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Smartphone im Auto: Opel Navi 900 IntelliLink im Test

Wir hatten die Möglichkeit die 2. Generation des Navigationssystems von Opel mit Android Auto und Apple Carplay im Astra Sportstourer und im Mokka X zu testen. Wie Fahrassistenz-Apps im Vergleich zum Infotainmentsystem von Opel abscheiden und noch viel mehr, erfahren Sie im ausführlichen Testbericht von handytarife.de.

Warum gleich zwei Fahrzeuge von Opel? Weil wir eigentlich gerne den neuen 1.4 Ecotec Direct Injection Turbo Motor im Mokka X gefahren wären. Da Diese Motorisierung aber nicht verfügbar war, fuhren wir den gewünschten Motor im Astra Sportstourer Probe und schauten uns den kleinen SUV mit 1,4 Liter Motor mit Turbo und Allradantrieb an. In dem Astra hatten wir außerdem die Möglichkeit, die umfangreichere Zusatzausstattung mit Matrix-LED-Licht zu testen.

 

Ärgert die Oberklasse

 

So heißt einer der Werbe-Slogans des Rüsselsheimer Automobilbauers. Das bezieht sich unter anderem auf automatisch abblendendes bzw. sich dem Gegenverkehr anpassendes Fernlicht, Verkehrsschilderkennung oder WLAN im Fahrzeug. Insbesondere wer auf dem Land wohnt und häufig das Fernlicht einschaltet, wird Gefallen an dem Komfort finden, das Fernlicht selber nicht mehr ausschalten zu müssen. Eine Kamera, die im Rückspiegel an der Windschutzscheibe untergebracht ist, erkennt Gegenverkehr und kann mit dem Matrix-LED-Licht partiell abblenden oder mit der Verkehrsschilderkennung bei der Einfahrt in Ortschaften das Fernlicht ausschalten.

Der Opel Astra Sportstourer kommt noch mit nur einem "Bumerang" als LED-Tagfahrlicht daher. - © handytarife.de

Auf unseren Nachtfahrten kam es aber auch dazu, dass die Kamera den Gegenverkehr nicht erkannte, der sich geblendet und zu recht beschwerte. Außerdem verlangt die Kamera als helfendes Auge auch freie Sicht, um ihren Dienst erledigen zu können. Bei vereister Frontscheibe reicht also nicht nur ein Guckloch für den Fahrer – das reicht mit dem Blick auf Verkehrssicherheit nie - aber zumindest sollte beim Kratzen der obere Bereich der Windschutzscheibe nicht ausgespart werden. Das Abblendlicht leuchtet die Straße gut aus und die verbaute Kamera erkennt im Zusammenspiel Straßenschilder recht zuverlässig und zwar auch, wenn diese in Kombination auftreten oder provisorisch an Baustellen aufgebaut sind.

 

Die Leuchtengrafik mit dem in Zukunft markentypischen Doppel-Bumerang verhelfen dem neuen Mokka X zu einem erwachseneren und maskulineren Auftritt, als es vor dem Facelift der Fall war. Das passt auch besser zu einem SUV. Das neue Markengesicht erhält auch der neue Insignia, der die beiden LED-Streifen aus den Scheinwerfern auch in den Rückleuchten trägt. Ganz klar fällt übrigens die Motor-Empfehlung aus. Trotz lediglich 10 PS mehr, hinterlässt der 1.4 Ecotec Direct Injection Turbo Motor einen deutlich spritzigeren Eindruck. Mit sparsamer Fahrweise außerorts ließ er sich im Astra mit 6,5 Litern auf 100 Kilometern bewegen. Im Mokka X wird es wegen des Allradantriebs vermutlich etwas mehr sein.

 

Fahrassistent per App nachrüsten?

