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Betriebssysteme


© wolterfoto

Handy-Betriebssysteme im Überblick: Jedem Topf seinen Deckel

Sie beherrschen Excel und Powerpoint, verwalten Termin-Kalender und empfangen E-Mails in Echtzeit: Smartphones erleichtern den Alltag der Nutzer wo sie nur können. Doch was steht dahinter? Die Redaktion von handytarife.de stellt die wichtigsten Betriebssysteme der  Handys vor.

Das Betriebssystem eines Smartphones organisiert die Zusammenarbeit zwischen Hard- und Software. Es sorgt für eine bequeme Steuerung per Touchscreen oder Tastatur und ermöglicht es zudem, weitere Programme auf dem Gerät zu installieren. Außerdem gestatten viele Betriebssysteme einen einfachen und flotten Datenabgleich mit dem heimischen Computer. Neben gestandenen Programmen wie Windows Mobile von Microsoft oder auch Symbian, finden immer wieder neue Betriebssysteme den Weg auf ein Smartphone. Eine der bekanntesten Neuentwicklungen ist sicherlich Android von Google.

Der hohe Nutzungsgrad, den die komplexen Betriebssysteme bieten, erfordert allerdings viel Strom. Deshalb  sind Smartphones in der Regel häufiger aufzuladen als kompaktere Handys. Zudem gelten erstere eher als teure Variante eines Mobilfunkgeräts. Lohnt dennoch der Kauf eines Smartphones samt erweiterbarem Betriebsystem? Die handytarife.de-Redaktion hat die wichtigsten Varianten nun unter die Lupe genommen.

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zum Artikel Microsoft: Von Windows Mobile zu WindowsPhone »

© Google

Android: Unterwegs mit Google

 

Erst 2009 kam Android auf den Markt, löste aber schon vor der Veröffentlichung einen großen Medienrummel aus, da Google als prominentester Partner der Software-Allianz, aus welcher das Open-Source-Projekt hervor ging, gewonnen wurde. So drückte das bekannte Unternehmen dem ersten Android-Handy G1 einen markanten Stempel auf, denn ohne Google-Account ließ sich das Smartphone G1 samt der Version 1.0 des Betriebssystems nicht nutzen. Seit der Variante „Donut“ verzichteten die Entwickler auf diese massive Einschränkung.

Um die Vorzüge des prallgefüllten Android-Markets nutzen zu können, bedarf es jedoch weiterhin dieses Kontos. So ganz los kommt man also nicht von Google, und so warnen Datenschützer davor, alle persönlichen Daten auf einem Android-Handy zu hinterlegen.
Größte Vorteile: Das Betriebssystem wird lediglich auf Touchscreen-Handys verwendet und beherrscht sogar die Multitouch-Steuerung.
 

Bei Android stimmt der Nutzer mit der Inbetriebnahme seines Smartphones zu, entsprechende anonyme Bewegungsdaten an Google weiterzuleiten beziehungsweise diese für eine verbesserte Anzeige von Suchtreffern zu nutzen. Da diese Daten scheinbar nicht personengebunden weitergereicht werden, ist anzunehmen, dass detaillierte Bewegungsprobleme nicht ohne Weiteres zu erstellen sind.  In den Einstellungen lässt sich dieser Schritt später revidieren, führt aber bei verschienen Apps zu geringerem Nutzungsumfang.

© Samsung

Bada: Samsungs OS

 

Mit Bada steuert auch Hersteller Samsung ein eigenes, erweiterbares Betriebssystem bei, das vermutlich eher auf den Eigenkreationen der Koreaner zum Einsatz kommt. Bada selbst wurde auf dem Mobile World Congress 2010 in Barcelona öffentlich vorgestellt und kam erstmals auf dem Samsung Wave zum Einsatz.
 

Das Betriebssystem verfügt über einen Download-Shop namens Bada-Apps und erwies sich in den bisherigen Praxistests von handytarife.de äußerst Internet-affin. Beim Surfen bittet Bada zum angesagten Mehrfingerzoom und Schnittstellen zu den üblichen sozialen Netzwerken sind auch mit von der Partie. Allerdings hält Samsung auch bei Bada-Geräten an der Eigenart fest, den Geräten das User-Interface Touchwiz mit auf den Weg zu geben.

Die Weiterentwicklung von Bada wurde mittlerweile eingestellt und wurde an Tizen angegliedert.

