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Smartphone im Auto: Sensus Connect im Volvo XC90 im Test

Der Volvo XC90 ist zwar schon seit Juni 2015 auf dem Markt, aber nun bieten die Schweden für Eine Leistungsoptimierung mit einem Plus von 14 PS für den Benzinmotor im T6 und T8 an und Spotify ist im Modelljahr 2017 vorinstalliert, wie auch einige Assistenzsysteme nun Serie sind. handytarife.de fuhr den neuen SUV Probe.

Zunächst sei gesagt, dass unser Testwagen in einer Fülle ausgestattet war, dass man das luxuriöse Ambiente kaum mehr verlassen wollte. Mit einem Blick auf den Kaufpreis und die Liste der Zusatzausstattung wurde aber auch schnell deutlich, dass dieses Fahrzeug nicht in die Gehaltsklasse eines Online-Redakteurs passt. 96.659 Euro ist der Listenpreis unseres Volvo XC90 T6 AWD R-Design, wobei 27.159 Euro auf die Zusatzausstattung entfallen.

 

Der Einstieg in die Welt des großen schwedischen Geländewagens (mit dem XC60 gibt es auch einen „kleinen“) gelingt mit 50.100 Euro für den XC90 D4. An dieser Kurzen Modellbezeichnung erkennt man schon: Da sind aber nicht viele Extras enthalten. Noch nicht einmal Allradantrieb, wie bei allen anderem Motorvarianten. Und auch die markanten Scheinwerfer mit „Thors Hammer“ als Tagfahrlicht mit Wiedererkennungswert kosten Aufpreis. Aber: Automatikgetriebe, Sensus Connect und das Assistenzsystem „Pilot Assist“ sind immer verbaut. Übrigens auch in den beiden Top-Modellen S90 und V90. Allerdings kosten Apple Carplay und Android Auto im Paket 360 Euro Aufpreis.

Wer "Thors Hammer" im Rückspiegel sieht, erkennt den Volvo auf Anhieb. - © handytarife.de

Dass über ein Jahr nach Markteinführung noch immer nur Apple Carplay unterstützt wurde, ist bei genauerem Hinsehen gar nicht so verwunderlich. Die schwedische DNA, die Volvo auch nach der Übernahme durch den chinesischen Auto-Hersteller Geely behalten soll, spiegelt sich auch darin wieder, da in Schweden die Verbreitung des iOS-Betriebssystems über der von Googles Android liegt, wenn man der StatCounter-Statistik Glauben schenken möchte. Leider wurde erst kurz nach Rückgabe unseres Testwagens veröffentlicht, dass Volvo endlich auch Android-Auto nachliefert.

 

Auf Nachfrage konnten wir in Erfahrung bringen, dass eine Nachrüstung nur dann möglich ist, wenn die 90er-Fahrzeuge bereits über zwei USB Eingänge verfügen. Bei älteren Autos mit nur einem USB-Anschluss klappt das Update leider nicht.

 

Leistung satt

 

Der Volvo XC90 ist riesig. 4,95 Meter lang und mit Außenspiegeln 2,14 Meter breit, womit der Geländewagen dann bei vielen Baustellen mit verengten Fahrbahnen nicht mehr auf der linken Spur fahren darf. Da fühlt sich unser T6 AWD R-Design aber ganz wohl, denn 334 PS verhelfen dem Fahrzeug zu einer Spitzengeschwindigkeit von 230 KM/h auf dem Datenblatt und 235 KM/h, die auf dem Tacho angezeigt werden. Die 14 PS Leistungsplus kosten 1.199 Euro und lassen sich auch bei älteren Fahrzeugen mit diesem Motor nachrüsten. Das Interessante daran ist nämlich, dass es sich um ein reines Software-Update handelt. Mechanisch wird nicht eingegriffen.

 

Die Mechanik bleibt dennoch bemerkenswert, denn egal welchen Volvo der neuen 90er-Reihe man sich kauft, es ist immer derselbe Motoblock mit 4 Zylindern und 2 Litern Hubraum verbaut. Durch Aufladung werden die unterschiedlichen Leistungsstufen erreicht. Ein solcher Umbau eines Automobilherstellers mit einer Reduktion der Antriebe und auch der Konzentration auf eine für alle Modelle anpassbare Bodengruppe verringert die Komplexität, die andere Konzerne mit sich herumtragen und kann sich für Volvo als agiles Unternehmen zum Vorteil entwickeln. Dies in der Zukunft zu beobachten, wird sicher spannend.

