Handy TarifrechnerTarifrechner Handy-DatenbankHandy-Datenbank KaufberatungAlle Anbieter Testberichte
SucheSuche DruckenDrucken facebooktwitterGooglePlusYouTube



Handy News


© Postbank

Mobile Payment: Ein großes Missverständnis

Die Postbank hat in einer repräsentativen Umfrage mit dem Titel "Der digitale Deutsche 2017" versucht, Licht in die Zukunft der Zahlungsmethoden zu bringen. Hat Mobile Payment in Deutschland Potenzial? Wir werfen einen Blick auf die Studienergebnisse und deren Zusammenhänge.

Was sind mobile Bezahllösungen eigentlich? Mit der dritten Studie zum Zahlungsverhalten in Deutschland der Bundesbank wurde ermittelt, dass annähernd 30% der 2015 in Deutschland erfassten Umsätze mit der
Girocard bezahlt wurden. Dabei gaben 97% der Befragten an, mindestens eine Girocard zu besitzen. Das ist eine mobile Zahlungsmethode, da die Magnet-/ Chip-Karten der Banken in jedes Portemonnaie passen. Die Zahlungsterminals laufen mittlerweile auch im Akkubetrieb und stellen drahltos Verbindung zum Internet her, so zum Beispiel häufig in Restaurants, wo die Bezahlung am Tisch elektronisch getätigt werden kann.

 

In der Studie “Smartphone-Markt: Konjunktur und Trends“ des Branchenverbandes Bitkom wird die Zahl der Deutschen, die ein Smartphone nutzen auf 54 Millionen bzw. 78 % der Bevölkerung beziffert. Damit erreichen die smarten Mobiltelefone zwar noch nicht die Durchdringung der Girocard, dennoch besitzen beinahe acht von zehn Deutschen die Voraussetzung für "Mobile Payment“. Hierin steht das "mobile“ für "mobile phone“, also die Bezahlung mit dem Handy. "Für knapp zwei Drittel der Deutschen sind mobile Bezahllösungen noch keine Alternative“ heißt es in der Postbank-Studie und führt dies auf die tiefe Verbundenheit der Deutschen mit dem Bargeld zurück, da sich nur 16 Prozent darüber freuen würden, wenn es in Zukunft keine Scheine und Münzen mehr gäbe.

 

Mobile Payment geht nicht mit der Bargeldabschaffung einher

 

Diese Verknüpfung ist aber von Grund auf falsch. Die Einführung von Mobile Payment bedeutet im Gegenzug nicht die Abschaffung des Bargeldes. Wenn die Umfrage in diesem Tenor stattgefunden hat, dann dürfte die Ablehnung gerade deswegen höher sein. Vielmehr könnte das Bezahlen per Handy sämtliche Plastikkarten abschaffen und sehr gut mit Bargeld koexistieren. Die in vielen Smartphones verbauten NFC-Chips sind in der Lage, Magnettreifen und Chips zu ersetzen. So könnte das Mobiltelefon als ständiger Begleiter mit der passenden Banking-App auch zum Abheben von Bargeld am Geldautomaten dienen, indem das Handy die Daten per Funk überträgt. Die PIN-Eingabe könnte ebenfalls direkt auf dem Smartphone getätigt oder durch den Fingerabdrucksensor ersetzt werden.

 

Bei immerhin 22 Prozent aller Bundesbürger ist die Bereitschaft vorhanden, Mobile Payment zu testen. Sie gaben in der Umfrage aber an, dass die vielfältigen mobilen Zahlungsmöglichkeiten schwer zu überblicken sind. Der größte Haken in einer Welt ohne Scheine und Münzen aus Sicht der Bargeld-Fans sei die Abhängigkeit von Technik. Diese besteht natürlich auch bei der Girocard, da wenigstens das Zahlungsterminal im Geschäft mit Strom versorgt und ans Internet angebunden sein muss. Dennoch hat Bargeld seine Vorzüge, da es nicht zurückverfolgt werden kann.

 

Bargeldnutzung unter Generalverdacht

 

Grundsätzlich mag das der Bekämpfung von Schwarzarbeit und anderen Kriminellen nützen, doch eine ganzheitliche Überwachung des Zahlungsverkehrs durch die Nachvollziehbarkeit als elektronisches Datum ist eine ähnliche Einschränkung der Freiheit, wie das Scannen und Speichern aller Auto-Kennzeichen oder der Gesichter an einem Bahnhof. Es geht dabei nicht um kriminelle Handlungen, sondern um Privatsphäre, die weder die Banken noch einen Staat etwas angeht. Sei es das Geburtstagsgeschenk, das für den Partner mit Bargeld gekauft wird, damit das Ladengeschäft nicht auf dem gemeinsamen Kontoauszug auftaucht. Oder der Beamte aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der werktags die wichtige Rolle der Kohle im deutschen Energiemix verteidigt und am Wochenende am Fahrkartenautomat mit Bargeld ein Zugticket erwirbt, um an einer Menschenkette gegen Braunkohle teilzunehmen. Deutschland bleibt wohl Bargeldland, aber nicht wegen der Abneigung gegenüber Mobile Payment.

Nützliche weiterführende Informationen:

Ist Online Banking per Handy gefährlich?

Deutsche wollen nicht mit dem Handy bezahlen

Deutsche wollen nicht per Handy bezahlen

Studie: Deutsche surfen 44 Stunden pro Woche im Internet

o2 startet vollwertiges mobiles Konto auf dem Handy


Anzeige:
Weitere News:

Handy Tarifrechner

Handytarife Vergleich
Handytarife im Vergleich

handytarife.de - Optimierer App

Die beliebtesten Handys

Mobilfunk Anbieter
mehr...

Rufnummernmitnahme
Handyvertrag wechseln und Rufnummer mitnehmen. Welche Kosten entstehen und wie die Übernahme der Handynummer abläuft.

Die beliebtesten Handytarife

Bezahlen mit dem Handy
Mobile Payment auf dem Vormarsch. So bezahlen Sie mit dem Handy und können Ihr Portemonaie getrost Zuhause lassen.

Handy Apps

Das Angebot an Apps ist unerschöpflich. Für alle Betriebssysteme sind hunderttausende Apps verfügbar. Aber nicht alle sind sinnvoll. Wir haben eine Auswahl an nützlichen Apps recherchiert. Mehr in der Übersicht.
© Handy News - handytarife.de 1998-2017  

Presse | Werbung | Impressum | Jobs | Informationen | Datenschutz

Alle Angaben ohne Gewähr