© Blackberry

BlackBerry OS: E-Mails in Echtzeit

 

Die Smartphones des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM) verwenden bei ihren Modellen ein eigenes Betriebssystem, das so genannte BlackBerry OS. Dies ist vor allem auf eine hohe E-Mail-Funktionalität samt damit verbundenem Push-Dienst ausgerichtet. Der Pushdienst funktioniert allerdings nur, wenn beim Mobilfunkanbieter eine spezielle BlackBerry-Option für den Empfang von E-Mails gebucht wurde. Außerdem deckt die Software auch andere wichtige Smartphone-Funktionen, wie einen Terminplaner oder die Dokumenten-Ansicht für Office-Dateien. Auch die Synchronisation mit dem PC gelingt einfach.

Aufgrund der Kommunikations-Qualitäten setzen vor allem Geschäftsleute auf BlackBerrys und so gestatten die Geräte sogar den mobilen Zugriff auf firmeneigene Netzwerke. Auf einem aktuellen BlackBerry, wie dem Bold 9700, läuft derzeit die fünfte Version des Betriebssystems. Ein eigener Software-Shop, die App World, ist ebenfalls verfügbar. Viele Entwickler platzieren dort hilfreiche Programme, welche vor der Veröffentlichung hinsichtlich ihrer Qualität und Sicherheit überprüft werden.

BlackBerry 10: Das Beste aus zwei Welten

Bisher endet die Erfolgsgeschichte BlackBerrys mit der Einführung von Smartphones samt Touchscreen und erweiterbarem Betriebssystem. Das sollte mit der Einführung von Blackberry 10 anders werden, ohne dass BlackBerry seinen Ruf als Business-Smartphone gänzlich abstreifen müsste. Denn keinem anderen Betriebssystem gelang es derart  gut, beruflichen und privaten Content auf ein und demselben Gerät zu separieren, wie BlackBerry 10. BlackBerry Balance nennt das Unternehmen die Möglichkeit, dem BYOD-Gedanken (Bring Your Own Device) zu unterstützen – ohne dass dies für der Nutzer in irgendeiner Form kompliziert erscheint.
 

Hinzu gesellt sich eine App-Anordnung, wie man sie von Apple oder Android gewohnt ist, samt der Anreicherung von Live-Informationen, wie wir es derzeit von WindowsPhone kennen – Nachrichten rücken also in der Vordergrund. BlackBerry-Hub nennt sich zudem die zentrale Schnittstelle im Gerät, in der SMS, E-Mails, Facebook- und Twitter-Nachrichten oder sonstige Kontaktaufnahmen zusammengefasst dargestellt werden.

 

Und auch an der App-Front entwickelt sich RIM in die richtige Richtung: Immerhin 70.000 Anwendungen sollen dem Nutzer zum Marktstart von BlackBerry 10 zum Download bereit stehen. Die Verfügbarkeit von weit mehr als 700.000 Apps melden hingegen Android und iOS. Für Entwickler interessant: Die Portierung von bereits bestehenden Android-Apps auf BlackBerry 10 scheint ziemlich problemlos realisierbar zu sein.

 

Letzlich verabschiedete sich Blackberry von der Entwicklung eines eigenen Betriebssystems und installierte fortan Android mit einer eigenen Benutzeroberfläche.

© Alcatel

Firefox OS: Open-Source als Basis

 

Firefox OS ist mit seinem Release im Jahr 2013 eins der jüngsten Smartphone-Betriebssysteme auf dem Markt. Der Firefox-Browser ist vielen ein Begriff und erfreut sich großer Beliebtheit auf PCs weltweit. Entwickelt wurden der Browser und das Betriebssystem von Mozilla, einer gemeinnützigen Organisation, die es seit 1998 gibt und es sich zum Ziel gemacht hat, offene Standards zu schaffen, damit das World Wide Web eine Plattform für jedermann sein kann. Diesen Gedanke, dass jedem alles zugänglich ist und sich jeder an der Weiterentwicklung beteiligen kann, kennt man auch unter dem Begriff „Open-Source“.
 

Das besondere an Firefox OS ist die Programmiersprache. Dem Betriebssystem liegt Linux zu Grunde, während alle Apps mit den offenen Web-Standards HTML5, JavaScript und CSS erstellt werden. Man kann sich die Benutzeroberfläche als einen Browser vorstellen, in dem Apps genauso dargestellt werden, wie Internetseiten. Die Icons auf dem Startbildschirm und im Menü sind dann den Lesezeichen beziehungsweise den Favoriten gleichzusetzen.

