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Huawei

Huawei P30 Pro 128GB Dual SIM

Android | 6.47 Zoll | 40 MP
handytarife.de Testurteil:
(4,6)
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Huawei P30 Pro im Test: Die Kompaktkamera hat ausgedient

Die neue Huawei P30-Serie wurde am 26. März 2019 in Paris präsentiert. Wie schon bei dem Vorgänger setzen die Chinesen auf Fotografie bei schlechtem Licht und eine Zoom-Funktion. Dabei bildet das Huawei P30 Pro die Speerspitze mit der nun neusten Technologie seiner Handy-Kameras in Zusammenarbeit mit Leica.

Elliot Erwitt’s ständiger Begleiter ist seine Leica-Kamera. „Die besten Dinge passieren, wenn du gerade irgendwo mit einer Kamera unterwegs bist.“ Er sagte auch mal sinngemäß, dass wenn man keine Kamera bei sich trägt, dann sieht man besondere Bilder, oder zumindest glaubst man, diese zu sehen. Wenn man die Kamera aber dabei hat, dann kann man die Bilder mitnehmen. Mit dem Huawei P30 Pro hat man – wie auch mit dessen Vorgängern seit dem Huawei P9 – immer eine Leica-Kamera dabei.

 

Das P9 kam im Jahr 2016 auf den Markt, sieben Jahre nachdem der Fotograf Chase Jarvis die iPhone-App “The Best Camera” herausbrachte und den Foto-Band „The Best Camera Is The One That's With You“ veröffentlichte, indem er nur Aufnahmen zeigte, die er mit seinem iPhone aufgenommen hatte. Spätestens seitdem war der Satz “die beste Kamera ist die, die man gerade dabei hat” in den Wortschatz der Technik-Journalisten übergegangen, um zu beschreiben, dass Handy-Kameras zwar den Fotoapparat nicht ersetzen können, aber es doch besser ist, ein Foto mit dem Mobiltelefon gemacht zu haben, als es nicht gemacht zu haben. Dabei schwang aber immer mit, dass bei dem Ergebnis Abstriche gemacht werden müssen. Diese Zeit ist nun vorbei. Die Kompaktkamera hat ausgedient.

 

Design & Verarbeitung: Neue Farbpalette

 

Beim Huawei P30 Pro hat nun auch das Curved-Design des Displays mit zu den Längsseiten hin gebogenen Rändern Einzug gehalten. Dabei ist der Rand über dem Bildschirm im Vergleich zum Huawei Mate 20 Pro nochmal schmaler geworden, was in einer noch größeren Anzeige mit 6,47 Zoll resultiert. Verzichtet haben die Chinesen dafür auf die 3D-Technologie, um das Gesicht zum Entsperren zu scannen und die klassische Hörmuschel. Nun wird der obere Teil des Display-Glases in Schwingung gebracht, um die Stimme des Gesprächspartners zu übertragen.

Sehr viel Bildschirm hat das Huawei P30 Pro auf der Vorderseite zu bieten. Das Highlight des Smartphones ist aber auf der Rückseite zu finden. - © handytarife.de

Huawei verbaut kein besonders kratzfestes Glas. Deswegen ist es ratsam eine Schutzfolie anzubringen. Da die Farbe Twilight beim Huawei P20 Pro so begeistert aufgenommen wurde, gibt es bei dem hervorragend verarbeiteten P30 Pro nun eine größere Farbauswahl. Neben schwarz und weiß gibt es einen türkis-blauen Farbverlauf mit dem Namen „Aurora“ und eine Rückseite mit einem hellblau-lilanen Übergang namens „Breathing Crystal“. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es auch noch eine rot-orangene Variante geben, die „Amber Sunrise“ getauft wurde.

