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EU Roaming


© wolterfoto

EU-Roaming

Seit dem 15. Juni 2017 sind Roaming-Gebühren innerhalb der EU abgeschafft. Unter dem Motto „Roam-like-at-home“ sollen Bürger der europäischen Union ihre Freizügigkeit über sämtliche Grenzen hinweg genießen können, indem sie im Urlaub und auf Dienstreise bedenkenlos telefonieren, simsen und surfen können. Trotz der Vorgaben durch die EU-Kommission, dem Ministerrat der EU und dem Europäischen Parlament gibt es aber noch ein paar Punkte, die man bei Reisen innerhalb der EU beachten sollte. Die Redaktion von handytarife.de hat alle wichtigen Informationen für Sie zusammengetragen.

Roaming in der EU kein Luxus mehr



Die vor wenigen Jahren noch recht hohen Minutenpreise sind seit dem 15. Juni 2017 Geschichte. Auch Kosten für SMS und Datenvolumen sind für das EU-Ausland abgeschafft. Die Regulierung gilt aber nur für terrestrische Mobilfunknetze. Preise für Funkverbindungen auf Schiffen und in Flugzeugen sind nicht festgelegt und in der Regel sehr teuer. Im Zuge der EU-weiten Anpassung der Roaming-Tarife wurden über die Jahre für Handytelefonate innerhalb der Europäischen Union folgende verbindliche Obergrenzen festgelegt (Preise inkl. MwSt.).

 

 

  abgehende ankommende SMS Daten je MB
Gespräche je Minute
seit 2007 58,31 Cent 28,56 Cent    
seit 30.08.2008 54,74 Cent 26,18 Cent    
seit 01.07.2009 51,17 Cent 22,61 Cent 13,09 Cent  
seit 01.07.2010 46,41 Cent 17,85 Cent 13,09 Cent  
seit 01.07.2011 41,65 Cent 13,09 Cent 13,09 Cent  
seit 01.07.2012 34,51 Cent  9,52 Cent 10,71 Cent 83,30 Cent
seit 01.07.2013 28,56 Cent  8,33 Cent  9,52 Cent 53,55 Cent
seit 01.07.2014 22,61 Cent  5,95 Cent  7,14 Cent 23,80 Cent
seit 30.04.2016 Inlandstarif + 5 Cent, max. 19 Cent

Inlandstarif + 1,048 Cent, max. 5 Cent

IInlandstarif + 2 Cent, max. 6 Cent Inlandstarif + 5 Cent, max. 20 Cent
seit 15.06.2017 Abschaffung der Roaming-Gebühren

 

 

Sonderregelung für Prepaid-Karten

 

Für Telefonie und SMS fallen im EU-Ausland, Norwegen, Island und Liechtenstein dieselben Gebühren an, wie wenn Sie mit Ihrer Prepaid-Karte innerhalb Deutschlands telefonieren. Die Mobilfunkanbieter dürfen aber einen Aufschlag für die Nutzung des mobilen Internets erheben, wenn Sie in der Heimat pro Einheit bezahlen und dort ein Gigabyte günstiger ist, als der von der EU vorgegebene Höchstpreis. Dann zahlen Sie mit dem auf Ihrem Prepaid-Konto vorhandenen Guthaben seit dem 15. Juni 2017 7,70 Euro plus Mehrwertsteuer pro Gigabyte. Dieser Preis sinkt sukzessive: ab 1. Januar 2018 auf 6 Euro, ab 1. Januar 2019 auf 4,50 Euro, ab 1. Januar 2020 auf 3,50 Euro, ab 1. Januar 2021 auf 3 Euro und schließlich auf 2,50 Euro ab 1. Januar 2022.

 

Aufschläge sind auch bei Mobilfunkverträgen  möglich

 

Bei echten Internet-Flatrates mit unbegrenztes Datenvolumen - sogenannten „offenen Datenpaketen“ - darf der Anbieter ein Datenlimit vorgeben. Die zulässige Grenze lässt sich errechnen, indem die monatliche netto Grundgebühr des Mobilfunkvertrages durch 7,70 Euro dividiert wird. Verdoppelt man das Ergebnis erhält man das für die Auslandsnutzung inkludierte Datenvolumen.

(2 x ([netto Grundgebühr] / [EU-Höchstbetrag pro Gigabyte])

Das Datenlimit ist für die gängigen, im Volumen begrenzten Flatrates nur erlaubt, wenn bei der Berechnung der Grundgebühr durch das Datenvolumen ein kleinerer Betrag als die Hälfte des von der Europäischen Union festgelegten Höchstbetrages für das mobile Internet herauskommt – im Jahr 2017 also kleiner als 3,85 Euro, im Jahr 2018 kleiner als 3 Euro ist und 2,25 Euro pro Gigabyte im Jahr 2019 unterschreitet. Dann darf dieselbe Berechnung des Datenlimits, wie bei den offenen Datenpaketen angewendet werden.

 

Aufschläge für Telefonate von 3,2 Cent pro Minute und 1 Cent pro SMS sowie der sich sukzessive verringernde Aufpreis für das mobile Datenvolumen können erhoben werden, wenn Sie gegen die Fair-Use-Regeln Ihres Providers verstoßen. Diese entnehmen sie den jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Ziel ist eine angemessene Roamingnutzung. So kann der Mobilfunkanbieter zum Beispiel einen Nachweis von Ihnen verlangen, dass Sie Ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder eine andere stabile Bindung zu dem Land haben, wo Sie ihren Mobilfunkvertrag abgeschlossen haben.

 

Dies kann auf Sie zukommen, wenn Sie sich innerhalb von vier Monaten am Stück mehr im EU-Ausland aufgehalten haben als zu Hause und in den EU-Ländern die Mobilfunkdienste auch mehr genutzt haben als daheim. Ihr Mobilfunkanbieter kann Sie dann per Benachrichtigung warnen und muss Ihnen zwei Wochen Zeit geben, sodass Sie in ihr Heimatland zurückkehren können oder einen Nachweis erbringen, dass Sie nicht gegen die Fair-Use-Regeln verstoßen haben. Verstreicht die 14-tägige Frist, ohne dass Sie tätig werden, oder reichen Ihre Belege nicht aus, darf der Anbieter die Aufschläge ab dem Tag der Warnung erheben.

 

Auslandspakete für Nicht-EU-Länder

 

Im Zuge dieser EU-Verordnung haben alle Mobilfunkanbieter ihre Auslandstarife umgestellt. Die Länder werden dabei in Gruppen oder Zonen eingeteilt. Die Ländergruppe 1, für die die EU-Roaming-Verordnung gilt, umfasst in jedem Fall die Mitgliedsländer der Europäischen Union. Achtung: Staaten wie die Schweiz oder die Türkei zählen nicht dazu. Norwegen, Island und Liechtenstein haben sich auch als Nicht-EU-Mitglieder der Verordnung angeschlossen. Manche Anbieter wenden die Ländergruppe 1 aber auch auf die Schweiz und die Türkei an, andere stufen sie in die teurere Ländergruppe 2 ein. Diese umfasst in der Regel die restlichen Staaten Europas sowie die USA, der Rest der Welt fällt in die Ländergruppe 3. Für alle Länder einer Gruppe gelten einheitliche Preise. Die genauen Einteilungen der Zonen sind auf den Websites der Betreiber (siehe auch Auslandstarife der Anbieter) ersichtlich.


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