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Misfit Beddit im Test: Nun wird auch die Matratze smart!

Ist die „Smarttress“ – eine Matratze von Durmet, die feststellen kann, ob der Partner fremdgeht -  nun echt oder ein Gag? Wissen wir auch nicht! Aber wir kennen eine Alternative: Beddit von Misfit kann durchaus auch als „Fremdgeh-Detektor“ eingesetzt werden. Wir haben unseren Test-Redakteur auf die Matratze geschickt – zur Schlafanalyse!

Ist die spanische Matratze zum Überführen des eigenen Partners beim Fremdgehen eine Hoax? In den verschiedenen Medien wird heiß darüber diskutiert. Nun zunächst einmal gibt es ein Video, das den Einsatz der „Smarttress“ erklären soll:

 

 

Nun könnte also jeder, der sich eine solche Matratze leisten möchte und ein solches Misstrauen gegen seinem Partner hegt, in flagranti dazu stoßen. Apropos stoßen – Messwerte zu diesem Teil des Aktes werden ebenfalls übermittelt, um … ja warum eigentlich? Spielt die Intensität des Fremdgehens eine Rolle? Ist es datenschutzrechtlich eigentlich erlaubt den Partner in der Form zu überwachen? Denn die „Smarttress“ wird ja ohne sein Wissen eingesetzt. Sonst würde wohl kaum jemand mehr diesen Ort für den Beischlaf wählen. Und dann werden Daten übermittelt, die ohne Einwilligung der mindestens zwei Beteiligten erhoben wurden.

 

So oder so, Misfit hat mit Beddit auch einen Fuß in diesem Geschäft, auch wenn es nicht dem eigentlichen Produktzweck entspricht. Also zunächst ist Beddit eine eigene Marke, unter der der Schlafsensor 2.0 vertrieben wird. Gleichzeitig gibt es aber auch den baugleichen Misfit Beddit, der mit der Misfit-App verbunden werden kann. Denn Misfit produziert Fitness-Tracker, wie den Shine, die zwar auch den Schlaf messen können, aber es ist nicht jedermanns Sache auch über Nacht ein Armband zu tragen. Die einen finden es unbequem und die anderen Laden ihr Wearable im Schutze der Dunkelheit wieder auf.

 

Upgrade für Dinge ohne Internet

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Wie kann man nun also den eigenen Schlaf aufzeichnen? Mit einem Wearable für die Matratze. Ist ein Wearable ein Wearable, wenn es von einer Matratze und nicht von einem Menschen getragen wird? „To wear“ heißt zwar tragen, bezieht sich aber auf Kleidung oder Schmuck. Dinge tragen selten Kleidung (Ausnahmen bestätigen die Regel). Wir führen also einen neuen Begriff ein: Das Attachable. Damit werden Dinge smart gemacht. Im Bereich des Internet-of-Things (IoT), also dem Anschluss von quasi allem an das World-Wide-Web (Kühlschränke, Waschmaschinen, Heizungen, Teppiche, Kaffeemaschinen) stellt sich auch die Frage, wie bekommt man ältere Gegenstände an das Internet angeschlossen? Ab heute heißt die Lösung „Attachable“, ohne dass wir den Anspruch erheben würden das auch technisch umzusetzen.

 

Umgesetzt für die Matratze hat es aber Beddit. Das fand Misfit so toll, dass die den Schlafsensor in ihre App integrierten. Dann kam übrigens Fossil und kaufte Misfit, um auch vernünftige Fitness-Tracker bauen zu können, weil ihre Q-Wearables nicht das Gelbe vom Ei sind. Das Einrichten des eigenen kleinen Schlaflabors ist nicht schwer. Ein langer Klebestreifen wird auf die Matratze aufgeklebt, in dem sich die Sensoren befinden.  Da ergibt sich allerdings schon der erste Nachteil: Der Fachverband der Matratzen e.V. empfiehlt das regelmäßige Wenden und Drehen der Liegefläche. Dann muss der Streifen immer wieder abgezogen und neu aufgebracht werden, und irgendwann klebt er dann nicht mehr.

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An dem Streifen hängt noch eine kleine Box, von der ein Kabel mit USB-Stecker abgeht, worüber die Stromversorgung gewährleistet wird. Die Verbindung zu App von Misfit oder der Applikation von Beddit wird per Bluetooth 4.0 hergestellt – also auf die Kompatibilität des eigenen Smartphones oder Tablets achten. Aufgezeichnet wird nun die Dauer des Schlafes, der Puls und die Anzahl der Atemzüge pro Minute.  So zählt die Einschlafzeit nicht zum Schlaf-Score, der die Effizienz der Ruhephase abbilden soll ,und auch unruhige Schlafphasen werden mit Bewegungssensoren erfasst.

 

Mit Unruhe im Bett, hoher Herzfrequenz und schnellem Atem schlagen wir nun auch die Brücke zur „Smarttress“. Beddit übermittelt die Daten allerdings nicht über das Internet, sondern per Bluetooth, sodass eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung des Partners damit nicht möglich ist. Wenn man nach Hause kommt und synchronisiert, kann nachträglich in vielen bunten Diagrammen nachverfolgt werden, was im Bett gelaufen ist.

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Fazit: Braucht man sein eigenes Schlaflabor?

 

Also wer unter Schlafstörungen leidet, der sollte einen Arzt aufsuchen. Daten über den eigenen Schlaf zu erheben und sie auch auszuwerten, sie zu vergleichen, um zum Beispiel festzustellen, dass man lange zum Einschlafen braucht, wenn man vorher noch eine Dose Red Bull getrunken hat, mag dem einen oder anderen Selbstoptimierer Spaß bereiten – mir nicht. Zu unterschätzen sind hingegen die Tipps in der App nicht: Die leiden zwar hier und da mal an Übersetzungsfehlern und sind auch nicht bahnbrechend, wenn es heißt, dass man vor dem Schlafengehen Lüften soll, spannende Filme oder generell den Einfluss von blauem Licht von Bildschirmen vermeiden sollte.

 

Doch diese Art der Hinweise geben auch Fitness-Armbänder, die zur Bewegung oder Wasser trinken aufrufen, motivieren und in einer leichten Schlafphase den Wecker klingeln lassen, wie der Jawbone UP3. Nun kostet Beddit fast 150 Euro. Das ist nicht günstig für den beschränkten Einsatz im Bett, wo Fitness-Armbänder in der Regel auch eingesetzt werden können. Wer den Fitness-Tracker im Bett aber nicht am Handgelenk tragen will und die personalisierten Schlaf-Tipps braucht, der findet im Misfit-Universum so die Möglichkeit seine Daten an einem Ort zu verwalten, wie es auch Withings mit Aura und den Activité Uhren versucht. Am Ende ist Beddit auch deutlich günstiger, als die mindestens 1550 Euro für eine „Smarttress“.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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