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© handytarife.de

Fazit von der IFA 2018

Die Tore der Internationalen Funkausstellung in Berlin wurden für die Besucher wieder geschlossen, die Aussteller bauen ihre Stände nun ab und für alle, die an dem bunten Treiben unter dem Funkturm nicht teilnehmen konnten, fasst die Redaktion von handytarife.de wichtige Neuheiten und Highlights der IFA zusammen.

Den Anfang machte am Mittwochabend und somit zwei Tage vor der Öffnung der Messe für das Publikum HTC mit dem neuen U12 life. Der Director Product Marketing Europe Fabian Nappenbach erläutere den anwesenden Journalisten bei einem exklusiven Event im kleinen Kreise, dass es viel schwieriger sei, ein solche Mittelklasse Smartphone zu entwickeln, als ein Highend-Mobiltelefon. Denn das eine sei es, die besten am Markt erhältlichen Komponenten ausfindig zu machen, zusammenzufügen und ein dementsprechendes Preisschild darauf zu kleben. Viel schwieriger gestaltet es sich aber, wenn das Preis schon vorher feststeht und der passende Kompromiss gefunden werden muss – wo also der Rotstift angesetzt werden soll.

 

Neues aus Taiwan

 

Die Handy-Marke aus Taiwan hat sich dabei etwas Neues beim Gehäuse einfallen lassen. Es besteht aus Acryl-Glas, das auf der Rückseite im unteren Teil griffelt ist, sich dort also keine Fingerabdrücke abzeichnen und gleichzeitig ein besserer Grip herrscht. Weniger Metall und Glas sollen die Produktionskosten deutlich senken. Einen ähnlichen Weg geht Xiaomi auch mit dem kürzlich vorgestellten Pocophone F1, dass Oberklasse-Hardware in einem Kunststoffgehäuse verpackt. Die Verarbeitungsqualität des HTC U12 life überzeugte in unserem ersten Hands-on durchaus, die Haptik genügt hohen Ansprüchen hingegen weniger.

Das HTC U12 life - hier in Twilight Purple - gibt es auch in Moonlight Blue. - © handytarife.de

Auf der Front kommt ein 6 Zoll FullHD Display ohne Notch zum Einsatz, weil dieses günstiger im Einkauf ist. Dafür setzt HTC auf den neuen Snapdragon 636 Prozessor aus dem Hause Qualcomm, der zusammen mit 4 Gigabyte Arbeitsspeicher, 64 Gigabyte internem Speicher und 3600 mAh Akku gute Performance-Werte verspricht. Zudem hat die Klinkenbuchse im Vergleich zum Vorgänger wieder Einzug gehalten. Da die Kamera-Software am Tag der Präsentation noch nicht ausgereift war, lässt sich zur Qualität der Fotos mit der Dual-Kamera bestehend aus einer 16 und einer 5 Megapixel Linse nichts sagen. Die unverbindliche Preisempfehlung von 349 Euro hört sich zunächst nicht verkehrt an. Allerdings bekommt das Smartphone mit dem Honor Play ab 329 Euro deutlich Konkurrenz in dieser Klasse.

 

Samsung ohne Smartphone-Neuheiten

 

Am Tag darauf ging es zuerst zu Samsung, die aber weder ein neues Smartphone noch ein neues Wearable vorstellten. Beides war mit dem Samsung Galaxy Note 9 und der Galaxy Watch wenige Tage zuvor bereits passiert. Wir besuchten die Südkoreaner allerdings auch noch auf ihrem Messestand, um ihnen den Mobilfunk-Award 2018 als „Hersteller des Jahres“ zu überreichen.

