Spartipps und Kostenfallen
Telefonieren im Ausland muss kein teures Vergnügen sein. Wer einige Hinweise beachtet und versteckte Kostenfallen kennt, kann bares Geld sparen. Der beste Tipp, um hohe Handykosten im Ausland zu vermeiden, ist auch der Einfachste: Fassen Sie sich kurz! Wenn man sein Telefonierverhalten den höheren Preisen anpasst, bleibt die Rechnung im überschaubaren Rahmen. Für kurze Grüße in die Heimat ist eine SMS oft eine günstige Alternative. Und Vorsicht: Inklusivminuten, die bei vielen Verträgen bereits enthalten sind, werden derzeit nur bei Vodafone auf Gespräche im Ausland angerechnet.
Mailbox deaktivieren
Die Umleitung von Gesprächen auf Ihre Mailbox sollten Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes deaktivieren, andernfalls kann es teuer werden. Denn ein Anruf wird zunächst an Ihr Handy im Ausland durchgestellt. Falls Sie nicht abnehmen, wird das Gespräch an die Mailbox im Heimatland umgeleitet - somit verdoppeln sich die Roaming-Gebühren. Der Empfang von Sprachmitteilungen ist ab dem 01. Juli 2010 kostenlos, es werden aber in jedem Fall Gebühren fällig, wenn Sie Ihre Mailbox anrufen und abhören.
Auf die Netzwahl kommt es an
Manche Handys buchen sich im Ausland automatisch in das Partnernetz des eigenen Anbieters ein, andere wählen das stärkste verfügbare Netz. Dieses muss aber nicht immer das günstigste sein. Sie sollten sich daher vorab bei Ihrem Anbieter darüber informieren, welche Kosten in den jeweiligen Fremdnetzen anfallen (siehe auch „Auslandstarife der Anbieter“) und dann über die manuelle Netzwahl das günstigste Netz auswählen (da innerhalb der EU Kosten-Obergrenzen vorgeschrieben sind, betrifft dies hauptsächlich Reisen in nicht-EU-Länder).
Im Reiseland werden netzinterne Gespräche innerhalb der deutschen Anbieter wie Auslandsgespräche berechnet. Wer glaubt, mit der neuen Urlaubsbekanntschaft, die den gleichen Mobilfunkanbieter hat, zu den günstigen Innlandspreisen telefonieren zu können, liegt leidet falsch, denn das Gespräch wird in diesem Fall erst nach Deutschland und von dort zurück ins Urlaubsland geleitet.
Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie innerhalb Deutschlands in der Nähe der Grenze unterwegs sind. Unter Umständen bucht sich das Handy bei automatischer Netzwahl in ein ausländisches Handynetz ein, welches über die Grenze hinweg bis nach Deutschland sendet. In Grenznähe ist daher die manuelle Netzwahl auf jeden Fall ratsam.
Ein teures Vergnügen: MMS und Internet
Es ist zwar verlockend, schnell mal ein Urlaubsfoto in die Heimat zu schicken, aber Datendienste, und dazu zählen MMS, sind bislang nicht von der EU-Regelung betroffen und nach wie vor verhältnismäßig teuer. Daher schraubt auch mobiles Surfen im Internet die Handy-Rechnung kräftig nach oben. Wichtig: Kosten fallen bei den meisten Anbietern auch für den Empfang von MMS an. Bei Datentarifen sind die Länder ebenfalls in verschiedene Gruppen eingeteilt, diese weichen jedoch von der Einstufung bei Gesprächstarifen ab.
Weitere Tipps
Wenn Sie das Handy-Ladegerät mit in den Urlaub nehmen, sollten Sie sich im Vorfeld informieren, welche Steckdosenspannung im Reiseland herrscht und ob das Ladegerät dafür geeignet ist. Denken Sie ansonsten an evtl. benötigte Adapterstecker. Und zu guter Letzt: Auch in den meisten Urlaubsländern ist das Telefonieren beim Autofahren nur mit einer Freisprecheinrichtung erlaubt, und die Strafen bei Zuwiderhandlung sind oftmals deutlich höher als in Deutschland.
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