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Toshiba Canvio for Smartphone im Test: Die Backup-Lösung?

Der am häufigsten genannte Grund, warum die Deutschen sich vorstellen können ein neues Smartphone zu kaufen ist laut Statista-Umfrage, dass das vorherige Smartphone kaputtgeht. Auf Platz zwei folgt, dass das Mobiltelefon verloren geht oder geklaut wird. Ärgerlich ist, wenn die Daten vorher nicht gesichert wurden!

Ach wäre das schön, wenn Backups für Smartphones eine intuitive Angelegenheit wären, die nebenher abgehandelt werden könnte. Die Realität sieht anders aus Apple bietet eine umfangreiche Lösung, um Daten zwischendurch zu sichern, das auch extern am PC und/ oder in der iCloud, damit bei Verlust oder einem Schaden am iPhone wenigstens das Backup erhalten bleibt, und das den Umzug von einem iPhone auf ein anderes ermöglicht.

 

Android in dieser Angelegenheit leider deutlich hinterher. Vereinzelt bietet Hersteller die Möglichkeit Backups zu erstellen, doch diese sind dann nur auf Handys dieser Marke verwendbar. Toshiba will mit dem "Canvio for Smartphone“ eine universelle Lösung für das Problem anbieten. Ist ihnen die eierlegende Wollmilchsau gelungen?

 

Backup-Routine entwickeln

 

Das allabendliche Aufladen des Smartphone-Akkus ist für viele Menschen Routine. Das Erstellen eines Backups nicht. Dabei sind auf Mobiltelefonen mittlerweile so viele Daten gespeichert, dass ein Verlust dieser wenigsten viel Arbeit, aber vielleicht sogar das Fließen der einen oder anderen Träne bedeutet, wenn wertvolle Erinnerungen unwiederbringlich verloren sind. Warum also nicht das Aufladen des Akkus mit und das Erstellen eines Backups miteinander verbinden, um eine tägliche Routine daraus zu machen?

Schlicht & schlank: Toshibas Canvio for Smartphone - © handytarife.de

Handys werden geklaut, gehen verloren oder werden beschädigt. Die Sicherung auf dem Smartphone selber beziehungsweise auf einer eingelegten Speicherkarte birgt das Risiko, dass bei Verlust und Beschädigung die Daten verloren sein könnten. Darum ist es besser, die Sicherung extern abzulegen. Dies kann auf einem PC geschehen, wie es Apple mit seinen Backups erlaubt, in der Cloud oder auf einem externen Speichermedium, wie die "Canvio for Smartphone" von Toshiba.

 

Den Allrounder hat Toshiba nicht erfunden

 

Gleich vorweg: Toshiba sichert nicht alle Daten, die auf dem Android-Smartphone zu finden sind. App-Daten, Anruflisten und Geräteeinstellungen sind nicht Teil des Backups auf der externen Festplatte. Diese Daten müssen in der Google-Cloud unter Verwendung eines eigenen Accounts abgelegt werden. Das bietet sich auch deswegen an, weil unter Android nur hier auch eine Sicherung der Whatsapp-Chats abgelegt werden kann.

 

Mehr dazu lesen Sie in unserem Backup-Ratgeber

 

Zu der "Canvio for Smartphone" gehört eine App, die im Play-Store vor der ersten Nutzung heruntergeladen werden muss. Hierin können die zu sichernden Daten festgelegt werden. Kontakte, Fotos, Videos, Musik und Dokumente kann die App auf dem Handy ausfindig machen und per Kabel auf den externen Speicher übertragen.

Auswahl der zu sichernden Dateitypen in der Content Manager App - © Screenshot / handytarife.de

Dabei kommt der externe Datenträger sehr unscheinbar, in seinem runden und weißen Gehäuse durchaus schick daher und fügt sich in seinem schlanken Gewand auch in einem durchgestylten Wohnzimmer unauffällig ein. 500 Gigabyte fasst der verbaute Datenträger im Inneren. Das ist in den meisten Fällen genug für nicht nur ein, sondern gleich mehrere Android-Smartphones oder -Tablets. Für jedes Gerät legt "Canvio for Smartphone" einen eigenen Ordner an und speichert darin die für das Backup ausgewählten Dateien ab.

 

Vorher Kompatibilität des Smartphones prüfen

 

Voraussetzung ist neben dem Google-Betriebssystem auch OTG (USB-on-the-go). Apps, um zu testen, ob das eigene Smartphone diesen Standard unterstützt, gibt es im App-Store von Google. Die Kompatibilität ermöglicht erst den Austausch von Daten zwischen Mobiltelefon und "Canvio for Smartphone". Dies geschieht per Kabel. Mitgeliefert wird eines für den modernen USB Type C-Anschluss neuerer Smartphones und ein Micro-USB-Kabel für ältere Mobiltelefone sowie ein passender Adapter, um die Festplatte an einen handelsüblichen USB-Anschluss am Computer anzuschließen. Damit ist "Canvio for Smartphone" wie eine externe Festplatte am PC verwendbar.

