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LG Handy Testberichte

LG V40 ThinQ

Android | 6.4 Zoll | 16 MP
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LG V40 ThinQ im Test: Nach 4 Wochen schon veraltet

LG hat sein neustes Modell aus der V-Serie mit deutlicher Verspätung Ende Januar auch nach Deutschland gebracht. Ob sich das Warten gelohnt hat und womit LG versucht, verlorenen Boden auf Samsung, Huawei und Co. wiedergutzumachen, zeigt der ausführliche Alltagstest von handytarife.de.

Rund 30 Euro Durchschnittspreis zahlt man für ein LG V40 ThinQ mit einem 3 Gigabyte Handytarife aktuell und konnte zur Markteinführung noch eine Smartwatch von LG dazu abstauben. Für ein Flaggschiff-Smartphone mit Vertrag ist das ein relativ niedriger Preis zum Marktstart. Doch das OnePlus 6T oder das Samsung Galaxy S10 gibt es zu beinahe identischen Preisen. Nachdem der über Mobilfunk-Themen stets gut informierte Journalist Evan Blass vorab ein Foto twitterte, hat sich auf dem Mobile World Congress in Barcelona nur vier Wochen nach dem Marktstart des V40 ThinQ bewahrheitet, dass nun schon das LG V50 ThinQ in den Startlöchern steht.

 

Es kann auch auf 5G-Frequenzen funken, da es mit dem neueren Qualcomm Snapdragon 855 Prozessor und dem X50 Modem ausgestattet ist. Außerdem ist der Akku mit 4000 mAh im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen und es gibt schon ab Werk Android 9. Technologisch führt aber das ebenfalls auf dem MWC präsentierte G8 ThinQ das Portfolio von LG an. Es kommt mit einer sogenannten "Z-Kamera". Diese ermöglicht die biometrische Erkennung des Venenmusters der Hand zum Entsperren des Smartphones neben einer Gesichtserkennung und einem Fingerabdrucksensor. Das G8 ThinQ ist laut LG das weltweit erste Smartphone mit Venenerkennungs-Technologie der Handfläche.

 

Design & Verarbeitung: Das matte Finish gefällt

 

Das LG V40 ThinQ kommt in zwei schicken Farbtönen daher. Zwar unspektakulär, aber edel sieht das Smartphone in den matten Farben "New Platinum Gray" und "New Moroccan Blue" aus. Am oberen Bildschirmrand befindet sich eine Auskerbung für gleich zwei Selfie-Kameras und die Hörmuschel. Diese ist leider etwas nach rechts gerutscht, was die Ergonomie beeinträchtigt, da man es beim Telefonieren gewohnt ist, das Handy mittig am Ohr zu positionieren. So kommt es regelmäßig vor, dass der Gesprächspartner nur gedämpft zu hören ist, weil der Lautsprecher genau auf dem Ohrknorpel aufliegt bis man das Mobiltelefon leicht nach vorne schiebt.

Das helle Display strahlt mit den ersten Frühlingssonnenstrahlen um die Wette. - © handytarife.de

Das Display mit einer Diagonalen von 6,4 Zoll löst in QuadHD+ auf. Hier zeigt sich, wo eine Stärke von LG liegt, denn es macht Spaß auf den OLED-Bildschirm zu gucken, der sehr hell strahlen kann, und so auch gut bei Sonnenlicht abzulesen ist. Außerdem ermöglich diese Technologie eine energieeffiziente Always-on-Funktion. Da schwarze Pixel einfach einzeln ausgeschaltet werden, ist es im Standby-Betrieb möglich, Benachrichtigungen auf dem Display anzuzeigen. Das ist auch deswegen sinnvoll, weil leider eine Benachrichtigungs-LED fehlt. Etwas schade sind die relativ breiten Ränder um den Bildschirm herum. Das bekommen andere Hersteller bereits schmaler hin.

 

Apps & Bedienung: Kein Android 9

 

Das Datenblatt erfüllt grundsätzlich die Anforderungen an ein Top-Smartphone aus dem Jahre 2018, doch restlos überzeugt das LG V40 ThinQ nicht. Es handelt sich um ein potentes Smartphone, das sämtliche Aufgaben des Alltags meistert, doch die opulente Benutzeroberfläche LG UX 7.1 reagiert hin und wieder verzögert. Es handelt sich immer nur um einen ganz kurzen Augenblick, aber das ist eines Flaggschiffs nicht würdig. Auch dass LG das Handy mit Android 8.1 ausliefert statt auf das die aktuellere Version 9.0 zurückzugreifen erfüllt nicht den Anspruch, den man an ein fast 900 Euro teures Mobiltelefon haben darf. Ein Update ist zumindest angekündigt.

Praktisch: wer seine Apps gerne in Ordnern sortiert, kann diese einfärben, um sie besser voneinander unterscheiden zu können. - © Screenshot / handytarife.de

Der Fingerabdrucksensor ist in die Rückseite integriert. Das ist zwar nicht so schillernd wie die neue Technologie im Display, die Reaktionszeit ist jedoch kürzer und die Erkennung zuverlässiger. Der USB-C-Anschluss des LG V40 ThinQ unterstützt zwar den Displayport-Standard, um mit einem HDMI-Adapter den Bildschirm zu spiegeln, aber es gibt keine dedizierte Desktop-Ansicht wie beim Samsung Galaxy Note 9 oder Huawei Mate 20 Pro.

