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Pedelec im Test: Coboc One Rome

Coboc ist das Design seiner Fahrräder sehr wichtig. Sie haben das Rad nicht neu erfunden, aber sie haben ganz von vorne angefangen, um ein Pedelec zu bauen, dem man den E-Motor nicht ansieht. Während andere noch versuchen ihre Drahtesel mit klobigen Akkus nachzurüsten, produzieren die Heidelberger eins der schicksten E-Bikes.

Nun ist gutes Aussehen eine subjektive Größe. Doch wenn der Autor das Fahrrad nicht nur selber schön findet, sondern auf der Straße von fremden Menschen auf das Rad angesprochen wird, dessen mühelos hohe Reisegeschwindigkeit die Beobachter erst verwundert, nach der Erklärung des Antriebs umso mehr staunen lässt, dann soll auch dieser weiche Faktor nicht unerwähnt bleiben. Große Augen machten diese Leute aber auch beim Preis: 3899 Euro geben nicht jedermanns Portemonnaie her. Doch es gibt Lösungsansätze, wie ein solches Fahrrad mithilfe des Arbeitgebers finanziert und gleichzeitig deutlich günstiger erworben werden kann – dazu später mehr.

 

Elektrofahrrad in sexy

 

Der Direktversicherer CosmosDirekt hat vom Umfrage-Institut Forsa ermitteln lassen, dass 33 Prozent der Deutschen und sogar 43 Prozent der unter 18- bis 29-jährigen in E-Bikes keine Alternative zum Radfahren sehen, weil sie nicht genug sportliche Bewegung bedeuten. Damit haben die Befragten natürlich nicht unrecht. Insbesondere ein gesunder Mensch kann getrost auf die Unterstützung durch einen Elektromotor verzichten, und so seine Gesundheit fördern. Menschen mit Einschränkungen kann das Pedelec aber Mobilität zurückgeben. So kommt wahrscheinlich auch der Ruf zustande, dass Elektrofahrräder etwas für ältere Menschen sind.

 

Auch wenn sich die jungen Leute ambitioniert bewegen wollen, so bedeutet dies auch eine höhere Anstrengung, die jeden Menschen ins Schwitzen bringt. Während dies einer sportlichen Aktivität anhängt und dabei nicht nur hingenommen, sondern auch gewollt ist, würden die meisten auf der Fahrt zum Arbeitsplatz, beim Transport des Kindes zur Kita, zum nächsten Supermarkt oder dem nächsten vielversprechenden Tinder-Date wohl gerne darauf verzichten. Pedelecs könnten dieses Problem lösen und zugleich ein Teil der Mobilität von morgen werden. 

Im etwas dickeren Unterrohr ist der Akku untergebracht. - © handytarife.de

Coboc verpasst seinen Fahrrädern dafür einen sportlichen Aufbau. Das ist in etwa die Tesla-Strategie. Denn Elon Musk präsentierte als erstes einen E-Roadster auf Basis eines Lotus und zeigte so, dass Elektro-Mobilität nicht nur Golf-Caddys und langsame Nutzfahrzeuge bedeutet, sondern ihr ein „cooleres“ Image zuzutrauen ist. Das Ergebnis sind die Begehrlichkeiten die heute ein Tesla S oder Modell 3 wecken.

 

Andere Modelle mit Licht und Gepäckträger

 

Die Heidelberger bieten zwei Baureihen an.  Die sportlichen Räder der One-Serie und die City-Bikes der Seven-Serie. Das "One Soho" ist ein Retro-Rennrad mit einem Rahmen aus gebürstetem Aluminium und Bullhorn-Lenker. Das "One Rome", das wir getestet haben, kommt in mattschwarz und mit Carbon-Gabel moderner daher. Das limitierte "One Berlin" kommt ab 2018 mit einer mehrfarbigen, das "One Brooklyn" in einer mattbraunen Metallic-Lackierung. Ab dann sind auch alle Räder mit einer Öffnung an der Hinterradaufhängung versehen um einen Riemenantrieb zu ordern und die Führung des Bremszuges nach hinten verläuft durch das Oberrohr. Alle diese Fahrräder werden nur als Single-Speed-Räder ohne Gangschaltung ausgeliefert.