 

Die von uns getesteten Apps können mit dem System von Opel nicht mithalten. „myDriveAssist“ von Bosch ist eine App, die Verkehrszeichen und Falschfahrer erkennt bzw. davor warnt, dass man selber einer wird, und abspeichert, wo das Fahrzeug abgestellt wurde. Bei den erkannten Schildern handelt es sich um Geschwindigkeitsbegrenzungen, Ortseingänge- und -ausgänge sowie Überholverbote. Diese werden von der Kamera erkannt, die dafür freie Sicht durch die Windschutzscheibe benötigt. Eingeblendet werden die erkannten Verkehrszeichen dann im Live-Bild, in einer schematischen Grafik einer Straße oder in einem Widget. Letzteres ist eine clevere Funktion, weil die App so auch ihre Informationen anzeigt, wenn eine Navi-App genutzt wird.

Hier ist oben rechts das Widget von myDriveAssist zu sehen, während die Navi-App von HERE genutzt wird. - © Screenshot

Eine permanente Datenverbindung zur Cloud von Bosch ermöglicht neben der Erkennung von Falschfahrern in Sichtweite durch die Kamera, auch die Warnung aller Fahrer in einem Umkreis von 10 Kilometern. Außerdem werden die erkannten Verkehrszeichen in die Cloud übermittelt. Je mehr Fahrer diese App ständig nutzen, desto umfangreicher sind die Informationen, die dann auch bei vorübergehenden Änderungen des Tempolimits, oder wenn die Verkehrsschilder bei Dunkelheit nicht erkannt werden, abrufbar sind.

 

Damit bietet Bosch eine Gratis-App mit guten Ansätzen. Allerdings ist die Nutzerbasis noch nicht groß genug, um die Cloud wirklich smart zu machen, sodass bei nicht optimalen Sichtverhältnissen die nicht erkannten Verkehrsschilder nicht abgerufen werden können. Diese Applikation benötigt durch ihren erhöhten Stromverbrauch eine direkte Verbindung zu einem Ladegerät. Für die Performance des genutzten Smartphones sollte wenigstens ein Mittelklasse-Handy genutzt werden.

 

Die Co-Piloten von Bosch und Samsung

 

iOnRoad“ ist der zweite von uns nachgerüstete Fahrassistent, der in der Pro-Version zusätzlich eine Dash-Cam-funktion beinhaltet, sodass per Knopfdruck direkt aus dem Cockpit heraus aufgezeichnet werden kann. Die Applikation ist dafür gemacht, während der Fahrt durch die Windschutzscheibe den Verkehr vor dem Fahrzeug zu filmen. Das funktioniert mit Augmented Reality. Das Live-Bild ist auf dem Handy-Display zu sehen, wird aber nicht aufgezeichnet. Die Kamera wird nun verwendet, um Verkehrsschilder zu erkennen und in das Bild wird der Abstand zum Vordermann eingeblendet. Dabei kann der Assistent auch warnen, wenn man die zugelassene Geschwindigkeit überschreitet oder zu wenig Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug lässt.

Augmented Reality im Einsatz: iOnRoad warnt bei zu wenig Abstand zum Vordermann. - © handytarife.de

Die Applikation wurde 2013 an Harman verkauft, die wiederum im Jahr 2016 von Samsung übernommen wurden. Der Fahrassistent arbeitet dabei besser, als vermutet. Dafür gilt es aber ein paar Punkte zu beachten. Das kleine Programm funktioniert nur im Querformat und muss freie Sicht auf die Straße haben. Bei Dunkelheit stoßen Smartphone-Kameras an ihre Grenzen, dann funktioniert die Verkehrsschilderkennung kaum noch. Die App braucht viel Hardware-Leistung, sodass ein besseres Smartphone benötigt wird.

