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Smartphone im Auto: Sensus Connect im Volvo V90 im Test

Wir konnten den Volvo V90 D3 Probe fahren, um das Infotainmentsystem mit Android Auto im Fahrbetrieb zu testen, das seit Ende November 2016 für die gesamte 90er Baureihe der Schweden verfügbar ist und sogar im XC90 nachgerüstet werden kann, wenn dieser über zwei USB-Anschlüsse in der Armablage verfügt.

Das große Sports-Utility-Vehicle Volvo XC90 konnten wir als T6 AWD R-Design kurz vor der Einführung von Android Auto ausführlich testen. Nun reichen wir unseren Erfahrungsbericht vom Einsatz mit Googles Plattform für Autos, getestet im Volvo V90, nach. Dafür wurde uns der große Kombi der Schweden mit dem kleinsten Dieselmotor und 150 PS zur Verfügung gestellt. Die Selbstzünder aller Hersteller haben im Moment ein massives Problem. Solange Smartphones keinen Sensor verbaut haben, um NOx- und CO2-Werte zu messen, wird die Redaktion von handytarife.de dazu kein abschließendes Urteil fällen können.

 

Allerdings ist es so, dass bei dem baugleichen D4-Motor ebenfalls 119 g/km CO2-Ausstoß vom Werk angegeben werden, und genauso wie der D3 damit die Euro 6 Norm erfüllt werden soll. Im Ecotest des ADAC wurden im Fahrbetrieb bei der Limousine 191 mg/km NOx gemessen. Damit sortiert sich der Volvo S90 zwischen dem Mercedes E220 Bluetec T-Modell und dem BMW 318d Touring ein, die von der Deutschen Umwelthilfe gemessen das 2,4- beziehungsweise 2,5-fache des erlaubten Grenzwertes für Fahrzeuge mit Euro 6 ausstoßen. Medial scheint Volvo damit noch unter dem Radar zu fliegen. In diesen Zeiten greift man besser zum Benziner.

 

Das Ambiente stimmt

 

Mit 150 PS ist der Volvo V90 sowieso untermotorisiert. Um ihn flott zu bewegen springt der Verbrauch schnell auf 8 Liter Diesel pro 100 Kilometern – im Datenblatt stehen 4,5 l/100 km. Außerdem machen die viel Fahrassistenten, die Volvo zu bieten hat, und die wir bereits ausführlich im Test des XC90 behandelt haben, deutlich mehr Spaß, wenn sie mit dem Automatikgetriebe zusammenarbeiten, die ab dem T5 Benziner zur Serienausstattung gehört. Der ist natürlich etwas teurer als der kleine Diesel – so rund 10.000 Euro. Aber in der Basis-Version werden wohl die wenigsten sich einen Volvo der 90er Baureihe zulegen. Unser Testwagen brachte es am Ende auf 68.270 Euro.

Google Maps Kartenansicht im Volvo V90 mit Sensus Connect auf dem 9 Zoll Touchscreen - © handytarife.de

Dafür gab es unter anderem das Licht-Paket, das bestimmt nicht Pflicht ist, da die Ausstattungslinie „Momentum“ unseres Testwagens bereits ab Werk LED-Scheinwerfer mit dem Tagfahrlicht, das aussehen soll wie Thors Hammer, besitzt, das dem Fahrzeug seinen Wiedererkennungswert verleiht. Das Business-Paket für sage und schreibe 5.800 Euro werden sich nicht viel gönnen. Dafür sind die Instrumente hinter dem Lenkrad digital – modern, aber nicht so wichtig die Bowers & Wilkins Musikanalage. Sehr teurer, aber wirklich Luxus für die Ohren. Insgesamt sind Design, Verarbeitung und Materialanmutung auf dem hohen Niveau des großen SUVs, womit die Schweden ihr Image ordentlich aufpolieren.

 

Android Auto im Volvo V90

 

Dadurch das Android Auto von Google entwickelt wurde, um dann von den Fahrzeugherstellern in den Autos integriert zu werden, unterscheiden sich die Systeme in den Autos nicht stark voneinander. Somit findet sich jeder, der sein Android-Smartphone mit dem Opel Navi 900 IntelliLink gekoppelt hat genauso gut zurecht, wie im neuen Volvo V90 oder auch im gerade erschienenen Volvo XC60. Die Anzeige ist bei Sensus Connect allerdings nicht so groß, wie man zunächst vermutet. Denn der 9 Zoll Bildschirm in der Mittelkonsole wird nicht voll ausgenutzt, da Android Auto zur Ansicht im Hochformat nicht ausgelegt ist. Somit wird nur ein kleiner Teil für die Kartenansicht oder die Bedienung von Spotify oder der Telefon-Funktion genutzt.

