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© Sequent Ltd.

Ist das Batterie-Problem von Wearables endlich gelöst?

Das Startup „Sequent Watch“ wirbt auf der Cowdfunding-Plattform Kickstarter noch bis Mittwoch um 18:45 Uhr um Unterstützer für einen Fitnesstracker in Form einer Uhr, die ihre Energie aus den Bewegungen ihres Trägers bezieht. Dabei wurde das Finanzierungsziel der schweizer Firma schon um mehr als das zehnfache Übertroffen.

Ein Automatikuhrwerk besitzt einen Rotor, der gerne auch hinter einem Uhrendeckel aus Glas zu sehen ist. Diese halbkreisförmige Metallscheibe ist kugelgelagert und zieht durch ihre Rotation eine Zugfeder auf, die ihre Energie über Zahnräder weitergibt, und so die Zeiger bewegt werden. Hierbei handelt es sich um einen rein mechanischen Vorgang. Die Firma Kinetron gibt es seit 1984 und sie stellt Mikro-Generatoren her. In Zusammenarbeit mit dem schweizer Uhrenhersteller "Jean d’Eve" brachten sie im Modell „Samara“ 1988 das erste automatische Quartz-Uhrwerk auf den Markt. Hierin wurde die kinetische Energie des Rotors, der sich nur durch die Bewegungen des Trägers dreht, mithilfe eines Generators in Strom umgewandelt, der dann das Quartzwerk antrieb.

 

Ein Smartphone mit der Automatik eines Uhrwerks?

 

2012 statte die Firma das "Chairman Phone" des Uhrenherstellers "Ulysse Nardin" mit Mikro-Generatoren aus, sodass sie an der Entwicklung des ersten Hybrid-Handys beteiligt waren. Das Android-Smartphone konnte über kinetische Energie, das Aufziehen über eine Krone und per Micro-USB aufgeladen werden. Die Holz-Box, in der das Mobiltelefon geliefert wurde, war dafür zugleich Dockingstation und Bluetooth-Lautsprecher. Die Stückzahl wurde damals auf 1846 - in Anlehnung an das Gründungsjahr der Firma – limitiert. Dazu gab es einen zur damaligen Zeit durchaus innovativen Fingerabdrucksensor, der Bildschirm wurde von Saphirglas geschützt und der interne Speicher betrug bereits 32 Gigabyte – für round about 14.000 Dollar.

 

 

Noch im selben Jahr erschien auch die digitale Automatikuhr "Ventura Sparc MGS" (Micro-Generator-Sytem). Darin zieht ein Rotor eine Zugfeder auf, die ihre Spannkraft auf einen Mikrogenerator entlädt, der wiederum einen Akku speist. Daraus konnte die Sparc MGS einen ewigen Kalender, Alarm, Chronograph, Countdown und eine  zweite Datums- und Zeitzone auf dem digitalen Display einblenden, der sogar über eine LED-Hintergrundbeleuchtung verfügte. Ihr Preis lag damals bei 3750 Euro.

 

5 Jahre später wird das Automatikuhrwerk smart

 

Sequent Watch versucht nun zu einem erschwinglicheren Preis eine smarte Uhr zu bauen, die ihre Energie für den integrierten Fitness-Tracker, Herzfrequenzmesser, GPS-Ortung, und Bluetooth 4.2 für die Synchronisation per App und zur Mitteilung über neue Benachrichtigungen mithilfe einer LED und eines Vibrationsmotors aus der oben beschriebenen Mechanik bezieht. Und natürlich zeigt sie auch die Uhrzeit an. Auf dem Ziffernblatt sind außerdem Anzeigen über den Ladestand und das persönliche Aktivitätsziel untergebracht. Noch gibt es letzte Exemplare für Unterstützer zu Preisen zwischen 174 und 273 Euro, je nach Ausführung.

© Sequent Ltd.

Ein vielversprechendes Wearable, das der Withings Steel HR Konkurrenz macht, die mit einer Akkuladung über 25 Tage durchhält. Mit soviel Technik bepackt, ist die Sequent Watch kein Schmalhans. Ein Gehäuse, das 42,5 mm mal 46,8 mm mal 14,8 mm misst, wird Freunde von dezenten Zeitmessern am Handgelenk eher abschrecken. Dafür soll ihre Laufzeit „unendlich“ sein.

 

Wer dreimal die Woche für 40 Minuten Sport treibt und dabei minütlich seine Herzfrequenz messen lässt, soll genug kinetische Energie erzeugen, sodass auch ohne weitere sportliche Aktivitäten die Uhr und der Fitness-Tracker mit Energie versorgt werden. Ohne Trainingseinheiten soll der Rotor über den Tag in ausreichend Schwingung versetzt werden, um Uhr, Fitness-Tracker und den Nutzer mit 10 Benachrichtigungen täglich versorgen zu können.  Heavy-User, die ihre Route per GPS nachverfolgen, ihre Herzfrequenz auch über Nacht gemessen wissen wollen und etwa 100 Benachrichtigungen am Tag auf ihr Handgelenk bekommen, könnten hingegen Schwierigkeiten bekommen, wenn insbesondere die energieintensiven Funktionen GPS, Herzfrequenmesser und Benachrichtigungen permanent genutzt werden, ohne dem Micro-Generator-Sytem die Möglichkeit zu geben den Akku wiederaufzuladen.

 

Wie bei allen Crowdfunding-Kampagnen gilt, dass hier kein Produkt in der Form gekauft wird, das die Produktion garantiert werden kann. Die Auslieferung soll zwar im Dezember 2017 beginnen, doch bis dahin können noch Probleme auftreten, die einen Totalverlust des Investments zur Folge haben können. Dafür gibt das Startup derzeit noch bis zu 50 Prozent Rabatt, denn die Uhren sollen später deutlich teurer verkauft werden. Wir werden uns auf jeden Fall um ein Testgerät bemühen.

Nützliche weiterführende Informationen:

YouGov-Studie: Nur wenige nutzen Trainings-Apps

Withings Steel HR im Test: Nokias Wearable für Anfänger

Wenn sich das vernetzte Auto plötzlich komisch verhält

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