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Huawei

Huawei P10

Android 7.0 | 5.1 Zoll | 20 MP
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Huawei P10 im Test: Leica die dritte

„Die besten Selbstporträts aller Zeiten“ verspricht Huawei mit dem P10 durch die von Leica mitentwickelte Frontkamera. Verantwortlich zeichnet sich eine neue Software zur Gesichtserkennung, die auch die Dual-Kamera auf der Rückseite bereichert. Ob das für den Smartphone-Olymp reicht, klärt der ausführliche Test von handytarife.de.

Huawei hat mit dem P10 und P10 Plus zwei neue Mobiltelefone beim Mobile World Congress vorgestellt, die als Design-Serie besonders mit ihrem Aussehen punkten wollen. Deswegen sind die neuen Smartphones aus in auffälligen Farben erhältlich. Die beiden Handys unterscheiden sich nicht nur in ihrer Größe, weil das von uns getestete P10 mit einem 5,1 Zoll FullHD-Bildschirm aufwartet und die Phablet-Version mit 5,5 Zoll und QuadHD auftrumpft. Letztere besitzt mit 6 Gigabyte auch 2 Gigabyte mehr Arbeitsspeicher, mit 128 Gigabyte doppelt so viel internen Speicher, einen größeren Akku und hat mit einer anderen Kamera auf der Rückseite das Potenzial eine bessere Performance bei schwachem Licht zu bieten, da ihre Blende denselben Wert aufweist wie das Samsung Galaxy S7.

 

Design & Verarbeitung: Schickes, flaches Metallgehäuse

 

Da sag nochmal einer, alle Smartphones sähen gleich aus! Huawei verabschiedet sich beim P10 von dem Fingerabdrucksensor auf der Rückseite und legt ihn als Kuhle im Corning Gorilla Glas 5 unter das Display, wie wir es auch vom Huawei Mate 9 Porsche Design kennen und dabei stark an das HTC 10 erinnert. Während bei letzterem aber nur die Fingerabdrücke erkannt werden können, kann bei Huawei eingestellt werden, ob der Sensor auch zur Bedienung das Android 7.0 Betriebssystems genutzt werden soll, sodass die Onscreen-Tasten ausgeblendet werden. Dann gelangt man durch Wischen über die Kuhle im Glas zu allen im Hintergrund geöffneten Apps, per kurzer Berührung zurück und langes Drücken ersetzt die Home-Taste. Wischen vom rechten Rand hoch in die Anzeige öffnet Google Now und in Zukunft wohl auch den Google-Assistent, wenn sich die Gerüchte bewahrheiten.

4 Farben des Huawei P10 sind im Bild zu sehen, es fehlt "Greenery" - © handytarife.de

Besonders intuitiv ist diese Bedienung aber leider nicht, weil sich die Gesten nicht personalisieren lassen. Da die Home-Taste im Alltag häufiger zum Einsatz kommt, hält der lange Druck auf den Fingerabdrucksensor eher auf. Eine kurze Berührung wäre hier praktischer. Dann würde die Wischgeste „zurück“ führen und die übrig gebliebenen Befehle könnten auf den Taskmanager und Google verteilt werden. Zur Bedienung der Benutzeroberfläche, wie Huawei es auch bei den auf der Rückseite platzierten Fingerabdrucksensoren macht, wäre der Platz unter dem Bildschirm gut genutzt. So ist zu prophezeien, dass mit dem LG G6 und Samsung Galaxy S8 eingeleiteten Trend zu deutlich schmaleren Rändern über und unter dem Bildschirm auch Huawei wich wieder davon abwenden wird. Trotzdem handelt es sich um ein tadellos verarbeitetes, haptisch ansprechendes Handy, das wieder ohne Kamera-Buckel auskommt.

 

Apps & Bedienung: Schnelle, starke Hardware

 

Hat man sich an die Bedienung per Fingerabdrucksensor gewöhnt oder ist bei den Onscreen-Tasten geblieben, steuert man durch die seit dem Mate 9 deutlich bessere Benutzeroberfläche EMUI 5.1, die als Startbildschirmstil in den Einstellungen nun auch den Modus „Drawer“ anbietet, der ein App-Menü hinzufügt, statt alle Anwendungen auf den Startbildschirmen abzulegen, wies es beim iPhone der Fall ist. Wem das besser gefällt, kann diese Organisation aber weiterhin nutzen. Dabei vereinfachen die Huawei Apple- und Android-Nutzern den Umstieg auf die eigenen Smartphones mit der App „Phone Clone“ lassen sich die Daten von dem alten Smartphone einfach übertragen.

