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Blackberry Handy Testberichte

Blackberry KEY2 LE 64GB Dual SIM

Android | 4.5 Zoll | 13 MP
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Blackberry Key2 LE im Test: Tastatur statt Bildschirm

Blackberry hat im Gegensatz zu anderen Marken etwas geschafft: sie sind genauso abgestürzt, weil sie den Smartphone-Trend verschlafen haben, haben aber immer noch ein Image. Dabei haben in Management-Etagen iPhone und Co. längst Einzug gehalten. handytarife.de hat sich den neusten Blackberry genau angeschaut.

Im November erschien ein bemerkenswertes Interview in der Schülerzeitung des Gymnasium Othmarschen. Drei Redakteure der „GO PUBLIC“ waren nach Berlin gereist, um mit einem ehemaligen Schüler ihrer Bildungsstätte ein Gespräch zu führen - dem BILD-Chef Julian Reichelt. Warum erzähle ich Ihnen das? Weil in diesem Interview auf ein Porträt des Chefredakteurs der noch auflagenstärksten Print-Zeitung im Spiegel hingewiesen wird, das ebenfalls lesenswert ist und den Hinweis liefert, welche Person heute noch einen Blackberry nutzt: Julian Reichelt. Aber auch die Kanzlerin scheint noch immer auf ein Blackberry Q10 zu schwören, das von der Firma Secusmart mit der SecuSUITE als Sicherheitslösung für Regierungen ausgestattet und vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für die Geheimhaltungsstufe VS-NfD (Verschlusssache nur für den Dienstgebrauch) zugelassen wurde.

 

Design & Verarbeitung: Strapazierfähiger Workaholic

 

Auf der IFA 2018 wurde der Blackberry Key2 LE als abgespeckte Version des Blackberry Key2 vorgestellt. Mit rund 380 Euro ohne Vertrag ist das Smartphone mit Tastatur circa 120 Euro günstiger als der leistungsfähigere Bruder. Erhältlich ist es in schwarz, gold und rot. Die Rückseite besteht aus Kunststoff. In Sachen Wertigkeit kommt dieses Handy so nicht an die Konkurrenz mit Rücken aus Glas oder Metall heran, aber die weiche Textur macht den Blackberry Key2 LE griffig. Das kantige und zugleich handliche Smartphone setzt auf einen kleinen, hochauflösenden Bildschirm mit einer Diagonalen von 4,5 Zoll.

Das Design ist unverwechselbar: hier handelt es sich um einen Blackberry. - © handytarife.de

Darunter sitzt die vollwertige QWERTZ-Tatstatur, deren Tasten beleuchtet sind. TCL fertigt die Tatsatur mit einem sauberen Druckpunkt und grenzt die Tasten durch schräge Kanten nach oben und bei der linken Hälfte nach rechts bzw. bei der rechten Hälfte nach links ab, damit zwei Daumen gleichzeitig sicher darauf tippen können. Rechts im Rahmen befindet sich neben den Tasten für die Lautstärke und das Ein-/ Ausschalten ein Knopf, der mit vorausgewählten Funktionnen belegt werden kann. Ebenso lassen sich über die Tastatur Shortcuts anlegen. Eine pfiffige Lösung ist der Fingerabdrucksensor in der Leertaste.

 

Apps & Bedienung: Android in sicher, oder doch nicht?

 

Um die Kontrolle über sie eigene Privatsphäre zu behalten, ist die App "DTEK by Blackberry" vorinstalliert. Sie gibt Tipps zur Verbesserung der Sicherheit, stellt Zugriffe durch Apps auf Funktionen des Smartphones übersichtlich dar und meldet Änderung am Betriebssystem. Dieses soll nach Aussagen von TCL, die als Hersteller des Handys die Software von der Firma Blackberry beziehen, die sich aus der Produktion von Hardware verabschiedet haben, besonders sicher sein. Doch Android 8.1 und der Sicherheitspatch von Dezember waren zum Zeitpunkt unseres Tests Ende Januar zwar noch nicht veraltet, aber etwas betagt.

Den Touchscreen braucht man auch zum Öffnen häufig verwendeter Apps nicht zwangsläufig - es geht auch per Shortcuts mit konfigurierbaren Tastenkombinationen. - © Screenshot / handytarife.de

Bei älteren Modellen warten die Nutzer teilweise lange auf Updates, obwohl Blackberry und TCL eigentlich versprochen haben, wenigstens zwei Jahre lang zuverlässig und schnell Updates zu liefern, um die Sicherheit der Handys zu gewährleisten. Darauf deutet auch ein nicht besonders guter Wert bei AOSMark hin, wo Hersteller und deren Smartphones auf der Grundlage der Update-Versorgung bewertet werden.