Das bedeutet auf der einen Seite, dass man die einzelnen Ergebnisse einer Suche als Web-App auf dem Startbildschirm ablegen kann, aber auch, dass zum Öffnen vieler Applikationen eine Internetverbindung notwendig ist, weil die Inhalte einer Website regelmäßig auf Servern gespeichert sind. Grundlegende Funktionen, wie das Telefonbuch, die Telefonie, das Simsen und der Kalender werden davon aber nicht eingeschränkt. Bisher wird Firefox OS auf sehr günstigen Smartphones installiert, die insbesondere in Entwicklungsländern verkauft werden. In Deutschland vertreiben Congstar und o2 als erste Mobilfunkanbieter Smartphones mit dem Mozilla-Betriebssystem.

© wolterfoto.de

iPhone OS: Vom Vorreiter zum Kult-Status

 

Das Betriebssystem des Kulthandys aus dem kalifornischen Cupertino entspricht etwa der mobilen Version von Apples Betriebssystem Mac OS X und bietet so unter anderem den Internetbrowser Safari. Darüber hinaus setzt das OS vor allem auf eine grafisch ansprechende Oberfläche, die zudem stets ruckelfrei arbeiten soll. So konnte das iPhone OS als erstes Handy-Betriebssystem die Multitouch-Funktion, übrigens eine Erfindung von Nimish Mehta aus dem Jahr 1982, umsetzen. Die „Mehrfinger-Steuerung“ stellte eine Zeit lang einen markanten Unterschied zu anderen Handys dar.

Über den App-Store lassen sich außerdem zahlreiche kostenlose wie kostenpflichtige Programme ergänzen. Zum Abspielen von Musik-Dateien finden Nutzer die auch beim iPod eingesetzte Abspiel-Software auf dem Mobiltelefon wieder. Zudem gelingt der Datenabgleich mit dem PC konsequenter Weise via iTunes-Software.

 

Im Zusammenhang mit iOS fällt derzeit oft das Stichwort Bewegungsdaten. Damit Nutzer von iPhone und iPad ihre Daten besser schützen können, empfiehlt handytarife.de vor allem, die Synchronisataions-Software iTunes anzupassen. Das geschieht durch zwei Klicks, zunächst auf „Übersicht“ um dann die Option „Backup verschlüsseln“ zu aktivieren. Zudem lässt sich die Aufzeichnung von Geodaten unterbinden, indem auf dem Gerät die „Ortungsdienste“ deaktiviert werden- was zu Einschränkungen diverser Apps führen kann.

© bq

Linux: Vielseitige Verwendung für Open-Source

 

Auch Handy-Versionen des offenen PC-Betriebssystems Linux werben um die Gunst der Verbraucher. So setzten das Vodafone H1 aus der 360-Reihe oder Nokias N900 aber auch das Palm Pre auf Varianten des Betriebssystems mit dem berühmten Maskottchen.

Maemo nennt sich die Linux-Version, welche Nokia auf seinem Internet Tablet N900 einsetzt. Der Fokus dieses Produkts liegt, wie der Name bereits vermuten lässt, auf der Nutzung des mobil verfügbaren Internet. Doch auch die Adressverwaltung sowie eine Dokumentenansicht zählen zu den vorinstallierten Talenten des Betriebssystems.

Etwas überraschend bot Vodafone mit der Reihe „Vodafone 360“ als erster Netzanbieter ein eigenes Betriebssystem für Handys an. Über einen eigenen App-Store können bereits rund 500 Applikationen per Download ergänzt werden. Die beiden Samsung-Geräte H1 und M1, auf welchen die Linux-Variante läuft, verfügen darüber hinaus über ein neuartiges Bedienkonzept, welches mit nur einer Anruftaste auskommt und die stetige Kommunikation mit Freunden und Bekannten in den Vordergrund rückt.

Das auf Linux basierende WebOS feierte  auf dem Palm Pre eine gelungene Premiere und ist folglich besonders auf die Bedienung per Touchscreen ausgelegt. WebOS ist multitasking-fähig, erlaubt also den gleichzeitigen Ablauf mehrerer Programme. Außerdem legt das Betriebssystem jeden Tag ein Backup der Telefonbucheinträge sowie eigener Notizen auf einem Palm-Server ab, was in Sachen Datensicherheit einen faden Beigeschmack hinterlässt.


WebOS sollte von dem Organizer-Spezialisten zwar vielfach eingesetzt werden, konnte sich am Markt aber nicht durchsetzen. Mittlerweile tüftelt man aber daran, WebOS als Betriebssystem für Smart-TVs einzusetzen.

Ubuntu für Smartphones basiert ebenfalls auf Linux. Das Bedienkonzept setzt auf Wischgesten, sodass Menü-Tasten obsolet sind. Lediglich die Laustärkewippe und ein Power-Knopf sind notwendig. Das besondere an der Benutzeroberfläche ist der Verzicht auf klassische Startbildschirme, auf denen Apps abgelegt werden. Stattdessen nutzt Ubuntu-Phone "Scopes", die als Rubrik mehrere Informationen vereinen.

