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Handy-Backup


© Screenshot / handytarife.de

Smartphone Backup vom Android-Handy oder iPhone erstellen

Backups sind 1:1 Kopien und eine gänge Lösung zur Datensicherung eines Smartphones. Während es Möglichkeiten gibt, um Dateien in der Cloud oder auf externen Datenträgern zu sichern ist die Kopie aller Inhalte eines Handys, um diese auf einem anderen Mobiltelefon wiederherzustellen ein kompliziertes Unterfangen.

Mit Android als Betriebssystem bieten zum Beispiel Samsung, Sony, Huawei und LG eigenen Backup-Lösungen an. Das hat grundsätzlich den Vorteil, dass diese Apps vom Hersteller einen umfangreicheren Zugriff auf das System gewährt bekommen, somit mehr Daten erfassen können. Bei Dritt-Anbietern geht das nur über sogenannte Root-Rechte.

 

Huawei und LG stechen dabei mit ihren kompletten Datensicherungen heraus, wobei diese bei Huawei-Smartphones leider manuell angestoßen werden muss und nicht automatisch durchgeführt wird. Bei LG kann ein Sicherungs-Rhythmus eingestellt werden, allerdings werden alte Daten nicht überschrieben, sondern müssen manuell gelöscht werden, damit der Speicher nicht vollläuft. Eine Micro-SD-Karte beziehungsweise die Übertragung des Backups auf einen externen Speicher ist in beiden Fällen empfehlenswert.

 

Zum Android-Backup springen

 

Zum iPhone-Backup springen

 

Hersteller-Backups erzeugen einen "Walled Garden"

 

Der große Nachteil dieser Lösung ist, dass keine der Apps sich auf dem Handy eines anderen Herstellers installieren lässt, um die Einstellungen und Dateien dort wiederherzustellen. Dieser Versuch, den Nutzer zur Markentreue zu bewegen wird "Walled Garden" genannt. Die Hersteller bieten also nur eine eingezäunte eine Spielwiese. Wer nicht zur Konkurrenz wechselt, wird mit zuverlässigen Backups belohnt. So macht es übrigens Apple seit jeher.

 

Etwas Anderes sind wiederum Apps, die den Umzug auf ein neues Smartphone erleichtern sollen. Dies setzt zum einen voraus, dass das alte Handy noch funktioniert, es handelt sich also nicht um eine Datensicherung, und dass die zu übertragenden Daten auch korrekt identifiziert werden. Das mag bei Bildern, Dokumenten und Musik noch recht zuverlässig funktionieren, funktioniert regelmäßig bei Login-Daten, Spielständen und Chat-Verläufen aber nicht reibungslos.

 

Wer nur wenige Apps verwendet und deren Daten nicht sichern muss, kann hingegen seine Kontakte und den Kalender synchronisieren und Fotos, Videos und andere Dateien auf einem externen Datenträger sichern. Hierfür eignen sich bei Android automatische Backup-Speicher wie "Canvio for Smartphones" von Toshiba. Das Speichern in der Cloud ist eine ähnliche Lösung, wobei hier die Daten aus der Hand gegeben werden, für ihre Sicherheit der Dienstanbieter zuständig ist, was großes Vertrauen in selbigen voraussetzt.
 

© Screenshot / handytarife.de

Backup erstellen für Android – mehr schlecht als recht

 

Einen einheitlichen und Hersteller-übergreifenden Datensicherung bei Android-Smartphones bietet lediglich die Entwickler-Software von Google mit dem „Android Studio“. Ist dieses Programm auf dem PC installiert, muss zunächst das Mobiltelefon vorbereitet werden. Dafür wird es in den "Entwickler-Modus" versetzt. Dies geschieht, indem man über Einstellungen > Über das Telefon  zur "Build-Number" gelangt und das Feld mehrmals kurz hintereinander antippt, bis die Meldung erscheint, dass man nun Entwickler ist. Wie viele Berührungen noch fehlen kann dabei durch einen Countdown angezeigt werden, eventuell wird zur Bestätigung die Geräte-PIN abgefragt.