 

 

Spätestens bei der Pressekonferenz von Harman, einer Tochterfirma von Samsung, zu der auch JBL gehört, wurde dem Besucher dann klar, dass diese Messe im Zeichen von Sprachassistenten steht, die in eine Vielzahl von Produkten im Bereich Audio nun ab Werk vorinstalliert sind. Bluetooth-Headsets wie die JBL Everest 110 GA kommen mit Google Assistant und auch Harman/Kardon setzt bei Soundbars und Lautsprechern auf diese Technik. Bei der vielversprechenden Soundbar JBL Link Bar wurde aber auch die Abhängigkeit von Google deutlich, da dieser Lautsprecher, der mit Android TV und dem Google Assistant als multimediale Zentrale im Wohnzimmer dienen könnte, nun aber doch nicht vor dem Frühjahr 2019 in Deutschland erscheinen wird, weil der Suchmaschinen-Gigant die Software dafür nicht rechtzeitig bereitstellen kann.

 

Dafür setzt Archos aus Frankreich voll auf den Trend, dass Kunden mehr und mehr auch einen Bildschirm in einem smarten Assistenten verbaut haben möchten, weil manche Antworten audiovisuell besser zu verstehen sind. So manches Rezept lässt sich nun mal besser ablesen, als dass man sich die Zutatenliste vorlesen lässt. Der Archos Hello kommt mit 5, 7 oder 10 Zoll Display für 149 bis 229 Euro auf den Markt. Ersterer besitzt eine Qi-Ladestation auf der Oberseite und eine Kamera, die mit einer Blende manuell verschlossen werden kann. Alle drei Produkte verfügen über einen Akku und haben Android 8.0 Oreo als Betriebssystem vorinstalliert.

 

 

Auch Blaupunkt zeigte einen Sprachassistenten, der ganz ohne Kabel direkt in die Steckdose gesteckt wird. Mit seiner Chromecast-Funktion dient er ausßerdem als WLAN-Lautsprecher. Die unverbindliche Preisempfehlung für den PVA 100 liegt mit rund 140 Euro aber recht hoch. Auch wenn der Google Assistent auf diese Weise Platzsparend und ohne Kabelsalat in Betrieb genommen werden kann, liegt ein realistischer Verkaufspreis eher unter 100 Euro. Ebenfalls von Blaupunkt und erstaunlicherweise ohne Sprachassistenten wurden Beistelltisch mit integrierter Ladefunktion, Akku und Bluetooth-Lautsprechern gezeigt, die ihren Weg aber bisher nicht in den deutschen Einzelhandel gefunden haben.

 

Noch ein Sprachassistent

 

Der Kampf der Assistenten ist noch nicht geschlagen. Google und Amazon haben durch ihre Öffnung zur Implementierung ihrer Assistenten für andere Hersteller die Möglichkeit geschaffen sich weiter auszubreiten. Microsoft hat Cortana, doch sie ist mehr die Mitgift bei Windows 10 als Helfer im Alltag. Apple hat Siri, die ab Dezember auch in Deutschland in einem Lautsprecher wohnt, der HomePod heißt und eher etwas für größere Geldbeutel ist. Ob Samsung jemals Bixby unsere Sprache beibringen wird, bleibt abzuwarten.

 

 

German Auto Labs versucht es nun mit der Eigenentwicklung "Chris", um Automobile mit einem digitalen Beifahrer nachzurüsten, der Whatsapp-Nachrichten und SMS vorlesen und versenden kann, als Freisprecheinrichtung und Bluetooth-Lautsprecher dient und als Navigationssystem mit Karten aus über 100 Ländern navigiert und Richtungspfeile auf dem runden 2,1 Zoll Display anzeigen kann. Steuern lassen soll sich Chris aber nicht nur per Sprache, sondern auch mit Gesten. Um alle Funktionen nutzen zu können muss das Gerät, das an der Windschutzscheibe befestigt wird, per Bluetooth mit einem Smartphone gekoppelt werden, sollte eine Verbindung zum Internet und an das 12 Volt Bordnetz haben, da der integrierte Akku nur für 1 Stunde Betrieb reicht. Bestellt werden kann Chris für 299,99 Euro.

