Handys immer kleiner wurden, mussten auch die Akkus mitziehen. Die 3. Akkugeneration sind die Lithium-Ionen (Li-Ion)-Akkus. Sie kann man jederzeit nachladen – ganz ohne Memory-Effekt. In Li-Ion-Akkus besteht der Pluspol aus Lithiummetalloxid und der Minuspol aus Kohlenstoff. Li-Ion-Akkus verfügen bei gleichem Gewicht im Vergleich zu NiCd-Akkus über dreimal mehr Energie, sie können bis zu 1000-mal nachgeladen werden.

Die 4. Generation und damit die neusten Akkus sind nun die Lithium-Polymer-Akkus (Li-Poly), die ins o gut wie jedem Smartphone zu finden sind. Ihr Trägermaterial ist, im Gegensatz zu den Li-Ion-Akkus, aus Kunststoff (Polymer). Sie benötigen kein starres Metallgehäuse und speichern mehr Energie als ihre Vorgänger. Ihre Ladezeit beträgt ca. 2-3 Stunden. Mit modernen Schnellladefunktionen kann diese Zeitspanne deutlich reduziert werden.

 

Memory-Effekt: Was ist dran?


Hinsichtlich des oben bereits erwähnten Memory-Effekts findet man zweigeteilte Aussagen. Manche behaupten, dass dieses Phänomen nicht existiert, andere Quellen warnen noch immer davor, Akkus zwischenzuladen. Das liegt daran, dass der Memory-Effekt nicht bei allen Akku-Typen anzutreffen ist. Um genau zu sein, gilt er nur bei Akkus der 1. und 2. Generation, den NiCd- und NiMH-Akkus. Diese verlieren tatsächlich ihre Ladefähigkeit, wenn man sie nicht vollständig entlädt. Sie laden bzw. „erinnern sich ihrer Ladefähigkeit“ dann nur noch bis zu dem Punkt, an dem sie sich befanden, als man sie erneut an das Ladegerät angeschlossen hat.

Durch gezielte Weiterentwicklung von portablen Stromspeichern ist es Forschern allerdings gelungen, den Memory-Effekt bei modernen Akkus, zum Beispiel Lithium-Ionen-Akkus, fast komplett abzustellen. Wenngleich der Memory-Effekt als solcher ausbleibt, empfiehlt es sich dennoch, seinen Handy- oder Smartphone-Akku gelegentlich völlig zu entleeren, ehe das Mobilfunkgerät zwecks Ladevorgangs an den Strom angeschlossen wird.

 

Mehr Milli-Ampere-Stunden gleich mehr Ausdauer? 

Um aus dieser Zahl nun aber konkrete Hinweise auf die Halbwertzeit einer Akku-Ladung ablesen zu können, sind gerade Handy- und Smartphones-Nutzer als zu vielschichtig einzustufen. Während sogenannte Heavy-User, die zum Beispiel stundenlang im Zug Musik hören, während sie gleichzeitig im Internet surfen, ihr Mobilfunkgerät mehrmals täglich aufladen müssen, kommen Wenignutzer mit einem einfachen Handy häufig eine ganze Woche mit nur einem Ladezyklus aus.

 

 Externe Akkus, Akku-Packs und Powerbanks - Energiespeicher für unterwegs
  
Aus diesem Grund lässt sich zusammenfassend ein Blick in die Zukunft aufstellen: Ein Mehr an technischer Ausrüstung des Mobilfunkgeräts verlangt auch nach mehr Energie. Damit rückt der Akku von Handy oder Smartphone in den kommenden Jahren sicherlich weiter nach oben in der Rangliste der Verkaufsargumente. Denn eine hochauflösende Kamera oder auch der schnellste Mehr-Kern-Prozessor versagen ihren Dienst ohne Strom - von der Erreichbarkeit ganz zu schweigen. 
  
Nachstehend hat handytarife.de eine kleine Übersicht von verschiedenen Kapazitäten diverser mobiler Geräte erstellt.

