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Unterwegs das Handy aufladen

Sie kommen mit einer Akku-Ladung nicht über den Tag? Die Redaktion von handytarife.de hat für Sie die wichtigsten Informationen zusammengestellt und gibt einen Überblick, wie Sie mit sogenannten Akkupacks Abhilfe schaffen, ob Muskelkraft helfen kann, und wie wir in Zukunft unsere Handys auftanken.

Wenn schon das Wetter Probleme macht

 

Temperaturschwankungen verkürzen die Lebenserwartung des Akkus im Mobiltelefon genauso wie bei einem externen Energiespeicher. Schädlich sind Temperaturen über 35 Grad Celsius. Durch Hitze entstehen im Akku elektrochemische Reaktionen. So entlädt er sich schneller und kann bei einer solchen dauerhaften Belastung sogar an Kapazität verlieren. Warme Heizkörper eignen sich daher wenig als Ablage.

 

Kalte Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können Akkus schädigen. Deshalb gilt auch, sie nicht über Nacht im Freien oder Fahrzeug aufzubewahren. Die Energiespeicher kommen bei starker Kälte schneller ans Limit als bei warmen Temperaturen. Daher sollten sie möglichst am Körper getragen werden. So können die Akkus vor dem Auskühlen geschützt werden. Falls das doch einmal passiert, sollte das Gerät erst nach einer Aufwärmphase aufgeladen werden. Denn ein kalter Akku ist weniger reaktionsfreudig und speichert somit auch weniger Strom.

 

Doch auch wenn man all diese Tipps beherzigt, so erscheint doch viel zu häufig die Warnung auf dem Display des Mobiltelefons, das schnellstmöglich an die nächste Steckdose angeschlossen werden will. Doch was tut man, wenn keine Steckdose in der Nähe ist oder einfach keine Zeit ist, um das Handy über eine Stunde an ein Ladekabel zu hängen?

 

Wenn die nächste Steckdose in weiter Ferne liegt

 

Modi zum Energiesparen, die WLAN, Bluetooth oder die mobilen Daten ausschalten, das Smartphone vom LTE- oder UMTS- in das GSM-Netz buchen oder die Bildschirmbeleuchtung abdunkeln bzw. das Display auf monochrom umstellen, schaffen Abhilfe, wenn keine Stromtankstelle in Sicht ist. Schnellladefunktionen ermöglichen es mittlerweile nach 10 minütigem Aufladen wieder eine Stunde im Internet surfen oder gar zwei Stunden Chatten zu können.

© berc / Fotolia

 

Völlige Unabhängigkeit und die Vermeidung von Angstzuständen aus der Nomophobie resultierend bieten nur größere oder wechselbare Akkus. Diese sind dem Nutzer aber meistens nicht vergönnt, weil immer dünnere, wertigere und wasserdichte Mobiltelefone festverbaute Energiespeicher haben. An das tägliche Aufladen des Smartphones haben sich die meisten schon gewöhnt.

 

Das kostet im Jahr weniger als 2 Euro, doch trotzdem passiert es immer mehr Menschen, dass sie ihr Handy über den Tag nachladen müssen. handytarife.de hat sich umgeschaut, um herauszufinden, wie man sein Handy aufladen kann und mobil bleibt, und gibt einen Ausblick, wie wir vielleicht in der Zukunft unsere Smartphones unterwegs aufladen.

 

Aufladen per externem Akku

 

Wer sich einen Akkupack zulegen möchte, sollte auf eine möglichst große Kapazität achten, die in der Regel in Milliampere-Stunden (mAh) angegeben ist. Sie kann als Anhaltspunkt genutzt werden, ob das Handy ein oder mehrere Male aufgeladen werden kann. Da die Ladeelektronik selber auch Strom verbraucht, je nach Modell zwischen 4 und 28 Prozent, muss die Kapazität dementsprechend höher liegen.