 

Außerdem sollte das verwendete Handy eine Schnelladefunktion haben, wofür auch ein passendes KFZ-Ladegerät angeschafft werden sollte, denn das permanent eingeschaltete Display mit dem Live-Bild und GPS zur Geschwindigkeitsmessung verbrauchten in unserem Test mit dem Samsung Galaxy S6 Edge mehr Energie, als ein Standard-KFZ-Ladegerät nachladen kann. Uns fehlte noch eine Navigations-Funktion, bei der die Pfeile zur Fahrtrichtungsanzeige ebenfalls in das Live-Bild eingeblendet werden. Allerdings kann die App auch im Hintergrund mitlaufen, während eine andere Navi-App verwendet wird. Dann kommen allerdings die Assistenzsysteme nicht mehr zur Geltung.

 

„iOnRoad“ bietet ein pfiffiges Feature, das nicht nur die GPS-Koordinaten, sondern auch ein Foto speichert, wenn geparkt wurde, sodass die Umgebung zum Beispiel in einer Tiefgarage aufgenommen wird, um den Stellplatz wiederzufinden. Läuft die App immer mit, kann sie auch ein lückenloses Fahrtenbuch erstellen, indem die Schnappschüsse riskanter Situationen hinterlegt werden. Des Weiteren werden SMS und andere Nachrichten vorgelesen.

Wenn sich Das Handy per Bluetooth mit dem Auto vernbindet, startet automatisch Android Auto. - © Screenshot

Ähnliche Funktionen bietet auch „Android Auto“ nach seinem Update, das nun den Auto-Modus in Fahrzeuge bringt, die nicht ab Werk mit dem System von Google ausgestattet sind. Dabei wird das Mobiltelefon am besten am Armaturenbrett befestigt und bietet dann eine abgespeckte, Ablenkung vermeidende Ansicht. Die App kann so eingestellt werden, dass sie automatisch startet, wenn die Bluetooth-Verbindung mit der KFZ-Freisprecheinrichtung hergestellt wird. So soll die App am besten auch immer mitlaufen, auch wenn nicht navigiert wird. Zum Beispiel um abzuspeichern, wo das Fahrzeug abgestellt wurde - und natürlich reichlich Daten an Google zu senden.

 

Mehr Android Auto und Apple Carplay, weniger Opel

 

Wir begleiten Opel nun schon etwas länger – wenn man das Thema “Connected Car” betrachtet – und begannen einst mit dem Opel Adam, dessen Infotainmentsystem ich damals als Zwischenschritt bezeichnete. Es folgte die Integration von Apple Carplay und Android Auto im Opel Karl, die noch nicht ganz ausgereift war. Nun also das Navi 900 IntelliLink der zweiten Generation. Dieses verfügt über ein größeres 8 Zoll Display, gegenüber der 7 Zoll Anzeige des kleineren Radio R 4.0 IntelliLink ohne Opel-Naviation. Die Modelle Adam, Corsa und Karl bekommen die zweite Generation voraussichtlich ab Mitte 2017. Im Astra Sportstourer kostet das „große“ Navi 840 Euro Aufpreis, außer in der Basis-Ausstattung. Hier werden 1550 Euro fällig. Dazu gibt es ein 4,2 Zoll Display für den Fahrer, zwischen Tacho und Drehzahlmesser. In den Modellen „Selection“ und „Edition“ ist diese Anzeige aber nur einfarbig. DAB+ kostet 100 Euro Aufpreis.

 

Was wäre die Auto-Industrie, wenn sie ihre Aufpreispolitik logisch aufbauen würde? Die Zusammenstellung eines Neuwagens wäre deutlich weniger abenteuerlich – und genau das wollen Käufer doch: Emotionen. Im Mokka X kostet dasselbe System 950 Euro extra, außer in der Ausstattungsvariante „Selection“, für die es nur das Radio R300BT bestellt werden kann. Das Fahrerdisplay kostet weitere 120 Euro und DAB+ 210 Euro. Die Hardware für den Onstar-Dienst inklusive WLAN-Hotspot ist im Astra Sportstourer immer Serie und im Mokka X auch, lediglich in „Selection“ nicht erhältlich.