 

Apps & Bedienung: Mehr Displayfläche dank Gestensteuerung

 

Die Leistung des P30 Pro ist mehr als alltagstauglich. Das Smartphone setzt auf den aktuellen Top-Prozessor aus eigenem Hause, der in Bechmarks eine etwas niedrigere Performance aufweist, als zum Beispiel das Samsung Galaxy S10, doch langsam ist das Huawei-Smartphone deswegen nicht. Dank OLED-Technologie des Bildschirms, bei dem jeder Pixel einzeln an- und ausgeschaltet werden kann, bietet sich die Always-On-Funktion zur permanenten Anzeige von Uhrzeit und Datum auch deswegen an, weil das Huawei P30 Pro keine Benachrichtigungs-LED besitzt. Nun wird zum Beispiel der Eingang einer Whatsapp-Nachricht durch die Darstellung des Logos des Messenger-Dienstes signalisiert.

Huawei hilft beim Umzug der Daten vom alten Smartphone. Handelt es sich um mehrere Gigabyte, sollte man diese in Etappen übertragen und es werden nicht unbedingt alle Daten übertragen, wobei am Ende zumindest gemeldet wird, in welchen Fällen es nicht möglich war. - © Screenshot / handytarife.de

Der moderne USB-C-Anschluss ist DisplayPort-fähig. So kann das Handy mit dem passenden Adapter an einen größeren Bildschirm per HDMI angeschlossen werden. Die EMUI-Benutzeroberfläche, die hier auf Android 9 aufgesetzt wurde, verfügt dabei auch über einen Desktop-Modus, der über das einfache Spiegeln der Anzeige hinausgeht und an einen PC erinnert. Der Fingerabdrucksensor ist im Bildschirm untergebracht. Er liegt deutlich näher am unteren Rand als beim Huawei Mate 20 Pro, bei dem der Daumen deswegen weniger verrenkt werden muss. Das Entsperren mit dieser optischen Technik ist langsamer und nicht ganz so zuverlässig, wie die vorangegegangene Generation Fingerabdrucksensoren. Das Mate 20 Pro hat diese Nachteile mit seiner 3D-Technologie für den Gesichts-Scan besser aufgefangen.

 

Foto & Video: Nahezu Vollausstattung

 

In Zusammenarbeit mit Leica entsteht die Kamera-Technologie von den Flaggschiffen von Huawei. Seit dem Huawei P9 verbauten die Chinesen mindestens zwei Linsen, wobei eine nur in schwarz-weiß fotografierte. Beim Huawei P20 Pro blieb das auch so, wobei hier noch eine dritte Linse für einen dreifachen optischen Zoom zum Einsatz kam. Mit dem Huawei Mate 20 Pro nahm man von dem Monochrom-Sensor Abstand und verbaute ein Super-Weitwinkelobjektiv. Diesen Aufbau hat Huawei auch für das P30 Pro gewählt und im Detail verbessert.

 

Der Hauptsensor verfügt über 40 Megapixel und eine optische Bildstabilisierung, um Erschütterungen herauszufiltern. Die zweite Kamera nimmt Fotos in einem besonders weiten Winkel auf und besitzt eine Auflösung von 20 Megapixeln. Die dritte Linse ist ebenfalls optisch stabilisiert, wobei sie gedreht im Gehäuse sitzt. Das einfallende Licht wird mit einem Prisma ins Gehäuse umgeleitet. So realisiert Huawei nun einen fünffachen optischen Zoom. Die vierte Kamera ist ein sogenannter Time-of-Flight-Sensor, der sich für den Bokeh-Effekt verantwortlich zeichnet und in Zukunft für Augmented-Reality-Anwendungen, zum Beispiel das Vermessen der Umgebung, zum Einsatz kommen könnte.

 

Huawei P30 Pro
 
Huawei P30 Pro
     
Das Rathaus in Bonn künstlicher Intelligenz in Szene......
(Klick zum Originalbild)
  ...gesetzt und anschließend mit 5-fachem optischem Zoom vergrößert.
(Klick zum Originalbild)
huawei P30 Pro
 
Huawei P30 Pro
     
Bei 10-facher Vergrößerung per "Hybrid-Zoom" verknüpft Huawei optischen und digitalen...
(Klick zum Originalbild)
  ... Zoom und das Ende der Fahnenstange ist bei 50-facher Vergrößerung und deutlichen Qualitätseinbußen erreicht.
(Klick zum Originalbild)

 