 

Anschluss, Stecker und Größe

 

Zunächst sollte darauf geachtet werden, dass mit dem externen Akku auch das mobile Endgerät aufgeladen werden kann. Dazu lohnt sich in der Regel ein Blick auf den beim Handy oder Tablet mitgelieferten Netzstecker. Darauf steht nicht nur eine Ausgangsspannung von 5 Volt, sondern auch die Stromstärke, die in Ampere (A) oder Milliampere (mA) angegeben wird. Ist der vom Akkupack ausgegebene Strom schwächer, als auf dem Ladegerät angegeben, dann verlängert sich lediglich die Ladezeit. Bei höheren Stromstärken sollte darauf geachtet werden, dass das Handy ein smartes Energie-Management besitzt, um Schäden zu vermeiden. Dies ist gegeben, wenn das Smartphone „Quick Charge“ unterstützt. Tablet-Akkus benötigen zum Aufladen häufig deutlich stärkere Ströme als Mobiltelefone.
 

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Außerdem sollte der Anschluss des externen Akkus zum Telefon passen. Durchgesetzt hat sich der Micro-USB-Stecker, der aber mehr und mehr von USB-Type-C abgelöst wird. Ältere Apple-Produkte benötigen einen 30-Pin-Stecker, wogegen die neueren Produkte aus Cupertino per Lightning-Anschluss mit Strom versorgt werden. Dem Stecker-Problem entgeht man, wenn der Akkupack eine einfache USB-Buchse besitzt. Dann muss zwar immer ein passendes Kabel mitgeführt werden, das in der Regel mit dem gekauften Smartphone ausgeliefert wird, aber so ist man frei von sich ändernden Standards und Herstellern.

 

Genauso ist es mit dem Qi-Standard, der es Smartphones ermöglicht, drahtlos aufgeladen zu werden. Diese Handys sind entweder ab Werk mit dieser Funktion ausgestattet oder können mit einer speziellen Hülle nachgerüstet werden. Außerdem benötigt man eine spezielle Ladestation. Diese bietet zum Beispiel IKEA zum Aufstellen und integriert in Lampen, Abstelltische oder zum Nachrüsten an.
 

Auch die Größe spielt eine Rolle. Je größer die Kapazität, desto größer auch die Maße und umso höher das Gewicht. Man sollte sich vorher also die Frage stellen, wie man den Akku im Alltag transportiert? In der Handtasche, im Aktenkoffer oder Rucksack ist häufig Platz und etwas mehr Gewicht fällt auch nicht so sehr auf, sodass es hier gerne mal ein größerer Akkupack für mehrere Ladungen sein darf – so ist er auch auf Reisen ein zuverlässiger Begleiter. In der Hosentasche verschwinden hingegen nur kleinere externe Akkus bis etwa 2600 mAh oder man verwendet eine Akku-Hülle für das Handy, das dadurch zwar dicker wird, aber seine Handlichkeit nicht völlig einbüßt.

 

Mit Muskelkraft Strom erzeugen

 

Wer viel mit dem Fahrrad unterwegs ist, könnte sich überlegen, die kinetische Energie, die hierbei erzeugt wird, zum Aufladen des Handys zu verwenden. So ähnlich macht es die Firma WeWatt mit ihrem „Human Powered Bike Furniture“ am Bahnhof Gard du Nord in Paris. Ohne sich vom Fleck zu bewegen, treten dort bis zu drei Personen gleichzeitig in die Pedale, um den benötigten Ladestrom zu erzeugen.

 

Um das eigene Fahrrad nachzurüsten gibt es zwei Möglichkeiten: Ein Laderegler für etwa 30 Euro wird direkt an den Dynamo angeschlossen, um die Ausgangsspannung zu stabilisieren, damit keine Schäden bei dem aufzuladenden Gerät entstehen. Wegen ihrem höheren Wirkungsgrad wird hierbei in der Regel zwischen Nabendynamos und Seitenläuferdynamos unterschieden. An die kleine Box wird aber auch die bestehende Beleuchtung angeschlossen, weil per Umschalter entweder das Licht oder die Lade-Buchse betrieben wird. Am Rahmen sollte daher eine Befestigung in Griffnähe bevorzugt werden. Schöner machen sie ein Fahrrad allerdings nicht.

