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Oaxis InkCase i7 im Test: Viel Potenzial verschenkt

Es hätte tatsächlich ein smarter Weg sein können, das iPhone 7 und 8 vor Stürzen zu schützen: Ein E-Ink-Display auf der Rückseite einer Handyhülle, um Infromationen, Lieblingsbilder und eBooks energieeffizient anzuzeigen. Doch die dazugehörige App verwandelte alle Vorfreude in Frust.

Die neuste Version der Handyhülle InkCase i7 Plus wurde gerade mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne finanziert und steht kurz vor der Auslieferung. Es gab die Hülle bereits für das iPhone 6 beziehungsweise 6S, die aber ausverkauft ist. Wir haben die Version für das iPhone 7 mit 4,3 Zoll E-Ink-Bildschirm für 129 Dollar getestet, die auch auf das iPhone 8 passt.

 

Zunächst wird die Hülle mithilfe eines proprietären Steckers aufgeladen. Das gefällt nicht jedem, da dies bedeutet, dass auf Reisen stets ein spezielles Ladekabel mitgeführt werden muss. An sich ist der Mechanismus recht komfortabel, weil er mithilfe von Magneten funktioniert. Falschherum kann man den Stecker nicht einstecken und viel Fummelei beziehungsweise Möglichkeiten zur Beschädigung gibt es nicht.

 

Magnet-Stecker à la Mac-Book mit Schwächen

 

Was aber keinem gefallen wird ist, dass die Ladekontakte leider sehr leicht verschmutzen. Dadurch fließt kein Strom und man muss bei jedem Ladevorgang darauf achten, ob dieser wirklich angezeigt wird und gegebenenfalls die Kontakte reinigen – schon nach wenigen Tagen ein nerviges Unterfangen.

 

Über diesen in seiner Handhabung eher unkomfortablen Anschluss müssen auch die Firmware-Updates aufgespielt werden. Das funktioniert leider nicht über die Bluetooth-Schnittstelle zum Informationsaustausch zwischen Smartphone und Hülle, sondern über eine separate Software, die auf der Webseite des Herstellers heruntergeladen werden muss.

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Die Hülle besitzt Aussparungen für die Kameralinse und Foto-LED, Mute-Schieber, Lautsprecher sowie Lighting-Anschluss. Power- und Lautstärketasten sind im Rand eingelassen und geben Befehle mit einem sauberen Druckpunkt an die originalen Drücker weiter. Während das iPhone 7 nach moderatem Druck verlangt, um Platz in der Hülle zu finden, ist das Herausnehmen nur mit Gewalt möglich.

 

Das ist der Preis, den man für den sehr sicheren Halt im InkCase bezahlen muss. Da die Öffnung für den Lightning-Stecker frei liegt, muss das Handy aber auch im Prinzip nicht mehr herausgenommen werden. Die Wölbung um die Seitenränder schützt den Bildschirm. Gleichzeitig wurde die BubblePro Technologie für den Kunststoff verwendet, die gut bei Stürzen schützt, weil diese absorbiert werden.

 

Der versuch E-Ink sinnvoll mit dem Smartphone zu verschmelzen

 

Ein Smartphone mit E-Ink-Display ist keine völlig neue Idee. Schon das Yotaphone aus Russland setzt auf ein Konzept, bei dem ein zweiter Bildschirm auf der Rückseite verbaut wurde. Auch Alcatel experimentierte schon mit E-Ink-Anzeigen als Zubehör für seine Smartphones. Bekannt ist die Technologie aus eBook-Readern. Nur in dem Moment, wenn die Kristalle in der Anzeige neu angeordnet werden wird, fließt Strom. Es wird keine Hintergrundbeleuchtung benötigt und die Ablesbarkeit in der Sonne ist exzellent.

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Also ist es naheliegend, dass auch eBooks auf dem InkCase i7 gelesen werden können. Der Hersteller liefert dafür einige englischsprachige Bücher mit, eigene Exemplare können im .txt und im .epub Format angezeigt werden. Dazu muss das eBook als Datei an die eigene E-Mail-Adresse geschickt werden.

 

Wenn man den Anhang dann öffnen möchte, fragt das iPhone nach der gewünschten App. Hier wird dann die InkCase-App ausgewählt, die dann durch den weiteren Vorgang führt. Die 217 dpi des Displays bei 480 mal 800 Pixeln Auflösung sind zum Lesen völlig ausreichend.

 

Klassisches Anwendungsfeld: eBooks

 

Nicht jedes eBook kann auf dem Inkcase gelsen werden. Auf epub-Bücher sind mit ihrem offenen Standard komfortabel zu lesen, weil eine dynamische Anpassung des Textes an die jeweilige Bildschirmgröße stattfindet. Dieses Format nutzt zum Beispiel der Tolino.

