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Mobile World Congress 2018: Unser Fazit aus Barcelona

Jedes Jahr im Februar trifft sich die Mobilfunk-Branche in Barcelona auf der größten Handy-Messe der Welt, um neue Produkte vorzuführen und Einblicke in zukünftige Technologien zu gewähren. Hier werden die Trends für 2018 und die folgenden Jahre ersichtlich. Handytarife.de war vor Ort und hat sich angeschaut, welche Smartphones, Tablets und Wearables uns in Zukunft begleiten werden.

Der 2017 gesetzte Trend zu Smartphones mit dem neuen 18:9-Fomat setzt sich fort und ist nicht mehr nur Oberklasse-Mobiltelefonen vorbehalten. Auch günstigere Handys kommen mit diesen Bildschirmen. Letztes Jahr präsentierte auch LG ein neues Flaggschiff mit Univisium-Display. Dieses Jahr zeigten die Koreaner zwar ein Update des LG V30 mit 18:9-Bildschirm, doch dieses Handy wird nicht den Weg in den Handel nach Deutschland finden. So starteten wir am Sonntagmittag vor der offiziellen Eröffnung der Messe am Montag bei der Huawei-Pressekonferenz.

 

Huawei verrät den Namen des nächsten Top-Smartphones

 

Auch die Chinesen haben sich im Jahr 2018 gegen die Präsentation ihrer neuen P-Serie in Barcelona entschieden. Diese wird am 27. März in Paris der Weltöffentlichkeit präsentiert. Bei der Pressekonferenz am 25. Februar wurde das Huawei Mediapad M5 mit 8,4 oder 10,8 Zoll Bildschirm und wahlweise nur mit WLAN-Konnektivität oder zusätzlich mit einem LTE-Modem vorgestellt. Außerdem zeigte Richard Yu (CEO der Huawei Technologies Consumer Business Group) den sehr schlanken Laptop Matebook X Pro mit verhältnismäßig großem Bildschirm mit einer auffällig unauffälligen Webcam, die unter einer Taste in der Tastatur versenkt wird. Das Notebook mit Intel i5 Prozessor, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte SSD-Festplatte kommt im Juni für 1499 Euro in den Handel. Am Montag hatten wir dann die Möglichkeit mit Frank Bauderer zu sprechen, der uns das Mediapad M5 zeigte und uns auch einen kleinen Ausblick auf das Huawei P20 gab.

 

 

Mit Spannung wurde noch am Abend vorher die Präsentation des Samsung Galaxy S9 erwartet. Wobei sich die Spannung bei der anwesenden Presse und bei uns eher darauf bezog, ob die Koreaner noch mit einer Überraschung aufwarten können, da bereits vorab viele Informationen zu den neuen Smartphones durchgesickert waren. Einen ausführlichen Bericht zu den neuen Samsung Flaggschiffen haben wir noch am Sonntagabend veröffentlicht. Wie gut die Mobiltelefone tatsächlich sind, muss unser Alltagstest zeigen.

 

Im Schatten des Nokia 8110 4G

 

Mit einer Neuauflage des Nokia 8110 setzten die Finnen ihrer erfolgreiche Marketing-Strategie aus dem letzten Jahr fort. 2017 präsentierten sie ein neues Nokia 3310, dieses Jahr war es das „Bananen-Handy“. Damit hatte Nokia zwar die Aufmerksamkeit auf seiner Seite, die aber kaum auf die neuen Smartphones gerichtet wurde. Das Nokia 8 Sirocco, Nokia 7 Plus, Nokia 6 (2018) und Nokia 1 fristeten ein Schattendasein. Dies erscheint aber insbesondere beim neuen Nokia 6 ungerechtfertigt. Denn das wertige Mittelklasse Smartphone ist Teil des Android-One-Programms. Dadurch wird es direkt von Google mit Updates versorgt. Die Sicherheitsupdates werden für drei Jahre, die Updates für das Betriebssystem für zwei Jahre garantiert. Mit einem 5,5 Zoll FullHD-Bildschirm, Fingerabdrucksensor, 16 Megapixel Kamera von Zeiss, Aluminium-Gehäuse und USB-Type-C scheint das Nokia 6 (2018) für 279 Euro im Laufe des zweiten Quartals einen fairen Preis zu bekommen.

Schickes Smartphone zum moderaten Preis von Nokia - © handytarife.de

Honor und OnePlus beschränken sich auf Ankündigungen

 

Honor - die Tochtermarke von Huawei – hat auf dem MWC angekündigt, auf die deutschen Fans zu hören und deswegen mehr Zubehör anbieten zu wollen. Die Community möchte smarte Accessoires für Fitness und Gesundheit mit ihren Smartphones verbinden. Deswegen wird es schon im zweiten Quartal eine Bluetooth-Waage der Chinesen geben. Außerdem soll die 7er-Serie, die mit dem Honor 7X begonnen wurde, sukzessive ausgebaut werden. Und es gibt gute Nachrichten für alle, die ein Honor 8 oder 8 Pro ihr Eigen nennen: für sie wird es ein Update auf Android 8.0 Oreo geben.

