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Huawei Watch im Test: Klassisch und modern - geht das gut?

Kürzlich enthüllte eine Studie das unfassbare: Die Apple Watch wird hauptsächlich genutzt, um die Uhrzeit abzulesen. Das funktioniert auch mit der Huawei Watch Classic und ihrem Allways-On.Display. Welche Funktionen die Chinesen der Smartwatch noch spendiert haben, erläuert der ausführlichen Testbericht von handytarife.de.

Zunächst ist die Kompatibilität dieser nicht billigen Smartwatch ein wichtiges Thema für jeden Interessenten. Auf der Huawei Watch ist das Betriebssystem Android Wear von Google vorinstalliert. Manche älteren Android-Smartphones können mit der Uhr allerdings nicht verbunden werden. Dafür ist die Huawei Watch auch mit so manchem iPhone von Apple kompatibel. Am einfachsten klärt man die Kompatibilitätsfrage, indem man auf dem Handy diese Webseite aufruft: http://www.android.com/wear/check/

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Design & Verarbeitung: 7 verschiedene Kombinationen

 

Bei unserem Testgerät handelte es sich um die Huawei Watch „Classic“, die sich durch ihr silbernes Edelstahl-Gehäuse auszeichnet. Sie lässt sich mit einem schwarzen Lederarmband und einem silbernen Glieder- oder Netzarmband aus Stahl kombinieren. Mit dem Beinamen „Active“ hat die Smartwatch ein schwarzes Edelstahl-Gehäuse, auf dessen nicht drehbaren Lünette sich die Skala des Ziffernblattes wiederholt. Dazu gibt es wahlweise ein schwarzes Leder- oder Gliederarmband. Die luxuriöseste Version heißt „Elite“ und kommt mit einem goldenen Gehäuse aus Edelstahl und einer kannelierten Lünette in Kombination mit wahlweise einem braunen Leder- oder goldenen Gliederarmband.

 

 

Bald werden wir in der Lage sein unsere Akkus voll aufzuladen während wir uns einen Kaffee holen!Das meldet #Huawei...

Posted by handytarife.de on Montag, 16. November 2015

 

In allen Fällen beträgt der Durchmesser 42 Millimeter bei einer Gehäusetiefe von 11,3 Millimetern. Damit trägt die Huawei Watch keineswegs zu dick auf, kommt elegant und zurückhaltend daher. Der runde 1,6 Zoll Bildschirm liegt gut geschützt hinter Saphirglas und strahlt sehr hell, wobei die Helligkeit nur manuell angepasst werden kann. Der einer Krone nachempfundene und leicht versetzte einzige Knopf der Uhr wird kaum gebraucht, da die Smartwatch beim Drehen des Handgelenks sehr zuverlässig aus dem Standby-Modus erwacht. 

 

Apps & Bedienung

So oder ähnlich sieht die Huawei Watch im Standby- bzw. Allways-On-Betrieb aus. Tippt man doppelt auf die Krone, dann wird der Kinomodus aktiviert und das Display schaltet sich komplett ab. Ansonsten wird die Smartwatch nur über Wischgesten gesteuert. Nach der Einrichtung über die Android Wear App startet auf der Uhr ein Tutorial, um zu erklären,  dass vertikal durch die Meldungen auf der Uhr gescrollt wird. In der Horizontalen gibt es zwei Funktionen: 

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Nach rechts wischt man die Meldungen als gelesen weg, nach links öffnet man mehr Details und Funktionen. Auch wenn es über den Play-Store natürlich die Möglichkeit gibt weitere Ziffernblätter herunterzuladen, so sind die von Huawei mitgelieferten Designs mit ihrem edlen Look durchaus ein Mehrwert, bei dem die wenigsten Konkurrenten mithalten können. Man kann sagen, dass sich das die edle Physik in den Animationen der Ziffernblätter fortsetzt.

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Die Herzfrequenzmessung, das Zählen der Schritte und Fitness-Tracking kann mithilfe unterschiedlicher Apps durchgeführt werden und ist teilweise Geschmackssache. Einerseits kann man seine Daten in einem Benutzerkonto bei Huawei sammeln, das sich auch über die Huawei Wear App verwalten lässt. Diese Daten kann man wiederum mit anderen Diensten verknüpfen – und hier wird es kompliziert: 

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Huawei versteht sich zum Beispiel mit Jawbone, sodass man die Uhr tagsüber tragen kann und zum Sport den Jawbone Up 3 verwendet. Dessen Plattform sich auch mit Runtastic koppeln lässt. Das beherrscht auch Google Fit, das einen prominenten Platz im Android Wear Betriebssystem einnimmt, wobei sich Huawei Wear leider nicht mit Google Fit und auch nicht mit Runtastic verbinden lässt. Es sei denn man nutzt einen Fitness-Tracker von Jawbone und hat sich mit Runtatsic verbunden. 

