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Doro Handy Testberichte

Doro Liberto 810

Android | 5 Zoll | 5 MP
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Das Doro Liberto 810 mit DoroExperience im Test

Auf den ersten Blick ist das Doro Liberto 810 von einem „normalen“ Smartphone nicht zu unterscheiden. Das liegt in erster Linie daran, dass es sich um ein Mobiltelefon handelt, das eigentlich mit Googles Betriebssystem Android betrieben wird. Welche Eindrücke das Senioren-Handy in der handytarife.de-Redaktion hinterlassen hat, erfahren sie in unserem ausführlichen Bericht.

Dem Android-Betriebssystem wurde eine neue Benutzeroberfläche von Doro aufgesetzt. Äußerlich verraten die für Android typischen drei Tasten unter dem 4 Zoll Display die Wurzeln dieses Smartphones. Die Cloud ist auch beim Doro Liberto 810 das Stichwort. Dafür wird ein Tarif mit Datenpaket benötigt, damit man nicht nur zu Hause im WLAN, sondern auch unterwegs an das World-Wide-Web angebunden ist. Eine Auswahl finden sie in unserem Tarifvergleich bei den Smartphonetarifen.

Das Smartphone ist rundherum aus Plastik und stimmig verarbeitet. Es ist zwar nicht sonderlich verwindungssteif, aber es hinterlässt den Eindruck widerstandfähig zu sein. Der Ein- und Ausschalter und die Lautstärkewippe setzen sich in Silber von dem anthrazitfarbenen Gehäuse ab. Auf der Rückseite befindet sich eine 5 Megapixel Hauptkamera mit Foto-Licht, das auch im Menü als Taschenlampe angesteuert werden kann. Auf der Front ist eine Kamera für Videotelefonie und Selfies. Selfies sind Aufnahmen mit der Frontkamera von sich selber. Welcher Best-Ager macht denn das? Besonders wenn es sich um einen 0,3 Megapixel Sensor handelt.

 

Die Tücken der Touchscreen-Bedienung

 

Dass man bei Doro nicht jeden Gedanken zuende gedacht hat, zeigt die vorinstallierte SwiftKey-Tastatur, die man gratis mitgeliefert bekommt und bei Smartphones sehr beliebt ist, weil sie einfach zu bedienen ist. Auf dem träge reagierenden 4 Zoll Display ist sie allerdings hochkant nur schwer treffsicher zu bedienen. Das bessert sich im Querformat, doch dann verschwindet das Eingabefeld. Hier zeigt sich ein erster Makel in der Umsetzung, der nicht alleine bleiben wird.

 

Interessant ist, dass die Bildschirmabdeckung ebenfalls aus Plastik gefertigt ist. So entsteht fälschlicherweise der Eindruck, dass es sich um einen kapazitiven Touchscreen handelt, der auf Druck reagiert und nicht wie restriktive Displays, auf Berührung. Tatsächlich reichen Berührungen, um das Handy zu steuern, und wer feste auf den Bildschirm drück hinterlässt Schlieren, die der Technik wahrscheinlich nicht gut tun. Man neigt auch deswegen mehr Druck auszuüben, weil die drei Tasten unter dem Display schwergängig sind. Allerdings verzeiht Plastik eher einen Sturz als Glas.

Zu Beginn der Einrichtung werden die wichtigsten Funktionen kurz vorgestellt und erklärt, wie diese über den Touchscreen zu bedienen sind. Wie entsperre ich das Handy, was finde ich auf dem Startbildschirm, wie komme ich in das Menü und was finde ich dort vor. Das kennt man auch von anderen Smartphones und ist auch sinnvoll für jeden Neueinsteiger, um sich zu Recht zu finden. Die Bedienungsanleitung ist erfreulich verständlich und es liegt sogar ein Faltblatt zur Erklärung gängiger Begriffe aus der Welt der smarten Telefone und des Internets bei, womit unter anderem dem Best-Ager erklärt wird, was „Cloud Storage“ ist.

