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Dropshades – Nasen-Lichtorgel

Ein aktueller Auswuchs des Crowdfunding-Trends hat seinen Weg in die Redaktion von handytarife.de gefunden. Wir haben uns dieses Spielzeug nicht zu ernst angeschaut, das Beweis dafür ist, wie kurios so manches Schwarmfinanzierungsprojekt sein kann und gleichzeitig zeigt, dass jede noch so verrückte Idee ihre Anhänger im Internet finden kann.

„Alle Dinge werden schöner wenn sie leuchten“

 

Das ist meine Philosophie, mein Lebensmotto. LEDs sind die Heilsbringer für alles Hässliche auf dieser Welt. Leider hat sich das noch nicht in Gänze herumgesprochen. JBL hat das schon verstanden. Nun ist der Bluetooth-Lautsprecher Pulse nicht hässlich, aber die 64 LEDs auf der Oberfläche machen ihn definitiv schöner.

 

Warum gibt es also noch kein Atomkraftwerk, auf dem in der Nacht für alle sichtbar das Strahlenwarnzeichen leuchtet? Es würde die Blicke auf sich ziehen, ähnlich wie die Warnaufdrucke auf den Zigarettenschachteln, eine Botschaft ausstrahlen (im wahrsten Sinne des Wortes), und dabei auch noch schöner aussehen.

 

Stümperhafte Skizze einer bahnbrechenden Idee

Stümperhafte Skizze einer bahnbrechenden Idee

 

 

Auch beim Eurovision Songcontest im Jahr 2000 konnte man beobachten, dass mit dem Lied „Wadde hadde dudde da“, das wohl kaum durch Intellekt überzeugte, sehr viel Geld und Erfolg damit zu erzielen waren, indem der blinkende Anzug von Stefan Raab das Publikum in einen hypnotischen, Gehirnzellen verzehrenden Bann zog, so wie Motten in das  Licht fliegen.

 

Das Projekt Dropshades

 

Dabei handelt es sich im Grunde um Shutter Shades, die man spätestens seit 2007 kennt, als Kanye West diese modische Fehlleistung mit seinem Lied „Stronger“ gesellschaftsfähig machte und daraufhin immer mindestens ein „Trendsetter“ in den Clubs und Diskotheken damit herumzappelte. Warum trägt man eine Brille, die einem die Aussicht aus einer Gefängniszelle vorgaukelt? Kommt dieser Trend nun wieder hoch, weil sich Bayern-Fans mit Uli Hoeneß solidarisieren wollen?

 

 

Mit Säckchen und Ladekabel

 

Der Trend könnte aber auch deswegen wieder an Fahrt gewinnen, weil die Shutter Shades nun schöner sind, denn sie leuchten. Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter sammelten die Erfinder von Dropshades 78.128 Dollar ein. Ein voller Erfolg, denn um die Idee umzusetzen hatte man eigentlich nur 15.000 Dollar veranschlagt.

 

Die Brille gibt es für 45,36 Euro in drei verschiedenen Farben: Ivory, Onyx und Indiglow. Ivory hat einen weißen Rahmen, Onyx kommt schwarz daher und Indiglow sieht bei Tageslicht blau aus und fluoresziert in der Dunkelheit. Im linken Bügel ist der Akku untergebracht, der 24 Stunden halten soll. Einen 24-Stunden-Party-Marathon (um einen aussagekräftigen Test durchzuführen) wollte mir mein Arbeitgeber leider nicht finanzieren – das hätte ich wohl auch nicht mehr überlebt. Allerdings sollte man mit dem Akku über eine Partynacht kommen.

 

 

Der Akku wird über ein mitgeliefertes USB-Kabel aufgeladen. Schaltet man die Brille über einen winzigen Knopf ein, dann leuchten zunächst nur die untersten Streben. Die eingebaute Lichtorgel reagiert auf die Umgebungsgeräusche und lässt dann auch die anderen Streben in blau, grün und rot im Takt blinken. Das Material macht nicht den hochwertigsten Eindruck, aber da man sich damit eh in dunklen Clubs aufhält, kann man dieses Manko vernachlässigen.

 

Um dem ganzen noch eins draufzusetzen lädt man sich dann noch die App DJ Studio 5 auf sein Smartphone und lässt die direkte Umgebung an dieser wegweisenden Erfindung teilhaben: Also warum nicht den Nacht-Bus oder mal das Wartezimmer vom Urologen des Vertrauens zur Nerd-Diskothek umfunktionieren? Ich freue mich schon auf die nächsten Trendsetter.

 

Jérôme Lefèvre / handytarife.de



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