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Dann kommt Huawei Wear mittelbar an die Daten von Runtatstic. Nur Bahnhof verstanden? Verständlich! Hier zeigt sich die große Krux mit den vielen verschiedenen Plattformen, wenn man denn das Ziel hat seine Fitness-Daten zu vereinen, um das Smartphones, die Smartwatch oder den Fitness-Trackers auch wechseln zu können. Die Trennung zwischen den Diensten kann hingegen bei Datenschützern durchaus gewollt und somit von Vorteil sein.

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Die Einbindung von Google-Diensten funktioniert also deutlich problemloser. So zeigt dieser Screenshot, wie die Huawei Watch zur Fernbedienung für Fernseher mit Android TV wird. Diese Darstellung reicht zwar nur für die 5-Wege-Navigation sowie die Optionen „Home“ und „zurück“, doch ist die Fernbedienung gerade nicht auffindbar, dann geht’s rudimentär auch per Smartwatch.

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Für so machen Menschen (insbesondere Online-Redakteure) ist Papier mittlerweile entbehrlich. Das Notizbuch ist das Handy, zum Beispiel mit der Google-App „Notizen“. Der darin geführte Einkaufszettel kann nicht nur so eingestellt werden, dass er sich beim Betreten eines bestimmten Supermarktes automatisch öffnet, sondern kann auch auf der Smartwatch dargestellt werden. Solange am Einkaufswagen noch keine Handy-Halterungen angebracht sind, hat man dank der Huawei Watch die Hände frei, um das Bruttosozialprodukt zu steigern.

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Die Huawei Watch Benachrichtigt ihren Träger per Vibration, da sie über keinen Lautsprecher verfügt. Dafür hat sie ein Mikrofon, mit dem die Sprachsuche aktiviert und auch einige Befehle mithilfe von Google Now erteilt werden können. Außerdem lassen sich so Vokabeln in den „Übersetzer“ sprechen, um auch Vögeln auf der Durchreise zu erklären, welchen Snack man eben noch hilflos auf dem Bürgersteig hat liegen sehen.

 

 

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Aufladen muss man die Huawei Watch häufig. Ein 300 mAh Akku hat auch mit einem kleinen Display und abgespeckter Hardware eine maximale Laufzeit von zwei Tagen. In das allabendliche Ritual das Smartphone an die Steckdose zu hängen sollte man also auch die Smartwatch aufnehmen. Dazu liefern die Chinesen einen Netzstecker und eine magnetische Ladestation, auf der sich die Uhr so ablegen lässt, dass die Pole an der Docking-Station und dem Uhrendeckel kontakt bekommen.

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Huawei verzichtet hier auf die Qi-Technologie zum drahtlosen Aufladen und durch das flache Auffliegen kann die Smartwatch auch nicht als Nachttischuhr verwendet werden. Diese Funktionen bietet hingegen die zweite Generation der Motorola Moto 360. Die Preise starten derzeit bei 379 Euro für die Huawei Watch Classic (unser Testgerät) bei Saturn und enden bei 799 Euro für die Huawei Watch Elite mit goldenem Gliederarmband. Die schwarze Huawei Watch Active mit Lederarmband kostet 429 Euro.

 

Fazit: Eine Frage des Stils

 

Die Huawei Watch kommt in einer sehr edlen Verpackung, die mit deutlich teureren Uhren mithalten kann. Die verwendeten Materialien und die Verarbeitung sind ebenfalls erhaben. Doch rechtfertigt das den Preis? Der Funktionsumfang einer Smartwatch ist begrenzt. Ob die Produktivität durch ihre Nutzung wirklich so sehr steigt, dass sich Kosten von 379 Euro aufwärts lohnen kann bezweifelt werden. Auch weil Huawei auf einen Helligkeitssensor verzichtet und die manuelle Anpassung der Displaybeleuchtung eher an ein Lumia 630, als an High-Tech erinnern.

 

Doch teure Uhren haben auch viel mit Emotionen zu tun. Zeitmesser aus dem Uhrmacherhandwerk strahlen eine eigene Faszination aus, mit der sich eine Smartwatch nicht messen kann. Doch Menschen geben auch für Uhren sehr viel Geld aus, nur weil ein bestimmer Name auf dem Ziffernblatt steht und  von denen man einzig und alleine die Uhrzeit ablesen kann. Selbst wenn man die Huawei Watch nur dafür 80-mal am Tag verwendet - weil man sie schön findet - dann darf sie genauso teuer sein.

 

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Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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