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Bundesnetzagentur untersagt der Telekom StreamOn

Nachdem die Bundesnetzagentur die Option "StreamOn“ der MagentaMobil-Tarife der Telekom über Monate geprüft und Teilaspekte bemängelt hatte, hat die Behörde dem Bonner Mobilfunkbetreiber die Zubuchoption in der bestehenden Form untersagt. Wird nicht nachgebessert, drohen ab Ende März 2018 empfindliche Strafen.

Die Bundesnetzagentur macht ernst: StreamOn kann zwar von der Telekom weiterhin angeboten werden, „im Interesse der Verbraucher sind aber Anpassungen bei der Ausgestaltung notwendig", erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur am Freitag. Anfang Oktober hatte die Behörde der Telekom die Ergebnisse ihrer Prüfung übermittelt. Mit der Entscheidung soll sichergestellt werden, dass die europäischen Vorschriften für Roaming und die Netzneutralität eingehalten werden.

 

Gebot der Gleichbehandlung des gesamten Datenverkehrs

 

„StreamOn muss dem Roam-Like-At-Home-Prinzip entsprechen und Kunden muss Videostreaming in einer ungedrosselten Bandbreite zur Verfügung stehen“, erläuterte Homann weiter. Das bedeutet, dass die Option auch im Ausland verwendet werden können muss, und dass in den MagentaMobil-Tarifen L, L Plus, L Premium und L Plus Premium die Video-Qualität nicht weiterhin auf DVD-Niveau reduziert werden darf, da dies einen Verstoß gegen das Gebot der Gleichbehandlung des gesamten Datenverkehrs darstellt.

 

Sogenanntes Zero-Rating, wodurch bestimmte Downloads nicht vom Datenvolumen des Mobilfunkvertrages abgezogen werden, sind sehr umstritten. Bessert die Telekom nicht nach, kann die Bundesnetzagentur ein Zwangsgeld verhängen oder ihr die Tätigkeit als Betreiber von Telekommunikationsnetzen oder Anbieter von Telekommunikationsdiensten untersagen. Kunden der Telekom haben laut der Allgemeinen Geschäftsbedingungen kein Sonderkündigungsrecht, sollte die Option gestrichen werden.

 

Erste Änderungen der AGB macht jeden zum potenziellen Content Partner

 

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die bei der Telekom angemeldeten Partner, die von dem Zero-Rating profitieren, erfahren hingegen eine Änderung zum 1. März 2018. Dann können auch Privatpersonen und Streaming-Anbieter mit Download-Funktion offiziell an StreamOn teilnehmen.

 

Diese diskriminierungsfreie Teilnahme an der StreamOn-Option müsste es nun also zum Beispiel jedem, der eine Festplatte an den heimischen Router angeschlossen hat, um diese als Medien-Server zu nutzen, ermöglichen, beispielsweise Videos und Fotos von dort abzurufen, ohne dass das Datenvolumen davon betroffen wäre. Das könnte sich als Bürokratie-Monster herausstellen, wenn die mehr als 700.000 Nutzer dieser Option zum Content-Partner werden wollten.

 

Ist der BNetzA die Erfolgsgeschichte ein Dorn im Auge?

 

Das behauptet zumindest die Deutsche Telekom als Reaktion auf die Entscheidung der Behörde und gab sich kämpferisch, dies nun rechtlich klären lassen zu wollen. Der Mobilfunkbetreiber prognostiziert das Ende des kostenlosen Angebotes, wenn die Option auch im Ausland nutzbar gemacht werden müsste. "Dies sieht die Roaming-Verordnung wenigstens in dem EU-regulierten Tarifen vor", schätzt unser Tarifexperte Jèrôme Lefèvre die Situation ein. "Der Ausweg kann also nur sein, dass Kunden, die sich explizit gegen das EU-Roaming und für eine andere Auslands-Option entscheiden dann auch StreamOn hinzubuchen können."

 

In ihrer Pressemitteilung führen die Bonner weiter aus, dass "die Übertragung in DVD-Qualität […] für die Darstellung auf mobilen Endgeräten jedoch absolut ausreichend [ist].“ Diese Einschätzung teilt Lefèvre nicht: "Dass die FullHD-Auflösung von Smartphones mittlerweile nahezu Standard ist, scheint an dem Telekommunikationskonzern vorbeigegangen zu sein." Die Telekom hat angekündigt, Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen. 

Nützliche weiterführende Informationen:

Telekom verliert vor Gericht: Aus für StreamOn?

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Artikel vom 15.12.2017

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