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Divoom Timebox im Test: Auf dem APPstellgleis

Divoom bietet mit der Timebox eine Art Family-Hub an. Also eine zentrale Anlaufstelle für die Familie mit ihren Terminen, Nachrichten und zur Unterhaltung. Das Aushängeschild ist dabei eine LED-Matrix als Display. Ob sich das im Alltag nützlich ist, zeigt der ausführliche Test von handytarife.de.

Wir beginnen mit der Koppelung, die manuell über die Einstellungen des Smartphones von statten geht. Dabei fallen die ersten Unterschiede auf. Unter Android kann der Nutzer entscheiden, ob über den in der Timebox integrierten Lautsprecher und das Mikrofon auch immer die Freisprecheinrichtung genutzt werden soll oder nur die Wiedergabe von Audio-Inhalten eingestellt wird. Ist das iPhone mit der Timebox verbunden, sind beide Optionen nicht getrennt voneinander abwählbar. Als nächstes muss die Timebox App heruntergeladen werden, die – um das direkt vorweg zu nehmen – unter ihrer fehlerhaften Übersetzung und auch ein paar anderen Ungereimtheiten leidet. Die App für iOS ist dabei weniger fehlerbehaftet als die Android-Version.

 

Leuchtet zwar auch, aber doch ganz anders als der JBL Pulse 2

 

Zunächst kann man sich in der App registrieren. Tun dies mehrere Nutzer, können die auch untereinander chatten. Nötig ist das nicht zwangsläufig. In einem übersichtlichen Menü zeigen sich dann alle Funktionen. Der verbaute Lautsprecher ermöglicht die Wiedergabe von Musik von dem Handy. Innerhalb der App lassen sich aber nur lokal auf dem Smartphone abgespeicherte Songs auswählen. Ist die Timebox für die „Medien-Wiedergabe“ per Bluetooth verbunden, funktioniert das Abspielen auch über andere Dienste wie zum Beispiel Spotify oder Tune-In-Radio. Das ist das Stichwort für die nächste Funktion, den verbauten FM-Tuner. Dieser hat besseren Empfang, wenn das mitgelieferte Klinken-Kabel als Antenne genutzt wird, mit dem natürlich auch jedes andere Gerät mit einem 3,5 Millimeter Kopfhörer-Ausgang angeschlossen werden kann.

Eine Vielzahl von verschiedenen Benachrichtigungen lassen sich auf der Divoom Timebox darstellen. - © Screenshot

Das Radio kann auch über Tasten auf dem kleinen Lautsprecher gesteuert werden. Der Klang wird dabei nur einem günstigen Küchen-Radio gerecht. Es wird keine permanente Stromzufuhr benötigt, wenn der 2000 mAh Akku vorher aufgeladen wurde, der bei moderater Lautstärke für bis zu 6 Stunden Musik-Wiedergabe ausreicht. Wir hätten uns hier eher den neuen DAB-Standard gewünscht, aber für knapp 70 Euro, die derzeit für die Timebox aufgerufen werden, ist das kaum umsetzbar. Als Küchen-Radio für die ganze Familie also durchaus einsetzbar. Das Besondere ist die Pixel-Matrix aus 121 LEDs, die vorgefertigte Motive oder eigene Designs anzeigen, die als Grafiken à la Pacman oder Minecraft daherkommen. Mit dem Smartphone verbunden werden so für eine Vielzahl von Applikationen Benachrichtigungen visualisiert. Eine nette Funktion.

 

Auf der Timebox können auch Sprachnachrichten für andere hinterlassen werden. Sie werden durch Grafiken, die wohl Vater, Mutter oder Kind darstellen sollen visualisiert und können dann abgehört werden. Das „Auf-Band-Sprechen“ funktioniert natürlich nur bei bestehender Bluetooth-Verbindung. Der Nachfolger Divoom Dibot soll über WLAN verfügen, sodass solche Sprachnachrichten auch aus der Ferne über das Internet übertragen werden können. Außerdem sollen sich Smart-Home-Funktionen steuern lassen.

 

Zweifelhafte erzogen, gehorcht einfach nicht

Bis unser Test-Redakteur verstanden hatte, was hier gemeint ist, hatte er unser Logo mehrfach zeichnen müssen. - © Screenshot

Designs und Animationen durch das Erstellen einzelner Bilder, die dann hintereinander abgespielt werden, ist denkbar einfach und kurzweilig. Dass man sie in der Android-App aber nur abspeichern kann, wenn man „Löschung bestätigen“ drückt, entbehrt jeglicher Logik. Da hat wohl jemand die Endabnahme vergessen. Die eigens erstellten oder aus einer Bibliothek wählbaren Grafiken können im Standby-Betrieb auf dem Bildschirm als „Pixel-Bilderrahmen“ angezeigt werden. Oder man wählt in der App den Equalizer, die Uhrzeit, die Temperatur, dank integriertem Thermometer, oder man wählt eine flächige Beleuchtung aus, die das Wachstum von Pflanzen fördern oder Mücken vertreiben soll. Davon abgesehen, dass die letzten beiden Einstellungen eher Voodoo zu sein scheinen, funktioniert die Umstellung der einzelnen Modi nicht immer, weil die App hin und wieder die Synchronisation verweigert.

Eine Stunde "Erziehung" am Tag sollte reichen! - © Screenshot

Vor dem Schlafengehen kann ein Timer eingestellt werden, wie lange Musik, Radio oder vordefinierte Geräusche vom Meeresufer, Feuer, einer Spieluhr und so weiter abgespielt werden sollen. Hinzu gesellen sich eine Stoppuhr, ein Kalender für einmalige Termine oder eine Anzeigetafel für Spielstände. Der Terminplaner für wiederkehrende Ereignisse unterstreicht wieder den Schwerpunkt als Family-Hub. Die Termine können mit ihrer Häufigkeit und Dauer angelegt und durch eine konfigurierbare Pixel-Grafik visualisiert werden. Zwei vorgefertigte Pläne für Eltern von Babys und Kindern werfen die Frage auf: Wie genau findet „Erziehung“ zwischen 11 und 12 Uhr statt? Die auf der Timbox abrufbaren Spiele locken keinen mehr hinter dem Kamin hervor. Dafür sind sie viel zu langweilig. Lediglich die Entscheidungshilfe per Zufall ein „Ja“ oder „Nein“ angezeigt zu bekommen, hilft manchem Familienoberhaupt vielleicht durch den Alltag.

 

Fazit: Wenn doch nur die App nicht wäre

 

Leider zeigt die Applikation für die Divoom Timebox sehr deutlich, wie viel Mühe man sich mit dem Produkt für den deutschen Markt gegeben hat – gar keine. Dabei ist so eine zentrale Anlaufstelle in Familien oder Wohngemeinschaften durchaus eine nette Idee. Samsung zeigte seinen Family-Hub auf der Internationalen Funkausstellung 2016 als Touchscreen integriert in einen Kühlschrank. Als Küchen-Radio und Bluetooth-Lautsprecher mit Uhr sowie Anzeige von eingehenden Nachrichten auf dem Smartphone ist die Divoom Timebox gar nicht so schlecht, aber die App ist zum Mäusemelken und die Familien-Funktionen damit nahezu unbrauchbar. Die 70 Euro dafür lassen sich besser anlegen.

 

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Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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