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Adam ohne Eva, aber mit einem Apfel und einem Androiden

handytarife.de hat Neuland betreten und ein „Testgerät“ angefordert, das so groß ist, dass es nicht in die Redaktion hinein passte. Zur Freude von mir, der das riesige „Testgerät“ mit nach Hause nehmen durfte und es machte sich gut vor der Tür. Die Rede ist vom Opel Adam.

Der Opel Adam ist ein Auto. Jetzt sind wir hier zwar nicht bei autotarife.de, aber ein Handy nutzt man mittlerweile auch im Auto. Der Gesetzgeber hat da schon ein paar Regeln festgelegt, wie das von statten zu gehen hat, doch die Welt dreht sich weiter und Boris Becker möchte vielleicht auch während der Fahrt einen Tweef starten. Einen Tweef kann man mit dem IntelliLink von Opel zwar nicht während der Fahrt starten, doch das ist vielleicht auch symphytischer.

 

 

Das Auto

 

Die Redaktion von handytarife.de wollte sich mal anschauen, was man mittlerweile alles mit dem Handy im Auto machen kann. Opel hatte einen Adam übrig, in den das neue IntelliLink installiert wurde. Dabei handelt es sich um ein Infotainment-System mit zentralem Touchscreen als Bedieneinheit für die Unterhaltung im Auto. Zur Verfügung stand mir ein 1,4 ecoFlex mit Start-Stopp-Automatik und 100 PS. Das hört sich nach einem kleinen Rennwagen an, wäre da nicht die Ausstattungslinie Glam.

 

Die Ausstattungslinie Glam ist ein schönes Paket mit Leder-Ausstattung, Glam-Extrem-Paket mit Hieroglyphen, die sich „Chic“ nennen, auf dem Armaturenbrett, der Innenraum ist in „Cocoa“ gehalten, während die 17 Zoll Felgen mit Bi-Color in „Copper“ und „Cream-White“ erstrahlten, genauso wie die Ausßenspiegel. Männerherzen fangen da nicht an zu hüpfen, aber nachdem mir ein pinkes iPhone 5C zum Testen zugeschickt wurde, kann mir auch so ein Auto nicht mehr peinlich sein.

Einen Parkassistenten hat das Auto auch, der langsamer einparkt als ich, aber eine spannende Angelegenheit ist, wenn man die Lenkkontrolle abgibt und sich einparken lässt. Böse Zungen würden behaupten, dass dies der deutlichste Hinweis darauf ist, dass dieser Testwagen für Redakteurinnen zusammengestellt wurde. Der Basispreis von 15.885 Euro summiert sich mit der ganzen Zusatzausstattung auf fast 20.000 Euro.

 

Und mit geschlossenen Augen machen die 100 PS wirklich Spaß. Ein Verbrauch von 10 Litern auf 100 Kilometern  war kein Problem. Das soll aber nicht gegen den Wagen sprechen. Wir haben hier in Bonn die erste Autobahn Deutschlands, die auch keine Tempobegrenzung hat, und da erreicht man dann auch mit 185 Kilometern pro Stunde eine angenehme Reisegeschwindigkeit.

 

Intellilink und die Krux mit der FlexDock

 

Das IntelliLink kostet 300 Euro Aufpreis und ist somit sehr viel günstiger als viele andere „Cartainment“-Systeme. Bei Audi zahlt man schlanke 2275 Euro und bei Renault immerhin noch 590 Euro. Basisfunktion ist die Bluetoothverbindung mit dem A2DP-Protokoll, das man auch von drahtlosen Lautsprechern und Headsets kennt. Damit wird nicht nur der Ton übertragen, sondern man kann auch einzelne Funktionen fernsteuern. Mit dem Aiptek Air2U Lautsprecher, der auch ein Mikrofon eingebaut hat, kann man Musik hören, Telefonate führen und über die Tasten an der Box auch die Wiedergabe starten und anhalten.

