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Huawei

Huawei P20 Pro

Android | 6.1 Zoll | 40 MP
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Huawei P20 Pro im Test: Die Triple-Kamera ist ein Quantensprung

Chapeau nach China! Huawei hat mit dem P20 Pro richtig Leistung auf die Straße gebracht. Die Kamera stellt für den Otto-Normal-Verbraucher und nicht nur für Profis im Alltag einen Mehrwert dar. Für den ersten Platz reicht es aber nicht ganz. Im ausführlichen Testbericht von handytarife.de erfahren Sie warum.

In Paris wurde die Renaissance der Fotografie unter dem Hashtag #seemooore eingeleitet, wobei jedes „o“ für eine Kameralinse steht. Richtig gelesen – das Huawei P20 Pro ist das erste Smartphone mit Triple-Kamera. Diese bringt in Kombination mit der neuen „Master AI“ - den nicht ganz so umfangreichen Vorgänger der künstlichen Intelligenz kennen wir bereits aus dem Huawei Mate 10 Pro - einen nie dagewesenen Funktionsumfang. Gleichzeitig bietet das Huawei P20 Pro wie die Mate-Reihe einen 4000 mAh Akku. Kannibalisieren die Baureihen der Chinesen sich damit selber?

 

Design & Verarbeitung: Viel Glas und ein Buckel

 

Der blitzschnell reagierende Fingerabdrucksensor ist wie schon beim Huawei P10 auf der Front geblieben. Allerdings hat sich durch das 6,1 Zoll OLED-Display im 19:9 Format der Platz dafür deutlich verringert, sodass er ein wenig reingequetscht aussieht. Auf die Funktion hat das aber keinen Einfluss. Ganz besonders deutlich wird das Wachstum des Bildschirms am oberen Rand, der bis auf eine kleine Aussparung - eine sogenannte "Notch" - ganz nah an den Rahmen heranreicht. Die Notch kennen wir bereits vom iPhone X. Beim P20 Pro fällt sie deutlich kleiner aus. Das liegt daran, dass die Chinesen hier nur Hörmuschel, 24 Megapixel Selfie-Cam, Helligkeitssensor und eine kleine Benachrichtigungs-LED verbauen. Im besagten iPhone befindet sich hier auch eine Infrarot-Kamera für das Entsperren per Gesicht.

Unser Testgerät gefiel in blau. Es gibt aber auch klassisches Schwarz oder das auffällige "Twilight" mit Farbverlauf - © handytarife.de

Diese Form des Entsperrens beherrscht Huawei zwar grundsätzlich auch über die Frontkamera, ist aber ohne die deutlich raffiniertere Technik von Apple auch nicht so sicher und im Dunkeln unbrauchbar. Die Positionierung der Kameras und der Beschriftung auf der gläsernen und auch sehr glatten Rückseite deuten auf eine gängige Haltung im Querformat hin - es handelt sich also auch aus Sicht der Designer ganz klar um ein klassisches Kamera-Smartphone, obwohl Hochkant spätestens seit Snapchat mittlerweile auch etabliert ist. Bei dem gefälligen Design und den fließenden Formen stört allerdings der Kamerabuckel. Und der Druckpunkt der Lautstärkewippe könnte präziser sein.

 

Apps & Bedienung: Flott und gut ausgestattet

 

Der hauseigene Kirin 970 Prozessor leistet, wie schon im großen Bruder Mate 10 Pro, zusammen mit 6 GB Arbeitsspeicher hervorragende Dienste. Die 128 GB des internen Speichers sind nicht erweiterbar. Den meisten Nutzern wird dies reichen, allerdings bedarf es so mit der an sich sehr guten Backup-Funktionalität beim Umstieg von einem Huawei-Smartphone auf ein anderes eines Umweges über den PC oder die Übertragung der Daten in die Cloud. Ab Werk vorinstalliert ist das aktuelle Android 8.1 Betriebssystem und die gefällige Huawei-Benutzeroberfläche EMUI 8.1.

