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© musical.ly

Was ist musical.ly?

Musical.ly ist ein aufsteigender Stern am Himmel der Social-Media-Apps. Darauf deuten die wachsenden Download- und Nutzerzahlen hin, und dass insbesondere Jugendliche von dem Sozialen Netzwerk magnetisch angezogen zu werden scheinen. Was hinter diesem Trend steckt, verrät Ihnen die Redaktion von handytarife.de.

Musical.ly ist eine Video-Plattform, die nur über eine App auf dem Smartphone genutzt werden kann. Die Nutzer laden hier Clips hoch, die maximal 15 Sekunden lang sein dürfen. Beliebt ist das nachstellen von Musik-Videos und das Imitieren von Comedians. Mit fast 225.000 Downloads war die musical.ly-App im Google Play Store im Februar 2018 in Deutschland auf Platz 3 der am häufigsten heruntergeladenen Social-Media-Anwendungen. Sie ordnete sich damit hinter Instagram und Snapchat und vor Pinterest und Facebook ein. In Österreich belegte sie in der Kategorie "Social" Platz 5, in der Schweiz Platz 8.

 

Wer die Webseite von musical.ly besucht, findet dort nur die Links in die App-Stores, um die Anwendung herunterzuladen. Über den PC kann man sich dort nicht anmelden. Dabei vereint musical.ly mehrere aus anderen Sozialen Netzwerken bekannte Aspekte. Zunächst handelt sich um sogenannten "user-generated content". Das heißt die angemeldeten Nutzer der Community erstellen die Videos und laden sie über die App hoch. Das Netzwerk nennt seine Nutzer übrigens „Muser“, was aus dem Englischen übersetzt so viel wie "Träumer" oder "Grübler" heißt. Bei dem Begriff Video-Plattform fällt den meisten unweigerlich YouTube ein, doch bei musical.ly ist die Länge der Clips auf 15 Sekunden beschränkt. Das erinnert an das 2016 eingestellte Video-Portal "Vine". Die Videos werden dem Nutzer in seinem Newsfeed anhand seines Nutzungsverhaltens und den Kanälen, denen der folgt, vorgeschlagen.

 

Musical.ly vereint bekannte Social-Media-Funktionen

 

Einen solchen Newsfeed, durch den man sich scrollt, kennen wir bereits von Facebook und Instagram und ist meist das Zentrum eines Sozialen Netzwerks. Um spezielle Videos zu finden oder Trends zu folgen, werden Hashtags verwendet - Twitter lässt grüßen. Das favorisierte Video-Format sind hochkant aufgenommene Clips. Das verwundert bei einer von Anfang an auf die mobile Nutzung auf dem Smartphone ausgelegten Social-Media-App nicht und begegnet uns so auch bei Snapchat. Genauso wie die Funktion sich Hasenohren und andere virtuelle Masken aufzusetzen.In der iOS-App von musical.ly heißte diese Funktion Filter, bei Android Lenses.

Mit Lenses bzw. Filtern können sich die Muser virtuelle Masken aufsetzen - © Screenshot / handytarife.de

Um die App nutzen zu können, muss ein Benutzerkonto angelegt werden. Dies kann über den sogenannten Social-Login geschehen, sodass mithilfe eines bestehende Facebook-, Instagram- oder Google-Kontos ein neues Profil angelegt und verknüpft wird, oder es wird ein neuer Account angelegt. Musical.ly gibt an, dass Nutzer ihrer Dienste über 13 Jahre alt sein sollten. In den App-Stores sind die Anwendungen mit dem Hinweis "+12" versehen und können nur über die Accounts installiert werden, die diese Vorgabe erfüllen.

 

Nach der Einrichtung hat der jeder Nutzer zunächst ein komplett öffentliches Profil. Wer das nicht möchte, muss in den Einstellungen "Privates Konto" wählen, wobei Profilfoto, Benutzername und die sogenannte "Bio" also weitere vom Nutzer hinterlegte Informationen über sich, für alle sichtbar bleiben. Selbsterstellte Videos sind so nur noch für Nutzer zugänglich, die als Freunde hinzugefügt wurden. Außerdem lässt sich einstellen, dass nur Freunde Nachrichten an das eigene Profil schicken können und es ist möglich eine Sperrliste zu führen, um bestimmten Accounts die Kontaktaufnahme zu verweigern.