 

Im Opel Adam werden auf dem zentralen 7 Zoll Display eingehende Anrufe angezeigt und man kann über eine Taste am Lenkrad das Gespräch annehmen und beenden. Der Gesprächspartner ist  dann über die Bordlautsprecher zu hören. Genauso kann man Musik hören oder die Ansagen der Navi-App wiedergeben lassen. Dank des A2DP-Protokolls funktioniert dies auch soweit mit Windows-Phones. Die „smarten“ Funktionen des Intellilink bleiben Android- und iOS-Handys vorbehalten.

Die Freisprechanlage funktioniert tadellos. Wer ein iPhone sein eigen nennt, kann auch per Taste am Lenkrad Siri anweisen einzelne Aufgaben auszuführen. Bei  der Musikwiedergabe werden aber leider keine Playlists importiert, sondern die gesamte Musiksammlung. Das kann zu Durcheinander führen. Wenn man seine eigene Navi-App nutzen möchte  ist es ganz sinnvoll, dass man das Handy im Blickfeld hat. Mit der FlexDock aus dem Opel Sortiment ist das aber nicht für jeden ohne weiteres möglich.

 

Die FlexDock hat einen eigenen Connector auf dem Armaturenbrett und so ist das Smartphone mit dem IntelliLink verbunden und kann gleichzeitig geladen werden. Leider gibt es diese Handyhalterung aber nur als Universal-Modell mit Micro-USB-Anschluss nur für Telefone bis 12 cm Länge. Da passt kein Nokia Lumia 1020, kein LG G2, geschweige denn ein Samsung Galaxy Note 3 rein. Man konnte so gerade ein Samsung Galaxy Ace 3 hineinpressen.

 

Ein iPhone braucht einen anderen Anschluss, wofür es auch eine Flex-Dock gibt, die aber nur mit dem iPhone 4 und 4S kompatibel ist.  Die Modelle 5, 5C und 5S sind länger und nutzen den Lightning-Connector  und passen somit nicht in die Halterung. Wir müssen also festhalten: Für aktuelle Top-Smartphones muss eine universelle Halterung für die Windschutzscheibe nachgekauft oder das Handy in die Ablage unter der Mittelkonsole abgelegt werden. Dort befindet sich auch ein USB Anschluss, über den man das Handy laden kann.

 

Wer sein Handy per Bluetooth mit dem IntelliLink verbindet sollte dies auch tun, sonst ist der Akku schnell leer gesaugt. Diejenigen die ein iPhone nutzen, müssen ihr Telefon per Kabel verbinden, um die vom IntelliLink unterstützten Apps auf dem zentralen Touch-Bildschirm nutzen zu können. Wenn das Handy unten in der Ablage liegt, muss man das Kabel auch nicht unschön bis zur Windschutzscheibe baumeln lassen.

 

Die drei Apps in der Benutzung

 

Kommen wir zu den unterstützten Apps: Stitcher, TuneIn und BringGO. Die Benutzeroberfläche wird, nachdem man sein Android-Smartphone per Bluetooth gekoppelt hat oder sein iPhone per Kabel, auf dem Hauptdisplay angezeigt und kann dort gesteuert werden. Stitcher ist ein Podcast-Dienst und TuneIN eine Internetradio-App. Beide Apps sind kostenlos und nutzen die Internetverbindung des Handys und machen eine Flatrate unumgänglich. Beim Volumen sollte man dabei Acht geben, denn der Traffic der TuneIn-App belief sich bei einer Stunde Musikkören auf circa 70 Megabyte.

 

Da ist das gängige Inklusivvolumen von 500 Megabyte nach 7,5 Stunden schon aufgebraucht. Um den passende Tarif zu finden, können sie gerne unseren Tarifberater bemühen, dort geben sie an, wie viel sie telefonieren und welches Volumen ihre Flatrate haben sollte und am Ende wird ihnen der passende Tarif vorgeschlagen. Noch bequemer funktioniert das über unsere App. Ist man in gut versorgten Landstrichen mit HSDPA unterwegs, dann bleibt der Empfang auch bis zu den maximalen 185 Kilometern pro Stunde stabil. Wenn man in Tälern mit EDGE versorgt wird, kann man Internetradio und Podcasts vergessen.