Wie's beliebt: klassische Android-Buttons, ein Software-Button à la iPhone X oder der Fingerabdrucksensor wird zur multifunktionalen Taste. - © Screenshot / handytarife.de

Darin lässt sich der Fingerabdrucksensor als Steuertaste einrichten. So verschwinden die Android-typischen Schaltflächen am unteren Rand des Bildschirms und alle Befehle lassen sich über die Sensor-Fläche eingeben. Übrigens kann die Notch auch über die Software ausgeblendet werden. Dann bleibt der Hintergrund des Bildschirms rechts und links von dem Ausschnitt schwarz, zeigt aber weiterhin Benachrichtigungen und Informationen zu Netz, Uhrzeit und Akku an. "Easy Projection" nennt Huawei die Funktion, das P20 Pro mithilfe des USB-Type-C-Anschlusses mit Display Port und eines HDMI-Adapters zum PC-Ersatz machen zu können.

 

Foto & Video: Mehr Kameras machen den Unterschied

 

In der Standard-Einstellung schießt das Huawei P20 Pro Fotos mit 10 Megapixeln, obwohl auch eine 40 Megapixel-Linse verbaut ist. Diese Voreinstellung sollte auch beibehalten werden, da nur so das sogenannte Quad-Binning zum Einsatz kommt. Damit werden 4 Pixel kombiniert, um mehr Licht einzufangen. Denn die Fotos, die mit 40 Megapixeln aufgenommen werden, erscheinen schnell dunkler. Bei guten Lichtverhältnissen macht die große Linse aber auch sehr gute Aufnahmen. Der Sensor, der zur Verarbeitung der Bilder zum Einsatz kommt, ist laut Huawei deutlich größer als bei Samsung und bei Apple, weswegen man die Kamera aus dem Gehäuse herausstehen lassen musste.

 

Huawei P20 Pro
Huawei P20 Pro
     
Das Kirschblütenfest zieht in Bonn Einheimische wie Touristen an, auf diesem Foto hat die künstliche Intelligenz allerdings...
(Klick zum Originalbild)
...den Schwerpunkt auf den blauen Himmel gelegt, dafür bekommen die wenigsten mit ihrem Handy die Blüten nahezu verlustfrei so nah heran.
(Klick zum Originalbild)

 

Die Monochrom-Linse löst mit 20 Megapixeln auf und schließt beinahe bündig mit der Glasrückseite ab, wie es auch schon beim Huaweit Mate 10 Pro der Fall ist. Die dritte Linse löst mit 8 Megapixeln auf und wird durch die 40 MP Linse auf 10 MP angereichert. Ihr herausragendes Merkmal ist, dass sie einen echten, dreifachen optischen Zoom ermöglicht, der auch als 5-facher Hybrid Zoom noch sehr gute Ergebnisse erzielt. Da hier aber eine deutlich kleinere Blende zum Einsatz kommt, wird diese Performance bei Dunkelheit nicht aufrechterhalten.

 

Huawei P20 Pro
Huawei P20 Pro
     
Beeindruckend ist die hohe Lichtausbeute auch bei Dunkelheit und - ganz wichtig in den...
(Klick zum Originalbild)
...Sozialen Netzwerken - ist, dass die künstliche Intelligenz auch das Essen ins rechte Licht rückt.
(Klick zum Originalbild)

 

