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Sprachsteuerung


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Das taugt Sprachsteuerung auf dem Smartphone

Spätestens seit Apple dem iPhone 4S Siri mit auf den Weg gab, ist die Sprachsteuerung auf dem Smartphone in aller Munde. Was viele Technik-Fans nicht wissen: Auch andere Betriebssysteme erlauben die Befehlskommunikation, so zum Beispiel der Microsoftdienst Tellme oder Androids Sprachsuche. handytarife.de hat die Dienste angeschaut.

Erstmals im großen Stile wahrgenommen wurden Computerstimmen hierzulande wohl während des Betriebs portabler Navigationssysteme, die mit einer monotonen, zumeist weiblichen Computerstimme erklären, wo es langgeht. Da liegt es natürlich nahe, das Thema Sprache auch auf Smartphones zu implementieren. Gerade jetzt, wo Gigahertz-Prozessoren und massig Arbeitsspeicher zum guten Ton zählen und die Rechenleistung der Hosentaschencomputer stetig steigt, ist auch Platz für Sprachsteuerung.



Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Erreichbarkeit: Ohne mobiles Internet verstummt die Sprachsteuerung in zwei von drei Fällen häufig. Denn hinter der Umwandlung vom gesprochenen Wort in einer für den Computer umsetzbare Semantik steht zumeist eine Datenbank, die dem Befehl oder der Fragestellung versucht, eine Antwort zuzuordnen.

Die derzeitig wohl wichtigsten Ansätze zur Sprachsteuerung auf dem Smartphone heißen Siri, Tellme und Sprachsuche.

Siri der Star der Sprachsteuerung?

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Während die Smartphone-Gemeinde im Herbst 2011 sehnsüchtig auf das erhoffte iPhone 5 wartete, zeigt Apple-Chef Tim Cook den zunächst verdutzten Anwesenden ein aufgebohrtes iPhone 4, das iPhone 4S. Dessen Hauptattraktion war schnell ausgemacht: Die „intelligente“ Spracherkennung Siri. Der Clou: Siri ist mit einer semantischen Suchmaschine namens Wolfram Alpha verbunden und kann dementsprechend auf ein großes „Gehirn“ zurückgreifen.

Daher benötigt Siri, so will es die PR-Theorie von Apple, keine stumpfe Verkettung von einsilbigen Sprachbefehlen, sondern beherrscht die Kommunikation im Dialog. Siri selbst startet durch das Gedrückthalten der Home-Taste. „Brauche ich einen Schirm?“, wird das iPhone 4S gefragt, „Es sieht nicht nach Regen aus!“, erfolgt prompt als Antwort - soweit so gut, so kennen wir es aus der Berichterstattung rund um Siri, aber geht da noch mehr?

Jein. Irgendwie scheint Siri dieser Tage des Deutschen nicht wirklich mächtig zu sein. Wo englischsprachige Berichterstatter von witzigen Konversationen sprechen, gibt sich die deutsche Siri wortkarg: „Ich habe nichts zu xyz gefunden. Wenn du möchtest, kann ich im Internet danach suchen!“, weist Siri den Nutzer ein ums andere Mal in die Schranken. Eine klare Liste von Befehlen für Siri gibt es nicht. Erlaubt ist also, was gefällt - und der derzeitige Stand der Dinge beim Thema Sprachteuerung via Siri gefällt noch nicht.

Microsoft Tellme: Mango sagen, was zu machen ist

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Bereits im Jahr 2007 kaufte der IT-Riese Microsoft die Tellme Networks Inc. „Sprache verfügt über das Potential, die wichtigste Schnittstelle für den Computer zu werden“, war sich Microsoft-Chef Steve Ballmer seinerzeit sicher. Allerdings dauert es noch mehr als vier Jahre, ehe Microsoft Windows Phone 7.5 Mango ausrollte und Tellme damit endlich richtig Fahrt aufnahm.

Aktiviert wird der Sprachdienst von WP7-Smartphones durch ein mehrsekündiges Drücken der Windows-Taste. Sobald Tellme bereit ist, Befehle entgegen zu nehmen, klingelt das Smartphone kurz. Die Liste der Befehle ist relativ kurz; fragt man das Handy: „Was kann ich sagen?“, erklärt Tellme bereitwillig, was möglich ist. Die Hauptkategorien lauten „Anrufen“, „Finden“, „Öffnen“, „SMS schreiben“ oder „Mehr“.