Für die 300 Euro, die als Aufpreis für das IntelliLink anfallen, bekommt man kein Navigationssystem. Man bekommt die Möglichkeit sich navigieren zu lassen, indem man die App BringGO auf seinem Smartphone installiert, die dann auf dem 7 Zoll Bildschirm angezeigt werden kann. BringGO kostet aber Geld: 49,99 Euro für ein Jahr Real-Time-Traffic-Informationen, aber keine Karten-Updates. Zahlt man im App-Store 69,99 Euro sind die Real-Time-Traffic-Informationen und Kartenupdates für 3 Jahre inkludiert. Zum Glück kann man sich für 1,99 Euro eine Testversion für 30 Tage herunterladen und die Software erst mal testen. BringGO funktioniert offline. Man lädt sich die Karten vorher auf sein Handy, also zum Beispiel die West-Europa-Karte, und dann kann man sich navigieren lassen. Kein Traffic in Deutschland und vor alle keine Roaming-Gebühren im Ausland.

 

Das ist hilfreich, wenn man bedenkt, dass man mit Google-Maps zwar auch zum Ziel kommt, aber für eine Strecke von 100 Kilometern um die 40 Megabyte Datenvolumen verbraucht werden können.  Man kann für die Zielsuche innerhalb von BringGO auch auf Google zugreifen und das Suchergebnis als Ziel einstellen. Vorher wird man darauf hingewiesen, dass die Internetverbindung über das Smartphone hergestellt wird. Das ist ebenfalls eine durchdachte Funktion.

 

Die Sprachausgabe muss nochmal einen Deutsch-Kurs machen, man versteht aber, was sie meint. Das Display sitzt etwas zu tief und wird vom rechten Arm verdeckt, wenn man beide Hände am Lenkrad hat. Schwachbrüstig sollte das eingesetzte Handy nicht sein, denn mit laufender BringGO-App und dem Musikplayer, kam das System auf dem Samsung Galaxy Ace 3 ins Stocken, sodass ich eine Ausfahrt verpasst habe.

 

Fazit

 

Ein paar Makel hat das System, keine Frage. Ein Schönheitsfehler ist in meinen Augen, dass die FlexDock nicht so flexibel ist, wie ihr Name es erwarten lässt. Ich bringe mein Handy im Auto gerne sicher unter, und wenn eine Kabelverbindung, wie beim iPhone, notwendig ist, dann muss das Kabel auch nicht am Armaturenbrett rumhängen. Eine neue FlexDock ist zurzeit nicht geplant.

 

Dass man das iPhone nur per Kabel anschließen kann, ist dabei sicher nicht Opel anzukreiden, wenn die Restriktionen des Betriebssystems so sind, wie sie sind. Schwieriger ist es aber mit Blick auf Opel auf dem Laufenden zu bleiben, wenn Opel nur zweimal im Jahr die Kompatibilität neuer Smartphones testet und Updates nur in der Opel-Werkstatt durchgeführt werden. Die smarte Welt der Handys dreht sich verdammt schnell!

 

Opel macht mit dem System aber auch vieles richtig und zeigt einen vielversprechenden Weg auf, der zu einer Second-Screen-Lösung führen könnte. Wenn ich die Hard- und Software in Form meines Smartphones immer bei mir habe, warum sollte ich dann viel Geld für ein weiteres System in meinem Auto ausgeben, das in der Regel weniger kann, als mein Handy, viel mehr kostet und dessen Bedienung ich extra erlernen muss.

 

Ein Abbild meines Smartphone-Displays auf einem größeren zentralen Bildschirm in meinem Auto könnte vieles erleichtern und ich denke, dass IntelliLink von Opel ein Zwischenschritt ist, der mit 300 Euro am Ende ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis bietet. Wer noch mehr über den Opel Adam erfahren möchte, kann mal bei den Bonner Kollegen vom General-Anzeiger vorbeischauen, die den Opel Adam ebenfalls über zwei Wochen getestet haben.

 

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Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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