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Datensicherheit bei Smartphones


© Maksym Yemelyanov / Fotolia

Datensicherheit bei Smartphones: Umsicht ist Trumpf

Viele Handys sind einem PC im Nutzungsumfang fast ebenbürtig. Was viele Nutzer dabei missachten ist die Tatsache, dass das Thema Datensicherheit auch bei Smartphones eine wichtige Rolle spielen sollte. Wer unzureichende Sicherheitsvorkehrungen trifft, riskiert leichfertig, dass seine privaten Daten von Fremden ausgelesen werden.

Laut Moor’schem Gesetz verdoppelt sich die Anzahl der Schaltkreiskomponenten auf einem Chip rund alle zehn Jahre. Getreu dem Motto des IT-Experten präsentieren viele Handy-Hersteller in kurzen Intervallen immer leistungsfähigere Mobiltelefone, welche häufig eher den Mini-Ausgaben von Computern als einem Telefon entsprechen. Technisch besonders ausgefeilte Geräte heißen Smartphones, jene Bürohandys, die weltweit stetig weiter im Trend sind.


Ein Merkmal von Smartphones ist unter anderem ein komfortabler Terminplaner samt üppiger Verwaltung der Adress-Datensätze. Außerdem ermöglichen es die Geräte, auch unterwegs an Office-Dateien zu arbeiten. Zudem gelten sie als wahre Meister der Kommunikation und beherrschen mit GPRS, UMTS oder dessen Turbo HSDPA und auch LTE alle Trägerfrequenzen, die der Mobilfunk-Markt für das mobile Internet derzeit hergibt. Für die komfortable Verarbeitung von E-Mails verfügen die Büro-Handys zu guter Letzt über virtuelle oder echte QWERTZ-Tastaturen.


Gerade diese Vielseitigkeit machen die Bürohandys jedoch auch anfällig für unerlaubte Zugriffe. Mit ein paar Tricks und ein wenig Umsicht können sich Nutzer vor Daten-Diebstahl schützen. Die handytarife.de-Redaktion beleuchtet Schwachstellen von Smartphones und gibt zudem praktische Tipps, wie man sich dagegen absichern kann.


Wo liegen meine privaten Daten?


Kritisch sehen Datenschützer besonders die sogenannte Backup-Funktion, welche die eigenen Daten auf einem Server des Handy-Herstellers speichert - als Service, um einem vollständigen Datenverlust vorzubeugen. Vor einiger Zeit sorgte in den USA eine Sammelklage für Aufsehen: Palm-Kunden prangerten darin an, es würden nicht genügend Daten für eine vollständige Wiederherstellung des Systems gespeichert. Die durchgeführte Sicherung beinhaltet übrigens die tägliche Abfrage des Telefonbuchs, des Terminplaners oder angelegter Notizen. Folglich liegen zahlreiche private Daten auf fremden Servern. Dabei ist Palm längst nicht der einzige Handy-Hersteller, der nach diesem Schema vorgeht: Auf ähnliche Backup-Funktionen stößt man bei Apples iPhone genauso wie bei Handys mit dem Google-Betriebssystem Android.

© wolterfoto.de

Der angesprochene Trend zum Hinterlegen von Dateien auf fremden Servern ist seitens der Unternehmen scheinbar beschlossene Sache. So sollte man abwägen, welche sensiblen Daten dem Server anvertraut, also auf dem Handy gespeichert, werden. Zwar versprechen die Handy-Hersteller höchste Diskretion, doch bis zum nächsten Datenskandal ist es manchmal nicht weit.

 

Augen auf im Download-Shop

 

Aus Sicht der Datenschützer besteht ein weiteres Sicherheits-Risiko durch die zunehmende multimediale Nutzung der Smartphones. So erlauben Download-Shops verschiedener Hersteller, die Geräte um kleine Programme (so genannte Apps) zu erweitern und somit zu personalisieren. Zugang zu den Shops erhält jedoch nur derjenige, der auch ein eigenes Benutzerkonto einrichtet und dabei seine persönlichen Daten hinterlegt. Mit den somit leicht ermittelbaren Daten lässt sich theoretisch ein exaktes Nutzungs-, ja sogar ein Bewegungsprofil erstellen.

 

Allerdings hat es der oft zitierte "gläserne Kunde" noch selbst in der Hand, wie durchsichtig er tatsächlich sein möchte. Schon bei der Anschaffung eines Smartphones sollte man das Betriebsystem deshalb kritisch hinterfragen. Ebenso sollte später bei der Programm-Auswahl im Download-Shop auch vorgegangen werden. Als Hilfestellung verraten die Programme oft bereits vor der Installation, welche "Preisgabe-Dienste" sie im (Hintergrund-) Betrieb verwenden, ob also beispielsweise auf den eigenen Standort zugegriffen werden darf o.ä.

 

Bluetooth nur bei Bedarf

 

Auf Messen sowie an Flughäfen oder Bahnhöfen, ja sogar in Kinos erreichen immer wieder unangeforderte Werbe-Informationen das Handy über die aktivierte Bluetooth-Schnittstelle. In der Hoffnung auf kostenlose Klingeltöne oder Gratis-Spiele werden die Daten häufig angenommen - ohne weiter darüber nachzudenken. Diese Gutgläubigkeit nutzen auch Betrüger, indem sie ihre Programme unter die harmlos anmutenden Nachrichten streuen und sich so via Bluetooth Zugang zu fremden Handys verschaffen.

 

Die handytarife.de-Redaktion warnt aus diesem Grund davor, Daten von unbekannten Absendern achtlos anzunehmen, denn bereits mit legalen Programmen wie BT-Info lassen sich, eben mit Erlaubnis, private E-Mails oder SMS auslesen. Die Bluetooth-Option sollte folglich ausschließlich dann aktiviert sein, wenn sie tatsächlich für einen gewollten Datenaustausch oder die Kopplung mit dem Autoradio gewünscht ist. Angenehmer Nebeneffekt: Der Akku wird deutlich geschont.
 