 

In den Einstellungen befinden sich nun die "Entwickleroptionen". Hierin muss "USB-Debugging" aktivieren werden. Es erscheint ein Hinweis-Text, der mit "OK" bestätigt werden muss. Wird das Handy nun mit dem PC verbunden erscheint nochmal eine Abfrage zum USB-Debugging mit dem angeschlossenen Computer, dessen Zugriff mit "OK" zu bestätigen ist.

 

Jetzt starten wir eine Zeitreise, als Befehle noch in die Kommandozeile des PC eingegeben wurden. Unter Windows 10 schreibt man in das Suchfenster der Systemleiste "cmd", sodass man die "Eingabeaufforderung" öffnen kann. Hier kann nun folgender Befehl eingetippt werden:

 

adb backup -all -apk -obb -shared -f backup_3-2018.ab

 

Er bedeutet, dass ein vollständiges Backup erstellt werden soll, mit den Installationsdateien der Apps, Zusatzdateien der Anwendungen, auf externe Speicher ausgelagerte Dateien und diese unter dem Dateinamen "backup_3-2018.ab" abgelegt werden sollen. Das Backup wird standardmäßig im Ordner "Eigene Dateien" gespeichert. Vor dem Dateinamen kann auch noch ein anderer Pfad angegeben werden, wenn Administratorenrechte vorhanden sind. Wird kein Dateiname vergeben heißt die Datei "backup.ab". Schließlich wird die Ausführung der Kommandozeile mit der Enter-Taste bestätigt.

 

Auf dem Smartphone muss danach mit "Meine Daten sichern" das Backup gestartet werden und kann beziehungsweise sollte mit einem Passwort geschützt werden - gut merken, denn ist gibt keine Passwort-vergessen-Funktion. Das Widerherstellen des Backups funktioniert ebenfalls über die Eingabeaufforderung:

 

adb restore backup_3-2018.ab

 

Über dieses Kommando mit der Eingabe des Dateinamens - gegebenenfalls mit genauem Pfad - startet die Wiederherstellung auf dem per USB angeschlossenen Smartphone. Hierauf bestätigt man den Vorgang durch Eingabe des Passwortes und Antippen von "Meine Daten wiederherstellen". Wenn das System sich im Werkszustand befindet, muss der Einrichtungsprozess zunächst durchlaufen werden. Dabei kann die Konfiguration weitestgehend übersprungen werden.
 

© Screenshot / handytarife.de

Nun die schlechte Nachricht

 

Das funktioniert trotz - oder gerade wegen - der komplizierten Prozedur überhaupt nicht zuverlässig. Die Backup-Dateien sind häufig nicht vollständig oder lassen sich auf dem neuen Handy nicht wiederherstellen. Damit ist diese Methode nicht empfehlenswert. Android ist somit in Sachen Backup ein Flickenteppich. Apps, App-Daten, Anrufliste, Kontakte und Geräteeinstellungen wie WLAN-Passwörter und Berechtigungen sowie SMS speichert Google auf Wunsch in Google Drive. Dies wird bei der Einrichtung eines neuen Android-Smartphones abgefragt oder kann unter Einstellungen > Google > Sicherung nachgeholt werden.

 

Hier kann auch kontrolliert werden, wann die Daten zuletzt gesichert wurden. Dabei zeigt sich aber ein entscheidendes Problem: Der Sicherungs-Prozess kann nicht manuell angestoßen werden. Es kann passieren, dass die gesicherten App-Daten im Moment der Einrichtung eines neuen Mobiltelefons über Google-Drive nicht aktuell sind. Alle anderen Dateien müssen über Apps von Drittanbietern gesichert werden, wobei man sich genau überlegen sollte, ob die Sicherung auf dem Speicher des Handys oder einer Speicherkarte reicht, da bei Verlust oder einem Schaden des Mobiltelefons alle Daten verloren sein könnten. Die Sicherung auf einem externen Speicher beziehungsweise dem PC ist hier vorzuziehen. Das Whatsapp-Backup muss bei Google-Drive abgelegt werden.