 

Motorola stellt zwei Handys vor und bringt das falsche nach Deutschland

 

Am Freitag hatte dann die Telekom zu einer Pressekonferenz geladen, deren Inhalt wir in einem eigenen Artikel zusammengefasst haben. Nachdem Wiko mit dem View 2 Plus, dem View 2 Go und dem Harry 2 drei neue Smartphones vorgestellt hatte, ging es zu einer kurzen Stippvisite am Stand von Motorola, wo es das Motorola One zu sehen gab. Das Mittelklasse-Smartphone ist Teilnehmer am Android One Programm und bekommt somit mindestens zwei Versions-Updates des Betriebssystems und wird drei Jahre lang mit Sicherheitsupdates versorgt. Im Oktober soll das Handy für rund 300 Euro noch mit Android Oreo auf den Markt kommen und schon kurze Zeit später Android 9.0 Pie bekommen. Zu dem Versprechen des Herstellers wird dann auch noch eine Aktualisierung auf Android Q gehören.

Mit Notch und großem Akku: das Motorola One Power - © handytarife.de

Der verbaute Prozessor ist hingegen nicht mehr taufrisch, das Display löst nicht besonders hoch auf, wogegen es eine "trendige" Notch hat und Metall im Gehäuse verarbeitet wurde. Motorola setzt die Schwerpunkte hier also anders als HTC mit dem U12 life. Auch mit der Update-Garantie wird es das Motorola One mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 299 Euro insbesondere gegen die Konkurrenz aus dem Hause Nokia schwer haben. Wir hatten auf der IFA auch das Motorola One Power in der Hand, dass mit deutlich besseren Spezifikationen auf dem Datenblatt und einem riesigen 5000 mAh Akku daherkommt. Dieses Modell wird es aber vorerst nicht in Deutschland geben.

 

Huawei kündigt Mate 20 Reihe für Oktober an

 

Kurze Zeit später hielt Richard Yu von Huawei – wie letztes Jahr – einen Vortrag, in dem er den neuen Top-Prozessor aus eigenem Hause vorstellte und zudem das Huawei Mate 20 als erstes Handy mit diesem Chip für den 16. Oktober ankündigte. Hier stellte der Chef der Smartphone-Abteilung auch den "AI Cube" als LTE-Router mit SIM-Karten-Steckplatz und Alexa als Sprach-Assistent vor. Während es die ebenfalls präsentierten neuen Farben für das Huawei P20 Pro "Morpho Aurora" und "Nature’s White" auch nach Deutschland schaffen sollen, gilt dies nicht für die beiden exklusiven Varianten mit Leder-Rücken und mehr Speicher. Für das Huawei P20 Pro bekamen die Chinesen übrigens auf der IFA von handytarife.de den Mobilfunk-Award für das „Handy des Jahres“ verliehen.

Mit dem Huawei Mate 20 lite erhält künstliche Intelligenz in der Mittelklasse Einzug. - © handytarife.de

Ganz nebenbei, abseits der Bühne, zeigten die Chinesen dann auch das Huawei Mate 20 lite als ersten Vorboten der neuen Phablets, aber ohne den Kirin 980 Prozessor. Ein haptisch ansprechendes Smartphone, das beim Design große Ähnlichkeit zum Huawei Mate 10 Pro aufweist. Es wurde wieder viel Glas verbaut und auch in diesem Smartphone wohnt nun eine künstliche Intelligenz, die beim Fotografieren helfen, den Akku länger halten lassen und sie Sprachqualität bei Telefonaten verbessern soll. Die Bildschirmdiagonale beträgt 6,3 Zoll und bis 6. September gibt es für alle Vorbesteller des Smartphones und Saphire Blue oder Schwarz einen Amazon Echo im Wert von 99,99 Euro dazu. Die Auslieferung beginnt am 7. September, dann auch in gold, bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 399 Euro ohne Vertrag.