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Eleganter ist da der Austausch des Scheinwerfers, der in unserem Test aber nur mit Nabendynamos betrieben werden konnte. Der Luxos Lumotec IQ2 von Busch + Müller ist mit moderner LED-Technik ausgestattet und kostet weniger als 70 Euro. Er vereint die Funktion des Ladereglers mit mehreren Modi, die dem Fahrradfahrer automatisch assistieren können. So passt sich der Leuchtkegel an die gefahrene Geschwindigkeit an und ist bei langsamer Fahrt breiter.

 

Sämtliche Funktionen lassen sich auch manuell an einem Taster, der am Lenker befestigt wird, steuern. Daran wird die USB-Buchse mit einer speziellen, wasserdichten Steckerverbindung angeschlossen, woran wiederum das eigene Ladekabel angeschlossen wird. Das hätte man auch eleganter lösen können. In der Bedienungsanleitung befindet sogar eine Skizze, wo der USB-Anschluss unter einer Kappe im Taster untergebracht ist. Mit dem Taster lässt sich ein besonders helles Fernlicht zuschalten.

 

Ein Pufferakku ermöglicht Standlicht vorne wie hinten, und wenn die Rückleuchte ebenfalls an den Scheinwerfer angeschlossen wurde, wird diese auch auf Defekte überwacht. Ein Lichtsensor schaltet die Beleuchtung des Fahrrades automatisch ein. Dann wird aber auch der Ladevorgang des Handys beendet. Licht und Akkuladung sind gleichzeitig leider nicht möglich. Für den Ladevorgang gilt die grobe Faustregel 1 Prozent Akku pro 1 gefahrenen Kilometer. Somit erzeugt Fahrradfahren nur auf längeren Touren genug Energie.

 

Smartphone per Kurbel laden?

 

Ladegeräte zum Kurbeln könnten gerade bei Outdoor-Aktivitäten ideale Begleiter sein und funktionieren ganz ähnlich, wie die Stromgewinnung per Pedale. So funktioniert die 4in1-Dynamo-Powerbank von Revolt nicht nur als mobiles Smartphone-Ladegerät, sondern ist zudem noch Taschenlampe. Die vier Arten, um den externen Akku aufzuladen, sind größtenteils an den Haaren herbeigezogen: „Per Kurbel, Netzteil, USB aber auch mit angeschlossenem Solarpanels“. Da fehlen in der Auflistung noch Fahrrad, Zigarettenanzünder im Auto, Brennstoffzelle, Windkraftanlage und Unterwasserturbine - also mindestens 9 in 1.

 

Zur Powerbank wird dieses Produkt nur, wenn drei Mignon-Akkus eingelegt werden. Diese befinden sich nicht im Lieferumfang. In unserem Test löste sich schon beim ersten herausnehmen der AA-Zellen eine der Federn aus dem Batteriefach. Aufgeladen werden die Batterien per Kurbel oder Micro-USB-Buchse. Ein danebenliegender kleiner Schalter knipst die Taschenlampe an – eine kleine LED, die zum Ausfindigmachen des Schlüssellochs ausreicht. Weitergegeben wird die Ladung per USB-Buchse, an die also noch das passende Ladekabel angeschlossen werden muss. Im Kurbelbetrieb genug Strom zu erzeugen, um den Akku eines modernen Smartphones aufzuladen, gestaltete sich nicht einfach. Die Werksangabe verspricht eine maximale Stromstärke von lediglich 500 mA. Wir schafften in 5 Minuten kraftraubender Kurbelei gerade mal 1% Ladung. Für 19,90 Euro ein unbefriedigendes Unterfangen.
 