In die Einstellung gelangt man, indem man im eigenen Profil oben rechts auf das Zahnrad tippt. - © Screenshot / handytarife.de

Im Oktober 2014 wurde musical.ly veröffentlicht und hatte im Februar 2017 200 Millionen Nutzer weltweit. Im November desselben Jahres wurde musical.ly für umgerechnet 800 Millionen Euro an die chinesische Firma "Beijing Bytedance Technology" verkauft, die kurz zuvor bereits die Nachrichten-App "News Republic" erworben hatte. Dass die Chinesen sich für Video-Plattformen interessierten zeigte bereits der Zukauf der App "Flipagram" im Februar 2017, die im Prinzip die Blaupause für musical.ly war. Beijing Bytedance Technology wurde am 9. März 2012 von Zhang Yiming gegründet. Im August veröffentlichte die Firma ihr erstes Produkt: den Nachrichten Aggregator "Tautiao" - übersetzt „Schlagzeilen“ - der mithilfe eines eigenen Algorithmus Nachrichten und Informationen für angemeldete Nutzer sortiert. Die aggregierten News lesen angeblich 120 Millionen Chinesen täglich. Im November 2016 wurde Tautiao mit 10 Milliarden US-Dollar bewertet. Über das Jahr 2017 soll sich der Firmenwert verdoppelt haben.

 

Worum geht es nun bei musical.ly?

 

Das Gros der musical.lys sind sogenannte "lip-syncs". Dabei werden Ausschnitte aus bekannten Liedern, Comedy-Programmen oder Filmzitate als Tonspur aus einer in der App aufrufbaren Bibliothek ausgewählt oder vom internen Speicher des Mobiltelefons ausgewählt. Besonders beliebt sind zum Beispiel die Komiker Maxi Gstettnebauer, Carolin Kebekus und die Figur der Chantal aus dem Film "Fack ju göthe". Während die Variante, die Titel aus der Bibliothek auszuwählen, wenigsten Zweifel daran entstehen lässt, in wie weit die Künstler und Produzenten die Erlaubnis erteilt haben, ihre Werke für diese Nutzung bereitzustellen, sollte auf die Verwendung eigener Audio-Dateien solange verzichtet werden, wie sie nicht selber erstellt wurden, damit es beim Veröffentlichen eines solchen Playback-Videos nicht zu einer Verletzung des Urheberrechts kommt.

 

Da die Bibliothek von musical.ly nicht besonders reichhaltig mit deutschen Tracks bestückt und die Such-Funktion in der Auswahl der Ergebnisse noch deutlich ausbaufähig ist, werden die Muser allerdings dazu verleitet, zum Beispiel sogenannte YouTube-to-mp3-Converter zu verwenden, um die Tonspur aus den Videos zu extrahieren. Sobald diese mp3-Datei dann mit dem eigenen Video hochgeladen wird, handelt sich nicht mehr um eine Privatkopie. Das in der Regel urheberrechtlich geschützte Stück würde öffentlich zugänglich gemacht, womit die Rechte des Künstlers verletzt werden könnten.

In der Bibliothek stellt musical.ly den Video-Produzenten Tonspuren zur Verfügung. - © Screenshot / handytarife.de

Zur Bearbeitung der Videos bietet die musical.ly-App einige Funktionen. Neben der Auswahl der Tonspur und der Möglichkeit diese so zu verschieben, sodass sie mit dem Clip synchronisiert werden kann, kann das Video-Material zurechtgeschnitten werden. Der 15-sekünder kann aus mehreren Filmen aus dem Handy-Speicher zusammengesetzt werden. Mit der App können die Sequenzen aber auch aufgenommen werden. Dafür hält man den in der Anwendung eingeblendeten Aufnahme-Button gedrückt oder tippt auf die Stoppuhr am rechten Bildschirmrand. Ein Counter zählt so ab fünf rückwärts, und dann startet die Aufnahme. Die Aufnahme stopp, wenn man den Finger vom Touchdisplay wegzieht und kann durch erneutes Berühren fortgesetzt werden beziehungsweise durch Tippen auf das Pause-Symbol. Mit Filtern lassen sich weitere Effekte hinzufügen.

 

Was sind musical.ly-Transitions?