 

Turbo, Turbo, Kompressor

 

Der kleine Diesel D4 kommt mit Bi-Turbo. Kurzer Exkurs in die Smartphone-Welt: Hier gibt es gerne Dual-Kameras im Huawei Mate 9, dem iPhone 7 Plus oder LG G5, wo die eine Linse etwas kann, was die andere nicht kann und umgekehrt, sodass am Ende ein besseres Ergebnis herauskommen soll. Die zwei Turbolader im Volvo sollen sich ebenso ergänzen.

Die Volvo-On-Call-App läuft auch auf Smartwatches mit Android Wear und der Apple Watch. - © handytarife.de

Das Prinzip ist: ein Schaufelrad wird durch vorbeiströmende Abgase angetrieben, sodass frische Luft angesaugt und verdichtet wird, um sie anschließend in den Brennraum zu drücken. Das führt zu einer besseren Verbrennung und damit zu mehr Leistung. Das Turboloch tritt auf, wenn die Abgase noch nicht ausreichen, um das Schaufelrad schnell genug anzutreiben, also um den nötigen Luftdruck aufzubauen. Wenn der Turbolader viel Luft transportieren soll, dann hat er ein großes Schaufelrad und die Rohre einen großen Durchmesser. Das heißt man braucht eine höhere Drehzahl, um genug Abgase zu produzieren. Ein kleiner Turbolader kann diesen Nachteil kompensieren, stößt aber schneller an seine Leistungsgrenzen. Deswegen kombiniert man beide zum Bi-Turbo.

 

Der D5 bietet zusätzlich einen elektrischen Kompressor, der die Luft in einen Tank drückt, dessen Ventile sich öffnen, um die Turbine im Turbolader anzutreiben, wenn die Abgase noch nicht ausreichen. Das ist zum Beispiel beim Anfahren der Fall und nennt sich bei den Schweden "PowerPulse". Der „kleine“ Benziner T5 mit 254 PS hat wiederum den Bi-Turbo und der von uns getestete T6 hat ebendiesen und einen Kompressor, der aber nicht nur beim Anfahren hilft, sondern bis 3500 Umdrehungen pro Minute Luft zum Turbolader führt, sodass mit der optimierten Software 334 PS erreicht werden. Mehr Leistung pressen die Schweden aus diesem Triebwerk im XC90 nicht heraus. Sie verbauen im T8 Twin Engine zusätzlich noch einen Elektromotor. So wird der Geländewagen zum Plug-In-Hybrid, kann also an der Steckdose aufgeladen werden, um angeblich 43 Kilometer rein elektrisch zu fahren.

 

Der Traum vom niedrigen Verbrauch

 

Letzteres Modell bringt unseren Online-Redakteur bei einem Blick auf den Normverbrauch herzlichst zum Lachen. Da stehen tatsächlich 2,1 Liter auf 100 Kilometern und eine CO2-Effizienzklasse A+. Dieser NEFZ-Wert (Neuer Europäischer Fahrzyklus) kommt zustande, indem der Wagen mit einer aufgeladenen Batterie startet, somit die ersten Kilometer der Prüfung rein elektrisch absolviert und die für die Akkuladung verbrauchte Energie und der dafür nötige CO2-Ausstoß nicht eingerechnet wird.

Kaum Umgewöhnung zum Smartphone und zwischen verschiedenen Fahrzeugen, weil Apple Carplay immer gleich aussieht. - © handytarife.de

Wir fuhren denselben Benzinmotor ohne die elektrische Unterstützung. Mit Leistungsoptimierung und R-Design ist man gerne sportlich unterwegs, aber deswegen schlugen bei uns eher 19 Liter auf 100 Kilometern zu Buche. Mit gezügeltem Gasfuß kann man diesen Wert zweifelsohne nach unten drücken, aber man sollte auch von der Augenwischerei Abstand nehmen, dass ein Fahrzeug, das fast 2,2 Tonnen wiegt, effizient bewegt werden kann. Hat man sich damit angefreundet, fühlt man sich in dem SUV schnell wie ein Land Lord. Man sitzt weit über dem Geschehen, die Kraftreserven sind mehr als ausreichend und dieses Gefühl geht auch auf den Fahrer über. Was soll einem in so einem Panzer schon passieren?