© berc / Fotolia

Installation von Software: Nur mit Zertifikat

 

Eine bewährte Methode um Viren einzuspeisen erfolgt über die Bereitstellung von selbst geschriebener Software. Sie wird häufig kostenlos angeboten, damit das manipulierte Programm oder Handy-Spiel überhaupt für die Nutzer interessant erscheint. Zudem empfehlen immer wieder Fake-User diese oder jene Applikation in Foren, mit dem Ziel der positiven Werbung.

 

Empfehlenswert ist es, bereits vor der Installation neuer Applikationen zu prüfen, von welchem Anbieter das Programm stammt. Vertrauenswürdige Firmen lassen ihre Programme mit Zertifikaten versehen, welche das Handy bei der Installation automatisch akzeptiert. Skeptisch werden sollte man vor allem bei kostenlos angebotenen Spielen oder Programmen, bei denen offensichtlich ist, dass sie eigentlich nur gegen ein Entgelt zu haben sind. Hier lautet die Devise eindeutig: Nicht am falschen Ende sparen.

 

Vorsicht im offenen Netzwerk

 

Aufgepasst bei Hotspots im öffentlichen Raum - teils kostenlos, teils als Option der Netzbetreiber angeboten, stehen sogenannte Hotspots zur Verfügung, um auch unterwegs fix per WLAN online gehen zu können. Während man also auf den nächsten Zug wartet, lassen sich etwa zügig E-Mails empfangen. Aufgrund der recht einfach gehaltenen Verschlüsselungen von offenen Hotspots können findige Spezialisten allerdings recht schnell an wichtige Passwörter und andere private Daten gelangen.

 

Unser Tipp: Während man via Hotspot surft, sollte darauf geachtet werden, keine Seiten zu besuchen, bei denen Kennwörter einzugeben sind. Das gilt vor allem beim Zugang über freie Hotspots. Wird dieser Service regelmäßig genutzt, lohnt es unter Umständen ein Zugangs-Paket für sichere Hotspots bei seinem Anbieter zu buchen. Wo sich diese tatsächlich befinden, verraten sämtliche Provider ausführlich auf ihren Webseiten. In freier Wildbahn erkennt man die Hotspots dann an ihren Kennzeichnungen durch die Provider.

 

Internet via UMTS oder LTE: Umsicht ist Trumpf

© Luca Ambrosi / Fotolia

Das ältere GSM-Netz, zu welchem der langsamere Verbindungsstandard GRPS samt EDGE zählt, gilt mittlerweile als veraltet und entsprechend anfälliger für Fremd-Zugriffe als das neuere und schnellere UMTS-Netz. Up to date sind Nutzer mit dem superschnellen LTE Netz, das sich vielerorts jedoch noch in der Ausbauphase befindet. Generell sollte darauf geachtet werden, bei der Preisgabe von persönlichen Daten umsichtig vorzugehen. Gleiches gilt übrigens auch dann, wenn das Handy unterwegs lediglich als Modem eingesetzt wird - zwar spart der EDGE-Betrieb erheblich Strom, doch im Internet ist eine aktivierte UMTS- oder wenn möglich LTE-Verbindung auf jeden Fall zu empfehlen.
 

Über den Wolken - die Cloud

Inzwischen immer häufiger genutzt werden sogenannte Clouds. Beim Cloud Computing werden die Daten nicht mehr auf dem eigenen Gerät, sondern bei einem Anbieter in einer metaphorischen Wolke gespeichert. Natürlich versprechen die Anbieter eine hohe Datensicherheit, doch garantiert werden kann diese nicht. Unter anderem stellt sich die Frage, was mit den Daten passiert, wenn der Anbieter seinen Dienst irgendwann einstellt. Daher sollte man unbedingt auf die Seriosität des Anbieters achten und seine Daten am besten zusätzlich absichern.

 

Allgemeine Tipps: PIN und Virenscanner

 

Neben den Spezial-Fällen gilt es außerdem ein paar generelle Tipps zu beachten, möchte man seine Daten geschützt wissen. So sollte die PIN-Abfrage des Handys stets aktiviert sein. Zugeben ein billig anmutender Trick, doch aus Bequemlichkeit wird diese Art der Sicherheitsabfrage von vielen Usern häufig deaktiviert.

 

Im Falle eines Gerätsverlustes gilt es, schleunigst den Provider zu informieren damit dieser ihre SIM-Karte sperren kann. Doch was geschieht mit den persönlichen Daten? Bestimmte Programme bieten dafür die Funktion "Remote Lock". Merkt man, dass sein Handy gestohlen wurde, schickt man mit einem anderen Mobiltelefon eine SMS mit einem vorher festgelegten Code an die eigene Nummer. Das Handy sperrt sich selbst und die eigenen Daten sind in Sicherheit. Solche oder ähnliche Funktionen gibt es inzwischen von verschiedenen Anbietern, teilweise auch direkt in der Handy-Software integriert.

 

Fazit: Sicherheit selbst in die Hand nehmen

 

Alle vorgestellten Sicherheitslücken und Fehlerquellen zeigen, dass der Nutzer schlussendlich selbst entscheiden kann, ob er sich Gefahren aussetzten möchte. Mit ein wenig Disziplin im Umgang mit dem mobilen Internet und speziell bei der Herausgabe persönlicher Daten lassen sich böse Überraschungen im Keim ersticken. Will man auf Nummer sicher gehen, kann zudem der Kauf von spezieller Handy-Sicherheitssoftware eine sinnvolle Investition darstellen.

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