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Noke Padlock im Test: Das Smartphone wird zum Schlüssel

Im September 2014 wurde das smarte Vorhängeschloss über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter erfolgreich finanziert. Nachdem zuerst die Vorbesteller bedient wurden, kann sich nun jeder ein solches Schloss kaufen. handytarife.de hat getestet, ob die Abschaffung des Schlüsselbundes damit besiegelt ist.

Unser Leben soll „smarter“ werden. Die Grundlage dafür schafft unser Smartphone, das wir immer bei uns tragen. Denn seine verbauten Sensoren vermessen uns und übermitteln diese Daten drahtlos in die Cloud oder direkt an allerlei kleine Helferlein, die uns den Alltag erleichtern sollen. So schaltet sich im Smart-Home das Licht ein, wenn wir einen Raum betreten und die Kaffeemaschine heizt auf, wenn wir uns auf dem Heimweg befinden. Das Handy kann als ständiger Begleiter unser Portemonnaie ersetzen, damit wir mobil bezahlen, und könnte nun auch den Schlüsselmachern ihren Job streitig machen.

 

Die Idee von Noke war es, den Ver- und Entriegelungsvorgang so komfortabel wie möglich zu gestalten. Wenn das Schloss per Bluetooth erkennt, ob es sich öffnen soll, weil eine berechtigte Person die Verriegelung aufheben will, dann ist der Schlüssel nicht mehr aus Metall, denn er besteht aus Einsen und Nullen, ist digital. Dafür benötigt man zunächst ein Benutzerkonto. Dieses erlaubt die Verwaltung mehrerer Schlösser und verschafft uns die Möglichkeit, anderen Personen, die ebenfalls einen Account haben, Berechtigungen zu erteilen. So kann man sein Fahrrad zum Beispiel verleihen, indem die Schlüsselübergabe virtuell erfolgt.

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Damit sind die Daten in der Cloud und im Benutzerkonto eingeloggt, lässt sich nachvollziehen, wer wann und wo auf das eigene Hab und Gut zugegriffen hat. Das “Wo“ kann auch ganz nützlich sein, wenn man mal vergisst, an welcher Kneipe das Fahrrad stehen geblieben ist. Während die Einrichtung des Accounts und des Schlosses keine Schwierigkeiten bereitet, wird hier bereits eines klar: Zur Nutzung dieses Schlosses wird eine Internetverbindung benötigt. Zwar nicht permanent, doch wenn die Noke-App gestartet wird, müssen für den Login Daten durch das World-Wide-Web übertragen werden.

 

Wenn die App mal wieder Pause macht

 

Die Anmeldung im Benutzerkonto muss von Zeit zu Zeit wiederholt werden. Wenn das Mobiltelefon neugestartet wurde, die App per Task-Manager beendet wurde, aber leider auch, wenn das Betriebssystem die Applikation zum „schlafen“ schickt, weil sie längere Zeit nicht aktiv genutzt wurde. Sie müsste aber stets im Hintergrund laufen, damit ein problemloses Entriegeln möglich wäre, indem man sich dem Schloss nur annähert. Unter idealen Bedingungen erkennt das Schloss das Schlüssel-Smartphone in maximal 2 Metern Entfernung, sodass es also kaum möglich ist, dass ein Dieb zum Beispiel das Fahrrad entriegeln kann, ohne dass man es merkt.

© Screenshot

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann zusätzlich noch einstellen, dass man gleichzeitig auch in der App das Aufschließen autorisieren muss. Bei uns war das Noke Padlock als smartes Fahrradschloss im Einsatz. Dafür haben wir zusätzlich das ABUS Schlaufenseil Cobra bei Amazon bestellt. Zwar bietet Noke im eigenen Online-Shop auch ein Kabel mit Halterung für das Fahrrad und ein Bügelschloss an, die aber nicht nach Deutschland geliefert werden. Einer der wenigen Shops für das Vorhängeschloss ist Gravis.

 

Ohne Internet kein Schlüssel?

 

Was passiert, wenn man sich nicht in der App anmelden kann, keine Internetverbindung besteht oder der Akku des Handys ist leer? Dann kommt der Knock-Code zum Einsatz. Dieser Code wird bei der Einrichtung des Schlosses automatisch generiert oder kann individuell festgelegt werden. Dabei handelt es sich im Grunde genommen um Morsezeichen. Mit kurzem und langem Drücken auf den Bügel des Schlosses in einer bestimmten Abfolge kann dann aufgeschlossen werden. Die Zeichenfolge sollte man sich von Beginn an gut einprägen, sonst bleibt das Fahrrad stehen.

© Screenshot

Ist hingegen die Knopfzelle im Bügelschloss leer, die etwa ein Jahr halten soll, dann kann diese nur gewechselt werden, wenn der Bügel entriegelt ist. Nun warnt die App bei niedrigem Ladezustand der Batterie, doch sollte das Schloss keine Energie mehr haben und verschlossen sein, dann kann unter dem Schloss ein Gummi-Stöpsel entfernt werden, wo sich zwei Kontakte befinden, um dem Schloss kurzzeitig die Energie zu geben, die es braucht, um die Bluetooth-Verbindung zum Handy herzustellen und sich entriegeln zu lassen. Insbesondere wenn die zusätzliche Autorisierung im 2-Schritte-Verfahren am Mobiltelefon abgefragt wird, ist das ein fummeliges Unterfangen.

 

Das Padlock ist mit 319 Gramm wirklich schwer und auch recht dick. Das strahlt zwar Solidität aus, aber eignet sich damit nicht für den Transport in der Hosentasche. Die gebürstete Oberfläche, ist so hübsch, dass man sie nicht beschädigen möchte. Der Querstrich über dem „e“ von Noke leuchtet je nach Status des Schlosses in verschiedenen Farben. Da die Verbindung zum Handy per Bluetooth 4.0 aufgebaut wird, braucht es mindestens ein iPhone 4S mit iOS 7 oder ein Android-Smartphone dessen Betriebssystem nicht älter als die Version 4.3 sein darf.

 

Fazit: In der Realität kein Gewinn an Komfort

 

Ständig muss das Handy in die Hand genommen, die App gestartet oder der Login wiederholt werden. Dann kann man auch einen Schlüssel aus der Hosentasche hervor kramen. Hinzu kommt, dass der Bügel hin und wieder hackt und es mehrer Anläufe braucht, um ihn zu öffnen. Das Vertrauen in die mobile Internetverbindung beziehungsweise notfalls den Knock-Code zu erinnern muss man haben, um sich wohl zu fühlen, wenn man sein Fahrrad abstellt oder sein Hab und Gut einschließt. Für 70 Euro ist das Noke Padlock sicherlich ein Blick in die Zukunft, die uns erwartet. So manchen Schlüsselmacher wird es ärgern, da er bald keine Schlüssel mehr nachmachen muss, wenn nur noch Bits und Bytes aus der Cloud kopiert werden müssen.

 

Das Noke Padlock jetzt günstig bei Amazon bestellen.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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