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© handytarife.de

Jaybird X3 im Test: In-Ear-Kopfhörer mit einem Haken

Jaybird gehört seit 2016 zu Logitech und richtet sich an sportliche Nutzer, die auch bei ihren Aktivitäten nicht auf guten Klang verzichten wollen. Deswegen gibt es ergänzend eine spezielle App, mit der sich das Klangbild individuell anzupassen lässt. handytarife.de hat das Bluetooth-Headset Jaybird X3 getestet.

Kopfhörer, die beim Sport getragen werden, müssen viel aushalten. Gleichzeitig sollen sie aber nicht klobig sein, am besten weder viel wiegen noch umher baumeln, weil es bei körperlichen Aktivitäten nicht nur stört, sondern auch dazu führen kann, dass Kabel hängen bleiben und ihre Elastizität unnötig auf die Probe gestellt wird.

 

Die Jaybird X3 bestehen aus zwei Ohrstöpseln die mit einem flachen Kabel verbunden sind. Dieses und die im Lieferumfang enthaltenen Clips zum kürzen des Kabels lassen die Bluetooth-Kopfhörer eng am Kopf anliegen. Sie sind mit etwas unter 20 Gramm auch sehr leicht, sodass der Träger sie beim Sport beinahe vergisst. Dabei ist auch positiv hervorzuheben, dass der Akku in die sehr flache Fernbedienung integriert wurde.

 

Flache Kabel fördern den Tragekomfort

 

Hat man das Kabel gekürzt kann man die Kopfhörer dann allerdings nicht mehr wie eine Halskette mit offenen Enden um den Hals tragen, wenn sie nicht genutzt werden, denn so verliert man die Jaybird X3 leicht. Der Hersteller hat in der zugehörigen App aber eine Funktion eingebaut, die aufzeichnet an welchen GPS-Koordinaten zuletzt eine Verbindung mit den Kopfhörern bestand. So lassen sie sich zumindest leichter wiederfinden.

Die roten Jaybird X3, die wir getestet haben, mit den zwei Clips zum Kürzen des Kabels. - © handytarife.de

Die Fernbedienung steuert eine Vielzahl von Funktionen – es sind fast zu viele. Drückt man die mittige Power-Taste über 4 Sekunden, dann schalten sich die Kopfhörer ein bzw. aus, über 8 Sekunden startet den Pairing-Mode. Hält man den Knopf 2 Sekunden fest, dann startet der Sprachassistent von Google oder Siri, kurzes doppeltes Tippen führt die Wahlwiederholung aus, kurzes Drücken pausiert oder startet die Musik bzw. nimmt einen eingehenden Anruf an, wird in diesem Moment hingegen eine Sekunde lang der Knopf festgehalten, dass wird der Anruf abgewiesen. Das sind 8 Funktionen in einer Taste.

 

Satte Ausdauer

 

In der Fernbedienung ist außerdem das Mikrofon untergebracht. Hier findet man auch die Ladekontakte für einen speziellen mitgelieferten Adapter. Das Einlegen der Kopfhörer in den Ladestecker ist etwas fummelig und dieses Zubehör darf auf reisen nicht vergessen werden. Eine große helle rote LED signalisiert den Ladezustand, grün leuchtet eine weitere LED, wenn der Akku voll ist. Nach 20 Minuten an der Steckdose reicht die Energie für eine Stunde Musik, nach 2:30 Stunden ist der Energiespeicher voll. Wir haben die Werksangabe von 8 Stunden Laufzeit sogar um zwei Stunden überschritten. 10 Stunden bei moderater Lautstärke sind eine Ansage.

In Android und in iOS wird nach Installation der App der Ladestand in Prozent angezeigt. - © Screenshot / handytarife.de

Mit den Tasten für die Lautstärke kann neben dem Pegel auch durch längeres Drücken die Ansage des Ladezustandes abgefragt werden. Diesen bekommt man außerdem beim Einschalten in 10-Prozent-Schritten mitgeteilt. Die genaue Angabe in Prozent ist in der App zu finden. Laut muss die Musik übrigens gar nicht sein, weil die mitgelieferten Schaumstoff-Stöpsel von ComplyFoam den Träger von der Außenwelt abkapseln.

 

Hygienisch soll dieses Material laut Hersteller kein Problem darstellen. Sie können allerdings reißen. Daher sollte zum Transport das mitgelieferte Täschchen genutzt werden, damit der Schaumstoff nicht mit harten oder scharfen Gegenständen - zum Beispiel einem Schlüssel - in Kontakt kommt. Erst den vor dem Einsetzen staucht man den Schaumstoff am besten zusammen. Im Ohr platziert dehnt sich der sogenannte Memory-Schaum durch die Körperwärme innerhalb von 30 Sekunden aus und passt sich dem Gehörgang an. Und das funktioniert hervorragend.

