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Handy Speicherkarte


© handytarife.de

Micro-SD-Karte: Endlich Schluss mit zu wenig Speicherplatz

Mit Android 6.0 führte Google in den Smartphone-Einstellungen die wegweisende Neuerung „als internen Speicher formatieren“ ein. So lässt sich die Micro-SD-Karte zu dem ab Werk verbauten Speicher hinzuaddieren. Welche Vorteile das mit sich bringt, und was es zu beachten gilt, hat handytarife.de zusammengestellt.

Schnelle Speicher-Chips sind teuer. Deswegen ist die Datei-Ablage insbesondere bei günstigeren Smartphones häufig knapp bemessen. Gleichzeitig werden die beliebten Applikationen immer größer: Die Facebook-App war 2010 2 Megabyte groß. Mittlerweile verschlingt alleine diese Anwendung über 60 Megabyte Speicherplatz und verwendet für Daten und Cache ein Vielfaches davon, deren Download auch das Datenvolumen des Mobilfunktarifs belasten. Das hat dazu geführt, dass es mit „Facebook Lite“ nun eine 10 Megabyte kleine Applikation für Länder mit weniger entwickelten Mobilfunknetzen und älteren bzw. schlechter ausgestatteten Smartphones gibt.

 

Aber auch Fotos, Videos, Musik und zwischengespeicherte Daten kosten Speicherplatz. Ein hochauflösendes Foto nimmt 10 Megabyte ein. Wie schnell sind 100 Fotos geschossen? Was nach vielen Aufnahmen klingt, kommt schnell zusammen, wenn auch über Messenger-Dienste wie Whatsapp Bilder verschickt werden. Und schon ist ein Gigabyte des knappen internen Speichers belegt. Binnen 8 Minute ist genauso viel Speicherplatz verbraucht, wenn Videos in FullHD aufgenommen werden. Filme in UltraHD-Auflösung verschlingt den einen Gigabyte in 3 Minuten.

 

Die Größe einer mp3-Datei schwankt je nach ihrer Qualität und Länge eines 3-minütigen Songs zwischen 3 (128 kbit/s) und 7 Megabyte (320 kbit/s). Somit ist beispielsweise eine offline Verfügbar gemachte Spotify-Playlist in der höchst möglichen Qualität etwa 465 Megabyte groß. So erreicht man schon mit 100 Titeln annähernd einen Gigabyte. Ein weiterer Speicherfresser sind zwischengespeicherte Daten der Apps. Diese ermöglichen zum Beispiel kürzere Ladezeiten, wenn man eine bereits besuchte Internetseite oder ein in den Sozialen Netzwerken angesehenes Video erneut abruft. Doch dafür werden teilweise mehrere hundert Megabyte unbemerkt abgelegt.
 

© Screenshot

Micro-SD-Karte als Standardspeicher

 

Abhilfe schafft ein Speicherkarten-Slot. Vor dem Kauf eines neuen Handys sollte also darauf geachtet werden, dass ein solcher vorhanden ist. Apple beispielsweise bietet diese Form der Speichererweiterung für das iPhone gar nicht an. Ab WindowsPhone 8.1 und Android-Version 2.2 Froyo konnten Apps auf die Speicherkarte verschoben werde, wenn die das zuließen. Diese Funktion erhielt den Namen „App2SD“. Leider ist es bei vielen Android-Apps, die alltäglich genutzt werden, nicht möglich, sie auf den externen Speicher zu verschieben. So zum Beispiel sämtliche Apps von Google, die gängigen sozialen Netzwerke und der weitverbreitete Messenger Whatsapp.

 

Es ist schon viel daran getan, in den Einstellungen von Smartphones mit dem Android- und WindowsPhone-Betriebssystem, die SD-Karte als Standard-Speicher einzurichten. Dann werden externe Dateien wie Fotos, Videos und Musik auf dem Datenspeicher abgelegt, sodass der interne Speicher für Anwendungen frei bleibt. Dann darf allerdings nicht vergessen werden, diese Daten wieder zu löschen, wenn Handy und Speicherkarte verkauft werden. Samsung verzichtete im Jahr 2015 bei seinem Flaggschiff-Handy auf den Speicherkartenslot, um sicherzustellen, dass Lese- & Schreibgeschwindigkeit auf sehr hohem Niveau sind. Damit zeigten die Koreaner auf einen wichtigen Punkt, den es bei der Speichererweiterung zu beachten gilt.

 

Die Geschwindigkeit der Speicherkarte

 

Mit Android 6.0 wurde von Google die Möglichkeit eingeführt, externe Speichermedien als internen Speicher zu übernehmen. Samsung verweigert sich allerdings gegen den „Adoptable Storage“, also die Speicherkarte zum internen Speicher hinzuzählen. Denn die Lese- & Schreibgeschwindigkeit der Micro-SD-Karte beeinflusst die Performance des gesamten Mobiltelefons, das bei der Verwendung von Applikationen permanent auf gespeicherte Dateien zugreift und sie wieder ablegt. Wird dies durch den Speicher gebremst, verlängern sich die Ladezeiten der Apps. Wichtig ist also die Verwendung einer schnellen Speicherkarte.