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Die Survival-Akkus

 

Sie befinden sich fernab jeglicher Zivilisation, wie wir sie kennen, es ist also keine Steckdose in der Nähe und auf längere Sicht auch nicht erreichbar. Der Solar Charger von Xtorm brauchte in unserem Test intensive Sonneneinstrahlung über einen längeren Zeitraum, um den integrierten Akku mit einer Kapazität von 2000 mAh aufzutanken. Machbar erscheint das nur in sehr sonnigen Regionen und der Befestigung des Panels mit dem im Lieferumfang enthaltenen Karabinerhaken außen an einem Rucksack, sodass über den ganzen Wandertag Sonnenenergie gespeichert werden kann.

 

Nicht autark genug? Der PowerTrekk 2.0 von MyFC besitzt eine Brennstoffzelle, die lediglich einen Schluck Wasser und eine mit Salz befüllte Einweg-Patrone braucht. Damit erzeugt das kleine Kraftwerk etwa 1400 mAh. Der integrierte Akku kann 3800 mAh speichern. Diese Powerbank wartet nun schon länger auf seine Ablösung durch den unlängst angekündigten Akku JAQ, der ebenfalls mit einer Brennstoffzelle, aber deutlich kompakter daher kommen soll. Knapp 100 Euro für den PowerTrekk 2.0 und 5 Euro pro Austausch-Patrone verlangen allerdings auch ein hohes Bedürfnis nach Unabhängigkeit.

 

 

Den 9-Volt-Block (6LR61) gibt es als Akku und Batterien. Einweg als Alkali-Mangan-System besitzt der E-Block auch schonmal eine Kapazität von 680 mAh oder als Lithium-Mangandioxid-Batterie 1200 mAh. Wiederaufladbar sind es als Nickel-Metallhydrid-Akkumulator nur etwa 300 mAh. Der große Vorteil ist die weite Verbreitung, sodass sie an vielen Orten der Welt nachgekauft werden kann.

 

Wie wir in Zukunft nachladen

 

Wenn sich an der Akku-Technologie nichts tut, dann werden wir wohl auch in Zukunft nicht umhin kommen, dass unseren Smartphones der Saft ausgeht und wir externe Energiespeicher brauchen. Doch die Form, wie wir sie mit uns herumtragen, könnte ich ändern: Unsere „Miss Mobile“ hat eine Daunen-Jacke entdeckt, die nicht nur eine Elektro-Heizung integriert hat, sondern diese auch mit einem Akku betreibt, der auch zum Nachtanken des Smartphones verwendet werden kann. Samsonite hat für das Jahr 2017 eine Taschen-Kollektion angekündigt, die das Smartphone sogar drahtlos aufladen kann, wenn es in ein dafür vorgesehenes Fach gesteckt wird.

 

Ebenfalls ohne Kabel kommt das Portemonnaie von POQIT aus, indem ein Energiespeicher integriert. Dieses Projekt gehört zu den Finalisten der „Fashion Fusion“ der Deutschen Telekom. Genauso wie Yuma, die Ski-Brillen und Rucksäcke mit Solar-Panels ausstatten wollen. Kurz vor der Auslieferung stehen die Schuhsohlen von Solepower für 199,99 Dollar. 2013 sammelten die Gründer per Crowdfunding ihr Startkapital ein, um nun mit ihren Sohlen in einer Stunde bei 6750 zurückgelegten Schritten so viel Strom zu erzeugen, dass sie einem iPhone 6 genug Energie für eine Stunde Sprechzeit liefern können. Solange die Nutzung der modernen Taschen-Computer immer vielfältiger wird, wird auch der Hunger nach Energie bestehen bleiben. Wir werden mit Sicherheit in Zukunft immer wieder neue Ideen sehen, wie man den Handy-Akku wieder aufladen kann - hoffentlich ohne Explosionsgefahr!

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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