 

Die txt-Dateien sind einfache Textdateien und müssen ohne Formatierungen, Tabellen, Grafiken oder Bilder auskommen. Der Hersteller empfiehlt für die Kompatibilität eBooks in dieses Format umzuwandeln. Der Amazon Kindle nutzt übrigens ein eigenes Datei-Format.

 

Die Hülle kann aber auch als modernes Wechselcover verwendet werden. In der zugehörigen App können vorgefertigte Grafiken ausgewählt werden, aber auch jedes Foto lässt sich in schwarz-weiß darstellen. Wenn man das angezeigte Bild wechselt, scheint das vorherige Motiv immer noch etwas durch.

 

Erst wenn man das gewünschte Hintergrund dreimal hintereinander an das E-Ink-Display, dann stören keine Schatten mehr. Man könnte zum Beispiel auch einen Screenshot von einem Stadtplan machen, und dann auf dem Inkcase anzeigen lassen. Das schont beim Städtetrip den Akku oder gibt auch dann noch Orientierung, wenn der Energiespeicher des Smartphone leer ist.

 

Mit Widgets organisiert durch den Tag

 

Dafür muss das iPhone mit der App eine Bluetooth-Verbindung mit der Hülle herstellen. Das kann ein wenig Nerven kosten. Insbesondere dann, wenn die Verbindung alle paar Tage verloren geht und innerhalb der Einstellungen der InkCase-App erneut nach der Hülle gesucht werden muss, um die Übertragung von Informationen vom iPhone zu ermöglichen.

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Wenn kein persönliches Bild als Bildschirmschoner eingestellt ist, lassen sich bis zu drei verschiedene Widgets anzeigen, die mit Kalender, Terminen, Erinnerungen, Uhr, Datum Wetter- und Fitness-Daten aufwarten können, wenn die passenden Berechtigungen im Betriebssystem erteilt wurden. Die Widgets gibt es in verschiedenen Designs und unterschiedlichem Informationsgehalt. Sind mehrere aktiviert, kann mit den Pfeil-Tasten unter dem Bildschirm zwischen ihnen gewechselt werden.

 

Damit die Informationen stets auf dem neusten Stand ist, muss die App regelmäßig eine Bluetooth-Verbindung herstellen und den Bildschirm aktualisieren. Das führt zu einem höheren Energiebedarf bei Hülle und Smartphone. Wer auf dem Weg von und zur Arbeit den Lesemodus verwendet und ansonsten einen Bildschirmschoner eingestellt hat, kommt mit einer Akku-Ladung über 5 Tage.

 

Mit der Integration des Dienstes „Pocket“, der es ermöglicht Artikel für eine spätere Lektüre zu speichern und dabei in einem Lesemodus darzustellen, der nur den Text darstellt, können Artikel – so wie ein eBook – an das Inkcase übertragen und dort gelesen werden. Das ist bei längeren Artikeln ein nettes Feature, aber bei nur kurzen Nachrichten ist die Bedienung der Pocket-Funktion über die Tasten unter dem E-Ink-Bildschirm bei weiten nicht so handlich, wie auf dem Touchscreen des Smartphones. Die „Daily News“, also die zufällig zusammengestellte Auswahl von aktuellen Nachrichten, lässt sich leider nicht nach persönlichen Vorlieben anpassen und ist nur auf Englisch verfügbar.

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Textausrichtung, Zeilenabstand und Schriftgröße lassen sich in den Einstellungen anpassen. Außedem gibt es eine Selfie-Funktion, um die Kamera auf der Rückseite für ein Selbstporträt zu verwenden. Mit deutlicher Verzögerung und nur schemenhaft kann das Bild der Hauptkamera auf dem E-Ink-Display angezeigt werden, um so zumindest grob zu erkennen, ob sich das Gesicht im gewünschten Bildabschnitt befindet. Ausgelöst wird durch Drücken der Lautstärketaste.

 

Fazit: Für Taschen-Bücherwürmer

 

Dass die Ladekontakte leicht verschmutzen ist schade, denn der magnetische Mechanismus ist eigentlich praktisch. Die Akkulaufzeit von einer Arbeitswoche geht in Ordnung. Die instabile Bluetooth-Verbindung kann schon mal nerven, genauso wie die teilweise komplizierte Bedienung über die Tasten unter dem Bildschirm. Dafür erhält man eine Hülle, wie dem iPhone darin wirklich Schutz bietet. Individualisten können sich darüber freuen, ihrer Hülle täglich ein anderes Erscheinungsbild geben zu können.

 

Mit einem eigenen Wallpaper fallen die Darstellungsfehler mancher Widgets auch nicht mehr auf. Wer gerne längere Online-Artikel oder eBooks liest, dafür aber nicht einen speziellen Reader mit sich führen möchte, wird gefallen an dem auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbaren E-Ink-Display des Oaxis Inkcas i7, das es für rund 120 Euro bei Amazon gibt, finden.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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