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Kleingedrucktes


© wolterfoto

Kleingedrucktes in der Handywerbung

„Flatrate für 0 Euro!“, „Edles Smartphones gratis!“, „die ersten 3 Monate kostenlos!“, Wir halbieren Ihre Grundgebühr!“, „Schicker Slider für 1,-“, „Navi-Software 1 Jahr gratis dazu!“… Klingt das nicht gut? Tolle Angebote hat die Werbung der Mobilfunkanbieter da in petto. Aber haben Sie einmal in das Kleingedruckte am Ende der Anzeige geschaut…?

In den meisten Fällen erfasst der Kunde leider nur die plakative Botschaft in der Werbung. Das Kleingedruckte in Handyanzeigen kann hingegen ganz schön tückisch sein. Viele wichtige Informationen sind lediglich in winzigen, kaum lesbaren Lettern in den Fußnoten aufgeführt. Da ist es fast schon verständlich, wenn Kunden sich nicht ausreichend Zeit nehmen, um die kleinen Schriftblöcke in den Fußnoten ausgiebig zu studieren. Dabei wäre genau das in den meisten Fällen nötig, um durchschauen zu könne, ob es sich tatsächlich um ein attraktives Angebot oder eine versteckte Kostenfalle handelt.

 

Auf die Größe kommt es an

 

Vor allem die Größe des Kleingedruckten ist der Grund dafür, dass immer wieder Verbraucher blind auf die Werbeversprechungen der Provider hereinfallen. Oft sind die Zeilen so klein gedruckt, dass sie kaum zu entziffern sind. Dazu kommt, dass es anstrengend ist, so kleine Schrift zu lesen – wer schlechte Augen hat, hat hier ein Problem. Andere Kunden schreckt die geringe Schriftgröße ab, oder die Fußnoten werden gar übersehen. Doch das kann Konsequenzen haben, denn die wichtigsten Vertragsinformationen stecken immer im Kleingedruckten: Je kleiner der Fußnotentext, umso wichtiger der Inhalt.

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Gerne wird auch derart knapp im Kleingedruckten formuliert, dass die Angaben schlicht undurchschaubar bleiben. Dann ist es unumgänglich die Webseite des Anbieters zu besuchen um alle relevanten Vertragsinformationen einsehen zu können. Doch auch hier erwarten den gewillten Leser Hindernisse: Oft werden lediglich die ersten zwei bis drei Zeilen der Vertragsdetails dargestellt. Erst nach einem Klick auf einen weiterführenden Link offenbart sich der volle Apparat an Fußnoten.

Masse statt Klasse

 

Doch auch wenn die Schrift des Kleingedruckten, sei es auf einer Webseite oder in einer Werbeanzeige, verhältnismäßig gut lesbar ist, wird so mancher Kunde von dem gigantischen Textcorpus erschlagen. Fußnoten mit einem Umfang von mehr als 200 Wörtern sind keine Seltenheit. Manche Provider stellen sogar die kompletten Vertragsbedingungen jedes einzelnen angebotenen Tarifs in einem kompletten Block auf ihre Webseite. Bei einem beliebten Flatrate-Anbieter ergab das einen Fußnoten-Apparat von sage und schreibe über 4.000 Wörtern. Kein Zweifel: wer hier auf Nummer Sicher gehen will, muss in den sauren Apfel beißen und sich durch das Kleingedruckte quälen. Dabei ist natürlich nicht jede angegebene Information für jeden gleichbedeutend relevant – die Tarifbedingungen für den Wunschtarif hier zügig auszumachen, gleicht der Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen.

 

Natürlich will die handytarife.de-Redaktion Ihnen auch einige Beispiele für fiese Fallen im Kleingedruckten in der Handywerbung nicht vorenthalten:

 

So hat beispielsweise die eine oder andere scheinbar kostenlose Zusatz-Funktion so ihre Haken:

© wolterfoto

"Zum Test erhalten Sie die Option Rechnung Checker in den ersten 6 Monaten kostenlos. Eine Kündigung ist während dieser Testphase möglich. Wird die Option nicht gekündigt, fallen ab dem 7. Monat 2.99 EUR Optionsgebühr pro Monat und Vertrag an. Weiterhin erhalten Sie die Option Multi-Media-Paket in den ersten 3 Monaten kostenlos. Auch diese ist während der Testphase kündbar. Wird die Option nicht gekündigt, fallen ab dem 4. Monat 1.50 EUR Optionsgebühr pro Monat und Vertrag an."

 

Ein anderer Anbieter wirbt damit, dass keine Grundgebühr erhoben wird, aber:

 

"Um tatsächlich entstehende Kosten zu decken, setzen wir einen Rechnungsbetrag von 3,00 Euro pro Monat ab dem 4. Vertragsmonat voraus. Bleibt der Betrag darunter, wird für die Kontopflege ein Betrag in Höhe von 1,00 Euro für den jeweiligen Monat in Rechnung gestellt."

 

Von wegen "Ohne Grundgebühr". Ebenfalls ein sehr schönes Beispiel zum Thema Mindestnutzung liest sich wie folgt:

 

"Sollte die Mindestnutzung nicht erfolgen, wird an den Wochentagen von Montag bis Freitag 0.39 EUR und am Wochenende von Samstag bis Sonntag 0.19 EUR je Tag berechnet."

 

Der richtige Umgang mit den Fußnoten

 

handytarife.de hat einige Tipps zusammengestellt, die bei der müßigen Lektüre von Fußnoten hilfreich sein können.

 

  1. Lesen, lesen, lesen:
    Um alle wichtigen Informationen zu Angebot und Tarif zu erhalten, führt kein Weg daran vorbei, das Kleingedruckte zu lesen.
  2. Sich Zeit nehmen:
    Lesen Sie die Fußnoten in Ruhe. Das kostet zwar Zeit, kann sich jedoch auszahlen, wenn Sie dabei auf Vertragsbedingungen stoßen, die Ihnen vorher gar nicht bewusst waren.
  3. Auf Einschränkungen achten:
    Beim Studium der Fußnoten sollte besonderes Augenmerk auf Einschränkungen gelegt werden. Zum Beispiel gilt so manches Angebot nur für Neukunden oder bezieht sich nur auf bestimmte Tarife. Ebenso gilt es, aufgeführte Fristen und die Begrenzung von Freiminuten zu beachten.
  4. Sicherheitsbesuch auf der Provider-Webseite:
    Hier sollte das Kleingedruckte samt aller Details und möglicher Haken angegeben sein. Sich allein auf das Kleingedruckte in der Werbeanzeige zu verlassen, kann teuer werden.
  5. Je kleiner, je wichtiger:
    Wie klein ist die Schrift im Kleingedruckten? In Zweifelsfall gilt: Je kleiner die Schrift, umso wichtiger das Detail.
  6. Nachrechnen:
    Man sollte die Kosten im Kleingedruckten immer sorgfältig durchrechnen. Oft ergeben sich dabei unterschiedliche Kosten, als in der Webeanzeige beworben.

 

Wie sich unschwer feststellen lässt, kann man ganz schön in die Kostenfalle tappen, wenn man blauäugig auf die Werbeversprechungen der Mobilfunkanbieter hört. Eine gesunde Portion Misstrauen ist stets angebracht und die Lektüre des Kleingedruckten leider unumgänglich. Und denken Sie daran: Niemand hat etwas zu verschenken - schon gar kein Handy beim Abschluss eines Mobilfunkvertrags.

Vorsicht Abzocke: Kostenfallen beim Handy



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