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Datendiebstahl Handy


© wolterfoto

Smartphone geklaut - Daten in des Diebes Hand?

Die Sterne stehen schlecht und alle Anzeichen deuten darauf hin, dass ihr Handy geklaut wurde? Nun müssen sie schnell handeln, mehrere Entscheidungen treffen und abwägen: Die Sicherheitsoptionen Ihres Smartphones, um aus der Ferne darauf zuzugreifen, sind nur verfügbar, wenn eine Internetverbindung besteht.

Nimmt der Dieb ihre SIM-Karte heraus, legt keine neue ein und befindet sich nicht in einem WLAN, indem Sie sich vorher schon mal angemeldet haben müssen (z.B. von einem Hotspot in Ihrem Lieblingscafé, der Uni oder über ein Angebot Ihrer Netzanbieters), dann übermittelt Ihr Smartphone nicht mehr seinen Standort und Sie können es auch nicht mehr aus der Ferne löschen. Genauso ist es auch, wenn Sie Ihre SIM-Karte sperren lassen, worauf Ihr Netzbetreiber wiederum unverzüglich besteht, weil sonst hohe Kosten entstehen könnten.

 

Als erstes das Handy sperren

 

Wenn Sie keine Displaysperre eingerichtet haben, dann sollten sie das sofort tun, um zunächst ihre Apps, Bilder, E-Mails und Chats vor fremdem Zugriff zu schützen und so auch der Dieb keine Möglichkeit mehr hat zu telefonieren oder zu simsen. Dies ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn auch Langfinger kennen die neuen technischen Möglichkeiten und werden versuchen ihren Zugriff zu verhindern. Wenn Sie sich auf ihrem Smartphone nicht aus allen Accounts regelmäßig sofort wieder ausloggen, dann müssen Sie nun auch alle Passwörter ändern.

 

Schließlich kann ein Fremder zum Beispiel über Ihren Amazon- oder Ebay-Account einkaufen. Dann sollten Sie auch ihre Bankkonten und Kreditkarten sperren, wenn Sie deren Daten für die Bezahlvorgänge in ihren Accounts hinterlegt hatten. Denken Sie auch daran, dass die Täter die Passwörter selber ändern könnten, um so zum Beispiel ihr Social-Media- oder E-Mail-Accounts zu kapern.

 

Aber Achtung: Wenn Sie Ihre Daten zumindest teilweise auf einer Micro-SD-Karte im Handy ablegen und diese nicht verschlüsselt ist, dann kann der Dieb die Speicherkarte einfach entnehmen und in jedem anderen Handy oder am PC auslesen. Sind diese Daten nun sehr sensibel, dann sollten Sie in Erwägung ziehen das Handy so schnell wie möglich aus der Ferne zu löschen. Das geht bei allen großen Anbietern, aber in unterschiedlichem Umfang:

© emscherbild / Fotolia

 

 

Mein iPhone suchen

 

Da Apple in keinem seiner Smartphones einen Speicherkarten-Slot verbaut kann hier der interne Speicher problemlos gelöscht werden. Gleichzeitig greift ab iOS 7 die "Aktivierungssperre", sodass der Dieb zwar danach versuchen kann das iPhone neu einzurichten, aber daran scheitern wird, weil Sie sich mit Ihren Benutzerdaten am iPhone einloggen müssen. Nur wenn Sie den Werkszustand in den Einstellungen Ihres iPhones unter Eingabe Ihrer Apple-ID wiederherstellen oder es aus Ihrer Geräteliste im Apple-Account entfernen kann es uneingeschränkt wiederverwendet werden. Die "Aktivierungssperre" müssen Sie übrigens deaktivieren, wenn Sie Ihr altes iPhone verkaufen wollen oder zur Reparatur einschicken.

 

Geräte-Manager für Android

 

Bei einem Android-Handy müssen Sie abwägen: Seit Android 2.2 ist der Geräte-Manager von Google verfügbar. Damit können Sie Ihr Mobiltelefon orten, klingeln lassen (auch wenn es auf "lautlos" eingestellt ist), Ihr Handy sperren und eine Nachricht auf dem Sperrbildschirm einblenden oder das Smartphone löschen. Dann wird es aber lediglich auf den Werkszustand zurückgesetzt, sodass es ohne weiteres normal eingerichtet und wiederverwendet werden kann.

 

Die "Facory-Reset-Protection“ (FRP) gibt es erst ab Android 5.1 und ist automatisch eingestellt, wenn Sie eine Displaysperre eingerichtet haben.  Das führt zu der Sicherheitsmaßnahme, dass das Smartphone 72 Stunden nicht auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden kann, wenn vorher das Google-Passwort geändert wurde. Auch der Dieb könnte mit etwas Fachkenntnissen Ihr Handy auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, doch die "Factory Reset Protection“ erkennt das, sodass Ihr Telefon auch dann unbrauchbar bleibt, solange Sie sich nicht mit Ihrem Benutzernamen und Ihrem Passwort des Google-Accounts darauf einloggen. Vorsicht ist aber auch hier geboten, wenn sich in Ihrem Handy eine Speicherkarte befindet. Diese kann nicht immer aus der Ferne gelöscht werden. Das sollten Sie vorher abklären, und gegebenenfalls über eine Verschlüsselung des externen Speichers nachdenken.

