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Top Smartphone Kameras


© handytarife.de

Fotohandy-Test 2018: Samsung holt sich die Krone zurück

Apple iPhone XR, Huawei Mate 20 Pro, OnePlus 6T und Samsung Galaxy Note 9 haben sich dem alljährlichen Fotohandy-Test von handytarife.de gestellt und insgesamt auf einem hohen Niveau abgeschnitten. Trotzdem lohnt es sich genau hinzuschauen, denn alle Smartphones haben ihre Stärken und Schwächen.

Noch bevor es Smartphones mit Foto-Funktion gab, konnten schon Feature-Phones fotografieren, denn so miserabel die Qualität der damaligen Aufnahmen auch war, die beste Kamera ist immer die, die man zur Hand hat. Mittlerweile schwingen sich die modernen Mobiltelefone - wenn man der Werbung glauben möchte - dazu auf, professionelle Spiegelreflexkameras den Rang abzulaufen.

 

Tatsächlich ist es allerdings so, dass hierfür die Physik außer Kraft gesetzt werden müsste. Die Größe von DSLR-Kameras kommt nicht von ungefähr. Auch heute braucht die aufwendige Technik aus hochempfindlichen Sensoren, Spiegeln und Objektiven Platz, den ein Smartphone nicht zu bieten hat. So mussten im Jahr 2018 auch der eine und der andere Hersteller von Kamerahandys eingestehen, dass er beim Erstellen von Werbematerial neuer Smartphones nur den Anschein erweckt hat, dass gezeigte Fotos mit dem beworbenen Handy gemacht, aber in Wirklichkeit mit einem professionellen Fotoapparat aufgenommen wurden.

 

2018: Ein gutes Jahr für Handykameras

 

Andererseits ist es eine Frage des Einsatzgebietes, welche Ansprüchen man an eine Smartphone-Kamera stellt. Sie hat man nicht nur stets bei sich, sie ist häufig auch mit einer Automatik ausgestattet, die es den Bediener erleichtert, ansehnliche Fotos zu schießen, ohne dass dafür ein Studium notwendig wäre. Außerdem nutzen die wenigsten Verbraucher ihr Smartphone, um Hochglanz-Werbeplakate, die in den Metropolen dieser Welt hängen, anzufertigen. Vielmehr geht es darum, die schönen Momente des Alltags festzuhalten, an Familie und Freunde per Messenger zu verschicken oder in den Sozialem Netzwerk umher zu zeigen.

 

Während schon mit Mittelkasse-Smartphones schöne Fotos geschossen werden können, reicht das als Argument zum Kauf eines Top-Smartphones nicht mehr aus. Die aktuelle Oberklasse setzte nun auf bis zu drei Kameras auf der Rückseite, mit mehr Linsen sollen endlich Fotos bei Dunkelheit gelingen, ohne Verluste gezoomt werden können, Porträts mit einem schönen Bokeh entstehen und bei all dieser Technik optimiert Software mal mehr und mal weniger im Hintergrund mit. Deswegen ist auch Künstliche Intelligenz einer der Begriffe, der in Sachen Smartphone-Fotografie die Berichterstattung geprägt hat.

 

Die diesjährigen Konkurrenten schwimmen auf diesen Trend-Wellen mit, zeigen dabei aber ganz eigene Ansätze – man könnte schon fast von eigenen Charakteren sprechen. So schwimmt das Apple iPhone XR ein wenig gegen den Strom und setzt auf der Rückseite auf nur eine Kamera. Bei der Vorstellung des Smartphones wurde aber versprochen, dass aufgrund des Einsatzes cleverer Software auch gar keine zweite Linse benötigt wird. Die Frontkamera wiederum setzt neben einem Farb-Sensor auf die 3D-Technologie des Entsperrmechanismuses, den Apple mit dem iPhone X im Jahr 2017 eingeführt hat, und kann mithilfe von Infrarot-Messpunkten Entfernungen erkennen.

 

Die Kontrahenten

Das Apple iPhone XR setzt auf dieselbe Weitwinkel-Kamera auf der Rückseite, wie sie im iPhone Xs verbaut ist. Apple verzichtet bei dem günstigeren Modell allerding auf eine zweite Linse. Auf der Front kombiniert der Hersteller allerdings die Kamera mit der Technologie zum Entsperren per Gesicht, um effektvolle Selfies aufnehmen zu können.

 

Zum ausführlichen Testbericht des Apple iPhone XR

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Huawei war im Jahr 2018 der Hersteller, der mit der ersten Triple-Kamera für ein großes Medienecho gesorgt hat. Die bereits zweite Genration dieses Setups kommt im Huawei Mate 20 Pro zum Einsatz. Mit einer Weitwinkel-Kamera, einem 40-Megapixel-Sensor und einer Tele-Linse verspricht der chinesische Hersteller für so ziemlich jede Situation gewappnet zu sein, um schicke Fotos zu schießen.