 

Foto & Video: Video-Artist

 

In unserer Testwertung der Kamera kann LG zur Konkurrenz aufschließen. Die Triple-Kamera auf der Rückseite besteht aus einer 12 Megapixel Telefoto-Linse, die einen optischen Zoom realisiert, aber von den drei Kameras am wenigsten Licht einfangen kann. Hinzu gesellt sich eine Weitwinkellinse für Panorama-Aufnahmen, die mit einer Blende von f/1.9 lichtempfindlicher ist. Am geeignetsten für Fotos bei Dunkelheit ist die 12 Megapixel Standard-Kamera mit einer Blendenöffnung von f/1.5. Damit macht das LG V40 ThinQ sehenswerte Fotos, kommt aber nicht ganz an die Konkurrenz heran. Die Dual-Kamera auf der Front nutzt für Groufies (Selfies in der Gruppe) eine Weitwinkel-Linse mit 5 Megapixeln und nimmt standardmäßig Fotos mit 8 Megapixeln auf.

 

LG V40 ThinQ
LG V40 ThinQ
     
Mit dem LG V40 ThinQ schießt man stimmungsvolle Fotos auch...
(Klick zum Originalbild)
...bei Dämmerung und gegen das Sonnenlicht.
(Klick zum Originalbild)

 

Neben einer optischen und elektronischen Bildstabilisierung darf natürlich die künstliche Intelligenz nicht fehlen. Sie muss aber manuell in der Kamera-App angewählt werden, um dann den optimalen Effekt und Aufnahmewinkel vorzuschlagen. Viele weitere Effekte lassen sich auswählen, um zum Beispiel GIFs zu erstellen oder den Hintergrund bei einem Porträt auszutauschen. Auch die 3D-Lichteffekte, die es bereits auf dem iPhone 8 Plus gab, liefert LG mit. Wer gerne kleine Filme dreht, darf sich über 17 Live-Filter und die Möglichkeit in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen zu können freuen. Mit Tab-to-Zoom können Hobby-Filmer sogar auf einen frei wählbaren Punkt im Bild tippen und die Kamera zoomt dann auf diesen Punkt zu.

 

Internet, E-Mail & Multimedia: Schwache Ausdauer

 

„High-End Sound mit Meridian“ heißt es von LG. So soll das LG V40 ThinQ mit 32-Bit-DA-Wandler für einen besseren Klang über Kopfhörer sorgen. In der Realität schaltet man diese Funktion lieber ab, weil der Klang damit eher gedämpft wirkt. In den weiteren Audio-Einstellungen gibt es viele verschiedene Profile, um den eigenen Bedürfnissen möglichst nah zu kommen. Das V40 gehört auch dank der guten, mitgelieferten Kopfhörer zu den besseren Musik-Playern. Der Klang über per Lautsprecher ist hingegen schwach.

Die Tastatur von LG ist nicht die beste. Gute Alternativen gibt es zum Download im Play Store. - © Screenshot / handytarife.de

Mit dem 3300 mAh Akku ist die Ausdauer leider nicht herausragend. Das hochauflösende helle Display und eventuell auch eine nicht ganz optimale Software könnten hier die Ursache sein. Mit dem LG V40 ThinQ kann man zwar über den Tag kommen, doch ein Huawei Mate 20 Pro oder ein Samsung Galaxy Note 9 bieten hier mehr Reserven. Da ist es schon ganz nützlich, dass das LG auch immer mal zwischendurch drahtloses aufgeladen werden kann. Laut Hersteller hat es außerdem Nehmerqualitäten mit kratzfesten Corning Gorilla Glas 5 vorne und hinten, Erfüllung der Militärnorm MIL-STD-810G in Bezug auf die Stoßsicherheit sowie Wasser- und Staubschutz nach IP68.

 

Fazit: Gutes Smartphone, aber…

 

Das LG V40 ThinQ nutzt Hardware-Kompontenten, die im Jahr 2018 das Ende der Fahnenstange darstellten. Dennoch lässt die Performance leider zu wünschen übrig. Selbst wenn man im Menü unterwegs ist, dann nimmt sich das Phabet ein ums andere Mal eine kleine Denkpause. Das geht wirklich besser. Zum Beispiel zeigt ein OnePlus 6T, das am 6. November 2018 das Licht der Weltöffentlichkeit erblickte, wie mit einem optimierten Betriebssystem und guter Benutzeroberfläche eine hervorragende Performance möglich ist zu einem im Vergleich zu ähnlichen Smartphones niedrigen Preis (Straßenpreis: 575 Euro).

 

Am 3. Oktober 2018 ist das LG V40 ThinQ präsentiert worden, kam am 25. Januar 2019 in Deutschland auf den Markt und es kostet so viel wie ein Smartphone mit der allerneusten Technik, die es aber nicht bietet. Die Krönung davon ist der Einsatz von Android 8.1. Wer 899 Euro aufruft, der installiert bitte die neuste Software. Das am 16. Oktober 2018 veröffentlichte Huawei Mate 20 Pro kam mit Android 9 ab Werk. Das Huawei P20 Pro, das den Triple-Kamera-Trend ausgelöst hat, bekam ein Update auf die neuste Betriebssystemversion und kostet aktuell rund 575 Euro.

 

So gut das OLED-Display des V40 auch ist, das Samsung Galaxy Note 9 bietet ebenfalls einen brillanten Bildschirm. Und so fällt es schwer, einen Grund zu finden, warum man zum LG V40 ThinQ greifen sollte, es sei denn die Preisschraube dreht sich schnell nach unten – zum Beispiel, weil der Nachfolger schon präsentiert wurde - und LG liefert ein Software-Update, das die Performance verbessert.

 

Das LG V40 ThinQ jetzt günstig leider nicht neu, aber vermutlich über eBay bestellen.

 

 
Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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