Der Home-Screen des Opel Navi 900 IntelliLink der zweiten Generation - © handytarife.de

Opel hat seine eigenen Versuche eine eigene Plattform zu etablieren hinten angestellt. Zwar können immernoch vereinzelte Apps direkt im Auto installiert werden, ohne dass es ein Handy braucht, doch diese sind weitestgehend unbedeutend. Die Navigationssoftware von Opel begrüßt den Fahrer im Look des Jahres 2000, arbeitet lange nicht so flott und intuitiv, wie ein modernes Smartphone, bezieht seine Verkehrsdaten über TMCpro, ein Dienst der mittlerweile weniger genau ist, als die Staudaten in Google Maps und Apple Karten, und die Sprachsteuerung konkurriert nicht mit Siri, Alexa oder Google, sondern mit meiner schwerhörigen Großmutter.

 

Die Lieblingsmusik im Auto zu hören könnte allerdings einfacher kaum sein. Egal ob auf dem Smartphone gespeichert oder per Musik-Streaming-Dienst abgespielt, die Apps starten zügig und lassen sich auch über das Lenkrad steuern. Hinzu gesellt sich Radio in guter, digitaler Qualität, wenn zum Beispiel TuneIn oder Stitcher auf dem Handy installiert ist, wobei herfür das mobile Internet genutzt wird, oder offline indem der moderne DAB+ Empfänger auf der Aufpreisliste angekreuzt wird. Whatsapp funktioniert im Auto leider weiterhin nur mit Android und nicht mit dem iPhone.

 

Online-Star per Telefon?

 

Um dieses Problem zu lösen hat Opel „Onstar“ verbaut. Diese Telefon-Hotline mit eigenem Knopf im Cockpit baut eine Sprachverbindung in ein Call-Center auf, dem man erzählen kann, dass eine Tankstelle in der Nähe gesucht wird und die Person am anderen Ende kann dann die Adresse auf das Navi im Opel "beamen". Zauberei für alle, die noch kein Smartphone nutzen. Der Service kostet in den ersten 12 Monaten noch nichts. Danach werden 99,50 Euro im Jahr fällig. Alle anderen, die Android-Handy oder iPhone im Auto nutzen wollen, die verwenden Android Auto und Apple Carplay, die wirklich stabil laufen, aber nur die eigenen Karten-Dienste erlauben, denen man sehr zuverlässig diktieren kann, wo man hin möchte. Der große Nachteil, dass die beiden Tech-Giganten ihre Hand sehr restriktiv über ihre Systemerweiterung für das Auto halten, ist wiederum bedauerlich.

Etwas angestaubt: Die Opel-Navigation - © handytarife.de

Onstar kann aber noch etwas mehr: Dazu gibt es eine Smartphone-App, mit der das Fahrzeug auf- und abgeschlossen werden kann, außerdem kann mit Horn und Licht gehupt und das Ziel an das Navi gesendet werden. Eine Ferndiagnose lässt sich über die Hotline abfragen. Mit der SOS-Taste oder wenn die Airbags ausgelöst haben, wird eine Sprachverbindung hergestellt, um das Problem abzufragen und gegebenenfalls Abschlepp- oder Rettungsdienst zu verständigen und an die übermittelten GPS-Koordinaten zu senden. Die Fahrzeugposition, kann auch jeder sehen, der in die App eingeloggt ist. Teilt man sich den Account also mit seinem Partner, dann muss man die Privat-Taste drücken, wenn man zum Beispiel unterwegs ist, um dem Partner ein Geschenk zu kaufen.

 

Da war doch was?