 

Die Übergänge zwischen einzelnen zusammengeschnittenen Clips zu einem Video können harte Cuts sein - wie man sie von YouTube kennt - werden auf musical.ly aber auch teilweise sehr clever arrangiert. Sogenannte musical.ly-Transitions sind die Übergänge in den kurzen Videos, die mittlerweile einen kreativen Wettkampf um die überraschendsten und aufwendigsten Bildfolgen entfacht haben. Darum erweitert musical.ly seine App ständig um neue Features, um zum Beispiel die Abspielgeschwindigkeit zwischen Slow-Motion und der beschleunigten Wiedergabe zu variieren, aber auch um das Video zum Beispiel um 90 oder 180 Grad zu drehen. In der App lassen sich zum Beispiel auch die beliebten Duette erstellen, indem ein bereits bestehender Clip neben dem eigenen abgespielt wird.

 

Da manche Film-Techniken den sicheren Halt des Handys voraussetzen, verwenden viel Muser Popsockets. Wem die musical.ly-App nicht genug Funktionen bietet oder die Videos lieber außerhalb der App vorproduziert, kann mit der App iMovie auf dem iPhone oder dem InShot Video-Edtor für Android  die kleinen Filme zuschneiden und mit Effekten versehen, um sie dann auf muscial.ly hochzuladen. Dazu wird das Video mit Hashtags und einer Beschreibung versehen sowie vom Nutzer einer Kategorie zugeordnet, damit musical.ly weiß, welchen anderen Musern das Video auf Grundlage der jeweiligen Interessen Vorgeschlagen werden soll. So erhöht sich auch die Chance von gefeatured zu werden, sodass die Videos besonders gekennzeichnet werden. Um die Attraktivität des eigenen Clips zu erhöhen, schlägt die Video-Plattform außerdem vor, ein möglichst aussagekräftiges Titelbild - ein sogenanntes Thumbnail - zu verwenden.

Ist der Clip aufgezeichnet, kann er danach bearbeitet werden. - © musical.ly

Öffnet man den Newsstream der App, dann Wird das erste Video direkt und ohne Vorwarnung abgespielt – mit Ton. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der der Autor dieses Artikels mit erschrecken feststellen musste, dass die zu einem Großteil minderjährigen Muser den "Crazy Frog" von Jamba wiederentdeckt haben und Playback-Videos mit der Stimme des Froschs aufnehmen. Die Veröffentlichung dieser lästigen Animation als Klingelton liegt im Mai 2018 13 Jahre zurück. Damit sind die heutigen Teenager genauso geschmacksverirrt wie die heutige Ü25-Generation oder sie verarbeiten damit das Trauma, das sie erlitten haben, als ihre Wiege den ganzen Tag neben dem Fernseher stand, auf dem Viva und MTV mit der Werbung für den verrückten Frosch lief.

 

Musical.ly empfiehlt für die Videos das Hochkant-Format 9:16 in FullHD-Auflösung mit 1080 mal 1920 Pixeln. 15 Sekunden eines solchen Videos sind 3-4 Megabyte groß. Das führt zu folgendem Rechenbeispiel: Wer sich jeden Tag rund 30 dieser Clips anschaut, verbringt 7 Minuten und 30 Sekunden mit dem Video-Konsum – das ist in Summe nicht viel Zeit. Bedeutet am Ende des Monats allerdings ein Datenaufkommen von rund 3 Gigabyte. Einen Tarife mit diesem Datenvolumen gibt es schon für unter 10 Euro - man sollte aber nicht vergessen, noch das benötigte Volumen für Whatsapp, Facebook, Instagram, Snapchat und YouTube zu addieren. Wer diese Apps häufiger unterwegs nutzen möchte, sollte sich für mehr Datenvolumen entscheiden - unser Tarifrechner hilft dabei - und sollte häufiger ein verfügbares WLAN nutzen, gegebenenfalls einen Tarif mit Hotspot-Flatrate wählen.

 

Zu unserer Fotohandy-Bestenliste

 

Es gibt übrigens noch eine zweite App, die live.ly heißt. Sie dient dem Live-Streaming und beherrscht auch das Querformat 16:9. Über die iOS-App kann darüber auch der PC-Bildschirm mithilfe des Programms "OBS" gespiegelt werden, was besonders für Lets’s-Play-Videos von Interesse sein dürfte. Hier darf jeder Nutzer über 18 Jahre virtuelle Münzen (Coins) erwerben. Die Abrechnung erfolgt über den Apple- oder Google-Account. Laut musical.ly sollen sich Nutzer unter 18 Jahren vorher eine Erlaubnis der Eltern oder seines Vormunds, der mindestens 18 Jahre alt ist, einholen. Mit diesen Münzen, von denen es 100 Stück für 1,09 Euro, 10.000 Stück für 109,99 Euro gibt, können virtuelle Präsente gekauft werden und demjenigen, der einen Live-Stream veranstaltet, geschenkt werden.