 

Apple macht seinen Job besser – aber nicht perfekt

 

Apples Backup-Lösung ist deutlich einfacher zu handhaben. Wer in den Apple-Kosmos eintritt und auch dort bleiben möchte, der bekommt hier eine Möglichkeit zur Datensicherung, die den Wechsel zu einem anderen iPhone nahezu reibungslos macht. Aber auch hierbei müssen ein paar Punkte beachtet werden. Musik-Dateien sind zum Beispiel nicht Teil des Backups. Sie sind entweder in der Einkaufsstatistik enthalten oder können aus externen Quellen über iTunes mit der iCloud-Mediathek synchronisiert, und dann nachgeladen werden.

 

Wenn eine Verschlüsselung des iTunes-Backups zu Sicherung bestimmter Daten Voraussetzung ist, dann bedeutet dies auch, dass die Daten nicht wiederhergestellt werden können, wenn das Passwort nicht erinnert werden kann. Die Voraussetzung der 2-Faktor-Authentifizierung sorgt für mehr Sicherheit und ist als Bedingung für Teile der Backups durchaus sinnvoll. Die Fotomediathek in der iCloud ist insbesondere dann praktisch, wenn mehrere Geräte darauf zugreifen können sollen. Bei vielen Fotos und Videos fallen allerdings wahrscheinlich auch Kosten für den Speicherplatz an.

 

In dieser Tabelle sind die Inhalte der Backups per iTunes und iCloud aufgelistet:
 

  iTunes (am PC, Speicherplatz von Festplatte abhängig) iCloud (über WLAN, Speicherplatz Abonnement: 5 GB gratis, 50 GB 0.99€/ Monat, 200 GB 2.99€/ Monat, 2 TB 9.99€/ Monat
Anrufverlauf ✔️ ✔️
App-Daten ✔️ ✔️
Apple HomeKit-Konfiguration ✔️¹ ✔️²
Apple Pay-Daten & -Einstellungen
Apps
Einkaufsstatistik (ermöglicht die Wiederherstellunge von Musik Filmen, TV-Sendungen, Apps, In-App-Käufen & Büchern) ✔️ ✔️
Einstellungen für Ortungsdienste ✔️ ✔️
Erinnerungen ✔️ ✔️
Fitness- & Gesundheitsdaten ✔️¹ ✔️²
Fotos/ Video (Camera Roll) ✔️³ ✔️³
gekoppelte Bluetooth-Geräte ✔️¹
Home-Screen ✔️ ✔️
iCloud-Mail ⛔  ✔️
iMessage/ SMS/ MMS ✔️ ✔️⁴
Kalender ⛔  ✔️
Klingeltöne ✔️ ✔️
Kontakte ⛔  ✔️
Mail ✔️⁵ ✔️⁵
Mailbox ✔️⁴ ✔️⁴
Musik (aus externen Quellen)
Musik (über iTunes erworben)
Notizen ⛔  ✔️
Safari-Verlauf ✔️¹ ✔️
Safari-Lesezeichen/ -Formulardaten ✔️
Schlüsselbund (Logins, Passwörter, Kreditkarteninformationen) ✔️¹ ✔️²
Siri-Daten ✔️²
Spielstände (Game Center) ✔️ ✔️
Sprachmemos ✔️ ✔️
Touch-ID
WLAN-Netzwerkinformationen ✔️⁶ ✔️⁶

 

¹ (wenn Verschlüsselung aktiviert)

² (wenn 2-Faktor-Authentifizierung aktiviert)

³ (wenn Upload in iCloud-Fotomediathek nicht bereits aktiviert)

⁴ (SIM-Karte muss identisch sein)

⁵ (Konten, kein E-Mails)

⁶ (in Schlüsselbund)

 


Doppelt hält besser

 

Ein Großteil der Daten lässt sich also lokal auf dem PC oder Mac sichern. Kontakte, Notizen, Kalender und Lesezeichen sollten per iCloud synchronisiert werden, gegebenenfalls auch die E-Mail-Accounts. Die Daten von Siri werden grundsätzlich nur in der Cloud gesichert, die gekoppelte Bluetooth-Geräte nur im iTunes Backup. Darum bietet den weitreichendsten Schutz vor Datenverlust nur die Nutzung beider Backups. Zur Sicherung der Whatsapp-Chat muss das Backup zur Speicherung in der iCloud aktiviert werden.

 

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