 

eCall soll doch verpflichtend eingeführt werden und auch ohne Gebühr im Falle eines Unfalls reagieren!? Das aktuelle Datum dafür ist der 31. März 2018. Erst dann müssen alle Neufahrzeuge damit ausgeliefert werden. Thema Ortung: Die permanente Ortung kann im Auto ausgeschaltet werden. Sie wird aber durch Opel wieder eingeschaltet, wenn SOS gesendet wird oder das Fahrzeug gestohlen gemeldet wurde. Dann kann die Wegfahrsperre per Onstar-Hotline aktiviert werden. Dafür muss die Vorgangsnummer der Diebstahlsanzeige übermittelt werden. Außerdem werden die GPS-Daten der Polizei mitgeteilt.

 

Freiheitsliebende Bürger sehen hierin eher eine Bevormundung. Ich darf also trotz deaktivierter Ortung weder in Kauf nehmen, dass ich nach einem Unfall keine Hilfe bekomme, noch mich mit einem Diebstahl einfach abfinden. Sowas finden sicher auch Ermittlungsbehörden gut. Das erwartet uns wohl auch flächendeckend ab 31. März 2018. Der gleichzeitig verbaute WLAN-Hotspot könnte das Problem lösen, das Android Auto und Apple Karten mit ihrer benötigten Verbindung mit dem Internet auslösen. Mit dem passenden Handytarif und ausreichendem Datenvolumen ist das kein Problem. Die Abschaffung des EU-Roamings am 15.5.2017 begünstigt dies ebenfalls. Doch wird das Fahrzeug von mehreren Personen gefahren oder auf der Rückbank auch mal am Laptop gearbeitet oder mit dem Tablet gespielt, dann ist ein WLAN-Zugang für bis zu sieben Endgeräte komfortabel.

 

Gezwungenermaßen Vodafone Nun gibt es Fahrzeuge, zum Beispiel den Volvo XC90, die besitzen einen SIM-Karten-Schacht. Hier lässt sich also ein Datentarif den eigenen Bedürfnissen anpassen. Bei Opel wird eine eSIM verwendet, die das Vodafone-Netz nutzt. Opel-Fahrer kommen also nicht drum herum, über das Portal internetinthecar.vodafone.com einen Tarif zu buchen. Dafür muss beim ersten Mal ein Account im WLAN des Fahrzeuges angelegt werden. Danach gelten die Zugangsdaten von überall. Nach dem Ablauf der dreimonatigen Testphase mit 3 Gigabyte Datenvolumen im Neuwagen, kostet der Tagespass 1,99 Euro mit 500 Megabyte und der Monatspass, der 28 Tage gültig ist, mit 1 Gigabyte für 9,99 Euro.

Der Opel kann nicht nur ein Wifi-Hotspot sein, er lässt sich auch mit einem WLAN verbinden. - © handytarife.de

Buchen lassen sich auch mehrere Pakete, sodass auch der Monatspass erneuert werden kann, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist. Neben einem laufenden Paket lassen sich bis zu drei weitere in eine Warteschlange legen. Bezahlt wird mit Mastercard oder Visa. Soweit verfügbar handelt es sich um eine LTE-Verbindung mit bis zu 225 Mbit, auch im Ausland. Achtung: Das Datenvolumen ist nur in 13 Ländern verfügbar, gegenüber der Onstar-Hotline, die für sich mit 30 Ländern wirbt. Der WLAN-Hotspot kann in Belgien, Polen, Dänemark, auf Jersey, Guernsey, Isle of Man, Andorra, Gibraltar und in der Schweiz nicht verwendet werden.

 

Fazit: Der (On)Star ist das Navi 900 2. Generation

 

Die Integration der Second-Screens von Apple Carplay und Android Auto hat Opel sehr gut hinbekommen. Beide Systeme laufen stabil. Der 8 Zoll Bildschirm hat ein mattes Finish, wodurch er gut abzulesen ist, aber zum Glück nicht aussieht, wie die druckempfindlichen Touchscreens der ersten Navigationssysteme. Der Nachteil, der den Rüsselsheimern nicht angekreidet werden kann, aber dennoch bestehen bleibt, ist das fehlende Angebot gängiger Apps. Dem Problem mit der erhöhten Datennutzung im Auto durch Online-Kartendienste Live-Staudaten oder auch Fahrassistenten per Applikation, nähert sich der Autobauer mit Wifi im Fahrzeug. „Der WLAN-Hotspot wird nicht von Opel Onstar zur Verfügung gestellt und unterliegt den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Mobilfunkanbieters“ beschreibt allerdings auch einen konkreten Nachteil: Opel gewährt Vodafone eine Monopolstellung, um Ihnen Internet im Auto anzubieten.

