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SMS-Nachfolger im Detail

BBM, WeChat und WhatsApp: SMS-Nachfolger im Detail

Mit dem Siegeszug der Smartphones geht der Niedergang der SMS einher: Smartphone-Nutzer sind überall und jederzeit online. Sie nutzen Dienste wie Skype oder WhatsApp und senden so Gratis-Nachrichten statt meist kostenpflichtige SMS. Doch welche Messenger gibt es, und wofür sind sie geeignet?

Aber der Reihe nach: Der Short Message Service, kurz SMS genannt, ging in der Weihnachtszeit 1992 auf einem Handy im britischen Vodafone-Netz ein und beinhaltete einen simplen Festtagsgruß. Im Laufe der nächsten Jahre wuchs die SMS zu einer populären Kommunikations-Methode, die gerade den Mobilfunk-Unternehmen weltweite satte Gewinne bescherte.


Neue Möglichkeiten per Smartphone

Seit dem Siegeszug der Smartphones, welche in ihrem Nutzungsumfang vielen Computern ebenbürtig sind und mit den klassischen Handys aus den neunziger Jahren nur noch wenig zu tun haben, sind die Nutzer dank des mobilem Internets mit der dazugehörigen Datenflatrate immer online. Das bringt Messenger vom PC wie Skype, ICQ oder den Facebook-Messenger auf modernen Android- oder iOS oder Windows-Phone-Smartphones, auf denen sich noch viele weitere Anwendungen zur mobilen Kommunikation mühelos installieren und betreiben lassen.

WhatsApp: Die neue SMS

Binnen des vergangenen Jahre breitete sich zudem ein weiterer Messanger auf den Smartphones auf der ganzen Welt aus. Die große Stärke von WhatsApp ist nämlich, auf nahezu jedem mobilen Betriebssystem verfügbar zu sein. Die App wird seit der Übernahme durch Facebook kostenlos angeboten. Nach der Installation lassen sich Kontakte beispielsweise anhand des Adressbuches synchronisieren. Umstritten ist, ob die Übermittlung der Daten aus dem Telefonbuch zum Abgleich, ob gespeicherte Kontakte ebenfalls Whatsapp nutzen, an amerikanische Server gegen datenschutzrechtliche Regelungen verstößt.

 

Dafür bietet Whats-App seinen Nutzern die Möglichkeit verschlüsselt zu kommunizieren. Weitere Funktionen sind die beliebten Gruppenchats, um sich sich zum Sport oder zum Grillen zu verabreden, mit der Familie in Kontakt zu bleiben oder den nächsten Urlaub zu planen. Außerdem lassen sich Multimedia-Dateien sehr leicht teilen, also Bilder, Videos oder Sprachnachrichten verschicken. Das Schreiben von Nachrichten und verschicken von Dateien ist kostenlos, solange alle Smartphones über eine Internetflatrate verfügen, da WhatsApp über das Internet kommuniziert. Mittlerweile kann man in der App auch über das Internet miteinander telefonieren (VoIP) und den Messenger am PC nutzen.

WeChat: Die Alternative aus Asien
 

Im asiatischen Raum hat WeChat den Status, den Whatsapp hierzulande hat. Über 700 Millionen Nutzer kommunizieren mit der App, deren Nane übersetzt soviel heißt wie "wir plaudern". Dabei können viele Funktionen genutzt werden, die wir auch von Whatsapp und anderen bekannten Messengern kennen. Doch WeChat kann noch mehr: So kann man sich auch mit Menschen verbinden und plaudern, die man bisher noch nicht kannte. Wer will, kann mit andere Personen, die sich in der Nähe befinden und auch die App installiert haben, ins Gespräch kommen. Mit "Shake" werden Chat-Partner durch Schütteln des Telefons zugelost.

 

Der "Friend Radar" teilt mit, wenn sich Freunde in der Nähe befindern, um sich zum Beispiel spontan auf einen Kaffee zu verabreden. "Moments" und die "Sticker Gallery" lassen schon heute einen Blick in die Zukunft zu, denn diese Funktionen sollen den Messenger ins Zentrum der Nutzung von Smartphones rücken, sodass Fotos mit der WeChat-App aufgenommen werden, aber hier nicht nur verschickt, sondern auch in den großen Sozialen Netzwerken geteilt werden können. Nachrichten lassen sich mit in der Anwendung erworbenen Motiven aus der "Sticker Gallery" verschönern. Diese Add-Ons machen den großen App-Stores von Apple und Google den Platz streitig.

 

Denn der Messenger von WeChat soll nicht nur zum Plaudern da sein, sondern zur Plattform für Anwendungen werden, die das Bestellen eines Taxis, das Abrufen der Wettervorhersage etc. als All-in-one-Lösung ermöglicht.