 

Die Fläche reicht aber aus, um alles gut zu erkennen. Leider ist es nicht möglich, die Google-Karte auch in dem digitalen Tacho darzustellen. Das geht nur mit den Bordkarten. An gerade denen zeigt sich aber, worin der große Vorteil von Google liegt: die sehr gute Spracherkennung und Suchfunktion. Die Spracherkennung von Volvo kann den Nutzer zur Verzweiflung treiben, weil sie herzlich wenig versteht und es nicht mehr zeitgemäß ist, bestimmte Sprachbefehle auswendig lernen zu müssen, statt dass die menschliche Sprache nativ erkannt wird. Wer nur von Ja-Sagern umgeben ist, wem jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wird ist und endlich mal Wiederworte bekommen möchte, der kann sich auf Volvos Sprachassistenten freuen. Alle anderen sollten ihr Handy mit dem Fahrzeug koppeln.

Über der aktiven Android Auto Darstellung sind On-Bord-Navigation, Audio-Quellen und die Bluetooth-Freisprecheinrichtung aufgelistet und per Fingertipp erreichbar. Darunter ist die Steuerung der Klimaanlage. - © handytarife.de

Nun funktioniert Android Auto auch ohne Verbindung zum Fahrzeug. Mit einer Handyhalterung kann der Auto-Modus auch so aufgerufen werden und die Funktionen werden auf das wesentliche reduziert und übersichtlich auf dem Bildschirm des Mobiltelefons dargestellt. Warum also den Aufpreis für das Infotainment zahlen? Alleine die Sprachsteuerung über das Multifunktionslenkrad zu starten, ist eine großer Komfortgewinn. Google versteht beinahe alles: „Navigiere mich zum Edeka in der Bornheimer Straße“ oder „Wo ist die nächste Post-Filiale?“. Dabei wird die Musik leiser, egal ob diese aus dem Radio, von einer CD, einem USB-Stick oder von Handy selber abgespielt wird, sobald man den Sprachassistenten startet oder auch wenn die Sprachausgabe den nächsten Befehl für die Routenführung vorliest.

 

Das alles macht natürlich nur Sinn, wenn der eigene Handytarif über genug Datenvolumen verfügt oder die SIM-Karte, die im Auto eingesteckt werden kann, und über die ein eigenes WLAN-Netzwerk für alle Fahrgäste bereitgestellt werden kann, genug Gigabyte vorhält. Denn Kartendienste verbrauchen viele Daten, insbesondere wenn man den benötigten Kartenabschnitt nicht vorab bei Google Maps offline verfügbar gemacht hat. Bei Autofahrten innerhalb der EU, Norwegen, Island und Lichtenstein kann das heimische Datenvolumen in der Regel auch im Ausland verwendet werden. In anderen Ländern kann man – mit dem einhergehenden Verlust an Komfort – auf das Bord-Navi umsteigen.

 

Fazit: Android Auto ist den Aufpreis wert

 

Viele Autohersteller haben schon vor Jahren Sprachsteuerungen für ihre Navigationssysteme angeboten und so einige haben Jahre lang ihre Freisprecheinrichtungen als High-Tech verkauft. Leider sind sie alle von Apple und Google überholt worden und müssen den Preis dafür zahlen. Zum einen können sie nicht mehr so viel Geld mit Zusatzausstattung verdienen. Bei Volvo ist der 9 Zoll Bildschirm Serie, Apple Carplay und Android Auto kosten 360 Euro Aufpreis – kein schlechter Deal. Andererseits zahlen die Nutzer mit ihren Daten, die während der Fahrt erhoben werden. Dabei kann dem einen oder anderen zurecht unwohl sein, andererseits gibt es dadurch sehr aktuelle Meldungen über Staus und Ausweichrouten.

 

Einen kritikpunkt gibt es aber an der Sprachausgabe von Google: sie liest gnadenlos jede Nachricht vor. Man kann während der Fahrt einen Standard-Text als Antwort verschicken lassen, zum Beispiel: „Ich fahre gerade. Melde mich, wenn ich angekommen bin.“ Man kann sich SMS und Nachrichten aus Whatsapp aber auch wiedergeben lassen und per Sprachbefehl darauf antworten. Wer häufig Links zugeschickt bekommt, der bekommt die komplette Domain diktiert. Da darf Google gerne noch nachbessern.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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