Zu den erfolgreichsten Musern gehören die Zwillinge Lisa und Lena. - © Screenshot / handytarife.de

Das könnte ein einträgliches Geschäft für Live-Streamer mit vielen Followern sein, solange es noch keine Möglichkeit gibt mit offiziellen Werbe-Einblendungen Geld zu verdienen. Offiziell deswegen, weil musical.ly so etwas bisher nicht anbietet – bei YouTube und Facebook gibt es diese Möglichkeit. Inoffiziell könnte aber so mancher Influencer auf musical.ly und live.ly durchaus das Interesse von Firmen wecken, die für ein Product Placement bereit sind zu bezahlen. Für die Werbeindustrie sind Video-Kanäle, wie zum Beispiel der von den deutschen Zwillingen "lisaundlena" mit 27,5 Millionen Followern, mit Sicherheit nicht uninteressant.

 

Fazit: Ist musical.ly gefährlich?

 

Der Crazy Frog ist nicht tot zu kriegen. Das Internet vergisst nichts. Während das beim Crazy Frog einfach nur nervig ist, kann das Hochladen von eigenen Videos schwerwiegendere Konsequenzen haben, die bei einem Live-Stream schon gar nicht mehr einzufangen sind. Das erstellte Video kann in musical.ly wenigstens nochmal einer Endkontrolle unterzogen werden. Dies ist zum Beispiel auch dafür wichtig, dass man nicht zu viel von sich selber Preis gibt. Persönliche Daten, wie die Adresse des Wohnorts und anderer Orte, an denen man regelmäßig angetroffen werden kann, Telefonnummern oder persönliche Details gehören nicht in die Öffentlichkeit.

 

Ist der Adressaufkleber vom Notizbuch, der Name der Schule oder ein auf dem Schreibtisch herumliegendes ärztliches Rezept im Video zu sehen, kann dies bei einer Kontrolle auffallen, sodass das Video nicht auf der Plattform hochgeladen wird. Bei Live-Videos ist jedes noch so kleine Detail, jeder noch so kleine Fehltritt im Netz. Und dort könnte er auch für immer bleiben - so wie uns alle wohl auch der Crazy Frog überdauern wird.

 

Musical.ly ist ein sehr oberflächliches Medium. Wer die Entwicklung anderer Sozialen Netzwerke mitgemacht hat, RIP MySpace, SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ, den gelegentlicher Abgesang auf Twitter und Facebook hört, die Rising Stars Instagram und Snapchat beobachtet und das zu Unrecht gehypte "Vero" ignoriert, weiß, dass die Bestätigung in Kommentaren, die Anzahl der Follower, das Empfangen von Likes und Herzen und gar virtuellen Geschenken Balsam für die pubertäre Seele sein kann.

 

Doch überall dort sind auch verletzende Kommentare nicht weit und eröffnen ein weltweites Forum für (Cyber-)Mobbing. Über den Daumen gepeilt lässt sich die Oberflächlichkeit auch daran ablesen, dass Videos von wenigstens am Ende des Videos lächelnden Mädchen, die hin und wieder etwas Haut zeigen einem Erfolgsrezept zu folgen scheinen. Von Jungs scheint hingegen erwartet erwartet zu werden, dass sie als Justin-Bieber-Verschnitt auftreten und von Zeit zu Zeit mit sportlichen Einlagen ihre Athletik unter Beweis stellen.

 

Um auf die Eingangsfrage des Fazits zurückzukommen: Nein! Zur Erklärung: musical.ly ist nichts anderes als andere Soziale Netzwerke. Hier werden einige bekannte Funktionen zu einem neuen Potpourri - mit durchaus positiven Erfolgsaussichten - zusammengestellt. Viele kreative Muser erstellen sehenswerte Videos mit Unterhaltungswert. Der Nutzung dieser und auch allen anderen Social-Media-Apps muss aber die Vermittlung von Medienkompetenz vorausgehen, damit Jugendlichen bewusst ist, welche Konsequenzen der „user-generated-content“ für sie haben kann.

 

Anleitung: Wie werden musical.ly-Transistions erstellt?