 

Die Seven-Baureihe erhält im Jahr 2018 neben den Single-Speed-Ausführungen "Seven Vesterbro" und "Seven Villette" die Modelle "Seven Montréal" und "Seven Kanada" mit Gangschaltung zur Seite gestellt. Diese Pedelecs verfügen zusätzlich über Schutzbleche und eine Beleuchtung. Damit steigt der Preis auf 4599 Euro. Angetrieben werden alle Coboc-Bikes von einem 250 Watt Motor an der Hinterachse, gespeist von einem 352 Wattstunden Akku, den wir in rund 2 Stunden von 0 auf 100% aufladen konnten, und mit dem eine Reichweite von rund 80 Kilometern durchaus erreicht werden kann.

 

Akku im Unterrohr hat Vor- & Nachteile

 

Es ist kein Fahrrad für längere Touren. Diese Limitation kommt nicht nur durch die Reichweite und die direkte Weitergabe jeder noch so kleinen Unebenheit an das Sitzfleisch des Fahrers, sondern auch durch die fehlende Möglichkeit den Akku zu tauschen. Das bedeutet nicht, dass er gar nicht ausgetauscht werden kann. Uns wurde vor Ort in Heidelberg gesagt, dass der Akku 4 Jahre locker überstehen sollte. Wenn die Leistung nachlassen oder ein Defekt auftreten sollte, dann kann das Unterrohr geöffnet werden, und wenn das Hinterrad demontiert wurde, kann der Akku herausgezogen werden. 

Auch die Carbon-Gabel spart etwas Gewicht ein. - © handytarife.de

Kein kleiner Aufwand. Doch dadurch kann Gewicht eingespart werden. Wenn Akkus beschädigt werden, können chemische Reaktionen zu Bränden und Explosionen führen. Deswegen kommen widerstandsfähige Gehäuse zum Einsatz. Schließlich kann ein Fahrrad auch mal umfallen. Zur eigenen Sicherheit, und weil so ein Energiespeicher gut und gerne 800 Euro kosten kann, sollte er also nicht zu leicht beschädigt werden können. Nun verschwindet der Akku des Coboc One Rome im Aluminium-Rahmen, der gleichzeitig das Gehäuse bildet und somit ausreichenden Schutz bietet. Dabei ermöglicht dieser Trick nicht nur das minimalistische Design, sondern ist zugleich auch eine Diebstahlsicherung. Da Fahrrad-Akkus so teuer sind, sind sie auch bei Langfingern sehr beliebt.

 

Zwar werden die Akkus, die bei anderen Elektro-Fahrrädern am Rahmen oder Gepäckträger montiert sind, mit einem Schloss gesichert. Diese sind aber nicht besonders sicher. Aus den Plastikhalterungen lassen sich die Energiespeicher außerdem auch herausbrechen. Das Münchner Start-Up Elbike bietet ab 2018 ein E-Bike mit einem aus dem Unterrohr herausnehmbaren Akku an. Bosch hat auf der Eurobike-Messe in Friedrichshafen den „Powertube“ als im Rahmen integrierbaren und herausnehmbaren universellen Akku vorgestellt. Es wird in Zukunft also mehr Fahrräder geben, denen man den E-Antrieb nicht am Akkupack ansieht.