Joyn: Peinlich gescheitert 

Ab Mitte des Jahres 2012 versuchen Netzanbieter in Deutschland den Dienst Joyn (RCS-e) zu etablieren. Joyn sollte nicht nur die Kurznachrichten ersetzen, sondern auch Möglichkeiten zum Videochat bieten. Auch das  Versenden von Fotos, Videos und Tondateien wurde von Joyn gestattet. Diese Kombination aus Telefonieren und dem Versenden von Dateien erinnert stark an Whatsapp. Doch die Netzanbieter, die ihre Gewinne durch die schwindende Nutzung der SMS schmelzen sahen, wollten mit Joyn Geld verdienen. Ein Entscheidender Nachteil gegenüber dem Dienst Whatsapp, für den maximal 99 Cent pro Jahr aufgerufen wurden. Durchsetzen konnte sich Joyn daher nicht.

 

BBM: Der Blackberry Messenger

 

Der Messenger-Dienst von Blackberry ist nicht mehr nur für die kanadischen Handys sondern auch für Smartphones anderer Hersteller mit Android und iOS erhältlich. So kann betriebssystemübergreifend kommuniziert werden, wie es auch schon mit Whatsapp möglich ist, allerding mit umfangreicheren Funktionen. Der BBM ist zum einen sehr gut verschlüsselt, weswegen ihn nicht nur Regierungseinrichtungen nutzen, sondern auch zur Organisation der Krawalle in London (Riots) im Jahr 2011 beitrug, ohne dass die Regierung darauf zugreifen konnte. Im Nachhinein sicherte Blackberry, die damals noch RIM hießen, der britischen Regierung zu, dass man bei der Aufklärung von Verbrechen helfen wolle.

 

Zur Nutzung des Messengers muss man sich vorher registrieren und ein Benutzerkonto anlegen. Dann stehen einem nicht nur die von Whatsapp bekannten Funktionen zur Verfügung: Außerdem bietet der Messenger sogenannte Channels, die man abonnieren kann, um sie als News-Feed für verschiedene Themen zu nutzen. Etwas Besonderes ist die Möglichkeit eine Nachricht zurückzunehmen, also aus dem Verlauf des Empfängers zu löschen. Ein Timer ermöglicht, dass Nachrichten oder Fotos nur für eine bestimmte Zeit gesehen werden können, bevor sie gelöscht werden - Snapchat lässt grüßen. In dem Privater-Chat-Modus ist der Verlauf nach Beendigung nicht mehr abrufbar ist und mit der BBM-PIN können die eigenen Kontaktinformationen ohne Angabe der Telefonnummer oder E-Mail-Adresse weitergegeben werden und ermöglichen ein höheres Maß der Kontrolle darüber, wer einem Nachrichten senden kann.

 

Da dieser Dienst aber auf nicht besonder vielen Mobiltelefonen installiert ist, eignet er sich weniger als Alternative zur SMS und fristet ein Nischendasein.

 

SIMSme und Threema: Auf Nummer Sicher

 

SIMSme ist der Messenger von der Deutschen Post. Hier werden die Nachrichten verschlüsselt und nur über deutsche Server gesendet. Threema geht sogar noch einen Schritt weiter: Verschlüsselt und nur über schweizer Server werden hier die Nachrichten verschickt und nach der Zustellung direkt von den Servern gelöscht, sodass weder eine Datenspur entsteht, noch Meta-Daten erhoben werden können. Es ist sogar möglich, völlig anonym zu bleiben und die Kommunikation nur mit denjenigen zuzulassen, denen man die Threema-ID mitgeteilt hat. So sicher beide Dienste auch sind, auch hier sind es nicht viele Nutzer, sodass eben nicht die Erreichbarkeit von Jedermann gegeben ist. 

 

Fazit: Die Zahl der Nutzer entscheidet

 

Früher konnte man jedem, der eine Handynummer hatte, eine SMS schreiben. Die Möglichkeit jeder Person eine kleine Nachricht auf das Mobiltelefon zu schicken, ohne dass ein Anruf getätigt werden musste, war eine Erfolgsstory. Auch heute schicken sich die Menschen noch kerne Kurzmitteilungen, die nun aber auch Fotos, Videos, Links und Sprachnachrichten enthalten. Um so viele Kontakte wie möglich zu erreichen, muss man sich der größten Plattform anschließen. Nun ist es Whatsapp, das uns die Möglichkeit gibt miteinander zu "simsen" und vielleicht ist es in schon kurzer Zeit wieder ein anderer Dienst, der den Platzhirschen vertreibt.


 Ratgeber Mobilfunk



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