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HP Sprocket im Test: So wird das Handy zur Sofortbildkamera

Der Drucker-Spezialist HP bietet mit dem „Sprocket“ einen handlichen Foto-Drucker für unterwegs an, der drahtlos mit dem Smartphone verbunden wird. Sobald sich die kleinen Aufnahmen langsam aus einem Schlitz schieben, wird es „retro“. Die Redaktion von handytarife.de hat getestet, ob der Drucker mehr als ein Party-Spielzeug ist.

Auch noch heute lassen sich alte Polaroid-Kameras ganz analog betreiben. Doch eine Aufnahme kostet damit gut und gerne 2,50 Euro! Etwas günstiger geht es mit Fujifilm und Instax. Wer sich die passende Sofortbildkamera für etwa 70 Euro kauft, kann für circa 80 Cent pro Aufnahme losknipsen. Doch auch hier bietet sich noch nicht der große Vorteil der digitalen Fotografie, dass vorher kontrolliert werden kann, ob das Bild etwas geworden ist, sich der kostspielige Ausdruck also lohnt. Digital abgespeichert werden Fotos zwar mit der Polaroid Instant Snap Kamera auf einer Micro-SD-Karte, aber da dieser Apparat über keinen Bildschirm verfügt, muss auch hier das Foto ohne vorherige Kontrolle ausgedruckt werden.

 

Gedruckt wird ohne Farbpatrone

 

Die Kamera von Polaroid verwendet dieselbe Technik, wie der HP Sprocket. Das ist kein Zufall, denn das Patent der verwendeten Zero-Ink-Technik liegt bei der „ZINK Imaging“, einer Tochterfirma von Polaroid. So gibt es auch den Polaroid Zip als Drucker mit demselben Konzept. Der Kodak KPM-210G verwendet übrigens eigene „Cartridges“, obwohl auch er ein Thermosublimationsdrucker ist. Mit dem Kodak-Standard fallen knapp 90 Cent pro gedrucktem Foto an, das Zink-Papier von HP kostet pro Blatt 50 Cent, die gleich großen Blätter von Polaroid, die sich übrigens auch als Aufkleber eignen, liegen bei 56 Cent. Wichtig ist dieses Papier, weil die Drucker gar keine Farbe auftragen. Das Zero-Ink-Prinzip bedeutet, dass in dem Drucker durch Erhitzen verschiedene in dem Papier enthaltene Farbpigmente aktiviert werden.

Den HP Sprocket gibt es in schwarz mit silbernem Streifen oder weiß mit goldenem Streifen. - © handytarife.de

Somit braucht es also keine Druckerpatronen. Das passende Fotopapier einlegen und los geht’s, wenn die Einrichtung vorher abgeschlossen wurde. Dafür wird zunächst die Sprocket-App im App-Store für Android oder von Apple heruntergeladen. Der Drucker kommuniziert mit dem Smartphone über Bluetooth. Die Koppelung erfolgt über die Einstellungen des Handys. Die App geleitet nach dem ersten Start durch den Koppelungsprozess. Der 170 Gramm schwere Drucker ist dabei in etwa so groß, wie eine externe Festplatte im 2,5 Zoll Format. Der abnehmbare Deckel gibt das Papier-Fach frei. Der Schiebe-Mechanismus ist recht leichtgängig, sodass sich der Deckel beim Transport in der Jackentasche auch schonmal lösen kann. Hierauf sollte man etwas achtgeben.

 

Jede 10er Packung Fotopapier beginnt mit einem blauen Deckblatt, das zuunterst eingelegt wird. So erkennt der Drucker die neue Charge und wird damit auch gereinigt. In der App befindet sich eine Anzeige für den Ladestand des integrierten Akkus. Wird dieser aufgeladen, dann leuchtet eine rote LED neben der Micro-USB-Buchse, bis der Energiespeicher voll ist und die LED auf grün wechselt. Dort befindet sich außerdem eine weiße LED, die anzeigt, dass der Sprocket eingeschaltet ist.