 

Nach dem Einstecken des Smartphones erscheint ein Pop-up-Fenster, das die Einrichtung der Backup-Funktion einleitet. Beim Öffnen der "Content Manager App" wird dann empfohlen, die automatische Sicherung zu aktivieren. Dann werden nach dem Anschließen des Handys grundsätzlich erstmal alle Daten gesichert. Erst wenn dies abgeschlossen ist, wird der Ladevorgang gestartet. Aufgeladen wird allerdings auch nur, wenn die App geöffnet wurde.

Über die App können auch die auf der Festplatte abgelegten Dateien eingesehen werden. - © Screenshot / handytarife.de

Schlaftrunken sollte man nicht sein, wenn man ein Smartphone mit niedrigem Akkustand einsteckt, denn dann versetzt sich die Canvio in den Ladezustand, dieser wird erst wieder durch die Trennung der Kabelverbindung und erneutes Anstecken unterbrochen, sodass die Sicherung beginnt. Ebenso muss, wenn keine Sicherung durchgeführt werden, sondern nur geladen werden soll, dies manuell in der App aktiviert werden. Außerdem werden ausgeschaltete Geräte nicht geladen.

 

Unter dem LG V30, das mithilfe seines USB-Anschlusses auch Energie an andere Geräte weitergeben kann, wird allerdings immer wieder auf diesen Modus gewechselt, sodass hier ein Auge darauf behalten werden muss, ob der Ladevorgang nach der Sicherung auch wirklich gestartet wurde. Der Vorgang ist dabei in der Regel langsamer, als an einem im Lieferumfang des Handys enthaltenen Ladesteckers, weil keine Schnelladefunktion vorhanden ist. Das ist nicht ganz so intuitiv wie gewünscht. Schöner wäre, wenn Energie permanent dem Smartphone zugeführt werden würde. Die Form der "Canvio for Smartphone" lädt geradezu dazu ein, den Qi-Standard zu verbauen, um Handys drahtlos aufzuladen. Das hat Toshiba leider versäumt.

Toshiba bietet den Umzug der Dateien von einem Smartphone auf ein anders nur an, wenn dies vorher gesondert in der App angestoßen wurde. - © Screenshot / handytarife.de

Außerdem ist der Umzug von Daten nur mit zwei funktionierenden Gerät möglich. Mit der Funktion "Quick phone to phone transfer" werden Daten eines Mobiltelefons auf die Canvio übertragen, um sie anschließend auf ein anders Handy zu spielen. Die normale Sicherung ist also nur als Kopie der Daten auf dem Smartphone zu verstehen, die höchstens manuell auf ein anderes Telefon übertragen werden können. Mit dem Huawei Mate 10 Pro harmonierte die "Canvio for Smartphone" zum Beispiel ohne Probleme.

 

Fazit: Intuitive Backup bleiben Wunschvorstellung

 

Kenne Sie auch das Phänomen, dass Sie mit weniger Dingen in eine neue Wohnung ziehen, weil Sie das Einpacken dazu nutzen, sich von alten Dingen, die Sie schon lange nicht mehr verwendet haben, zu trennen? Diese Überprüfung macht auch beim Umzug auf ein neues Smartphone Sinn. Backups können auch Ballast sein, weil sie dazu verleiten, bei einem Umzug auf ein neues Smartphone überflüssige Daten nicht auszusortieren.

 

Einerseits können Daten, wenn das alte Smartphone noch vorhanden und nicht defekt ist, mithilfe der "Canvio for Smartphone" umgezogen werden. Eine Zusatzfunktion, die schon einige Hersteller mit Apps bieten, die den Umstieg erleichtern. Dabei werden teilweise sogar mehr Daten, zum Beispiel eine Liste der installierten Apps mitübertragen, was "Canvio for Smartphones" nicht beherrscht. Zur externen Sicherung von Dateien bringt diese Lösung hingegen schon einiges mit.

 

Die runde Festplatte ist unauffällig und kann in die Abendroutine zum Anstecken an das Ladegerät aufgenommen werden, wenn dabei beachtet wird, dass das Smartphone nicht zu entladen sein darf und eingeschaltet bleiben muss. Dann erfolgt die Sicherung einerseits getrennt vom Speicher des Smartphones: das sorgt für eine höhere Sicherheit vor dem Verlust der Daten, und ist andererseits insbesondere dann vertrauensstiftender, wenn man sich damit wohler fühlt, wenn diese Dateien in den eigenen vier Wänden bleiben und nicht in die Cloud geschickt werden. Dabei muss es für rund 50 Euro, die für die "Canvio for Smartphone" aufgerufen werden, reichen, dass nur Kontakte, Fotos, Videos, Musik und Dokumente gesichert werden.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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