 

Apropos Gesundheit: Motorola zeigte mal wieder einen sogenannten Mod für die modularen Smartphones der Z-Reihe. Die per Magnet an den Smartphones angedockten Erweiterungen erscheinen noch immer nicht dem Markt gewachsen zu sein. Am Handy angebracht machen sie das Mobiltelefon deutlich dicker, weitestgehend sogar unhandlich klobig, womit sich die Frage stellt, warum das Zubehör nicht einfach per Bluetooth gekoppelt wird, und so mit jedem Smartphone nutzbar ist. Denn der kleine Taschen-Beamer könnte durchaus Freunde finden, genauso wie der „Health Mod“, der Blutdruck, Herzfrequenz, Atemfrequenz, arteriellen Sauerstoffsättigung und die Körpertemperatur messen kann.

 

 

Mit OnePlus sprachen wir über die Strategie auf dem deutschen Markt weiter Fuß zu fassen. Das ist für den Hersteller deswegen nicht einfach, weil er seine Smartphones zum Kampfpreis anbietet, wodurch den Providern und Einzelhändlern die Möglichkeit genommen wird ihre Gewinnmarge aufzuschlagen. Deswegen wird es die Smartphones von OnePlus bis auf weiteres nur im eigenen Online-Shop und bei Amazon geben. Der Nachfolger des OnePlus 5T wird voraussichtlich im zweiten Quartal diesen Jahres vorgestellt.

 

Telekom setzt auf AR, HTC Vive auf VR und alle auf 5G

 

HTC hat mir seinen Vive VR-Brillen und dem „Vive Port“ als Plattform für die passenden Inhalte ein ganz heißes Eisen im Feuer – in Anbetracht der schwächelnden Smartphone-Sparte auch durchaus wichtig, um das Überleben des Technologie-Unternehmens aus Taiwan zu sichern. HTC sieht in der Kombination aus VR, künstlicher Intelligenz, 5G und der damit nahezu verzögerungsfreien Verlagerung der Rechenleistung in die Cloud den großen Durchbruch der virtuellen Realität erst noch kommen. Dann soll die eigene Plattform nicht mehr ganz klar von Gamern favorisiert werden, sondern auch von Menschen, die andere Orte auf der Welt entdecken wollen. So zeigte Google kürzlich sein neues VR180-Format, bei dem nun also ein 180 Grad breites Blickfeld vorgegeben wird. Einfach zu handhabende Kameras sollen die Nutzung massentauglich machen. VR soll zur Ausbildung genutzt werden. Uns wurde zum Beispiel in Barcelona eine Software gezeigt, mit der angehende Chirurgen eine Operation am offenen Herzen üben können.

 

 

Apple hat mit dem iPhone 8 und dem iPhone X zusammen sein „ARKit“ auf die Smartphones gebracht, und gibt somit App-Entwicklern eine Plattform, um Augmented Reality auf Smartphones und Tablets zu bringen. Google tut die bei Android mit ARCore 1.0. Die Telekom stellte erste Ergebnisse aus ihrer Kooperation mit dem Optik-Spezialisten Zeiss und 14 Entwickler-Teams auf dem MWC vor, die Anwendungen für den Prototyp einer smarten Brille programmieren durften. Dabei wird ein sogenanntes „data-overlay“ in das Blickfeld des Trägers eingeblendet. Die Firmen, die diese Technik testen konnten, sehen darin vorerst professionelle Anwender als Zielgruppe, um ihnen den Arbeitsalltag zu erleichtern oder sie auszubilden. Auch bei diesem Konzept soll die Rechenleistung in der Cloud stattfinden, eine starke Netzwerk-Performance wird also vorausgesetzt, sodass sich die Marktreife der Brille mit dem Start von 5G – der für 2020 erwartet wird – zusammenfallen soll.

 

Smartwatches nicht mehr im Trend – kommt dafür der PDA zurück?

