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© Twitter / @officialmcafee

Dubios: John McAfee plant das „Privacy Phone“

Der exzentrische Cyber-Security-Pionier John McAfee hat sich in einem Blog-Beitrag zu Wort gemeldet und kündigte das “Privacy Phone” an, nachdem die Firma MGT Capital Investments, der er vorsteht, und der finnische Think-Tank Nordic das Vorhaben bereits im März publiziert hatten, ein sicheres Smartphone zu entwickeln. Ob das klappt?

Der Name „McAfee“ dürfte so gut wie jedem PC-Nutzer schon begegnet sein. Mal bei der Recherche nach einem geeignen Antivirenschutz für den heimischen Computer, oder auch weil die Software auf dem neuen Rechner bereits vorinstalliert war. Doch der Gründer John McAfee hat schon seit 1997 keine Anteile mehr an seinem Unternehmen, das der Chip-Hersteller Intel 2010 übernahm und über die letzten Jahre versuchte, in das eigene Produkt „Intel Security“ zu integrieren. Seit kurzem ist die Firma McAfee wieder selbständig. 49 Prozent gehören zwar weiterhin Intel, doch der Finanzinvestor TPG übernimmt 51 Prozent und soll den Security-Spezialisten zurück an den Markt bringen.

 

Gleichzeitig befinden sich Intel und MGT Capital Invests nach eigenen Angaben in einem Mediationsverfahren, um außergerichtlich eine Einigung zu erzielen, sodass MGT sich in „John McAfee Global Technologies, Inc.“ umbenennen darf. Damit würde der Firma vermutlich eine größere Aufmerksamkeit zuteilwerden. Gleichzeitig besteht Verwechslungsgefahr, insbesondere dann, wenn beide Unternehmen im Bereich der Cyber-Security tätig sind.

 

 

John McAfee möchte in zwei Schritten sichere Smartphones bauen. Seine Investment-Firma und die Denkfabrik Nordic IT wollen schon im August diesen Jahres ein sicheres Mobiltelefon auf den Markt bringen, das für 199 Dollar jetzt vorbestellt werden kann. Dieser Geldbetrag wird dabei auf den endgültigen und noch nicht feststehenden Kaufpreis angerechnet. Crowdfunding-Projekte dieser Art bergen stets das Risiko des Verlusts. Hier soll in eine Idee investiert werden, für die man Vertrauen in eine Firma setzen muss, deren Geschäftsführer sich noch immer mit den Lorbeeren von vor 20 Jahren schmückt. Die Firma schreibt Verluste. McAfee hat sie bei einem Aktienkurs von knapp 30 Cent vor einem Jahr übernommen. Ihr Wert schnellte dann exorbitant in die Höhe und hat sich nun bei cirka 70 Cent einpendelt, wobei der Unternehmenswert derzeit lediglich rund 25,5 Millionen Dollar beträgt.

 

Der „letter of intent“ von MGT und Nordic IT versprach den Investoren einen Gewinn von 350 Dollar pro Smartphone. Dieses sollte mit dem Android-Betriebssystem ausgestattet zugekauft werden, und dann von MGT umgerüstet werden. Eine ähnliche Herangehensweise, wie sie derzeit das strauchelnde Unternehmen Blackberry versucht. McAfee will die Handys allerdings mit Knöpfen ausrüsten, sodass bestimmte Funktionen mechanisch an- und ausgeschaltet werden können, weil nur die Schaltung per Software für Hacker angreifbar ist. So sollen sich z.B. WLAN, GPS, Bluetooth, Mikrofon, Kamera und Akku manuell deaktivieren lassen.

 

Wenn der Akku nicht wechselbar ist

 

Das erinnert an moderne Agenten-Thriller, in denen stets der Akku aus dem Mobiltelefon entfernt wird, um eine Ortung zu verhindern. Da immer mehr Smartphones einen fest verbauten Akku aufweisen, würde hier eine mechanische Trennung durch einen Schalter tatsächlich Sinn ergeben, denn ohne die Energie aus dem Stromspeicher funktioniert gar nichts. Doch dies bleibt eine reaktive Maßnahme. Vielmehr sollte es doch darum gehen, dass ein Smartphone gar nicht erst durch Schadsoftware infiziert und ausspioniert werden kann. Softwareseitig beschreibt John McAfee als weitere Funktion des Privacy Phones nur eine privatisierte Suche, die eine Verfolgung für Werbung im Internet verhindert. Das durch Menschenhand am besten gegen Hacker gesicherte Smartphone soll als "Version 2" dann Anfang 2018 folgen. Das warten wir besser mal ab.

Nützliche weiterführende Informationen:

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