Der Telefonmanager hilft in vielen Lebenslagen - © Screenshot

Dabei ist das Performance des Huawei P10 über jeden Zweifel erhaben und beweist im Alltag genug Reserven, um auch aufwendige Spiele flüssig abzuspielen. Der vorinstallierte Telefonmanager hilft dabei das System zu optimieren und zu schützen und mit „Datensicherung“ lässt sich ein vollständiges Backup des Mobiltelefons erstellen, was im Vergleich mit der Konkurrenz mit Android-Betriebssystem nicht selbstverständlich ist. Zur Sicherung stehen 64 Gigabyte interner Speicher zur Verfügung, der mit einer MicroSD-Karte erweitert werden kann.

 

Foto & Video: Monochrom und farbenfroh

 

Das Huawei P10 schießt sehr gute Fotos, kommt mit seiner 2,2 Blende bei schwachen Lichtverhältnissen aber trotz optischem Bildstabilisator nicht an die Konkurrenten von Samsung und Apple heran. Dennoch ermöglicht die einfache Benutzeroberfläche jedem – auch ohne Profi-Wissen – ordentliche Aufnahmen. Viele Filter, die Möglichkeit Farben kräftiger oder weicher oder Fotos nur in schwarz-weiß mit der monochromen 20 Megapixel Linse aufzunehmen bringen im Alltag eine Gestaltungsvielfallt, die ihresgleichen sucht.

 

Huawei P10
Huawei P10
     
Toller Bokeh-Effekt bei der Detail-Aufnahme sowie realistische...
(Klick zum Originalbild)
...Farben und Schärfe zeichnen die Fotos des P10 aus.
(Klick zum Originalbild)

 

Im Zusammenspiel mit der 12 Megapixel für Farb-Fotos erzeugt das P10 den insbesondere in den Sozialen Netzwerken beliebten Bokeh-Effekt, der die Fokussierung eines Bildbereichs ermöglicht, während der Rest der Aufnahme unscharf ist. Diesen Effekt hat Huawei in Zusammenarbeit mit Leica für Selfies verbessert, indem die Software Gesichter erkennt und den Bildbereich Drumherum unscharf darstellen kann. Das gelingt mit der 8 Megapixel Kamera auf der Front aber nicht so akkurat, wie mit der Dual-Lens auf der Rückseite. Videos in bis zu 4K runden den positiven Gesamteindruck ab.

 

Internet. E-Mail & Multimedia: Funkt auf allen Frequenzen

 

Leider verzichtet Huawei auf die Erweiterung des internen Speichers per „Adoptable Storage“. Das ist kein Beinbruch bei 64 Gigabyte, an deren Lese- und Schreibgeschwindigkeit eine Speicherkarte auch nicht nur annähernd herankommt. Ins Internet geht es per 3G und LTE mit bis zu 600 Mbit/s im Download. Vorinstalliert ist dafür der Chrome-Browser von Google. Die Eingabe der Internetadressen und sämtlicher Texte erfolgt über die übersichtliche Swiftkey-Tastatur.

Das helle, große Display und die Swiftkey-Tastatur sichern den bequemen Zugang zum WWW. - © Screenshot

Beim Sound schludern die Chinesen etwas. Das macht das Huawei P10 nicht zur Blechbüchse, aber ein besserer Klang wäre in dieser Preisklasse wünschenswert. Das betrifft nicht nur den Lautsprecher, der laut genug ist, um als Freisprecheinrichtung seinen Zweck zu erfüllen, aber nicht als Ersatz für Musik-Boxen beim Picknick. Genauso ist das Musikhören mit Kopfhörern nicht auf hohem Niveau möglich. Dafür verfügt das Smartphone aber wenigstens noch über eine 3,5 mm Klinkenbuchse, zu der sich ein moderner USB-Type-C-Anschluss gesellt, über den der 3200 mAh Akku mit dem speziellen, mitgelieferten Netzteil sehr schnell aufgeladen werden kann.

 

Fazit: Nearly there!

 

Die P-Serie von Huawei steht seit je her für Design. Mit Blick auf die Neuheiten von LG und Samsung, die nun in der Disziplin noch mehr Bildschirm auf der Front bei immer schmaleren Rändern unterzubringen Maßstäbe setzen, womit Huawei bisher immer punkten wollte, wird das P10 recht stark in die Rolle eines schicken Klassikers drängt, der nicht mit Design-Innovationen auf sich aufmerksam macht. Dafür muss dann schon blau und grün als auffällige Farben in der Smartphone-Branche herhalten.

 

Technisch ist am Huawei P10 nichts auszusetzen, auch wenn es kein Leuchtturm-Projekt ist, wie es andere Flaggschiffe der Konkurrenz sein wollen. Im Alltag geht dem P10 weder aufgrund der verbauten Chips, noch wegen eines zu kleinen Akkus die Puste aus und alle drei verbauten Kameras bieten - insbesondere für alle, die in den Sozialen Netzwerken zuhause sind - viele kreative Möglichkeiten, um die Umwelt mit Selfies und anderen schönen Fotos zu beglücken. Für den Smartphone Olymp reicht es damit nicht, aber die Chinesen stehen auf der Schwelle.

 

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Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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