 

Diebstahlsicherung ist ein wichtiges Thema

 

Der holländische Hersteller VanMoof geht bei seinem "Electrified S" Pedelec noch einen Schritt weiter. Der Akku ist nicht nur im Rahmen versteckt, das Fahrrad besitzt auch ein Schloss, das nur per Handsender oder App entriegelt werden kann und für 7 Euro im Monat versprechen die Holländer jedes Fahrrad im Falle eines Diebstahls orten und zurückbringen zu können, sonst bekommt der Kunde ein neues Rad. Bei Coboc sagte man uns, dass auch hier über das Thema Diebstahl nachgedacht wird. E-Bikes von Zemo, die zugegebenermaßen keine Preise für ihr schickes Äußeres gewinnen werden, sollen in Kooperation mit Vodafone mit dem Internet-der-Dinge (IoT) verbunden und können so permanent geortet werden. Hier ergeben sich also durchaus auch neue Einnahmequellen, wenn in teuren Fahrräder eine eSIM fest im Rahmen verbaut wird, sodass Diebe sie nicht einfach entfernen können, wofür Kunden durchaus bereit sein könnten, auch eine monatliche oder jährliche Servicegebühr zu bezahlen.

 

Der Nachteil des fest verbauten Energiespeichers ist sicherlich, dass für den Ladevorgang das ganze Pedelec an ein Ladegerät angeschlossen werden muss. Zwar wiegt das Coboc One Rome nur rund 15 Kilo, doch wenn es keinen Fahrradkeller mit Steckdose oder eine eigene Garage gibt, dann muss das ganze Bike mit in die Wohnung. Da Coboc seine Räder eher im sportlichen Kurzstreckeneinsatz sieht, wird der urbane Bewohner einer Mietwohnung sein Fahrrad vielleicht eh lieber in der Wohnung stehen haben - nicht nur, weil das unter Hipstern cool ist - auch weil es dort nicht als Ganzes geklaut wird. Das mitgelieferte Ladegerät ist nicht wasserdicht und verfügt über einen Magnetstecker. Dieser wird an der Unterseite des Oberrohrs angeschlossen, wo sich auch der Taster zum Einschalten des Elektromotors befindet. Auf der Oberseite des Rohrs signalisieren 5 blaue LEDs den Ladestand.

5 blaue LEDS verraten, dass durch dieses Fahrrad Strom fließt. - © handytarife.de

Bei Elektrorädern hat sich noch kein einheitlicher Stecker-Standard durchgesetzt. Selbst wenn die Stecker identisch sind, kommunizieren Fahrrad und Netzteil miteinander, tauschen vor dem Ladevorgang Informationen aus, sodass in der Regel nur das originale Ladegerät verwendet werden kann. Dieses muss also im Zweifel mitgenommen werden und ist nicht wasserdicht. Wenn am Arbeitsplatz nachgetankt werden soll muss der Arbeitgeber also eine Steckdose an einem trockenen Plätzchen zur Verfügung stellen. Die Kosten einer Akkuladung sind natürlich vom Preis einer Kilowattstunde abhängig, belaufen sich aber auf rund 10 Cent.

 

Dienstfahrrad statt Dienstwagen?

 

Der durchschnittliche einfache Arbeitsweg liegt in Deutschland bei rund 17 Kilometern. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes pendelten 2012 circa 50 Prozent der Erwerbstätigen unter 10 Kilometer zum Arbeitsplatz, 27 Prozent nahmen 10 bis 25 Kilometer auf sich. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung prognostiziert eine Abwanderung aufs Land und in die Vororte. Denn während die Nettokaltmiete pro Quadratmeter im ersten Halbjahr 2017 in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern durchschnittlich um 5,6 Prozent gestiegen ist und bei 10,39 Euro liegt, werden im Umland von Großstädten 7,41 Euro aufgerufen, in ländlichen Regionen gar nur 6,03 Euro. Da der öffentliche Nahverkehr häufig nur die Verbindung innerhalb von Städten und nicht zum Umland herstellt, wird er auch nur von 14 Prozent der Erwerbstätigen genutzt. 66 Prozent fahren Auto, 9 Prozent mit dem Fahrrad. Dieser Anteil könnte noch wachsen, wobei die Jahreszeiten dazu beitragen werden, dass der Wert einer höheren Volatilität unterliegt.

