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Huawei

Huawei Mate 9 Dual SIM

Android | 5.9 Zoll | 20 MP
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Huawei Mate 9 im Test: Der neue König der Phablets

Nachdem Samsung sein Note 7 vom Markt genommen hat, ist ein Machtvakuum entstanden, das dem Huawei Mate 9 den Weg an die Spitze geebnet hat. Auch wenn es nicht alle Disziplinen beherrscht, so ist es doch das aktuell beste Phablet. Warum das so ist, klärt der Testbericht von handytarife.de.

Was dem Huawei Mate 9 gegenüber dem entmachteten Konkurrenten aus Südkorea fehlt, ist der integrierte Stift für handschriftliche Aufgaben. Dieses Feature hat seine Liebhaber. Doch wer in den Vorlesungssälen der Universitäten auf die Skripte im PDF-Format schaut, denen Notizen über die Tastatur hinzugefügt werden, damit man die eigene „Sauklaue“ bei der Klausurvorbereitung nicht aufwendig entziffern muss, oder einfach froh ist, wenn in der Team-Cloud gemeinsam bearbeitete Dokumente eben keine handschriftlichen Anmerkungen enthalten, der vermisst eine solche Funktion nicht. Genauso geht es übrigens einer heranwachsenden Generation, die schneller tippt als schreibt, sodass die Handschrift-Erkennung nur noch einer Weiterentwicklung bedarf, um historische Dokumente zu digitalisieren, und gerade nicht den die Digitalisierung verschlafenden CEO unterstützt, in seinen alten Gewohnheiten zu verharren.

 

Design & Verarbeitung: Edler Riese

 

Huawei überzeugt bei der Materialauswahl und der Verarbeitung nun schon seit einiger Zeit. Die letzten Vertreter, die diesen Eindruck untermauerten waren das Huawei P9, aber auch das deutlich günstigere Huawei Nova. Eine Design-Revolution bleibt aus und lediglich die Rückseite ist mit ihrem großen Ausschnitt für die beiden Linsen, die nun die zweite Generation aus der Zusammenarbeit mit Leica darstellen, etwas auffälliger. Die Kameras sorgen für einen Buckel, darunter ist der runde Fingerabdrucksensor eingelassen.

Space Gray, Moonlight Silver, Champagne Gold, Mocha Brown und Ceramic White heißen die Farben, in denen das Huawei Mate 9 in München vorgestellt wurde - © handytarife.de

Im Lieferumfang ist eine Plastikhülle enthalten, die der Rückseite ein kariertes Muster verleiht und die Ecken bei Stürzen schützt. Der Kunststoff verkratzt aber leicht und fühlt sich nicht wertig an. Auf dem 5,9 Zoll FullHD-Bildschirm mit kratzfestem 2,5D Corning Gorillaglas ist ab Werk eine Schutzfolie aufgebracht. Mit seinem riesigen Display ist das Huawei Mate 9 dennoch kleiner als ein iPhone 7 Plus, das „nur“ über eine 5,5 Zoll große Anzeige verfügt.

 

Apps & Bedienung: Geklonte Apps als Novum

 

Bei der Dual-SIM-Version des Huawei Mate 9 unterstützen die Mobilfunk-Module beide bis zu 4G. Somit sind beide LTE-fähig, wobei beachtet werden sollte, dass zwei im Netz eingebuchte Empfänger auch mehr Energie verbrauchen und den Akku schneller leer saugen. Sonst ist es mit diesem Phablet tatsächlich möglich zwei Tage ohne Ladevorgang auszukommen. Das ist nicht nur dem 4000 mAh Akku, sondern auch dem Display geschuldet, dessen gegenüber anderen Top-Smartphones niedrigere Auflösung aber nur bei Virtual-Reality-Anwendungen von Nachteil sein sollte. An der Steckdose lädt das Smartphone mit Huaweis „Super Charge“ besonders schnell auf. Allerdings nur mit dem originalen Netzteil. Eine Entwicklung, die hoffentlich keine Schule macht.
 

 

Vorinstalliert ist das aktuelle Google Betriebssystem Android Nougat 7.0. Dem ist die Huawei-Benutzeroberfläche EMUI 5.0 übergestülpt, die einige Neuerungen erhalten hat. Dazu gehört, dass nun kein Launcher mehr installiert werden muss, um ein klassisches App-Menü zu erhalten. Bisher wurden alle Apps auf den Startbildschirmen abgelegt. Nun kann der sogenannte „App-Drawer“ in den Einstellungen aktiviert werden. „App klonen“ ist eine neue Funktion, die es ermöglicht Whatsapp und Facebook doppelt zu installieren, und somit zwei Accounts zu verwenden.