 

Blick auf zwei Exoten

 

Dass einige Hersteller im Trubel der Messe untergehen, ist ganz normal. Bei der schieren Größe der IFA kann nicht jeder Hersteller besucht, jedes Produkt begutachtet werden. Wir haben uns dieses Jahr aber auch die Zeit genommen bei Sharp vorbeizuschauen. Der Produktverantwortliche erklärte uns, dass der Gründer der Firma auch der Erfinder des mechanischen Stiftes mit Bleistiftminen ist, dem so beworbenen „Ever-Ready Sharp Pencil“, woraus sich später der Firmenname abgeleitet haben soll. Der Hersteller hat schwierige Jahre hinter sich, nachdem es hohe Verluste im Geschäft mit LCD-Flachbildschirmen eingefahren hatte.

 

Mittlerweile gehört Sharp zu Foxconn, einem der weltweit größten Elektronik- und Computerteile Hersteller aus Taiwan. Derzeit kauft Sharp nach und nach die Rechte am eigenen Namen zurück, die zuvor an andere Hersteller veräußert wurden, damit diese unter einer Lizenz den Namen auf ihren Produkten verwenden durften. So will Sharp wieder zu einem sogenannten Vollsortimenter werden, vom Fernseher bis zum Kühlschrank alles herstellen und verkaufen.

Das Sharp Aquos D10 hinterlässt haptisch einen guten ersten Eindruck. - © handytarife.de

Neben dem TV-Geschäft wagt man in Europa nun den Einstieg in den Smartphone-Markt – genauer gesagt hat man den schon vor ein paar Monaten mit dem Sharp B10 und Aquos C10 vollzogen und will mit dem Aquos D10 nun den nächsten Schritt machen. Das Handy besitzt einen 5,99 Zoll FullHD-Bildschirm, eine Dual-Kamera auf der Rückseite, einen Mittelklasse-Prozessor, 64 Gigabyte Speicher, wird mit Android 8.0 ausgeliefert und besteht für einen Preis von 399 Euro zum Großteil aus Glas.

 

Doro strebt eine 360-Grad-Lösung an

 

Bei unserem Termin mit Doro wurde uns verraten, dass das Doro 7060 im Gewand eines klassischen Klapphandys noch dieses Jahr mit Facebook, Whatsapp und Google-Apps darauf installiert zu kaufen sein soll. Das könnte die passende Alternative für alle sogenannten Best-Ager sein, die sich nicht mehr groß umgewöhnen, aber dennoch zum Beispiel Teil einer Familen-Whatsapp-Gruppe sein wollen. Zudem zentralisiert das schwedische Unternehmen unter „MyDoro“ die Möglichkeit Kontakte und Termine aller Handys des Herstellers die wenigstens 3G-fähig sind zu verwalten.

Dank des Betriebssystems KaiOS können Apps auf dem Doro 7060 installiert werden. - © handytarife.de

Die Android-Smartphones mit der eigenen Benutzeroberfläche lassen sich in dem Portal sogar per vorinstallierten TeamViewer von jemand anderem fernwarten. In MyDoro können anderen Benutzer Rechte zugeteilt werden, sodass es den Kindern oder Enkeln ermöglich werden könnte, Einstellungen an dem Mobiltelefon vorzunehmen. Zudem soll hier auch die Funktion der Notruftaste um eine kostenpflichte Notrufzentrale erweitert werden können.

 

In der Basis-Version werden fünf SMS an vorher festgelegte Nummern geschickt, die das Hilfegesuchen und den Standort enthalten. In Schweden betreibt Doro eine eigene Notrufzentrale und in England hat man einen solchen Dienstleister kürzlich gekauft, um dort nächstes Jahr eine solche Leistung in MyDoro hinzubuchen zu können. In Deutschland verhandelt man mit bestehenden Diensten für eine Kooperation. Als nächstes sollen in dem Portal auch Smart-Home-Geräte eingebunden werden können.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de

Nützliche weiterführende Informationen:

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Huawei P20 Pro im Test

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