 

Wenigstens finanziell kann sich der Einsatz eines Pedelecs für den Weg zu Arbeit rechnen. Wer in seiner Steuererklärung die Entfernungskilometer zum Arbeitsplatz geltend macht, bekommt 30 Cent pro Kilometer, also 25,50 Euro bei fünf Arbeitstagen in der Woche und den durchschnittlich 17 Kilometern. Das summiert sich auf über 100 € im Monat bei Stromkosten von 90 Cent für das Pedelec. Das Fahrrad muss natürlich auch bezahlt werden. In Absprache mit dem Arbeitgeber, wenn dieser zu den laut Pressedienst-Fahrrad 4800 teilnehmenden Arbeitgebern gehört, die ein solches Programm zur Gehaltsumwandlung bereits aufgesetzt haben, kann mithilfe von Firmen wie der LeaseRad GmbH, mein-dienstrad.de oder der eurorad Deutschland GmbH ein E-Bike als Dienstfahrrad über eine 36-monatigen Leasingvertrag erworben werden. Die Rate für das Coboc One Rome liegt bei einem Einkommen von 3000 Euro brutto zwischen 70 und 80 Euro netto, da der Abzug vom Bruttolohn erfolgt. So spart man in unserem Rechenbeispiel je nach Anbieter und Zusatzleistungen zwischen 27,01 und 42,31 Prozent gegenüber dem Direktkauf, wobei in der Leasingrate immer ein Versicherungs- und Wartungspaket inkludiert ist.

 

Heckantrieb per Kette oder Riemen

 

Die Kette läuft an den Pedalen auf einem Zahnrad mit 48 und am Hinterrad auf 17 Zähnen. Der angekündigte Riemenantrieb hat eine vergleichbare Übersetzung. Damit ist das Anfahren aus dem Stand nicht ganz leicht und ganz ohne elektrische Unterstützung will man damit auch nicht längere Zeit strampeln. Der Single-Speed-Antrieb ist auf eine Trittfrequenz über 20 Kilometer in der Stunde ausgelegt, sodass man in dem Bereich ohne Anstrengung und angenehm treten kann. Darunter hilft bei den Seven-Modellen eine Gangschaltung. Da Pedelecs nur einen Hilfsmotor haben dürfen, der einsetzt, wenn getreten wird, misst Coboc das Drehmoment am Pedal. Der Vortrieb setzt etwas verzögert ein. Der Begriff „E-Bikes“ beschreibt übrigens strenggenommen Fahrräder mit permanentem Motorantrieb ohne Pedalbewegung. Sie benötigen eine spezielle Zulassung und ein Versicherungskennzeichen.

Der Riemenantrieb kann ab 2018 geordert werden. - © handytarife.de

Um nicht allzu schwer treten zu müssen hilft es beim Anfahren, sich mit dem Pedelec etwas abstoßen zu können um loszurollen. Dafür sollte die richtige Rahmengröße gewählt werden. In unserem konkreten Beispiel war der Fahrer 1,76 Meter groß, sodass der Rahmen in der Größe M für Personen zwischen 1,73 und 1,83 Metern Körpergröße empfohlen wurde. Dieser war aber zu groß. Wer über den Kauf eines solchen Fahrrades nachdenkt, sollte also am besten einmal probesitzen, um sicher zu gehen, das die eigenen Beine nicht zu kurz sind.