Dunkelheit ist ein wichtiges Stichwort beim Huawei P20 Pro, denn es schießt selbst bei Nacht sehr gute Fotos. Das klappt dank der drei oben beschriebenen Linsen und der "AI Image Stabilization", an der auch eine optische Bildstabilisierung wenigstens ihren Anteil hat (wie iFixit herausgefunden hat). Die künstliche Intelligenz im Huawei P20 Pro wählt den richtigen Modus und stabilisiert das Bild, damit es trotz langer Belichtung nicht verwackelt. Der Fotografie-Assistent hilft bei der Bildkomposition, zum Beispiel um Gruppen ins rechte Licht zu rücken oder durch einblenden von Hilfslinien. Es gibt eine zweifarbige Foto-LED auf der Rückseite und die Frontkamera beherrscht einen speziellen Porträt-Modus für ansehnliche Selfies, ähnlich wie beim Apple iPhone 8 Plus. Videos können in bis zu 4K und in Super-Zeitlupe aufgenommen werden, wobei letztere eine Herausforderung für das richtige Timing ist.

 

Internet, E-Mail & Multimedia: Nahezu Vollausstattung

 

Die Ausdauer des P20 Pro liegt auf dem sehr hohen Niveau des Mate 10 Pro mit gut 1,5 Tagen Akkulaufzeit. Mithilfe von Huaweis "Super Charge" ist der Energiespeicher nach 115 Minuten auf 100% und über 50% in 30 Minuten aufgeladen. Es gibt eine Single- und eine Dual-SIM-Variante, die beide im LTE-Netz - den passenden Tarif vorausgesetzt - bis zu 1200 Mbit/s im Download schaffen können. Leider haben die Chinesen auf die drahtlose Ladetechnologie “QI“ verzichtet, ebenso wie auf den neusten Bluetooth-Standard 5.0. Aber NFC, alle gängigen WLAN-Standards und eine Infrarotschnittstelle sind mit an Bord.

Der vorinstallierte Chrome-Browser und die Google-Tastatur harmonieren auf dem Bildschirm in 19:9 - © Screenshot / handytarife.de

Die IP67-Zertifizierung garantiert den Schutz vor Wasser und Staub. Eine Displayschutzfolie ist ab Werk auf dem Bildschirm aufgebracht und im Lieferumfang sind eine transparente Handyhülle und ein USB-C-auf-Klinken-Adapter enthalten, da Huawei beim P20 Pro auf den klassischen Kopfhöreranschluss verzichtet hat. Beim Thema Klang machen die Chinesen leider auch einen Rückschritt: das eingesetzte Dolby Atmos erreicht nicht die Qualität der Histon-Soundeffekte des Mate 10 Pro. Dafür ist der Klang der Lautsprecher besser als beim großen Bruder.

 

Fazit: Sieg beim Klang aus der Hand gegeben

 

Das war knapp! Aber das Huawei P20 Pro schafft es nicht ganz an die Spitze der Bestenliste, weil es beim Klang mit Kopfhörern Punkte liegen lässt. Dennoch handelt es sich um ein hervorragendes Smartphone mit einer herausragenden Kamera. Zur Aufmerksamkeit für das aktuelle Top-Smartphone hat auch die neue Farbe „Twilight“ beigetragen, die auf der Rückseite einen Farbverlauf von Türkis zu Violett bildet, letzterer Farbton erinnert bestimmt nicht nur von ungefähr an "Ultra Violett" als "PANTONE COLOR OF THE YEAR 2018" und das Samsung Galaxy S9 in "lilac-purple" erinnert.

 

Kannibalisierung der Mate-Reihe? Der Preisunterschied zwischen den beiden Geschwistern liegt mit Vertrag über zwei Jahre bei rund 150 Euro. Dafür bekommt man zwar beim Mate 10 Pro den etwas besseren Klang, aber im P20 Pro ein wirklich tolle Kamera, ein noch frischeres Design und den ebenso großen Akku für lange Arbeitstage. Da wird es die Mate-Reihe nicht leicht haben. Wenigstens solange die Features des Porsche Design Mate RS mit dem Fingerabdrucksensor im Display, drahtlosem Laden und die im Gehäuse versenkter Triple-Kamera Einzug halten. Dafür werden derzeit aber auch über 1500 Euro aufgerufen.

 

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Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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