 

 

Swipe-Transition

Mit der einen Hand das Handy halten und mit der anderen Hand eine Wischbewegung in die gewünschte Richtung machen. Das Smartphone parallel zu dieser Geste mitbewegen bis man selber aus dem Bild verschwindet. In der nächsten Sequenz auf der gegenüberliegenden Seite - von dort aus, wo die vorherige Aufnahme geendet hat - die Aufnahme wieder starten und die Bewegung fortsetzen bis man wieder im Bild zu sehen ist.

 

Turn-Around-Transistion

Das Smartphone mit einer Hand von sich gestreckt halten und in einem Halbkreis um den Kopf bewegen bis es nicht mehr geht. Also zum Beispiel mit der rechten Hand um die rechte Hälfte des Kopfes herum bis das Mobiltelefon den Hinterkopf filmt. Die Aufnahme unterbrechen und nun den Arm über die andere Schulter legen - in unserem Beispiel über die linke Schulter - die Aufnahme wieder starten und die Bewegung im Kreis um die linke Hälfte des Kopfes herum fortsetzen bis das Gesicht wieder im Zentrum ist.

 

Flip-Transition

Die Aufnahme starten und das Smartphone aus dem Handgelenk soweit in eine Richtung drehen wie es geht. Zum Beispiel das Handy in der rechten Handy gegen den Uhrzeigersinn nach unten kippen - der Autor schafft so etwa 170 Grad. Dann die Aufnahme unterbrechen und das Handy genau in die entgegengesetzte Richtung drehen, sodass die Bewegung im nächsten Schritt fortgesetzt werden kann. Dass dabei nicht die kompletten 360-Grad aufgenommen werden, sieht man in dem Video am Ende kaum. Mit dieser Technik können auch mehrere Drehungen hintereinander erzeugt werden.

 

High-Five-Transition

Hier bewegt man die Hand, die nicht das Mobiltelefon hält, hin zur Frontkamera, so als wäre sie die zweite Hand, mit der man einschlagen will. Dann wir die Aufnahme unterbrochen. Die Fortsetzung beginnt mit der Hand auf der Selfie-Cam, die dann weggezogen wird.

 

Blanket- / Outfit-Change-Transition

Hierbei wird eine Decke in einem Bogen so geworfen, dass sie vor der Kamera des Handys, das auf einem Stativ, einem Tisch oder in einem Regal platziert wurde, vorbeifliegt und für wenigstens einen kurzen Moment den gesamten Bildausschnitt verdeckt, und dann hinter der Person landet, die die Decke hochgeworfen hat. In dem Moment wo der Bildausschnitt von der Decke verdeckt wird, erfolgt der Schnitt. Nun kann man sich umziehen oder das gesamte Setting ändern und beginnt die Aufnahme wieder mit dem Hochwerfen der Decke. Die beiden Clips zusammengesetzt sehen im Iedealfall wie eine Bewegung aus, sodass der Zuschauer überrascht wird, weil er etwas ganz Anderes sieht, als vor dem Hochwerfen der Decke.

 

Dies geht auch mit einem Outfit. Dafür beginnt die Aufnahme mit einem Kleidungsstück, bei dem man so am Stoff am Oberkörper zieht, als wolle man sich die Kleidung vom Leib reißen. Damit endet die erste Sequenz. In der Fortsetzung hat man sich bereits umgezogen, und platziert das T-Shirt, den Pullover oder das Kleid so vor sich auf dem Oberkörper liegend, dass der Eindruck entstehen könnte, man würde es noch tragen. Dann kann man es so von sich wegziehen, dass der Bildausschnitt kurz verdeckt ist und hinter sich schmeißen kann. Ähnlich wie mit der Decke wird hier der Eindruck erzeugt, man hätte sich die Kleidung vom Leib gerissen. Der Effekt wir verstärkt, wenn ab dem Moment, indem das Kleidungsstück oder die Decke den Bildausschnitt wieder frei gibt das Video in Slow-Motion abgespielt wird.

 

Noch ein Tipp:

 

Für die Aufnahmen kann auch vorinstallierte Kamera-App verwendet werden, wobei die Nachbearbeitung in der musical.ly-Anwendung oder in einer der oben vorgeschlagenen Apps erfolgen kann, um die gewünschte Transition zu erzeugen. Ein Muss ist es, sich immer ungefähr zu merken, wie man Stand und das Handy gehalten hat, damit der Zuschauer die Pause und den Schnitt nicht schon alleine an einem anderen Kamerawinkel oder einem veränderten Hintergrund erkennt.

 

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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