 

Zum Vergleich:

Lesen Schreiben Preis
16 GB interner Speicher eines Mittelklasse-Smartphones: ~ 85 MB/s ~ 40 MB/s -
64 GB interner Speicher eines Oberklasse-Smartphones: ~ 335 MB/s ~ 125 MB/S -
Lesen im Mitteklasse- bzw. Oberklasse-Smartphone Schreiben im Mitteklasse- bzw. Oberklasse-Smartphone
Samsung SDXC 64 GB ~ 40 MB/s bzw. 35 MB/s ~ 15 MB/s bzw. 20 MB/s ~ 15 Euro bei ebay
Samsung Evo+ 64 GB ~ 60 MB/s bzw. 60 MB/s ~ 35 MB/s bzw. 25 MB/s 17,99 Euro bei Amazon
Samsung Pro 64 GB ~ 55 MB/s bzw. 55 MB/s ~ 50 MB/s bzw. 70 MB/s 32,99 Euro bei Amazon

Alle Angaben ohne Gewähr. Getestet mit A1 SD Bench

 

SD steht übrigens für „Secure Digital Memory Card“, was so viel heißt wie „sichere digitale Speicherkarte“. „HC“ ist die Abkürzung für „High Capacity“ (Karten bis maximal 32 Gigabyte) und „XC“ für „eXtended Capacity“ (Karten mit maximal 2 Terrabyte).

 

In den Wirren der Geschwindigkeitsklassen

 

Class-10-Karten sind durch die Zahl 10 in einem Kreis auf der Karte gekennzeichnet und liefern als Mindestanforderung eine Schreibgeschwindigkeit von 10 MB/s. Ein solcher Wert kommt aber nicht an den internen Speicher eines Mobiltelefons heran. Solche Karten sollten nur zum Ablegen von externen Dateien, wie Fotos und Videos dienen.

 

Dem gleichgestellt ist UHS (Ultra-High-Speed) Class 1, gekennzeichnet durch eine 1, die in einem U steht. Diese Bezeichnung tragen die oberen beiden von uns getesteten Samsung-Speicherkarten, die die Schreibgeschwindigkeit des internen Speichers maximal zu 50% erreichen.

 

UHS-Class-3 (ein U mit einer 3 darin) verlangt mindestens 30 MB/s Schreibgeschwindigkeit, die von der Samsung Pro mit 64 Gigabyte sogar deutlich überboten werden. Dennoch kommt sie nicht an die Herstellerangabe von bis zu 90MB/s Lese- und 80MB/s Schreibgeschwindigkeiten heran.
 

© Screenshot

Die maximalen Werte schwanken stark und sind vom Hersteller und natürlich auch vom Smartphone abhängig, in dem die Speicherkarte verwendet wird. Das zeigt der von uns aufgestellte Vergleich verschiedener Speicherkarten. Hinzu kommt aber auch, dass die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten ein und derselben Karte in verschiedenen Smartphones unterschiedlich ausfallen.

 

Als internen Speicher formatieren

 

Wer ein Android-Handy ab der Betriebssystem-Version 6.0 besitzt und seine Speicherkarte dem internen Speicher hinzuzählen lassen möchte, hat sich eine schnelle Micro-SD-Karte besorgt und in den dafür vorgesehenen Slot eingelegt. In den Speichereinstellungen kann dann festgelegt werden, ob der externe Speicher als Wechselspeicher oder als interner Speicher formatieret werden soll. Letzteres ermöglich dem System die Ablage von Anwendungen auf der Speicherkarte. Bevorzugt wird dafür aber weiterhin der in der Regel schnellere interne Speicher.

 

So verhält sich das Smartphone, als hätte es zwei unsichtbare Partitionen. Wer sich erst nachträglich für den „Adoptable Storage“ entscheidet, dem bietet Android nach der Formatierung an, dass Dateien, Fotos und Videos auf den hinzuaddierten Kartenspeicher verschoben werden. Vor- und Nachteil zugleich sind die Folgen dieser Art der Formatierung. Wird die Micro-SD-Karte als Wechselspeicher erkannt, kann sie in jedem anderen Handy oder mithilfe eines Adapters am PC ausgelesen werden. Das kann den Umzug der Daten erleichtern.

 

Als interner Speicher formatiert, sind die darauf abgelegten Daten wie verschlüsselt und können nicht mehr von anderen Geräten gelesen werden. Im Falle eines Diebstahls kann dies sehr praktisch sein, denn so gelangen diese Daten nicht mehr in die Hände des Diebes, der die Karte nur herausnehmen muss, um an ihre Dateien zu gelangen. Erliegt ihr Handy jedoch einem Defekt, ohne dass die Speicherkarte dabei beschädigt würde, können dennoch ihre Daten darauf nicht wiederhergestellt werden. Den Datenverlust kann nur verhindern, indem man sein Mobiltelefon regelmäßig synchronisiert.

 

Fazit: Eine Frage des Anspruchs

 

Schneller Speicher hat seinen Preis. Das gilt für die Smartphone-Hersteller genauso wie für die Endverbraucher. Wer damit liebäugelt eine Speicherkarte zu verwenden und als internen Speicher zu formatieren, der sollte sich den Gefallen tun und zu einer schnelleren Micro-SD-Karte greifen, um die Performance des Handy nicht einzubremsen. Wer ein Oberklasse-Smartphone besitzt stößt dabei an die Leistungsgrenzen der externen Speichertechnologie und sollte auf einen großzügig bemessenen internen Speicher achten. Zum Auslagern von Fotos, Videos und anderen Dateien eignen sich auch langsamere und günstigere Speicherkarten.



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