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Beats Solo 2 vs. Sennheiser Momentum oder Apfel vs. Birne

Zwei Kopfhörer, zwei Konzepte, ungefähr eine Preisklasse. Die beiden Kontrahenten kommen von dem jungen Emporkömmling Beats Electronics und dem etablierten Audio-Urgestein Sennheiser. Ihre beiden neusten Schöpfungen mussten sich im Vergleichstest von handytarife.de messen und zeigten sehr unterschiedliche Qualitäten.

Hierunter lesen Sie zunächst die Vorgeschichte. Wer direkt zum Vergleichstest möchte, der sollte zu Seite 2 springen.

 

Beats macht den etablierten Herstellern mächtig Druck

 

Beats Electronics mit seinen Beats by Dr. Dre Kopfhörern wurde erst 2008 gegründet. Der Bekanntheitsgrad der Firma, die ihren Sitz im steuerlich günstigen Irland hat, ist über die Jahre stark gestiegen. Das kam zu Beginn durch den namhaften Mitgründer – der Hip-Hop Ikone Dr. Dre – und der von Anfang an umgesetzten Marketingstrategie die Kopfhörer mit Prominenten zu bewerben und in Musikvideos gezielt zu platzieren. Mit der steigenden Popularität wuchs der Wert des Unternehmens rasant: Während HTC 2011 50,1 Prozent des Unternehmens für 300 Millionen US-Dollar übernahm und 2012 wieder verkaufte, zahlte Apple im Jahr 2014 3 Milliarden US-Dollar und schluckte Beats Electronics komplett.

 

Hierzulande sieht man insbesondere Fußballspieler wie Jérôme Boateng und Mario Götze mit den auffälligen Kopfhörern deren Ohrmuschel ein stets ein gut sichtbares „b“ ziert. Sony war es als Großsponsor der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien nicht recht, dass die Spieler das Konkurrenzprodukt bei öffentlichen Auftritten trugen und versorgte Boateng, Götze und Co. mit Sony-Kopfhörern. Beats Bekanntheitsgrad tat das nur gut und mit eigens für die WM produzierten Werbevideos zur Unterstützung der Nationalmannschaften sah man die Spieler nun doch mit den Beats-Kopfhörern.

Marketing: Gezielter Einsatz von trendsetztenden Prominenten

 

Weniger bekannt ist, dass dich das „irische“ Unternehmen keinesfalls auf die Seite der Deutschen geschlagen hat, da die Spots länderspezifisch gedreht wurden und für noch 8 weitere Nationen eigene „The Game Before The Game“-Videos gab. Um die Neutralität zu wahren, liefen die länderspezifischen Spots nicht über den Beats by Dre Youtube-Kanal. Wer sich bisher fragte, warum Sebastian Schweinsteiger in dem deutschen Film seine Füße samt Socken unter einen Wasserhahn hält – das ist sein Ritual vor dem Spiel. Für die musikalische Untermalung durch den Rapper und das DSDS Jury-Mitglied Kay One hätte man gerne auch jemand anderes auswählen können.

 

Der alte Hase und die Zukunft

 

Zur Unternehmensgründung 1945 hieß das Unternehmen von Dr. Fritz Sennheiser noch „Labor W“ (Laboratorium Wennebostel), bis es 1958 in „Sennheiser electronic“ umbenannt wurde. Sennheiser hat sich insbesondere mit Mikrofonen einen Namen gemacht, die mit der Zeit drahtlos wurden und heute bei vielen Konzerten und Studio-Aufnahmen genutzt werden. Die eigene Entwicklungsabteilung, die zwischenzeitlich auch mal ein Babyphon und Anrufbeantworter konstruierte, sammelte über die Jahre unter anderem einen Oscar, einen Grammy und zwei Emmys ein. Die Entwicklungen der deutschen Firma revolutionierten Audio-Aufnahmen in der Film- und Musik-Branche. Da für eine Hörprobe auch eine gute Wiedergabe gewährleistet werden muss, steht Sennheiser auch im Bereich Kopfhörer für Qualität.

 

Die Wiedergabequalität hängt allerdings auch vom Abspielgerät ab. Das machte sich nicht nur in unserem Test der Harman/ Kardon Soho bemerkbar, sondern auch bei dem Vergleich des Beats Solo 2 mit dem Sennheiser Momentum. Beide Kopfhörer hörten sich ganz anders an, je nachdem ob sie an einem Huawei Ascend P7 oder einem HTC Desire 610 angschlossen waren. Das lässt den Schluss zu, dass letzteres eine bessere Hardware zur Audio-Wiedergabe verbaut hat, als das chinesische Smartphone.

 

Damit kommen wir zu einer Tatsache und einem Gerücht die Zukunft der mobilen Musik betreffend: Die kürzlich vorgestellte Android Version 5.0 hat noch keinen offiziellen Bezeichnung. Nach dem bisherigen Muster müsste der Name mit „L“ anfangen, also „Lollipop“ oder „Lion“. Einer der Kollegen von techstage.de hat kürzlich „Lutscher“ in Rennen geschickt. Egal wie es heißen wird, es soll die Wiedergabe von Musik im Roh-Format über die Micro-USB-Buchse ermöglichen. Damit würde nicht nur die Klinken-Buchse im Handy überflüssig werden, sondern auch der Chip, der das digitale Signal für die Kopfhörer in ein analoges umwandelt.

Damals noch klobig, doch die Verwanschaft mit dem Momentum ist unverkennbar

 

So läge die Qualität der Wiedergabe alleine in den Händen der Hersteller, da diese nun den Chip in ihre Kopfhörer integrieren müssten. Die Mobiltelefon-Produzenten würden sich freuen, weil sie sich schon länger darüber beklagen, dass die Klinkenbuchse in immer flacheren Smartphones zu viel Platz wegnimmt. Kommen wir zu dem Gerücht: Apples iPhone hat bekanntermaßen keine Micro-USB-Buchse, sondern geht seinen eigenen Weg mit dem Lightning-Anschluss. Was wäre wenn der nun auch das Audio-Signal übertragen würde und die gerade übernommene Kopfhörer-Schmiede Beats Electronics exklusiv die passenden Kopfhörer herstellen würde?

 

Dann könnte Apple noch mehr Geld verdienen, weil sich erstmal alle die mit einem Apple-Produkt Musik hören wollen, einen neuen Kopfhörer kaufen müssten, der entweder von Beats produziert und sehr teuer ist oder von einem anderen Hersteller kommt, der Lizenz-Gebühren an die Kalifornier zahlen muss, weil der Lightning-Anschluss verwendet wird. Dasselbe in Grün ist es dann bei Kopfhörern mit Micro-USB-Anschluss. Zwar wird der Markt nicht alleine von Apple gesteuert, aber auch in dem Fall würden Neuanschaffungen nötig, man bräuchte Adapter um während eines Ladevorgangs Musik zu hören oder Adapter für die Liebgewonnenen alten Kopfhörer…



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