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© wolterfoto

Ist ein iPhone die klügere Entscheidung?

Die schwäbische Hausfrau hätte sich ein iPhone gekauft! Das ergibt eine Auswertung der Redaktion von handytarife.de unter Berücksichtigung der anfallenden Kosten für Anschaffung und Wartung solange das Handy mit Software-Updates versorgt wird. Android-Nutzer zahlen hierfür über 500 Euro drauf.

Verivox hat berechnet, dass die Spanne zwischen Materialkosten und Verkaufspreis mittlerweile bei rund 830 Euro pro iPhone liegt. sage und schreibe 832 Euro waren es ganz genau beim iPhone X im letzten Jahr. Nun wurde bekannt, dass die Komponenten des gerade erst vorgestellte iPhone Xs Max mit 256 Gigabyte Speicher rund 383 Euro kosten.

 

Bei einem Verkaufspreis von 1419 Euro liegt hier die Preisspanne sogar bei 1036 Euro. Zum Vergleich: das Samsung Galaxy S9 Plus kam zum Marktstart auf 308 Euro Materialkosten bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 949 Euro. Hier beträgt die Differenz 641 Euro. Doch ist diese Betrachtungsweise zu kurz gedacht, die Empörung über dieses scheinbar gierige Gewinnstreben ungerecht?

 

Materialkosten ≠ Stückkosten

 

Zunächst sagt der Betrag der Materialkosten nichts über die tatsächlichen Kosten aus. Eingerechnet sind hier weder Fertigungskosten, noch Kosten für Werbung, Kundenservice und den Support. Auf letzteren hat die Redaktion von handytarife.de ihren Blick gerichtet und die betriebswirtschaftliche Rechnung der "Total Costs of Ownership", also die Gesamtsumme der Kosten während der Nutzung des Handys mit dem Fokus auf einem stets aktuellen Betriebssystem und einem andauernden Software-Support gerichtet.
 

© Apple

Wir schreiben das Jahr 2013. Apple hat am 20. September das iPhone 5s mit iOS 7 als Betriebssystem in den deutschen Handel gebracht. Damals kostete das Smartphone 699 Euro. Fünf Jahre später, am 17. September 2018, liefert Apple sein Update auf die neuste Betriebssystemversion iOS 12 aus. Auf dem neuen iPhone Xs und dem Xs Max ist die Software bereits vorinstalliert. Nutzer älterer Smartphones können sich die Aktualisierung herunterladen - und das trifft mit dem iPhone 5s auch auf das Mobiltelefon von Apple zu, das in diesen Tagen seinen fünften Geburtstag feiert.

 

Von 2013 bis 2018 – von Android Jelly Bean bis Oreo

 

Nun springen wir nochmals in das Jahr 2013, als am 27. April das Android-Smartphone Samsung Galaxy S4 auf dem deutschen Markt zu einem Straßenpreis von 649 Euro debütierte. Ausgeliefert wurde es mit dem Google-Betriebssystem in der Version 4.4.2. Ab 4. November 2015 erhielt es das letzte Update auf Android 5.0.1, dessen Auslieferung sich OTA (over-the-air), also als Download über das Internet, bis in den Januar des darauffolgenden Jahres zog.

 

Damit endeten der Support von Samsung zwar nicht gänzlich, denn die Südkoreaner versprechen grundsätzlich kritische Sicherheitslücken zu schließen, doch sogenannte Major-Updates des Betriebssystems auf die nächste Versions-Nummer, womit in der Regel auch neue Funktionen mitgeliefert werden, gab es für das Samsung Galaxy S4 nicht mehr.

 

Also musste nun in absehbarer Zeit ein neues Smartphone her. Aus heutiger Sicht machte es mit Blick auf die Software keinen Sinn auf das Samsung Galaxy S5 oder S6 umzusteigen, weil für beide Modelle der regelmäßige Support durch Samsung im April 2018 eingestellt wurde. Das letzte große Update erhielt das Galaxy S5 im April 2016 auf Android 6.0.1 und das Galaxy S6 im April 2017 auf Android 7.0. Wer auch heute noch mit dem Handy ein aktuelles Google-Betriebssystem nutzen möchte, musste sich im Jahr 2016 das Samsung Galaxy S7 zum Straßenpreis von 649 Euro kaufen.