 

Mein Handy finden bei WindowsPhone

 

Mit WindowsPhone lässt sich Ihr Handy aus der Ferne löschen. Dies gilt auch für die eingelegte Micro-SD-Karte. Leider fehlt die Funktion den Diebstahl unattraktiv zu machen, indem das Handy nicht ohne ein Benutzerkonto reaktiviert werden kann. Die "Reaktivierungssperre“ wird zwar auf der Internetseite von Microsoft als Bestandteil des Betriebssystems ab WindowsPhone 8.1 beschrieben, allerdings wurde fälschlicherweise die Bedienungsanleitung für den amerikanischen Markt übersetzt und veröffentlicht. Microsoft beruft sich auf die Rechtslage, dass der sogenannte "Kill-Switch“ in den USA vorgeschrieben ist, aber in Deutschland nicht. Der Software-Gigant aus Redmond stellt in Frage, ob eine solche Funktion vielleicht mehr Schaden anrichtet, wenn die Login-Daten zum Benutzerkonto in fremde Hände geraten und durch diese das Handy gelöscht wird.

 

Hier zeigt sich definitiv, wie wichtig es ist, die eigenen Passwörter zu schützen, und wie den eigenen Augapfel zu hüten. Doch mit dem Bestreben den eigenen Cloud-Dienst in alle Haushalte zu bringen, kann durch den Diebstahl von Nutzerdaten umso mehr Schaden angerichtet werden, wenn auch Dokumente aus dem Office 365 Paket in der Wolke abgelegt werden. Vielmehr muss hier die Sensibilität für den Umgang mit Login-Daten geschaffen werden und auch die Möglichkeit zur höheren Sicherheit durch die 2-Wege-Authentifizierung.

 

Vorgeschoben klingt hingegen das Argument, dass es dazu kommen könnte, dass Nutzer ihr WindowsPhone "killen“, wenn es "nur hinter die Couch gerutscht ist“, wie es die Pressestelle uns mitteilte. Denn dem Löschen sollte natürlich die Ortung des Smartphones vorausgehen. Das beschreiben wir auch deswegen in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Und auch hierbei kommt zum Tragen, dass dies nicht zwangsläufig einen schmerzhaften Verlust der Daten zur Folge hat, wenn das Handy regelmäßig synchronisiert wird – mit dem heimischen Computer oder der Cloud.  Nur böse Zungen würden behaupten, dass Microsoft-Handys bei Dieben wahrscheinlich eh so unbeliebt sind, dass die "Reaktivierungssperre" in der Realität gar nicht zum Einsatz käme.

© handytarife.de

Das Smartphone aus der Ferne löschen?

 

In jedem Fall hat das Löschen des Gerätes den Nachteil, dass es nicht mehr über den Online-Account geortet werden kann. Sie müssen also abwägen, wie sensibel Ihre Daten sind, die in die Hände von Fremden fallen könnten, und wie wahrscheinlich es ist, Ihr Handy mithilfe der Ortung wiederzubekommen, da Sie selber davon absehen sollten den Dieb ausfindig zu machen. Die Polizei rät dringend von der Konfrontation der Kriminellen mit dem Tatvorwurf ab, da niemand vorhersehen kann, wie diese reagieren, wenn sie "erwischt“ wurden.

 

Den Ermittlern können die Ortsdaten helfen, aber sie müssen die Persönlichkeitsrechte des mutmaßlichen Täters wahren und diese abwägen, da der derzeitige Besitzer des Smartphones sich gegebenenfalls "nur“ der Hehlerei strafbar gemacht hat und die Ortung einen zu starken Eingriff in dessen Rechte darstellt. Das gilt auch für die Ortung per IMEI-Nummer. Außerdem wird möglicherweise nicht wegen eines Smartphones ein ganzer Wohnblock durchsucht, weil eine Ortung per GPS nicht auf den Zentimeter genau durchgeführt werden kann. Bedacht werden muss ebenfalls, dass der Befehl zum Löschen des Handys nur funktioniert, wenn sich das Handy im Internet befindet.

 

Legen Sie in jedem Fall einen Handypass an, um die Ermittlern mit den wichtigsten Informationen versorgen zu können, wenn Sie Ihren Verlust anzeigen

 

Dem totalen Verlust der Daten können Sie vorbeugen, indem Sie regelmäßig Backups Ihres Smartphones anfertigen, Ihre Daten synchronisieren oder automatisch in die Cloud hochladen.

 

Was passiert mit meinen Whatsapp-Nachrichten?

 

Bei dem beliebten Messenger-Dienst Whatsapp ist eine Deaktivierung nur per E-Mail möglich. Whatsapp-Nachrichten werden nur empfangen, wenn eine Internetverbindung besteht. Wer seine SIM-Karte sperren lässt, unterbindet zwar auch den Austausch von mobilen Daten, doch sobald eine neue andere SIM-Karte eingelegt oder eine WLAN-Verbindung besteht, empfängt das Handy wieder Whatsapp-Messages. Der amerikanische Anbieter deaktiviert den Empfang der Nachrichten erst, wenn ein neues Mobiltelefon auf die registrierte Nummer angemeldet und verifiziert wird.

 

Da aber die Zusendung einer Ersatz-SIM-Karte ein paar Werktage in Anspruch nehmen kann, sollten Sie also den Text „Verloren/Gestohlen: Bitte deaktiviert meinen Account“ und die eigene Handynummer im internationalen Format (0049 XXXXXXX) per E-Mail an Whatsapp verschicken. Der Account kann nach der Deaktivierung 30 Tage reaktiviert werden. Solange werden Nachrichten, die in der Zwischenzeit eingehen, gelagert und dann nachträglich zugestellt. Alte Chat-Verläufe gehen verloren, wenn in den Einstellungen nicht das Chat-Backup aktiviert wurde, und so alte Gespräche bei der Reaktivierung des Accounts auf einem neuen Smartphone aus der Cloud wiederhergestellt werden.

 

 Vorsorge für den Ernstfall – Handy sperren



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