Smartwatch-Akku ab 300 mAh
Neun-Volt-Block 250-300 mAh
Feature-Phone-Akku 800-1.000 mAh
Kamera-Akku 1.000 mAh
Akku für ferngesteuertes Auto 1.300 mAh
Akku-Pack ab 1.300 mAh
Smartphone-Akku 1.200-4.000 mAh
Laptop-Akku 3.000-5.000 mAh
Akku für Netbook 4.000 mAh
Tablet-Akku 4.000-7.000 mAh


© wolterfoto

Fehler vermeiden

Zwar haben Li-Ion- und Li-Poly-Akkus das Problem des Memory-Effekts nicht mehr. Jedoch sollten sie nie vollständig entladen werden, da es sonst zu Tiefentladung kommen kann, was wiederum diese Akkus vorschnell das Zeitliche segnen lässt. Bei einer Tiefenentladung wird die 2,5V Mindestspannung des Akkus mehrmals hintereinander unterschritten. Ohne diese ist ein Wiederaufladen nicht mehr möglich. Daher sollten entladene Akkus schnell wieder durch das passende Ladegerät mit Strom versorgt werden. Tiefentladen ist immer schädlich, einzig NiCd-Akkus stecken dies weg, solange es nur selten vorkommt.

Hitze und Kälte wirken sich ebenfalls nachteilig auf die „Gesundheit“ eines Akkus aus. Starke Sonneneinstrahlung über einen längeren Zeitraum sollte vermieden werden. Auch das Handy samt Akku im Sommer für mehrere Stunden im heißen Auto liegen zu lassen, tut einem Akkus alles andere als gut. Generell fühlen sich Akkus bei Temperaturen zwischen 15 °C und 30 °C am wohlsten.

Vermeiden sollte man billige Ladegeräte, denn sie können den Akkus schaden. Es lohnt sich, hier etwas mehr zu investieren und sich z.B. im Internet auf Expertenseiten zu. Smartphones bieten heutzutage häufig spezielle Modi, um Energie zu sparen. Im Energiesparmodus werden dann regelmäßig GPS, WLAN, Bluetooth, aber auch Tastentöne und der Vibrationsalarm abgeschaltet.  Die mobile Datenverbindung wird permanent gekappt oder in einem energiesparenden Rhythmus hergestellt.

Was viele nicht wissen…

 

Akkus kann man übrigens problemlos lagern. Dabei sollten sie weder ganz leer noch voll aufgeladen sein, man lagert sie optimal bei ca. halber Ladung. Über einen längeren Zeitraum verlieren Akkus ihrer Energie, was auch temperaturabhängig ist. Beachtet werden sollte dies insbesondere, wenn ein Mobiltelefon für längere Zeit in eine Schublade wandert, zum Beispiel als Ersatz-Handy.

 

Akkus gehören übrigens nicht in den Hausmüll. In vielen Super-und Drogeriemärkten gibt es spezielle Sammelboxen für Batterien und nicht mehr funktionsfähige Akkus. Alternativ kann man sie beim Händler abgeben, der sich dann um eine umweltgerechte Entsorgung kümmert.


Wenn man also ein wenig darauf achtet, Fehler zu vermeiden, seine Akkus pflegt und ein paar Tipps beachtet, schaffen die kleinen Chemiewerke über eine lange Zeit hinweg viele Ladezyklen. Ein kleiner Aufwand, der sich lohnt.


  



Anzeige:
Handy Tarifrechner

Handytarife Vergleich
Handytarife im Vergleich

handytarife.de - Optimierer App

Die beliebtesten Handys

Mobilfunk Anbieter
mehr...

Rufnummernmitnahme
Handyvertrag wechseln und Rufnummer mitnehmen. Welche Kosten entstehen und wie die Übernahme der Handynummer abläuft.

Die beliebtesten Handytarife

Bezahlen mit dem Handy
Mobile Payment auf dem Vormarsch. So bezahlen Sie mit dem Handy und können Ihr Portemonaie getrost Zuhause lassen.

Handy Apps

Das Angebot an Apps ist unerschöpflich. Für alle Betriebssysteme sind hunderttausende Apps verfügbar. Aber nicht alle sind sinnvoll. Wir haben eine Auswahl an nützlichen Apps recherchiert. Mehr in der Übersicht.
© Akkupflege - handytarife.de 1998-2016  

Presse | Werbung | Impressum | Jobs | Informationen | Datenschutz

Alle Angaben ohne Gewähr