 

Eine Neuanschaffung wird nötig

 

Wenn das Samsung Galaxy S4 da noch ein einem guten Zustand war, dann konnte es bei eBay für durchschnittlich 103,89 Euro verkauft werden. Dieser Betrag wurde sodann in ein neues Handy reinvestiert werden. Das Samsung Galaxy S7 startete am 10. März 2016 im deutschen Handel. Es wurde mit Android 6.0.1 ausgeliefert und erhielt zuletzt im Mai 2018 noch ein sogenanntes Major-Update auf Android 8.0.

 

Sogar der Sicherheitspatch von September 2018 steht zum Download bereit. Derjenige, der sein iPhone 5s seit dem ersten Tag pfleglich behandelt hat, wird über die lange Laufzeit von fünf Jahren wahrscheinlich nicht um einen Tausch des Akkus nach ca. 1000 Ladezyklen herumkommen sein. Dafür zahlte er dann außerhalb der Garantie 79 Euro.

© Piktochart / handytarife.de

Auf den Cent genau kann das so natürlich nicht ausgerechnet werden. Der Wiederverkaufswert des Smartphones auf eBay im Verkaufszeitraum 5. Mai 2016 bis 2. August 2016 von 103,89 Euro ist ein Durchschnittswert. Wer sein Handy immer in einer Hülle trägt, eine Displayschutzfolie verwendet und so Gebrauchsspuren vermeidet, konnte vielleicht einen höheren Verkaufspreis erzielen. Zudem kann nicht als zählbarer Betrag einfließen, welchen Wert die Nutzung eines neueren, besseren Handys hat, in dessen Genuss der Android-Nutzer nach 3 Jahren zwangsläufig kam.

 

Dennoch ergibt sich durch die Brille eines Betriebswirten ein nennenswerter Betrag für die sogenannten Total Costs of Ownership. Apple hat im Nachhinein betrachtet ganz klar die Nase vorn. Ob das auch in Zukunft so sein wird, hängt einerseits davon ab, ob neuere iPhones auch solange mit Updates versorgt werden und andererseits von dem pfleglichen Umgang mit dem eigenen Mobiltelefon.

 

Beim neuen iPhone Xs kostet die Displayreparatur bei Apple 311,10 Euro. Sollte das Glas auf der Rückseite Schaden nehmen, dann müssen das Display und das gesamte Innenleben des Handys in ein neues Gehäuse umziehen, wofür Apple nahezu unfassbare 591,10 Euro aufruft.

 

Reparaturkosten können die Rechnung zunichtemachen

 

Da erscheinen die 69 Euro für den Tausch des Akkus bei diesem Modell geradezu moderat. Reparaturen an Android-Smartphones sind häufig günstiger. Bei 1000 Ladezyklen Lebenszeit eines Akkus und einer Ladung pro Tag (5 Jahre x 365 Tage = 1825 Tage), brauchte das iPhone 5s im Jahr 2016 eine sogenannten "Batterieserviceleistung".

 

Der kostete bei Apple außerhalb der Garantie damals 79 Euro (heute verlangt Apple 89 Euro dafür). So ergaben sich 778 Euro für ein iPhone mit aktueller Software über 5 Jahre Nutzungszeit und 516,11 Euro Ersparnis im Vergleich mit einem Android-Smartphone von Samsung.

 

Von dem gesparten Geld sollte man - mit der Absicht das iPhone über eine längere Zeit nutzen zu wollen - einen Teil in eine ordentliche Hülle und ausreichenden Schutz für den Bildschirm investieren, damit Reparaturkosten den Schnitt nicht verhageln. Dann besteht rechnerisch eine gute Chance mit dem iPhone die wirtschaftlich klügere Entscheidung zu fällen. Ein Mehrwert, der bestimmt auch Apple bekannt ist, weswegen von Jahr zu Jahr die Schere zwischen Materialkosten und Verkaufspreis auseinandergeht.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de

Nützliche weiterführende Informationen:

Absatzzahlen nur mäßig: Bei Samsung läuft es nicht rund

Apple iPhone Xs Max im Test

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Wo arbeiten Verbraucher am längsten für ein iPhone Xs?

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