 

Zum ausführlichen Testbericht des Huawei Mate 20 Pro

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OnePlus gibt beim diesjährigen Fotohandy-Test sein Debut. Das OnePlus 6T ist auf der Rückseite mit einer Dual-Kamera ausgestattet. Während andere Hersteller dem Nutzer die Möglichkeit geben, je nach Situation zwischen den Objektiven zu wechseln, sind beim OnePlus 6T die Rollen fix verteilt: die 16 Megapixel-Kamera ist der Hauptsensor und die 20 Megapixel Linse erhebt zusätzliche Informationen, womit die Software den Bokeh-Effekt erzeugt und mehr Licht einfangen sowie einen besseren Zoom erzeugen soll.

 

Zum ausführlichen Testbericht des OnePlus 6T

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Für das Samsung Galaxy Note 9 haben wir uns bei diesem Test entschieden, weil die verbaute Dual-Kamera dem Samsung Galaxy S9+ sehr ähnlich ist und die Südkoreaner damit über eine Zweizackige Speerspitze im Produkt-Portfolie verfügen, wenn es um das Thema Handy-Kamera geht. Mit „nur“ zwei Linsen will Samsung mithilfe der eigenen Software dieses Jahr wieder den Sieg nach Hause holen.

 

Zum ausführlichen Testbericht des Samsung Galaxy Note 9

 

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Welche Handy-Kamera ist die beste?

Die Bestenliste: Die Top Smartphone-Kameras 2018

 

 

1. Platz: Samung Galaxy Note 9 - 22 Punkte

2. Platz: Huawei Mate 20 Pro - 20 Punkte

2. Platz: OnePlus 6T - 20 Punkte

4. Platz: Apple iPhone XR - 18 Punkte​

 

Fotos nur für Social Media?

 

Um einen realistischen Alltagstest für den Otto-Normal-Verbraucher durchzuführen haben wir alle Fotos im Standard-Profil aufgenommen. Huawei bietet zum Beispiel die Möglichkeit mit Farbprofil-Einstellungen direkt kräftige Farben zu produzieren, die eine andere Wertung nach sich gezogen hätte, weil starke Farben beim Teilen solcher Fotos insbesondere in Sozialen Netzwerken wie Instagram sehr beliebt sind, sie aber andererseits nicht die Realität wiedergeben. Eine solche Diskussion wurde zum Beispiel von unserer Jury über die Selfies geführt - dazu später mehr.

 

Apple Huawei OnePlus Samsung
(Klick zum Originalbild) (Klick zum Originalbild) (Klick zum Originalbild) (Klick zum Originalbild)

 

An der Fotokarte unter Fotostudiobedingungen verzweifelt die künstliche Intelligenz. Denn hierauf ist sie nicht trainiert. Hier fand also keine Optimierung statt. Das führt einerseits zu dem Ergebnis, dass das Smartphone, dessen KI ansonsten sehr umfangreich unterstützt die niedrigste Punktzahl erreicht, allerdings wäre es andersherum aber auch zu kritisieren, wenn die Software erkennt, dass sie auf dem „Prüfstand“ steht – unweigerlich würden dann Vergleiche mit VW nicht fernliegen.

 

Bitte mit Bokeh

 

Am Tage unseres Tests ließ sich das Huawei Mate 20 Pro leider nicht dazu bewegen, den Porträt-Modus selbständig einzuschalten. Eigentlich sollte es dies bei der Erkennung eines Gesichtes tun. Wir haben uns dazu entschieden dies in die Wertung einfließen zu lassen, anstatt den Test zu wiederholen, um so die Zuverlässigkeit dieses „intelligenten“ Modus in die Wertung aufzunehmen. Denn mal von einem Influencer abgesehen, der damit sein Geld verdient vielleicht sogar stundenlang an dem perfekten Selfie zu tüfteln, möchte der normale Verbraucher wohl eher schnell und unkompliziert sein Selfie in der Hand halten und verschicken können.

 

Apple Huawei OnePlus Samsung
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Hier kommen wir auch nochmal auf das iPhone XR und die Diskussion „Realität vs. Bildbearbeitung“ zu sprechen. Während das mit dem Apple Smartphone aufgenommene Foto sich nahezu ideal für die oberflächliche Selbstdarstellung in den Sozialen Netzwerken eignen würde und die dafür eingesetzte Technik mit den Sensoren, die sonst für den 3D-Scan beim Entsperren des Handys verwendet wird, sehr aufwendig ist, so ist es kein Abbild der Realität. Dem Nutzer wird hier auch keine Wahl gelassen. In der Bewertung unserer Jury hat das Pendel in Richtung einer realistischen Darstellung ausgeschlagen. Ein Expertengremium aus Influencern hätte vermutlich anders entschieden.

