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Emporia Handy Testberichte

Emporia Connect

Android | 2.8 Zoll | 3 MP
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Das Emporia Connect mit EmporiaME im Test

Das Emporia Connect ist ein Klapphandy und damit Vertreter einer nahezu ausgestorbenen Gattung. Dabei macht es einen durchaus schicken Eindruck. Die beiden glänzenden Balken auf der Vorderseite sind wirklich aus Metall. Welchen Eindruck das Senioren-Handy im weiteren Testverlauf in der Redaktion von handytarife.de hinterlassen konnte, erfahren Sie in unserem ausführlichen Bericht.

Über dem kleinen und sehr grob auflösenden, monochromen Display, das die Uhrzeit anzeigen kann, wie auch die Anruferkennung, befinden sich kleine Symbole, die leuchten, wenn ein Anruf eingeht, eine SMS empfangen wurde oder der Akku geladen werden muss. Darüber wiederum befindet sich eine 2 Megapixel Kamera. An der rechten Seite sind Schnellstart-Knöpfe für die Taschenlampe und die Kamera, wobei die kleine, wegweisende LED auch bei ausgeschaltetem Handy genutzt werden kann.

 

Aufgeklappt kommt der Vorteil dieser Bauform am deutlichsten zu Geltung, denn große Hardware-Tasten und ein 2,8 Zoll Display mit großen Symbolen deuten darauf hin, dass hier weder Fingerspitzengefühl noch Adleraugen nötig sind. Die Bedienung ist allerdings sehr träge und das ist sehr schade. Wenn das Handy so langsam reagiert, führt das zu Doppeleingaben, die einen irgendwo hinführen, aber nicht an das Ziel.

 

GPS: Orientierung und Verwirrung

 

Ans Ziel im geographischen Sinne  soll man mit dem eingebauten Navigationssystem kommen. Man kann in dem Telefon das „zu Hause“ speichern und sich dann stets, wenn man sich verlaufen hat, an die angegebene Adresse führen lassen. Es ist ein GPS-Empfänger verbaut, doch die Navigation führt mich mit Zeitangaben und winzigen Karten Ausschnitten. Wer seine Oma loswerden will, kann sie getrost mit dem Emporia Connect aussetzen und startet für sie auf dem Handy einfach die Funktion „Orientierung“.

Wer hingegen besorgt ist oder einen Hilfeanruf bekommt, der kann den verzweifelten Emporia Connect Besitzer orten, dank des GPS-Chips. Und damit kommen wir zur umfangreichsten Neuerung, die sich EmporiaME nennt. Besorgte Kinder, Enkel und Pfleger können sich auf ihr iPhone oder ihr Android-Handy die gleichnamige App herunterladen. Nach einem ermüdenden Registrationsverfahren mit Codes, die per SMS verschickt werden und einer Freundschaftsanfrage über die App beim Emporia Connect, ist man endlich digital verbunden. Dafür wird ein Tarif mit Datenpaket benötigt. Eine Auswahl finden sie in unserem Tarifvergleich bei den Smartphonetarifen.

 

Die Ortung einzurichten ist kein Selbstläufer, weil man die Einstellungsmöglichkeiten im Emporia Connect erstmal finden und verstehen muss. Möchte man eine permanente Überwachung, dann kann man den Rhythmus einstellen, indem der Standort aktualisiert werden soll. Möchte man das nicht, dann läuft das wie folgt:

 

Anruf Nummer 1 (Oma -> Enkel):

 

“Lieber Enkelsohn, ich habe mich verlaufen, wo bin ich?“

 

„Moment, ich schaue mal gerade in der App… Oma, dein GPS ist aus!“

 

„Was in Herrgottsnamen ist das?“

 

„Oma, das musst du anschalten, sonst sehe ich dich nicht.“

 

„Wie du kannst mich sehen? Bin ich in deiner Nähe?“

 

„Oma, nein, mach dein GPS an!“

 

„Wie geht das denn?“

„Ich schaue mal eben online in das Benutzerhandbuch.“

 

„Was heißt denn jetzt schon wieder online?“

 

„Ist egal, Oma… Du musst auf Menü drücken.“

 

„Ja, Moment, mache ich… Da passiert nichts.“

 

„Das geht nicht, während du telefonierst. Du musst erst auflegen.“

 

„Gut dann lege ich jetzt auf.“

 

Anruf Nummer 2 (Enkel -> Oma):

 

„Oma, du kannst nicht einfach auflegen, du weißt doch gar nicht, was du danach drücken sollst.“

 

„Aha.“

 

„Oma, merk dir das: Drück auf Menü, dann die Ziffer 5, dann siehst du einen Menüpunkt „Orientierung“. Da gehst du drauf und bestätigst mit OK. Dann wirst du gefragt, ob du GPS aktivieren willst und das bejahst du.“

 