 

Pedelecs ohne Helmpflicht

 

Der vehemente Vortrieb macht Spaß, erschwert ein wenig das Rangieren bei Umlaufsperren und Pollern und lässt zumindest einen kurzen Exkurs zum Thema Helm zu. Das Erreichen der 25 Km/h mit dem One Rome ist ein leichtes. Das ist eine Geschwindigkeit, die viele Radfahrer im Alltag nicht fahren. Wer nicht ins Schwitzen kommen möchte, fährt in der Regel unter 20 Kilometer in der Stunde. Darauf sind Fahrradhelme auch ausgelegt. Die empfohlene Prüfnorm DIN EN 1078 für Erwachsenen-Helme legt fest, dass Stürze mit einer Geschwindigkeit von 19,5 Km/h auf einen flachen Untergrund überstanden werden müssen. Für Elektrofahrräder besteht hier also Nachholbedarf. In den USA gibt es die Prüfnorm ASTM F1952-15 bei der ein Helm immerhin den Sturz mit 22,75 km/h aushalten muss. Da diese Zertifizierung aber für Helme, die bei der Fahrt mit Downhill Mountainbikes eingesetzt werden gilt, haben diese auch immer noch zusätzlich einen Gesichtschutz. Eine Helmpflicht gibt es bei Pedelecs aber nicht. Diese gilt jedoch bei E-Bikes.

 

Der Motor des Coboc One Rome quittiert seinen Dienst mit einem elektrischen Summen, das je nach Gewicht des Fahrers und der daraus resultierenden Belastung auch deutlich hörbar sein kann. Der Elektroantrieb überträgt seine Frequenz übrigens auf den Rahmen. Davon merkt der Fahrer grundsätzlich nichts, es sei denn es gibt irgendwo ein loses Bauteil, das in Schwingung versetzt wird. So war es bei unserem Fahrrad und den Felgenmuttern. Diese vertrugen noch eine halbe Umdrehung mehr, um wirklich festgezogen zu sein. Zum Stehen kommt das Pedelec zuverlässig dank Scheibenbremsen vorne und hinten.

 

App mit schwacher Navigationsfunktion

 

Der Verzicht auf einen Bordcomputer am Lenkrad trägt dazu bei, dass man dem Coboc One Rome den Elektroantieb nicht ansieht. Allerdings kann eine genauere Angabe der Reichweite und der Akkuladung in Prozent für den Fahrer sehr hilfreich sein. Dafür bieten die Heidelberger eine App für iOS- und Android-Smartphones. Zur Eurobike-Messe hat Coboc eine neue Version der App präsentiert, die wir uns vorab ansehen konnten, aber unsere Testfahrten fanden mit der Vorgänger-Version statt. Deren Umsetzung konnte uns nicht überzeugen. Leider stürzte die Applikation mit dem iPhone 7 häufig ab und gab bei dem Android-Betriebssystem mit dem HTC U11 und dem Honor 9 Verbindungsprobleme. Lediglich mit dem betagten Samsung Galaxy S6 Edge war das Programm zuverlässig.

Die Benutzeroberfläche ist dunkel und schlicht gehalten. - © Screenshot

In der App gibt es eine Navigationsfunktion, die auf das Kartenmaterial von Open-Streetmaps zurückgreift. Das funktionierte in Bonn gut. Sobald wir aber die Stadt verließen, führte uns diese Kartenanwendung auch gerne entlang von Landstraßen ohne Radweg. In gänzlich unbekanntes Terrain sollte man sich von dem Navi also nicht führen lassen. Dabei wird auch der Akku des Smartphones sehr belastet, wie bei allen Anwendungen, die GPS und eine Internetverbindung benötigen. Leider bietet das Coboc One Rome nicht die Möglichkeit, den Fahrrad-Akku zum Aufladen des Handys zu verwenden.

 

Andere Apps zur Navigation und Handyhalterungen finden Sie in unserem Magazin im Artikel "Mit dem Smartphone auf Fahrradtour“.