 

Software ist King

 

Wer bei der Präsentation der neuen iPhones genau auf den Wortlaut geachtet hat, der musste feststellen, dass sich die Aussage über den nicht Vorhandenen Unterschied zwischen den Kameras des teureren iPhone Xs und dem günstigeren iPhone XR auf den Porträt-Modus beschränkte. Denn in Ermangelung einer zweiten Linse fehlen dem iPhone XR Informationen über die Tiefe des Motivs. Es kommt zwar dieselbe Weitwinkel-Kamera wie im iPhone Xs zum Einsatz, aber die Software ist nur darauf ausgelegt die Konturen von Menschen zu erkennen, und dann den Hintergrund unscharf zu stellen. Bei Tieren und Objekten funktioniert das dann nicht.

 

Apple Huawei OnePlus Samsung
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Wie wichtig die Software ist, zeigt sich auch beim OnePlus 6T. Das Handy räumt mit dem Foto im Tunnel bei schwierigen Lichtverhältnissen die volle Punktzahl ab, und muss sich dann bei Nacht der versammelten Konkurrenz geschlagen geben. Hier holt das Huawei Mate 20 Pro wirklich viel heraus und hat damit im Jahr 2018 eine Duftmarke gesetzt, an der sich alle anderen Hersteller messen lassen müssen.

 

Fotos aus nah und fern

 

Apple Huawei OnePlus Samsung
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Auch im Nah-Bereich kann das Huawei Mate 20 Pro überzeugen. Wer in die Ferne schweifen möchte, der benötigt einen guten Zoom. Im Jahr 2016 hat Apple im iPhone 7 Plus neben einem Weitwinkel-Objektiv auch eine Telelinse verbaut. 2017 zog Samsung mit dem Note 8 nach und verwendet diesen Aufbau auch im Samsung Galaxy S9+ und im Note 9. Huawei setzte den optischen Zoom erstmal im P20 Pro ein und hat ihn auch dem Mate 20 Pro spendiert. Apple verzichtet im iPhone XR auf die zweite Linse und OnePlus setzt auf ein anderes Konzept (siehe oben).

 

Apple Huawei OnePlus Samsung
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Das Samsung Galaxy Note 9 besitzt einen zweifachen optischen Zoom, Huawei realissiert mit einer der Linsen einen dreifachen optischen Zoom. Bei Apple und bei OnePlus ist der Szoom rein digital. Wir haben bei allen vier Smartphones jeweils den maximalen Zoom verglichen. Hier kommen Apple und OnePlus gar nicht erst so nah heran an das fotografierte Objekt wie die Konkurrenz aus China und Südkorea, wobei das Note 9 die Nase vorne hat.

 

Apple Huawei OnePlus Samsung
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Display als nicht unerheblicher Faktor

 

Auf den Displays sehen alle Fotos gut aus. Die Einstellung der Farbtemperatur und der Helligkeit sowie das glänzende Glas machen einiges aus. Führt aber auch dazu, dass die Fotos auf einem kallibrierten, matten Bildschirm ganz anders aussehen, genauso nach dem Ausdrucken und die Unterschiede in den Displayeinstellungen bedeuten auch, dass sie verschickt an ein anderwes Handy oder gepostet in den sozialen Netzwerken auch beim Empfänger anders aussehen, insbesondere natürluch, wenn sie zum Beispiel per Whatsapp verschickt wurden und dabei komprimiert worden sind.

 

 
Apple
iPhone XR
Huawei Mate 20 Pro
OnePlus 6T
Samsung Galaxy Note 9
Außenaufnahme
4
1,5
3
1,5
Blende
1
4
3
2
Fotokarte
4
1
3
2
Makro
1
4
2
3
Nacht
3
3,5
1
2,5
Selfie
2
1
3
4
Tunnel (Lowlight)
1
2
4
3
Zoom
2
3
1
4
Ergebnis
18
20
20
22

 

Fazit: Wer sucht, der findet!

 

Viel hängt bei der Smartphone-Fotografie vom eigenen Geschmack und der beabsichtigten Nutzung ab. Wenn Sie sich die einzelnen Fotos aus diesem Test genau anschauen, kommen Sie vielleicht zu einem ganz anderen Ergebnis. Insgesamt sind die Handys näher zusammengerückt, als es beim Fotohandy-Test 2017 der Fall war. Das spricht für die Entwicklungsabteilungen der Hersteller.

 

Sollten Sie sich ein neues Mobiltelefon kaufen wollen und dabei sehr viel Wert auf die Fotofunktion legen, dann können wir Ihnen nur empfehlen, sich - gerne bei uns - ausführliche Testberichte durchzulesen und einen genauen Blick auf die Testaufnahmen zu werfen, damit Sie am Ende in der Lage sind, eine Kaufentscheidung zu treffen, die Ihren Bedürfnissen gerecht wird und nicht irgendwelchen Werbeversprechen hinterherläuft.

 

 
Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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