Nachbearbeitungen sind in der Sprocket-App von HP möglich - © Screenshot

Dies geschieht mithilfe einer unauffälligen Taste in der Gehäusefarbe. Damit muss der Drucker auch wieder ausgeschaltet werden, wenn in der App kein Intervall von 3, 5 oder 10 Minuten zum automatischen Ausschalten festgelegt wurde. Wie lange der Akku hält, hängt von der Anzahl der Ausdrucke und der Zeit ab, wie lange der Sprocket eingeschaltet ist. In unserem Test schaffte er in etwa eine Stunde und 12 Ausdrucke, bis der 500 mAh Akku wieder an die Steckdose muss.

 

All-in-one-App

 

Wird in der App durch Berührung des Drucker-Symbols der Druckauftrag an den Sprocket gesendet, dauert es 48 Sekunden, bis man das fertige Foto in der Hand hält. Die Qualität bewegt sich dabei auf dem Level einer alten Polaroid-Kamera. Auf den ersten Blick freut man sich darüber, die Aufnahme direkt in den händen halten zu können, aber genau sollte man nicht hinschauen. Das Ergebnis ist blasser und unschärfer, als auf einem modernen Handy-Display. Das hat einen gewissen Retro-Charme.

 

Apropos Retro: Mit der App können Fotos auch vor dem Entwickeln bearbeitet werden. Mit Filtern lässt sich die Aufnahme in Schwarz-Weiß und viele andere Instagram-taugliche Formate bringen. Rahmen verzieren mit verschiedenen Motiven oder lassen den alten Polaroid-Look wieder aufleben mit weißen Rändern, wobei der untere deutlich breiter ausfällt. Test lässt sich auch in das Foto einfügen. Danach kann das optimierte Foto auch über die gängigen Sozialen Plattformen geteilt werden.

Fotos aus mehreren Kanälen können in der App zum Drucken ausgewählt werden. - © Screenshot

Fotos können direkt in der App geschossen, aus der Galerie des Smartphones oder aus Facebook, Instagram und Flickr geladen werden. So lassen sich also auch ältere Schnappschüsse, die vielleicht bereits mit anderen Filtern verschönert und nachbearbeitet wurden mit dem HP Sprocket ausgedruckt werden. In der App befindet sich ein Link zum Benutzerhandbuch, das man im Lieferumfang vergebens sucht. Genauso wie einen Netzstecker.

 

Enthalten ist neben dem Drucker nur ein USB-Kabel und ein QR-Code, der das Android-Smartphone oder iPhone durch abscannen leider nicht in den passenden App-Store führt, sondern zur Produkt-Webseite des Sprocket verlinkt, wo dann noch Apple oder Google als passende Plattform ausgewählt werden muss. Die Möglichkeit den Support mit einem vorgefertigten Tweet bei Twitter zu kontaktieren, ist wiederum ganz nett gemacht. Die Option „Papier kaufen“ in der App lohnt sich nicht, weil die Preise bei Amazon niedriger sind als im Online-Store von HP.

 

Fazit: Retro-Feeling für besondere Momente

 

Der HP Sprocket ist für 129 Euro bei Amazon kein ständiger Begleiter, aber wo er ausgepackt wird, kommt Freude auf. Skeptische Blicke halten ich zunächst für eine Powerbank, doch sobald das erste Foto das Licht der Welt erblickt hat, kommen unweigerlich die Erinnerungen an die Polaroid-Kamera zurück. Der Thermosublimationsdrucker, der in weiß oder schwarz erhältlich ist, profitiert von dieser Retrospektive, die viele Momente im Schleier der Vergesslichkeit viel schöner erscheinen lässt. Dabei ist dieses Gadget nicht nur für ältere Semester ein Hingucker.

 

Die Jüngeren erfreuen sich daran einen wahrhaftigen Abzug in der Hand halten zu können, ein haptisches Feedback, das spätestens seit wir tausende Fotos auf dem Smartphone oder in der Cloud stets überall abrufbar bei uns tragen, in Vergessenheit geraten ist. Die fertigen Fotos sind so klein, dass sie im Portemonnaie verstaut werden oder noch am Ort des Geschehens, dank klebender Rückseite, zu einer Kollage zusammengefügt werden können. Der HP Sprocket ist so nützlich, wie eine Sofortbildkamera früher: Nicht jeder brauchte sie, aber es machte Spaß mit ihr zu fotografieren.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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