 

Foto & Video: Viele, viele Funktionen

 

Dass sich die Zusammenarbeit von Huawei und Leica auszahlt, zeigte bereits unser Fotohandy-Test 2016, bei dem Huawei P9 zwar nur auf Platz 3, aber dennoch auf einem hohen Niveau abschnitt. Im Mate 9 sind eine 20 Megapixel für monochrome und eine 12 Megapixel Linse für Farb-Fotos verbaut. Das Smartphone verfügt nun auch über einen optischen Bildstabilisator. Fotos in schwierigeren Lichtverhältnissen werden besser, aber wegen der relativ großen Blende müssen sie sich weiterhin hinter dem Samsung Galaxy S7 einordnen.

 

Huawei Mate 9
Huawei Mate 9
     
Bei genauem Hinsehen, fallen Ungenauigkeiten beim Bokeh-Effekt auf, über...
(Klick zum Originalbild)
...die kraftvolle Farben in einem speziellen Modus dafür hinwegtrösten.
(Klick zum Originalbild)

 

Die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig und es wirkt fast überfrachtet. Die Benutzeroberfläche verhindert das noch, weil der Automatik-Modus für gute Fotos erstmal ausreicht. Außerdem kann recht leicht auf den für die neuen Huawei-Handys besonderen Tiefenschärfen-Effekt zugegriffen werden und auch auf eine neue Funktion, mit der sich die Farbintensität anpassen lässt. Selfies lassen sich mit allerlei Software verschönern und werden mit bis zu 8 Megapixeln aufgenommen. Gefilmt wird in bis zu 4K.

 

Internet, E-Mail & Multimedia: Im Internet zuhause

 

Das Huawei Mate 9 bewegt sich nah an der Vollausstattung. Nostalgiker werden das FM-Radio vermissen und wegen des Metall-Gehäuses wurde keine drahtlose Ladetechnik verbaut. Dafür gibt es die gute alte Infrarotschnittstelle, um das noch nicht smarte Entertainment im Wohnzimmer zu steuern. Huawei setzt bei seinem neuen Flaggschiff verstärkt auf Zubehör und bietet eine spezielle Halterung für die Lüftungsdüsen und ein Schnellladegerät für das Auto an. Verkabelt wird das Smartphone über eine USB-Typ-C-Schnittstelle. Huawei legt neben einem passenden Kabel einen Adapter bei, der ein Micro-USB-Kabel upgradet.

Auf 5,9 Zoll ist das Surfen im Internet schon fast wie auf einem Tablet. Hinzu gesellt sich die übersichtliche Tastatur von Swiftkey. - © Screenshot

Das mitgelieferte Headset ist eins der edleren Sorte und besteht ebenfalls zum Teil aus Metall. Die Soundqualität ist aber durchwachsen. Die Kopfhörer aus dem Lieferumfang sind nur durchschnittlich, aber auch mit anderen Kopfhörern ist das Huawei Mate 9 nicht für ein audiophiles Publikum gemacht. Die Mitten sind dumpf, die Bässe nicht präzise und so entsteht bei manchen Wiedergaben ein Chaos, das wir auf diesem hohen Niveau zur Sprache bringen wollen, letztlich aber vielen kaum auffallen wird. Die Lautsprecher im unteren Gehäuse-Rahmen sind ausreichend laut. Hält man das Phablet quer, wird die leisere Hörmuschel für die Stereo-Funktion hinzugeschaltet.

 

Fazit: Duftmarke zum Jahresende

 

Das Huawei Mate 9 ist ein riesiges Handy und für so einige Hände zweifelsohne unhandlich. Ein paar Funktionen erleichtern die Bedienung, so lässt sich mit dem Fingerabdrucksensor die Benachrichtigungsleiste herunterziehen, doch letztlich muss man diese kaum in der Hosentasche unterzubringenden Ausmaße mögen oder brauchen. Dann erhält man ein nahezu vollausgestattetes Smartphone, das nicht nur eine große Anzeige für sämtliche multimedialen Spielereien bietet, sondern auch einen Akku, der einen kaum im Stich lassen kann.

 

Wir hätten uns einen besseren Klang für die Musikwiedergabe gewünscht, und dass die optionale Speichererweiterung per Micro-SD-Karte als interner Speicher formatierbar wäre. Darüber hinweg tröstet aber ein flotter interner Speicher von 64 GB, von dem etwa 53 Gigabyte dem Nutzer zur Verfügung stehen. Das Huawei Mate 9 kostet ohne Vertrag fast 700 Euro. Das ist viel Geld, für das man aber auch ein sehr gutes Smartphone bekommt, das den Vergleich mit dem Samsung Galaxy Note 7 sicher nicht hätte scheuen müssen.

 

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Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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