 

Foto & Video: Betriebsspionage

 

Die Älteren werden sich erinnern: es gab eine Zeit, da wurden Blackberrys ohne Kamera gebaut, weil Firmen auf diese Art Betriebsspionage verhindern wollten und Handy-Kamers verboten wurden. Im Blackberry Key2 LE ist diese Funktion auf das wesentliche reduziert. Es gibt ein paar Filter und die Frontkamera hat einen Beauty-Modus. Diese Linse löst mit 8 Megapixeln auf. Auf der Rückseite befinden sich zwei Kameras, die mit 13 und 5 Megapixeln auflösen.

 

Blackberry Key2 LE
Blackberry Key2 LE
     
Grundsätzlich können solche Aufnahmen weniger blass und mit mehr Schärfe...
(Klick zum Originalbild)
...auf sich Aufmerksam machen, aber für ein Mittlklasse-Smartphone geht die Qualität in Ordnung.
(Klick zum Originalbild)

 

Und die Fotos, die man damit schießt, sind okay. Blackberry bietet mit der Dual-Kamera zwar auch einen Porträt-Modus, der ein Bokeh, also einen unscharfen Hintergrund, ermöglicht, aber insgesamt ist hier Mittelklasse angesagt, die bei schwachen Lichtverhältnissen schnell an ihre Grenzen stößt. Auch wenn unsere Motive hier nach Urlaub aussehen, das Business-Handy lässt man auf privaten Reisen lieber zuhause – wenigstens um dem Arbeitsalltag zu entfliehen.

 

Internet, E-Mail & Multimedia: Nix wie DeX

 

Die Ausdauer ist des Blackberry Key2 LE ist sehr gut. Der Klang des Lautsprechers wirkt jedoch so blechern, als hätte man das Handy in eine Konservendose gelegt. Musikhören ist in Verbindung mit dem mitgelieferten Headset klanglich ganz in Ordnung. Etwas mehr Bass wäre schön, dafür kann man die Lautstärke recht hoch regeln. Einen Modus, der den Blackberry zum PC-Ersatz macht, wie es zum Beispiel Samsung bietet, gibt es nicht. Dafür sind einige spezielle Apps ab Werk vorinstalliert.

Surfen ist auf einem so kleinen Bildschirm nicht mehr zeitgemäß. Dafür klappt das unter Wahrung der Privatsphäre mit dem vorinstallierten "Firefox Klar" Browser. - © Screenshot / handytarife.de

Mit der Locker-App lassen sich andere Anwendungen und Dateien virtuell wegschließen. Der Password Keeper organisiert die Vielzahl von Zugangsdaten, die man heutzutage hat. Und mit Redactor können schnell Inhalten bei Screenshots geschwärzt werden, bevor man sie verschickt. Der Blackberry-Messenger (BBM) zu Austausch von Nachrichten mit anderen Blackberry-Nutzern darf natürlich auch nicht fehlen. Als Browser kommt „Firefox Klar“ zum Einsatz, der ein besonderes Augenmerk auf Datenschutz setzt.

 

Fazit: Nur für Texter

 

Liebhaber einer physischen Tastatur, die Veteranen des mobilen Büros aus Zeiten, als Internet auf dem Handy noch sehr teuer war und Touchscreens noch die Ausnahme waren, bekommen mit dem Blackberry Key2 LE ein Update, ohne dass sie sich großartig umgewöhnen müssen. Vielleicht ist das genau das, was die Bundekanzlerin sich von einem neuen Handy wünscht. Und freut sich darüber, dass sie den Touchscreen kaum benutzen muss, weil sie die Tastatur als Touchpad verwenden kann.

 

Doch ein Prozessor aus der unteren Mittelklasse, der sich hin und wieder eine Denkpause nimmt, ist nicht das, was man von „Time-is-money-Managern“, die auf Effizienz getrimmt von Meeting zu Meeting eilen erwartet. Der Blackberry Key2 LE ist ein Senioren-Handy, das mit seinen vielen speziellen Funktionen und einem nicht allzu hohen Preis nur eine Daseinsberechtigung in der Nische hat.

 

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Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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