Während der Befehl „Anrufen“ doch recht eindeutig erscheint, orientiert sich „Finden“ stark an der Microsoft-Suchmaschine bing. „Finde das Wetter in Köln“ aktiviert folglich eine bing-Suche im Internet Explorer und die Treffer werden der Reihe nach angezeigt. Es wird kein Wetterbericht vorgelesen. „Öffne“ startet verschiedene Apps. Das gelingt in der Praxis auch mit Applikationen, welche im Nachgang installiert wurden. Die Bedienung innerhalb einer Applikation erfolgt allerdings weiterhin per Touchscreen.

„SMS schreiben“ zählt auch zu den eindeutigen Befehlen: Möchte man, dass Max Mustermann eine SMS bekommen soll, braucht man dies dem Smartphone nur mitzuteilen. Zunächst ordnet das Gerät den gesprochenen Namen dann einem Kontakt zu. Im nächsten Schritt lässt sich dann ein Text diktieren, was in der Praxis erstaunlich gut funktioniert. Der Befehl „Mehr“ beinhaltet aus Sicht von handytarife.de wenig Mehrwert, denn die Spracherkennung während eines laufenden Anrufs macht in der Praxis nur wenig Sinn.

Androids neueste Baustelle

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Ab Android in der Version 2.2, genannt Froyo, hatte es auch die Sprachsuche in Form einer eigenen App auf das mobile Google-Betriebssystem für Smartphones geschafft. Besagte Funktion wird also via Fingerzeig auf das entsprechende Symbol gestartet.

Die Sprachsuche gehorcht in der Regel bei Befehlen wie: „Schreibe SMS an Kontakt xyz“ und hinterlässt einen völlig puristischen Eindruck. Immerhin: Besagte Kurznachricht kann dann ebenso via Diktierfunktion erstellt werden. Allerdings ließ sich im Praxis-Test weder der Terminkalender ansteuern, noch öffnet die Google Sprachsteuerung vorhandene Apps, was - wohlwollend ausgedrückt - für die Ausbaufähigkeit der Software steht.

Denn zumeist verweist die Google-Sprachsteuerung nach der Erfassung des Gesagten, auf die mobile Version der hauseigenen Suchmaschine, ohne direkt helfen zu können. Unter dem Strich erfüllt die Sprachsuche allerdings ihre Aufgabe, leitet man den Nutzungsumfang aus der Namensgebung ab.

Sprachsteuerung wächst und wächst

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Wer nun bei der Smartphone-Sprachsteuerung an ausgeklügelte Konversationen a la R2D2 oder Nr. 5 denkt, begibt sich auf den Holzweg. Siri, Tellme oder die Sprachsuche sind auf dem aktuellen Stand dazu in der Lage, deutliche Befehle im Rahmen ihrer Möglichkeiten umzusetzen. Das funktioniert in der Praxis ganz gut, ist aber aus Sicht der handytarife.de-Redaktion als deutlich weniger bahnbrechend einzustufen, als es in der Medienlandschaft derzeit dargestellt wird.

Sitzt man nun im Büro oder im Auto, ist also unter sich, macht es durchaus gelegentlich Sinn, die Sprachsteuerung seines Smartphones aktiv zu nutzen. In der Öffentlichkeit dürfte es allerdings kaum auf regen Zuspruch stoßen, wenn man mit seinem Handy spricht. Außerdem würde man so auch viele Daten von sich selbst preisgeben, die man eigentlich unter Verschluss halten würde.

Zudem steckt die Sprachsteuerung in der gegenwärtigen Form längst noch in den Kinderschuhen und die angeschlossenen Datenbanken saugen dieser Tage alles auf, was vom Smartphone noch nicht vom gesprochenen Wort in ein zuverlässiges Suchergebnis umgewandelt werden kann. So ist davon auszugehen, dass die Smartphone-Steuerung via Sprache in den kommenden Jahren eine merkliche Entwicklung nehmen wird.



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