 

Für jedes Ohr etwas dabei

 

Grundsätzlich eignen sich die Silikon-Aufsätze besser für den Straßenverkehr, weil damit mehr von den Außengeräuschen durchdringt, sie sind aber leider ungeeignet für sportliche Aktivitäten, da Schweiß wie Gleitmittel den gummiartigen Enden abrutschen lässt und sie so im Ohr stecken bleiben können. Das ist wenigstens unangenehm, wenn nicht sogar gefährlich. Hier hätte der wirklich robuste und wertige Schaft aus Metall besser beschichtet werden sollen, damit das Silikon nicht so leicht abrutscht. Oder man hätte auch für die Silikon-Polster einen festeren Kunststoff-Ring verwenden sollen, wie man es bei den Schaumstoff-Polstern getan hat. Diese gibt es übrigens auch für andere Hersteller und kosten dann rund 17 Euro.

So merkt sich die App die GPS-Koordinaten, an denen die Kopfhörer zuletzt verbunden waren. - © Screenshot / handytarife.de

Letztlich bleiben bei der Passform keine Wünsche offen. Silikon- und Schaumstoff-Aufsätze werden in jeweils drei Größen mitgeliefert und drei verschieden dimensionierte Fähnchen – sogenannte Finnen – Klemmen die In-Ear-Stecker in der Ohrmuschel fest. Das Headset kann auch verkehrtherum getragen werden, sodass das Kabel hinter den Ohren entlanggeführt wird. Das ist eine kleine Wissenschaft für sich, die in der mitgelieferten Anleitung bebildert erklärt wird. Der Spritzwasserschutz sorgt dafür, dass Schweiß die Technik nicht beschädigt, schwimmen oder duschen sollte man damit aber nicht.

 

Anpassbar für viele Geschmäcker, aber auch beim Klang?

 

Ist die Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und Headset hergestellt – das funktioniert auch ohne die App – dann wird das Funksignal über den genügsamen 4.1 Standard übertragen. Dabei handelt es sich um eine sehr stabile Verbindung. Das Headset kann mit bis zu zwei Handys gleichzeitig gekoppelt werden. Die Kopfhörer merken sich bis zu 8 Geräte. 

Nach eigenem Gusto lässt sich ein vorgefertigtes Klang-Profil auswählen oder eigens anlegen. - © Screenshot / handytarife.de

Die Installation der „My Sound“-App, die es für Android und das iPhone gibt,  sei an dieser Stelle wärmstens empfohlen. Jaybird kuratiert darin eigene und fremde Spotify-Playlisten. Das lädt zum Stöbern ein und bringt Abwechslung in das musikalisch begleitete Workout. Die acht hinterlegten Equalizer-Profile haben jeweils eine vorgeschlagene Klang-Kurve. Davon hat keine den Geschmack des Test-Redakteurs getroffen. Denn sie nehmen viel zu häufig die Höhen so stark heraus, dass ein dumpfer Klang entsteht.

 

In der Grundeinstellung „Flach“ fehlt es dem Sound jedoch auch an Profil. Die vorgeschlagenen Einstellungen „Signature“, „R&B Jam“ und das Profil von „Nick Rimando“ nehmen mittlere Töne raus und verstärken Höhen und Bass. Das scheint zum Beispiel bei Hip Hop den Song aufzuwerten. Für Pop-Tracks passt aber ein eigens angelegtes Profil besser, bei dem Bässe - sicher je nach Geschmack - und Mitten hervorgehoben werden. Die Höhen müssen dabei nicht weiter verstärkt oder abgeschwächt werden.

 

Fazit: ComplyFoam und die App machen den Unterschied

 

Die Jaybird X3 haben Potenzial. Sie sind auf den sportlichen Einsatz ausgelegt, wobei man auf die Silikon-Ohrposter verzichten sollte. Die Fernbedienung ist mit ihren vielen Funktionen etwas überfrachtet. Das niedrige Gewicht, das flache Kabel, die vielen Varianten die Kopfhörer so zu tragen, sodass man sie kaum merkt und die lange Akkulaufzeit sprechen für das Bluetooth-Headset. Dabei ist die Ausstattung umfangreich. Nutzer sollten aber in der App nach einem passenden Sound-Profil suchen oder eines anlegen, um die Möglichkeiten auch auszunutzen. Für rund 100 Euro zum Beispiel bei Amazon können die Jaybird X3 erworben werden.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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