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© handytarife.de

Terratec Cinergy T2 Stick micro im Test: Handy mit DVB-T2

Nach der Übernahme der Media Broadcast GmbH durch die Freenet AG soll die Abkürzung für Digital Video Broadcasting – Terrestrial 2 teilweise dem Namen „Freenet TV“ weichen. Dass nach der Abschaltung des alten Standards aus dem "Überallfernsehen" ein Bezahl-Fernsehen wird, veranschaulicht unser Test von DVB-T2 auf dem Smartphone.

Das wichtigste zuerst: DVB-T2 ist nicht abwärtskompatibel und DVB-T wird nach und nach komplett abgeschaltet. Das heißt, dass alle die bisher terristrisches Fernsehen schauen und das auch weiterhin tun möchten, einen neuen Receiver brauchen. Wie der Empfang in ihrer Region aussieht, können Sie auf der Internetseite der Initiative für DVB-T2 ansehen. Deutschland geht übrigens einen eigenen Weg, sodass Receiver aus dem Ausland hierzulande nicht funktionieren.

 

Zwei-Klassen-Fernsehen

 

Die Fernsehsender sind in zwei Gruppen aufgeteilt: Der freie DVB-T2 Empfang bezieht sich auf die öffentlich-rechtlichen Sender. Sie kann in Zukunft jeder in HD sehen. „Freenet TV“ sind die verschlüsselten privaten Sender, für die man in Zukunft eine Jahresgebühr von 69 Euro bezahlen muss. Im Klartext: Wer nicht 69 Euro auf den Tisch legt, schaut in Zukunft keine Privat-Sender von RTL und der ProSiebenSat1-Gruppe mehr.

Die öffentlich-rechtlichen Sender sind auch nach Ablauf der Testphase ohne Aufpreis in HD empfangbar. - © handytarife.de

Umgesetzt wird das über Receiver, in die eine Entschlüsselungskarte eingeschoben werden muss, wie es auch schon heute für HD+ notwendig ist oder man kauft sich einen Receiver bei Freenet und kann dann gegen eine monatliche Gebühr auch Inhalte aus dem Internet damit abrufen. Wozu die ganze Vorgeschichte? Zum einen geht uns das alles an, weil nun nach dem Qualitäts-Journalismus im Internet auch das Privat-Fernsehen hinter die Bezahlschranke rückt – und wohl kaum weniger Werbung zeigen wird – und andererseits ist der Terratec Cinergy T2 Stick micro zu klein, um eine Karte zur Entschlüsselung einzustecken. Wir haben im Raum Bonn getestet, wo die öffentlich-rechtlichen Sender und die privaten im derzeitigen Testbetrieb frei empfangbar sind.

 

Die Teleskop-Antenne für draußen

 

An den kleinen Receiver wird eine noch kleinere Teleskop-Antenne mit einer MMCX-Steckverbinder (Micro Miniature CoaX) angesteckt, die optimale Bedingungen benötigt, um ein gutes Bild zu empfangen. Mitgeliefert wird auch noch eine Stabantenne, die aber über einen gängigen BNC-Stecker verfügt. Um sie und die meisten anderen Zimmerantennen anschließen zu können, benötigt man zusätzlich noch einen Koaxial-Adapter, der mitgeliefert wird.

Die App ist schlicht, aber auch einfach zu bedienen. - © Screenshot

Dann lädt man die Android-App herunter. Ein drahtloser Receiver wird in Zukunft auch iOS-Geräten von Apple den Empfang von DVB-T2 ermöglichen. „Air DTV II“ startet, sobald der Cinergy T2 Stick micro angesteckt ist. Mit einem Micro-USB auf USB-C-Adapter lässt sich der Empfänger auch an den neusten Standard anschließen. Dann muss ein Sendersuchlauf durchgeführt werden, nachdem man vorher die Region – also das Land in dem man sich befindet – festgelegt hat.

 

Obwohl in unserem Testgebiet überall eine Zimmerantenne ausreichen sollte, um alle verfügbaren Sender zu empfangen, fiel die Empfangsstärke doch recht unterschiedlich aus. Die besten Ergebnisse wurden in der Nähe von Fenstern und im Freien erzielt. Es liegt die Vermutung nahe, dass die kleine Antenne schnell an ihre Grenzen stößt. Wer sich einen solchen mobilen Receiver zulegt, um zum Beispiel auf Montage auf dem Tablet etwas Fernsehen gucken zu können, ohne dass Datenvolumen beim Streaming verbraucht wird, der sollte also den Adapter immer dabei haben, um eine größere Antenne anschließen zu können. Um beim Picknick die Olympischen Spiele oder Fußball verfolgen zu können sollte der Lieferumfang ausreichen.

 

Innerhalb der App lassen sich mit einem kurzen Druck auf das Kamera-Symbol Aufzeichnungen starten, die dann in der „Gallery“ abgelegt werden. Unter „EPG“ (Electronic Program Guide) findet man das Fernsehprogramm der empfangbaren Sender, soweit diese die Informationen übermitteln. In den Einstellungen lassen sich die Sender auch nach den eigenen Vorlieben sortieren. Über einen mitgelieferten USB-Adapter lässt sich der Receiver auch am PC anschließen.

 

Fazit: 50 Euro für Null Megabyte Downloadvolumen

 

Viele Sender bieten in ihren Mediatheken mittlerweile die Möglichkeit auch Live-Fernsehen anzuschauen. Doch in HD fällt da schnell ein großes Downloadvolumen an. Für unseren Ratgeber „Fußball auf dem Handy“ haben wir ermittelt, dass eine Stunde Live-Streaming um die 900 Megabyte Datenvolumen verschlingt. Um weniger Daten zu verbrauchen, muss die Qualität heruntergeschraubt werden, worunter die Augen leiden. Mit DVB-T2 kommt Fernsehen in HD-Qualität auf das Handy, ohne dafür eine mobile Internetverbindung zu benötigen. Solange die nämlich in Deutschland noch im internationalen Vergleich hinterherhinkt, muss man sich anderweitig helfen.

 

Von dem neuen Geschäftsmodell, die Privat-Sender nur noch gegen Gebühr sehen zu können, muss man nicht viel halten, und dass man sie deswegen auf dem Terrytec Cinergy T2 Stick micro nicht sehen kann, sollte vor dem Kauf berücksichtigt werden. Doch wer gerne den Rundfunkbeitrag für die öffentlich-rechtlichen Sender bezahlt und diese auch unterwegs sehen möchte, für den können wir den getesteten mobilen Receiver für rund 50 Euro empfehlen.

 

Den Terrytec Cinergy T2 Stick micro jetzt günstig bei Saturn bestellen.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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