Statt eines RGGB-Bayer-Sensors setzten die Chinesen nun erstmals einen RYYB-Sensor ein, der statt der Farbe Grün nun Gelb filtert, womit laut Huawei 40 Prozent mehr Licht eingefangen werden soll. Das ermöglicht nun Fotos ohne Blitz, selbst wenn es stockfinster ist. Die „Master-AI“ genannte künstliche Intelligenz hilft beim Fotografieren, kann nun aber auch direkt in der Oberfläche deaktiviert werden – was wir bereits von der Tochtermarke Honor kennen. Die Frontkamera löst mit 32 Megapixeln auf und fertigt schicke Selbstporträts an. Videos können auch in 4K aufgenommen werden.

 

Internet, E-Mail & Multimedia: LTE mit bis zu 1400 Mbit/s

 

128 Gigabyte oder 256 Gigabyte Speicher sind in den meisten Fällen auf einem Smartphone ausreichend. Sollte dies nicht der Fall sein, muss man bei Huawei eine spezielle Lösung zur Speichererweiterung akzeptieren, da dies nur per sogenannter NM-Card in einem noch kleineren Format, als mit der MicroSD-Karte, möglich ist. Sie FullHD+ Auflösung des Bildschirms liegt zwar niedriger als bei Konkurrenten wie dem Samsung Galaxy S10+ oder dem LGV40 ThinQ, doch 398 Pixel pro Zoll reichen im Alltag völlig aus und sind ein guter Kompromiss, um die Laufzeit zu verlängern. Das Huawei P30 Pro glänzt mit einer hervorragenden Ausdauer und sehr kurzen Ladezeit mit "Super Charge", das wir schon aus dem Mate 20 Pro kennen.

Neuerdings installiert Huawei wieder einen eigenen Browser. Als Standard-Tastatur dient die App von Swiftkey. Vorinstalliert sind die Alternativen von Google. Ersatz ist im Play Store zu finden. - © Screenshot / handytarife.de

Huawei hat beim P30 Pro auf eine klassische Klinkenbuchse verzichtet. So muss man mit dem mitgelieferten USB-C-Headset vorliebnehmen. Ein Adapter liegt im Lieferumfang nicht bei. Den Equalizer mit Dolby Atmos muss man mögen. Ist der Effekt deaktiviert, liefert das Huawei P30 Pro einen soliden Klang, der in Kraft und Präzision aber nicht an ein iPhone heranreicht. Mit Bluetooth-Kopfhörern verliert der Klang leider Qualität. Durch den Verzicht auf die klassische Hörmuschel ist Huawei außerdem den Kompromiss eingegangen, keinen Stereo-Sound bieten zu können. So klingt der Lausprecher zwar laut genug, aber etwas dünn.

 

Fazit: Das Huawei P30 Pro - Sargnagel für die Kompaktkamera

 

Auch wenn das Huawei P30 Pro nicht perfekt ist, so leistet es sich keine absoluten Fehltritte und holt in wichtigen Disziplinen ordentlich Punkte. Das ist einerseits die Kamera - oder die Kameras - die zweifelsohne als Kompaktkamera-Killer bezeichnet werden können. Und das ist andererseits die herausragende Ausdauer gepaart mit einer Schnellladefunktion. Performance und Konnektivität sind auf einem sehr hohen Niveau, nur akustisch könnten die Chinesen gerne noch eine Schippe drauflegen.

 

Wer sich ein sehr gutes Kamerahandy ohne Vertrag kaufen möchte, der sollte sich auch das Huawei Mate 20 Pro anschauen. Denn es bietet ebenfalls feine Technik, kann aber mit einem 250 Euro niedrigerem Straßenpreis aufwarten. Mit Vertrag sollte man aktuell ganz genau hinschauen, denn auf die 24-monatige Mindestlaufzeit gerechnet, kostet das Huawei P30 Pro nur rund 60 bis 120 Euro mehr als das Mate 20 Pro mit Vertrag. Das spricht dafür, dass die Provider beim Einkauf der neuen Smartphones eine Menge Spielraum heraushandeln konnten.

 

Das Huawei P30 Pro jetzt günstig leider nicht neu, aber vermutlich über eBay bestellen.

 

 
Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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