 

Senioren in den Wolken, ganz ohne Flügel

 

Die Cloud spielt bei diesem Senioren-Handy eine zentrale Rolle, um die angepriesenen Zusatzfunktionen nutzen zu können. Im Fokus steht dabei Google, denn wer DoroExperience nutzen möchte, kommt nicht umher, ein Konto bei dem Suchmaschinengiganten einzurichten. Dieses wird auf dem Handy in den Einstellungen unter DoroExperience hinterlegt. Die Nutzerdaten, bestehend aus Benutzername und Passwort, muss ich nun jedem zugänglich machen, der mit mir zusammen das Liberto 810 verwalten soll.

 

Über die DoroExperience-Produktseite kann man sich dann auch mit dem vorhandenen Benutzernamen und dem Passwort anmelden. Das nennt sich: Anmelden mit Google+. Diese Seite erlaubt es, die Anordnung der Apps im Menü zu verändern, die Kontakte zu verwalten und aufgenommene Bilder einzusehen beziehungsweise auf das Smartphone zu übertragen. Die vorinstallierte E-Mail-App synchronisiert auch in einem einstellbaren Intervall die an das Google-Mail-Konto gesendeten Nachrichten. Der vorinstallierte Kalender kann dies aber leider nicht. 

Das ist schade, denn die Kalender-App von Doro ist simpel gehalten und sollte keine Schwierigkeiten bei der Bedienung darstellen. Will man einen gemeinsamen Kalender pflegen, muss man zum Beispiel den Google-Kalender installieren, der wiederum viele Möglichkeiten bietet irgendetwas umzustellen und einzustellen, was nicht gewünscht ist. Über den Android Device Manager lässt sich das Handy orten, löschen oder man kann es klingeln lassen, um es wiederzufinden. Das kann auch sehr hilfreich sein, wenn einem der Gedanke der gläsernen Großeltern nicht widerstrebt.

 

Fazit: Die Hardware ist zu schwach

 

Das Doro Liberto 810 soll ein Smartphone sein. Touchscreen-Bedienung, Browser-, E-Mail und App-Store-Integration lassen daran keinen Zweifel. Doch das Handy ist wirklich langsam in der Umsetzung von Befehlen. Dadurch kommt es zwangsläufig zu Doppeleingaben. Das wird in erster Linie an der nicht mehr zeitgemäßen Hardware liegen. Ein Single-Core Prozessor mit einem Gigahertz stößt schnell an seine Grenzen. Vor Allem dann, wenn nicht nur das Betriebssystem Android 4.1 damit angetrieben werden muss, sondern auch noch die aufgesetzte Benutzeroberfläche.

 

Dieses wohl auf Best-Ager abzielende Mobiltelefon hinterlässt keinen „runden“ Eindruck. Das Konzept ist vielversprechend, aber noch nicht stimmig umgesetzt. Warum kann ich die Kontakte gemeinsam verwalten, aber den Kalender nicht? Der Android Device Manager könnte mit seiner Ortungsfunktion für mehr Sicherheit sorgen und sollte besser integriert werden. Denn wenn ich schon die Anordnung der Menüpunkte auf dem Liberto 810 nur über das Einloggen bei DoroExperience verändern kann, dann sollten von dieser Zentrale auch alle anderen Funktionen gesteuert werden können.

 

Die Möglichkeit Schnellwahltasten auf dem Startbildschirm abzulegen und die groß gehaltenen Symbole sind die Grundlage für Senioren-Handys. Doch wenn die Bedienung stockt, weil die Hardware nicht leistungsfähig genug ist, die Tastatur die Nutzung des Internets nicht vereinfacht, dann hat man weder ein Senioren-Handy, noch ein Smartphone. Das Doro Liberto 810 kann leider keins von beidem, obwohl die Idee mit DoroExperience durchaus ihren Charme hat. Um zu überzeugen, muss daran aber noch nachgearbeitet werden.

 

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Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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