„Oh Gott, ob ich das schaffe?“

„Das schaffst du! Bis gleich.“

 

„Bis gleich mein Lieber.“

 

Anruf Nummer 3 (Oma->Enkel):

 

„Hier spricht deine Oma. Was muss ich nochmal machen, wenn ich auf Menü gedrückt habe und dann die Ziffer 5?“

 

„Dann musst du auf den Menüpunkt „Orientierung“ und dann wirst du gefragt, ob du GPS verwenden willst. Und das bejahst du bitte.“

 

„Menü, 5, Orientierung, GPS ja, ja?“

 

„Genau Oma, bis gleich.“

 

„Danke für deine Hilfe, bis gleich.“

 

Anruf Nummer 4 (Oma->Enkel):

 

„Hier spricht deine Oma, ich glaube ich habe es geschafft.“

 

„Gut Oma, ich schaue mal nach… Ich weiß jetzt wo du bist. Du stehst in der Matthias-Grünewald-Straße 1, gegenüber von dir ist ein Edeka, warum hast du da nicht gefragt, wo du bist.“

 

„Weil ihr mir gesagt habt, dass mein Handy das kann, als ihr mir das geschenkt habt.“

 

„Bleib wo du bist, ich komme und bringe dich ins Heim.“

 

 

Verwaltung per APP: EmporiaME

 

So oder so ähnlich liefe das mit einem Senior und da sind wir noch lange nicht am Ende der Funktionen angelangt, die jeden Verwandten zur Weißglut treiben werden, wenn man dieses Handy einem Senior gibt und ihn damit mehr machen lässt, als zu telefonieren und vielleicht eine SMS zu schreiben.  Ich kann über die Cloud gemeinsam Fotos angucken und übermitteln. Collaborative Picture Viewing nennt sich das. Dabei ruft man über die App das Emporia Handy an. Dann startet man die Diashow, die der angerufene bestätigen muss, während dich das Handy in den Freisprechmodus schaltet.

Die Bilder werden dann über das Internet übermittelt und können bei einem gemeinsamen Plausch bestaunt werden. Wenigstens kann man die Bilder auch einfach nur teilen, indem man sie als Album in der EmporiaME App den geteilten Bildern hinzufügt und der andere kann sie dann auch ohne gleichzeitigen Anruf anschauen, auf dem grobkörnigen Bildschirm. Des Weiteren kann ich in einen gemeinsamen Kalender Einträge zur Erinnerung an Medikamente oder Geburtstage einstellen. Dann bekommt der Besitzer des Emporia Handys zum einen unmittelbar eine Nachricht, dass ein Termin eingetragen wurde, und dann nochmal zum eingetragenen Zeitpunkt.

 

Über die Option Fernwartung können das Adressbuch, die Notrufnummern und die Schnellwahltasten bearbeitet werden. Außerdem kann man das Mobiltelefon klingeln lassen, um es wiederzufinden und es sperren, falls es wirklich verloren gegangen ist. Spiele hat das Emporia Connect ebenfalls vorinstalliert, die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit schulen sollen. Grundsätzlich scheinen die drei angebotenen Spiele dafür auch geeignet, aber auch hier regiert das Handy nur sehr träge, was bei einem Spiel auf Zeit nicht besonders hilfreich ist. Die Funktion Lupe hat ihren Namen nicht verdient. Der Taschenrechner erfüllt seine Aufgabe.

 

Fazit: Senioren-Handy, kein Smartphone

 

So negativ sich dieser Test nun anhört, so wurde ich letztlich nur in der Annahme enttäuscht, dass es sich um ein Best-Ager-Handy handelt. Ein Senior wird mit diesem Handy zurechtkommen, wenn er damit nichts anderes tun will, als telefonieren und vielleicht mal eine SMS schreiben. Einen kleinen Schnappschuss festhalten oder die eingebaute Taschenlampe nutzen will, um das Schlüsselloch zu finden. Doch der Funktionsumfang von EmporiaME ist nicht gut genug umgesetzt. Sobald man Funktionen startet, die dem Handy etwas mehr Leistung abverlangen, wird die Bedienung sehr träge.

 

Das gilt für die Orientierung, genauso wie die Spiele und das Ansehen von Bildern. Wer für diese Technik offen ist, der hat sich gut gehalten und etwas Besseres verdient, und wer die ganzen Neuerungen nicht nutzen will, für den reicht ein günstigeres Modell aus dem Hause Emporia. So steht das Emporia Connect zwischen zwei Welten und vermag sie noch nicht zu verbinden. Emporia deutet aber an, dass Cloud-Lösungen Einzug in die Welt der Senioren-Handys halten werden und auch sinnvoll sein können. Die Umsetzung steckt allerdings noch in den Kinderschuhen.

 

Das Emporia Connect mit Vertrag jetzt günstig bei der Telekom, Vodafone, Base oder o2 bestellen.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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