 

Update bringt Verbesserungen

 

Die App zeigt Ladezustand, Spannung, Stromzufuhr, Akkutemperatur und Daten über den Trip an. Dafür muss ein solcher aber in der Kartenansicht über das Play-Symbol gestartet werden. Für die Nutzung der App muss außerdem zuerst ein Benutzerkonto angelegt werden. Hier können die Touren-Daten dann auch gespeichert und jederzeit abgerufen werden. Verknüpft mit dem eigenen Facebook-Account kann auch nachvollzogen werden, wer aus dem Freundeskreis ebenfalls ein Coboc-Fahrrad fährt. Die neuste Version der App soll nicht nur die Stabilität verbessern, sie bringt auch neue Funktionen, die aber erst genutzt werden können, wenn auch das Fahrrad ein Firmware-Update bekommt.

 

Dieses kann nur ein Händler durchführen. Der Vorgang ist kostenlos. Danach kann mithilfe von drei Schiebereglern in sieben Stufen die Unterstützung des Motors reguliert werden. So kann diese zum Beispiel die Geschwindigkeit reduziert werden, wenn man in einer Gruppe langsamer fahren möchte (oder muss). Die Anfahrhilfe kann ebenfalls heruntergeregelt werden. Die Antriebskraft des Motors kann dann auch so reguliert werden, dass man noch rasanter unterwegs ist, weil die Unterstützung erhöht werden kann. Der Motor besitzt übrigens einen Freilauf, sodass mit dem Coboc One Rome auch ohne Bremswirkung des Antriebs gerollte werden kann, ohne dass, wie bei anderen Pedelecs, permanent gestrampelt werden muss.

Die Regulierung von Gain (Erreichung Endgeschwindigkeit), Start boost (Anfahrhilfe) und Constant power (permanente Unterstützung) sind die größten Neuerungen. - © handytarife.de

Außerdem wird mit dem Firmware-Update die Leuchtkraft der LEDs bei Rädern ohne Beleuchtung um 60 % reduziert. Bei der Seven-Serie, deren Beleuchtung per Knopf oder in der App eingeschaltet wird, geschieht dies automatisch mit dem Einschalten des Lichtes. Denn die LEDs, die den Ladestand des Akkus anzeigen, leuchten permanent und sehr hell. Das blendet die Fahrer der One-Baueihe bei Nacht. Dem wird mit dem Update entgegengewirkt.

 

Fazit: Ganz und gar nicht billig, aber ein Vergnügen

 

Das Coboc One Rome ist kompromisslos. Das sagen nicht nur die profillosen Schwalbe Kojak Reifen. Es bietet auch keine Federung. Wer bequemer unterwegs sein will muss sich wenigstens einen anderen Sattel kaufen. Die zugegebenermaßen nicht so sportlichen und deutlich extrovertierter designten Pedelecs von VanMoof kommen mit einer luftgefederten Sitzgelegenheit und dickeren Reifen. Und das Coboc One Rome werden die wenigsten ohne elektrische Unterstützung bewegen wollen. Dafür ist es mit 2,3 Umdrehungen des Ritzels hinten bei einer Umdrehung vorne viel zu niedrig Übersetzt. Das Pedelec ist kein Allrounder. Dafür ist die Seven-Baureihe da. Der festverbaute Akku ist ebenso kompromisslos. Zum Aufladen unpraktisch, für Gewicht, Akku-Sicherheit und Diebstahlschutz von Vorteil.

 

Bei dem Preis von 3899 Euro würden wir uns noch ein stärkeres Augenmerk auf den Schutz vor Langfingern wünschen. So gerne der urbane Hipster sein Fahrrad auch mit in seine eigene Wohnung nehmen mag, bei seinem Tinder-Date wird er es vor der Tür abschließen müssen. Für den hohen Preis bekommt man einen nahezu unsichtbaren Heckantrieb. Die günstigeren Konkurrenten setzen häufig auf Frontantrieb, der sich stärker auf das Lenkverhalten auswirken kann. Bei dem Coboc One Rome ist das Preis-Leistungsverhältnis keine Messgröße, denn Elektrofahrräder gibt es auch schon unter 1000 Euro. Hier kauft man sich eine Luxus-Produkt, ein Zweitfahrrad – eben den Porsche, den man nur am Wochenende bewegt.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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