 

Der Sicherheitsraum

 

Das Steckenpferd der Schweden ist auch nach der Übernahme durch Geely ein wichtiger Teil der Marken-Strategie von Volvo. Die Sicherheit soll durch die weitreichende Verwendung von Bor-Stahl gewährleistet werden. Dieser Werkstoff ist in seiner Verarbeitung sehr aufwendig, weswegen er nur nach und nach in den Fahrzeugbau Einzug hält. Denn Bor-Stahl wird warmgeformt. Das bedeutet, dass die Bauteile entweder von Zulieferern angefertigt werden müssen, die über die Maschinen verfügen, die diesen Stahl erhitzen, in Form pressen und dann auch wieder abkühlen lassen können, oder ebendieser Prozess von den Automobilherstellern erlernt und umgesetzt werden muss. Hinzu kommt, dass eine direkt zum Schutz vor Rost aufgebrachte Beschichtung beim Schweißen Schwierigkeiten bereitet. Auch hierfür wird aufwendige Technik benötigt, die auf den Millimeter genau diese Schicht an den Stellen, die geschweißt werden sollen, wieder abträgt.

Stop-and-go kostet dank "Pilot Assist" im Volvo XC90 deutlich weniger Nerven. - © handytarife.de

Der Aufwand wird betrieben, um die 2020-Strategie von Volvo zu verwirklichen. Ab diesem Zeitpunkt soll in einem Volvo kein Mensch sterben oder schwer verletzt werden. Bis dahin soll auch die komplette Modell-Strategie abgeschlossen sein, sodass Volvo seine Altlasten aus dem Ford-Konzern los ist und nur noch selbst entwickelte Fahrzeuge auf dem Markt anbietet. Ebenfalls Teil der Strategie ist der das bereits erhältliche und in der 90er-Baureihe serienmäßige Pilot-Assist, der bis zu einer Geschwindigkeit von 130 KM/h zugeschaltet werden kann. Er pilotiert den Volvo teil-autonom. Das zeigte sich besonders in Staus als angenehme Unterstützung. Bei freier Fahrt auf Landstraßen und Autobahnen zeigte sich aber, dass in Kurven nicht weit genug mitgelenkt wird, sodass der eigene Fahrstreifen verlassen wird. Außerdem muss etwa alle 10 Sekunden ein leichter Lenkimpuls gegeben werden, um die geistige Anwesenheit des Fahrers zu bestätigen. Pilot Assist ist im Stau komfortabel und hilft bei kleineren Unaufmerksamkeiten, darf aber keinesfalls mit einem Auto-Pilot verwechselt werden.

 

Sensus Connect(ed)

 

Es gibt fast keine Knöpfe mehr. Sie Steuerung erfolgt hauptsächlich über den zentralen 9 Zoll Touchscreen. Das führt zwangsläufig zu Fingerabdrücken. Um den Bildschirm putzen zu können, muss der Home-Button darunter lange gedrückt werden. Mithilfe eines mitgelieferten Tuchs, kann der Touchscreen dann ohne Fehleingaben von Fingerabdrücken und Schlieren befreit werden. Im Anschluss genügt ein kurzer Knopfdruck, um auf den Startbildschirm zurückzukehren. Die Steuerung der Klimaanlage ist auf dem Display übrigens permanent zu sehen.

Gut versteckt, im Kofferraum, unter der Matte befindet sich der Einschub für eine SIM-Karte. - © handytarife.de

Zunächst muss der Volvo mit dem Internet verbunden werden. Das funktioniert auf mehreren Wegen. Wer sein Handy per Bluetooth mit dem Fahrzeug koppelt, kann das Mobiltelefon als Modem einsetzen. Da die Übertragungsrate über Bluetooth aber sehr reduziert ist, ist von dieser Methode abzuraten. Des Weiteren kann sich der Volvo per WLAN mit dem World-Wide-Web verbinden. Das kann zum einen daheim geschehen, um größere Updates herunterzuladen oder indem mit dem Smartphone ein Wifi-Hotspot aufgebaut (Tethering) wird, in den sich das Auto einloggt. Am praktischsten ist das Einlegen einer SIM-Karte in den dafür vorhandenen Schacht im Kofferraum. Den passenden Datentarif vorausgesetzt lässt sich das Fahrzeug bei bestehender Internetverbindung auch per Handy-App und Smartwatch steuern. So kann der XC90 zum Beispiel entriegelt oder eine Route an ihn übermittelt werden. Das ist aber alles recht langsam.