 

Die Firma Laipac wurde 1999 von Maria Cristina Pacini und Diego Lai gegründet. Letzterer ist der CEO des Unternehmens, dessen Namen wohl bisher die wenigsten gehört haben dürften. Laipac ist spezialisiert auf GPS-Tracker, die im Falle des S911 Braclet HC wie eine Armbanduhr getragen werden und so für Alzheimer-Patienten geeignet sind, weil sie zum Beispiel auch Stürze erkennen und eine SOS-Taste besitzen, aber auch für per Gericht angeordneten Hausarrest überwachen können, indem die Geo-Fence-Funktion einen virtuellen Zaun um ein Gebiet zieht, das nicht verlassen werden darf, Alarm geschlagen wird, wenn das Armband geöffnet oder zerschnitten wird. Auch eine schusssichere Weste mit Ortungsfunktion gehört zu den entwickelten Produkten des kanadischen Unternehmens.

 

Diese Firma hat nun eine Smartwatch entwickelt, in die eine SIM-Karte eingesetzt wird, und die ein vollwertiges Android-Betriebssystem installiert hat, sodass sie ohne Verbindung zu einem Smartphone genutzt werden kann. Laipac hat dafür eine eigene Benutzeroberfläche entwickelt, die auf das runde Display angepasst wurde. Auch mithilfe der Look Watch können Personen geortet, normale Anrufe, aber auch Notrufe, abgesetzt und eine Benachrichtigung bei Verlassen eines festgelegten Gebietes eingestellt werden. Dabei ist die Smartwatch mit Preisen ab 228 US-Dollar und 238 US-Dollar für die vergoldete Variante nicht zu hoch angesetzt. Da die Antenne im Armband untergebracht ist, lässt sich dieses im Nachhinein nicht tauschen. Das Problem der recht kurzen Akkulaufzeit von smarten Uhren haben die Kanadier aber nicht gelöst. Funkt die Armbanduhr im WLAN und im maximal möglichen 3G-Netz, muss täglich nachgeladen werden.

Ob der PDA damit wirklich ein Revival feiert, darf bezweifelt werden. - © handytarife.de

Planet Gemini ist ein Crowdfunding-Projekt gewesen, das ab April ausgeliefert wird. Der Personal Digital Assistant war in der Prä-Smartphone-Ära mal als kompakter Computer für unterwegs angesagt – die Firma Palm war damit zum Beispiel erfolgreich – wurde dann aber mehr und mehr vom Smartphone abgelöst. Der Planet Gemini hat ein 5,99 Zoll Bildschirm im 18:9-Format und läuft mit Android und Linux. Aushängeschild ist die mechanische Tastatur, die mit dem Display fest verbunden ist. Wer angerufen wird oder eine Benachrichtigung erhält, muss den PDA aufklappen, um den Absender zu sehen oder die mit LEDs auf der Front realisierte Lichtorgel für jedes Ereignis individuell einstellen – auch wenn das Blinken ein schöner Effekt ist, ein weiteres kleines Display auf der Außenseite wäre sinnvoller gewesen.

 

Ulefon und Vivo stehlen Sony die Show – Hoffnungsschimmer bei Asus

 

Während Sony zwar zurecht bei seiner Pressekonferenz darauf hinwies, dass das Feature der besonders langsamen 960-FPS-Slow-Motion, die beim Samsung Galaxy S9 besonders hervorgehoben wurde, bereits letztes Jahr mit dem Sony XZ vorgestellt wurde, enttäuschte der Hersteller mit einem uninspirierten Design, das XZ2 und XZ2 Compact pummelig wirken lässt. Mutiger zeigte sich das Ulefon T2 Pro mit einem beinahe vollflächigen Display, das angeblich einen Fingerabdrucksensor im Display verbaut bekommen soll. Der Prototyp, den wir in Augenschein nehmen konnten, konnte das noch nicht.

Vivo lässt die Front-Kamera aus der Gehäuse herausfahren. - © Vivo Communication Technology Co. Ltd.

Auch Vivo kündigte mit dem Apex ein Smartphone an, dessen Bildschirm nahezu keine Ränder mehr aufweist. Die Frontkamera poppt dafür aus der Gehäuse-Oberseite heraus. Das erinnert nun wieder ein bisschen an die Webcam des Huawei Matebook X Pro. Auch bei dem Vivo Apex soll sich der Fingerabdrucksensor unter dem Display befinden. Dieses Smartphone wurde in Barcelona aber gar nicht ausgestellt, sondern nur ausgewählten Medienvertretern gezeigt. Asus zeigte neue Handy, die mit einer vom Apple iPhone X bekannten sogenannten „Notch“ eine Einkerbung am oberen Rand des Bildschirm aufweisen, wo Hörmuschel und Selfie-Cam untergebracht sind. Mit einem Marktstart im dritten Quartal werden aber noch einige Tage vergehen, in denen die Konkurrenz nachziehen kann.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de

Nützliche weiterführende Informationen:

Huawei P20 Pro im Test

5G: Branchen-Experten rudern zurück

Huawei stellt P20-Familie in Paris vor

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