Man wischt durch die frei wählbaren Scopes, die mit den Schlagzeilen des Tages oder mit standortbasierten Vorschlägen aufwarten, wobei sich letztere sogar an den Gemütszustand anpassen lassen. Mit dem Photo-Scope lassen sich zum Beispiel Bilder aus den Sozialen Netzwerken an einem Ort zusammenfassen. Apps können aus dem Ubuntu-Store heruntergeladen werden, um entweder über ein Menü gestartet zu werden, das durch Wischen vom linken Rand aus aufgerufen wird oder die Applikationen werden selber zum Scope, um als einer der Startbildschirme schnell erreichbar zu sein.

© Microsoft

Proprietäre Betriebssysteme: Kaum Freiraum

 

Neben den zahlreichen erweiterbaren Betriebssystemen bieten die Handy-Hersteller immer noch geschlossene Systeme an. Diese so genannte proprietäre Software erlaubt kaum Erweiterungen. Lediglich Spiele, neue Hintergründe oder Klingeltöne, lassen sich installieren. Proprietäre Software kommt hauptsächlich bei Handys aus dem unteren Preissegment zum Einsatz.

Feature Phones, die zum Beispiel mit Series 30+ von MediaTek ausgestattet sind, haben keinen Zugang zu einem eigenen App-Store, wie es bei Smartphones üblich ist. Hier werden Applikatione von externen Anbietern zum Download bereitgestellt (z.B im Opera Store) oder je nach Hersteller ab Werk aufgespielt, wie es bei Nokia mit u.a. Bing Search und MSN Wetter der Fall ist.

© Nokia

Symbian: An allen Fronten

 

Die Nokia-Tochter Symbian bietet verschiedene Varianten von Betriebssystemen für Smartphones an. Als die bekanntesten gelten die Benutzeroberflächen S40 und S60. Letztere wurde auch von Sony Ericsson eingesetzt; auch Samsung verfügte über Symbian-Handys im Portfolio. Die eingeschränktere S40-Variante kam hingegen nur bei Nokia-Handys zum Zuge. Die Ergänzung neuer Software war hier nur begrenzt möglich.

Bevor sich die Symbian Foundation Nokia anschloss, wurde das Betriebssystem Open-Source zur Verfügung gestellt. Das heißt: Entwickler und Programmierer konnten den Quellcode nutzen, ohne dafür Lizenzgebühren zahlen zu müssen. Die langlebigste Version war Symbian S60, für die es im Ovi-Store von Nokia einige Programme zum herunterladen finden konnte. Unter der Führung von Microsoft wurde die Weiterentwicklung eingestellt.

Feature Phones von Nokia unter der Führung von Microsoft und dem darauffolgenden Investor nutzen die von MediaTek entwickelte Version 30+, die tatsächlich gar nichts mehr mit Symbian zu tun hat.

© Microsoft

Microsoft: Von Windows Mobile zu WindowsPhone

 

Wie der Name bereits verrät stammt Windows Mobile aus der Softwareschmiede Microsoft und ähnelte optisch der bekannten PC-Variante, an die sich die Nutzer bis Windows 7 gewöhnt hatten. Frühere Versionen des Betriebssystems fanden sich vor allem auf Organizern wieder. Entwickelt wurde Windows Mobile bis in die Version 6.5, welche erstmals über einen virtuellen Download-Shop, den Marketplace, verfügte.

Weitere markante Merkmale von Microsofts mobilen Betriebssystemen sind die abgespeckte Version des Office Pakets und eine einfache Synchronisation mit Windows-PCs per Active-Sync. Zum Abspielen von Medien-Dateien setzt das Betriebssystem auf den bekannten Windows Mediaplayer in einer mobilen Version. Durch das Internet führt der vorinstallierte Internet-Explorer, der seit Windows 10 den Namen Edge trägt.

Windows Phone 7

Der große Wandel kam im Jahr 2010 mit Windows Phone 7, bei dem verstärkt auf die intuitive Touchscreen-Steuerung gesetzt wurde. Bisher erfolgen viele Eingaben noch mit einem Stylus, also dem Bedienstift, des Smartphones. So wollte Microsoft auf dem Smartphone-Sektor aus dem Schatten der anderen Betriebssystemen iOS und Android heraustreten. Mehr als 400 Millionen Dollar hat das Unternehmen in Marketingkampagnen für sein Windows Phone 7 gesteckt.