 

Apple Carplay ist auch hier umgesetzt, wie wir es aus dem Opel Mokka X und einer immer weiter steigenden Anzahl von Fahrzeugen kennen. Der große Vorteil dieses Systems ist die vom iPhone bekannte Benutzeroberfläche und die nahtlose Integration von Siri. Die Sprachassistentin von Apple ist nämlich um Längen besser, als die von Volvo. Die schwedische Spracherkennung lag in unserem Alltagstest leider viel zu häufig daneben. Insbesondere das Diktieren eines Ziels für das Navigationssystem gestaltete sich mit Siri deutlich zuverlässiger. Dann ist man aber auch darauf angewiesen, sich mit Apple Karten navigieren zu lassen.

So einfach: Siri ein Ziel diktieren und schon ist man mit aktuellen Verkehrsdaten auf dem schnellsten Weg. - © handytarife.de

Diese App ist die einzige Navigations-Anwendung, die in Apple Carplay zugelassen ist, die zusätzlich auch eine Internetverbindung benötigt. So sind die Staudaten zwar stets auf dem aktuellen Stand, doch im Ausland greift man bei hohen Roaming-Gebühren besser auf die Navigation von Volvo zurück, die offline funktioniert. Diese kann die Routeninformationen über das Headup-Display und den Bildschirm zwischen den beiden animierten Rundinstrumenten einblenden. Auch sonst ist das verfügbare App-Angebot dürftig. Während Android Auto Whatsapp, Telegram und noch einige andere Anwendungen unterstützt, muss iPhone-Nutzer im Auto darauf verzichten. Die digitale Instrumentierung hinter dem Lenkrad misst 12,3 Zoll und ihr Design lässt sich in verschiedenen Stilen anpassen. Dazu gehört auch, dass man entscheiden kann, ob dort permanent die Karten von Volvos Navigationssystem oder Informationen zur wiedergegebenen Musik angezeigt werden sollen.

 

Musik im XC90-Konzertsaal

 

Die Offline-Navigation, die digitalen Instrumente und der sehr gute Klang der Bowers & Wilkins Musikanalage mit 19 Lautsprechern sind in unserem Testwagen dank des zusätzlich bestellbaren Business-Paket-Pro für 3950 Euro enthalten. Dafür kann man sich in die Gothenburg-Konzerthalle beamen lassen und der Klang bekommt Hall. Der Studio-Klang an auf den Fahrer, auf alle im Fahrzeug oder nur die Mitfahrer im Fond ausgerichtet werden. So ist es zum Beispiel möglich „Töörro“ und Hex, hex“ auf die Kinder auf der Rückbank zu fokussieren. Oder man kann sich den Klang auch individuell konfigurieren.

 

So wenig Apps es für Apple Carplay gibt, wenigstens Spotify steht hier zur zentralen Bedienung zur Verfügung. Den Musik-Streaming-Dienst installiert zwar Volvo im neuen Modelljahr schon ab Werk, allerdings wird hier eine permanente Internetverbindung benötigt, um Musik zu hören. Wird Spotify über ein angeschlossenes iPhone auf den Bildschirm projiziert, dann können die auf dem Smartphone offline verfügbar gemachten, also heruntergeladenen Titel, ohne das Inklusivvolumen zu belasten, gehört werden.

Teurer Spaß: Die Bowers & Wilkins Musikanlage mit 19 Lautsprechern - © handytarife.de

Das Einloggen in den Premium-Account über Senus Connect ist für alle, die sich über Facebook bei Spotify anmelden etwas tricky. Das funktioniert, indem ein Geräte-Kennwort festgelegt wird, mit dem man sich im Fahrzeug anmeldet. Dafür muss www.facebook.com/settings besucht werden, um die „Sicherheitseinstellungen“ und dann „Passwörter für Apps“ auszuwählen. Hier muss nun „Passwörter für Apps generieren“ angeklickt werden. Es folgt eine Passwortabfrage. War die verifikation erfolgreich, muss noch Spotify als Dienst eingegeben werden, für den ein Kennwort generiert werden soll. Nun kann im Volvo die eigene E-Mail-Adresse und dieses Passwort zum Login verwendet werden.

 

Ganz unwichtig ist das auch deswegen nicht, weil es uns nicht gelungen ist den Medienzugriff durch Sensus Connect auf einem unserer Testgeräte herzustellen, sodass andere Audio-Dateien hätten abgespielt werden können. Es gibt noch weitere vorinstallierte Apps, die auch ohne Smartphone funktionieren. Diese kennen wir auch schon aus dem Volvo V60.