 

Die verbaute eSIM nimmt dem Halter die freie Wahl seines Mobilfunkanbieters. Wer diese Freiheit nicht aufgeben will, muss zu einem Car-Wifi-Router für den Zigarettenanzünder greifen. Apropos Freiheit: „Melden Sie sich nicht bei den OnStar Services an, wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Informationen innerhalb der GM-Gruppe geteilt werden“ steht in der Datenschutzerklärung von Onstar. Ohne diese Anmeldung auch ohne das kostenpflichtige Abo, ist aber die Nutzung des WLAN-Hotspots nicht möglich. Dazu passt auch die unbefriedigende Antwort auf die Frage im FAQ-Bereich: „Kann ich verhindern, dass OnStar meine Daten nutzt? OnStar wird Ihre Daten ohne Ihre Zustimmung nie an Dritte weiterleiten.“

 

Und wenn es dann noch in der Datenschutzerklärung weiter heißt: „Wir erheben, speichern und verarbeiten die wesentlichen Identifikationsmerkmale Ihres Fahrzeuges (Fahrzeug-Identifizierungsnummer/FIN, Fahrzeugkennzeichen, Typ, Modelljahr und Spezifikation), seine Diagnoseinformationen (gegenwärtiger Kilometerstand, Reifendruck und Ölrestlebensdauer; die Diagnoseinformationen können auch Diagnosedaten zusätzlicher Fahrzeugsysteme, wie Airbag, Stabilitätskontrolle, Motor und Getriebe, Emissionen und ABS-Bremse enthalten), die bisher erbrachten Dienste, das Auslösen von Sensoren (insbesondere Auslösen des Airbags, der Aufprall- und der Diebstahlwarnungssensoren). Wir nutzen diese Daten, um Ihnen die OnStar Services, insbesondere den Notfallservice und die Diagnoseunterstützung, zur Verfügung zu stellen. Wir nutzten die Daten auch intern für Sicherheitszwecke, zur Produktverbesserung, zur Fehlerbehebung und zur Qualitätskontrolle.“, dann sollten Sie folgendes berücksichtigen: Onstar ist in viel Fahrzeugen serienmäßig verbaut. Sie können die Installation in ihrem Fahrzeug also nicht verhindern. Sie können die Hoheit über ihre Daten behalten, indem Sie sich nicht für Onstar anmelden. So sollte sich auch verhindern lassen, dass „um die Sicherheit oder Rechte von Ihnen oder anderen sicherzustellen oder wenn wir [Onstar] eine gültige Anweisung von einer Behörde erhalten“ ihre Daten weitergegeben werden. Dann verzichten Sie aber auch auf den WLAN-Hotspot.

 

Achten Sie also darauf, dass ihr Handyvertrag über genug Datenvolumen verfügt oder kaufen Sie sich passendes Zubehör für ihr Auto und schließen Sie einen Datentarif ab. Das Navi 900 der 2. Generation hat uns gut gefallen. Hierauf war die Koppelung mit Android-Handy oder iPhone stabiler, als mit dem Radio R 4.0 aus dem Opel Karl. Außerdem ist der Bildschirm größer und zumindest für Notfälle kann die integrierte Navigation verwendet werden. Die nächste Generation desInfotainments steht auch schon in den Startlöchern. Der Opel Ampera-e wird im Frühjahr 2017 erwartet und kommt mit einem 10,2 Zoll Display.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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