Windows Phone 7 wird mittels Fingern navigiert und unterstütz die angesagte Steuerung via Multi-Touch. Damit kehrt Microsoft Vorgänger-Versionen von Windows Mobile den Rücken zu. Deren Oberfläche erinnerte stark an die Desktop-Varianten von Windows und war in der Regel mit einem Stift zu bedienen.


Zunächst sticht das neue Design der siebten Auflage der Handy-Software ins Auge. Wer mit den gängigen Betriebssystemen für Smartphones vertraut ist, wird hier durchaus überrascht. Auf einem dynamischen Startscreen liegen Anwendungen unter großen, schlichten Kachel-Symbolen, sogenannten Live-Tiles. Microsoft verzichtet bewusst auf die bekannten „App-Sammlungen“ der Konkurrenz und setzt nun auf die Hubs, die gleichartige Themen zusammenfassen.

All das wirkte sehr modern und wurde schließlich auch durch Windows 8 für den PC adaptiert.
 

Windows Phone 8

Das mobile Betriebssystem Windows Phone 8 ging kurz nach Verfügbarkeit von Microsofts Windows 8 an den Start.  Erhalten bleibt dem geneigten Windows-Phone-Nutzer auf jeden Fall die markante Kachel-Optik. Neu war die Unterstützung Dual-Core-Prozessoren, auch kippte die Vorgabe von Displays mit der Auflösung von 480 x 800 Bildpunkten - HD-Auflösung war nun möglich. Außerdem konnten nun NFC-Chips im Smartphone verbaut werden.

Markantes Markenzeichen von Windows Phone sind seit gut drei Jahren die Kacheln, welche in englischer Sprache als Tiles beschrieben werden. Besagte Tiles besitzen zumeist eine Live-Funktion und zeigen derart Informationen in Echtzeit an. Unter Windows Phone 8 stehen dem Nutzer drei verschiedene Tile-Größen zur Auswahl, was dem Kunden mehr Freiheiten bei der Individualisierung der Hauptseite geben soll.

Nokia steuerte mit HERE Maps sämtliches Kartenmaterial auf den neuen Windows-Smartphones bei (inklusive Offline-Navigation), was zu viel Lob führte. Wem der interne Speicher, den die Hersteller ihren Windows-Phones verpassten, nicht ausreichte, konnte nun häufig auf eine Micro-SD-Steckplatz zurückgreifen. Diesen hatte Microsoft noch unter Windows Phone 7 verboten. Im Zuge der Windows-Phone-8-Einführung wurde aus dem Marketplace der Windows Phone Store.

Samsung Nokia und HTC brachten Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone 8 heraus: Darunter das HTC 8X und 8S oder auch die Lumia Modelle Lumia 820und Lumia 920 sowie das Ativ S. Aus der anfänglichen Partnerschaft von Nokia und Microsoft wurde schließlich eins: Das finnische Mobilfunkunternehmen wurde von der Software-Schmiede aus Redmond übernommen. Andere Hersteller zogen sich hingegen mehr und mehr aus dem Geschäft mit WindowsPhones zurück.
 

Windows 10 Mobile

Microsofts Weg zu einem nennenswerten Marktanteil bei den auf Smartphones installierten Betriebssystemen ist steiniger denn je. Der neue Name soll den nun eingeschlagenen Weg zur Verschmelzung von Desktop-PC und Handy nach außen tragen. Windows 10 soll die Plattform für Endgeräte aller Art sein, wobei die Software mit dem Zusatz "Mobile" für Smartphones und Tablets gedacht ist.

Das Betriebssystem soll auf allen Geräten nicht nur sehr ähnlich sein, um ein einheitliches Bedienkonzept umzusetzen. Mit Windows 10 Mobile wurde auch "Continuum" eingeführt. Eine Funktion, die mithilfe einer seperaten Dockingstation aus ausgewählten Microsoft-Smartphones einen Desktop-PC machen kann. MSN-, Cloud- und Office-Dienste sollen reibungslos genutzt werden können - wie man es von Apples "Continuity" kennt.


Diese Fokussierung führte auch zur Aufgabe weiter Teile der eigenen Smartphone-Produktion, denn in Zukunft sollen insbesondere Geschäftskunden die Zielgruppe von Microsoft sein, die in ihren Unternehmen die Cloud-Dienste aus Redmond nutzen. Viel Kritik musste das Unternehmen auch einstecken, weil es für die neuste Version des Betriebssystems keine App der so beliebten HERE Maps gibt und die Weiterentwicklung für WindowsPhone 8.1 eingestellt wurde. Eine Folge des Verkaufs des Kartendienstes von Nokia an Audi, BMW und Mercedes.



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