 

Parklücke von Format

 

Das Drehrad auf dem Mitteltunnel erinnert an die Infotainmentsysteme von BMW, Mercedes und Audi, doch Volvo ist viel weiter und verwendet dieses User-Interface-Relikt aus der Jahrtausendwende lediglich, um verschiedene Fahr-Modi auswählen zu können, die auch die Luftfederung anpassen: Eco, um sparsam zu fahren, Comfort ist für den Alltag voreingestellt, Off-Road aktiviert die Bergabfahrhilfe und verlängert den Weg der Dämpfer, während in „Sport“, wie auch in „Eco“ das Fahrzeug tiefer gelegt wird, um den Luftwiderstand zu verringern.

Wer etwas Geduld hat, kann den Volvo XC90 auch per App fernsteuern. - © Screenshot

Eine sehr nützliche Funktion, um das Einparken des fast 5 Meter langen Schlachtschiffs zu erleichtern ist die 360 Grad Ansicht, bei der ein animierter Volvo XC90 in das Live-Bild von vier Kameras, die in der Heckklappe, im Kühlergrille und in den Außenspiegeln untergebracht sind, eingeblendet wird. Noch viel komfortabler ist es aber, sich einparken zu lassen. Das funktionierte in unserem Volvo XC90 sehr zuverlässig und wurde nur in den seltensten Fällen abgebrochen. Dabei half besonders, dass Die Sensoren eine hohe Reichweite haben, sodass Parklücken aus dem Stand erkannt werden und nicht erst daran vorbeigefahren werden muss.

 

Bei der Recherche für diesen Testbericht zeigte sich auch, dass rund um das Thema Parken ein heißer Kampf tobt. Direkt aus dem Auto heraus bezahlen zu können, werden Kritiker mit Mobile Payment gleichsetzten, dessen vernünftige Umsetzung seit Jahren auf sich warten lässt, doch im Alltag keinen Parkplatz mehr suchen zu müssen, nicht mehr den Parkscheinautomaten mit den letzten zusammengekratzten Münzen zu füttern oder im Parkhaus dafür anstehen zu dürfen, um bezahlen zu können, könnte einen Gewinn darstellen. Dieses mehr an Komfort möchten sich andere bezahlen lassen und bauen Plattformen auf, um für die Abrechnung der Parkgebühren eine Provision einstreichen zu können.

 

So kämpfen nun also mehrere Anbieter solcher Lösungen um die Vorherrschaft am Markt. Einen davon kennen manche vielleicht aus der Sendung „Höhle der Löwen“, wo "EvoPark" sein Konzept, um mit dem Smartphone bezahlen zu können, vorstellte. Die in Fahrzeugen von Volvo vorinstallierte Anwendung von "EasyPark" ist nach eigenen Angaben europäischer Marktführer und kommt, genauso wie Volvo, aus Schweden. In Dänemark hat das Unternehmen eine 100 prozentige Verfügbarkeit erreicht. In Deutschland kann davon aber nicht die Rede sein. Hier muss man noch darauf hoffen, dass es in der Stadt, in der man sich gerade aufhält, eine mobile Lösung zum Bezahlen der Parkgebühren gibt. Sonst bleibt es beim Gang zum Automaten.

 

Fazit: Volvo ist auf dem Weg

 

Es ist durchaus beeindruckend zu sehen, wie sich die schwedische Marke mit einem angestaubten Image und Fahrzeugen, die beim Infotainment keinerlei Innovationsgeist verströmte – so ist zumindest meine Erinnerung an den Volvo V60 – nun seine neugewonnene Agilität zeigt und eins der modernsten Systeme in seiner 90er-Baureihe verbaut. Android Auto und umso mehr Apple Car Play leiden weiterhin an den Restriktionen, welche Apps während der Fahrt genutzt werden können. Volvo bietet mit den iGO-Karten eine gute Offline-Navigation, beweist aber auch, dass Sprachsteuerung nicht zu den Fähigkeiten der Schweden gehört. Die speziellen Apps für Sensus Connect zeigen gleichzeitig auf, dass es ohne eine große Verbreitung und eine entwicklerfreundliche Plattform kaum möglich ist, weitere Programmierer zu überzeugen. Eine ähnliche Geschichte erzählt und sie Entwicklung von WindowsPhone. Das Konzept mit einem großen Touchscreen in der Mittelkonsole und eine daraus resultierende Reduktion der Tasten auf ein Minimum zeigen, wohin die Reise geht, wenn die Generation-Smartphone ein Auto intuitiv bedienen können soll.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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