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WLAN-Hotspots


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Offenes WLAN, Hotspot und Free-Wifi – Wie gefährlich sind sie?

591 Millionen Gigabyte Daten wurden laut dem Jahresbericht 2015 der Bundesnetzagentur über die Mobilfunknetze verschickt. Das waren fast 200 Millionen Gigabyte mehr als im Jahr davor. Die Zahl der regelmäßigen UMTS- und LTE-Nutzer belief sich dabei auf 74,3 Millionen. Denn in Deutschland gibt es 108 Millionen aktiv genutzte SIM-Karten. Auf jede SIM-Karte entfielen im Schnitt 435 Megabyte Daten. Setzt sich der Anstieg der letzten Jahre so weiter fort, dann sind es nächstes Jahr über 700 Megabyte.

Wer in den Einstellungen die Datennutzung seines Smartphones abfragt, bekommt für das im WLAN verwendete Datenvolumen meist deutlich höhere Werte von mehreren Gigabyte angezeigt. Tägliche App-Updates, Musik-Streaming und die Nutzung von Video-on-Demand-Plattformen, Mediatheken oder YouTube tragen massiv zum Datenverbrauch bei. Aber auch die Sozialen Netzwerke mit mehr und mehr Videos in den Newsfeeds und Messenger, in denen ganze Video-Storys per Snapchat und witzige Bilder oder Sprachnachrichten per WhatsApp verschickt werden zehren das Datenvolumen auf.

 

WLAN statt Drosselung

 

Mit der Drosselung noch vor Monatsende bekommt man die Quittung für eine zu intensive Nutzung des mobilen Internets. Abhilfe ist natürlich einerseits der passende Handytarif, aber auch die Sensibilität für hohe Datenverbräuche, und diese am besten nicht per Mobilfunknetz, sondern bei Zugriff auf ein WLAN durchzuführen. Software-Updates und hochauflösende Videos zu Hause im drahtlosen Netzwerk anzuschauen, ist die eine Lösung. Doch auch unterwegs bietet es sich an das Datenvolumen zu schonen, indem man sich an einem Wifi-Hotspot anmeldet. Diesen Service bieten mittlerweile einige Internet- und Mobilfunkanbieter als Option zum Vertrag an. Gegen eine monatliche Gebühr lässt sich so ein Netzwerk als Zugangspunkten nutzen.
 

Deutsche Telekom Vodafone Kabel Deutschland Unitymedia Mobilcom-Debitel
Öffentliche Hotspots 20.000 Telekom-Hotspots in Deutschland

Über 800 "Outdoor Hotspots" und Zugangspunkte bei Partnern in 13 Bundesländern Über 1000 WifiSpots in drei Bundesländern (BW, Hessen, NRW) Circa 400.000 Hotspots in Deutschland
Kosten für zeitlich begrenzte Nutzung Ab 0,09€/Min. Ab 1,99€/Std. nicht möglich nicht möglich
Hotspot-Flatrate Nur für Telekom Kunden 19,99€/Monat, Vodafone Kabel Deutschland Kunden zahlen weniger Nur für Unitymedia-Kunden Nur für Mobilcom-Debitel-Kunden
Mitbenutzung freigegebener WLAN-Router Nur wenn eigener Router freigegeben Nur wenn eigener Router freigegeben Nur wenn eigener Router freigegeben ja
Hotspot finden Android-, iOS-App & PC

Android- & iOS-App Nur im Web Android- & iOS-App

 

Bei der Deutschen Bahn zeichnet sich gerade ein Wechsel von den Telekom-Hotspots zu einem Multi-Provider-System von Icomera aus Schweden ab. Der Login erfolgt über das ICE-Portal. Auch in Flugzeugen und an Flughäfen, sogar in Kirchen oder in der Gastronomie wird WLAN teilweise kostenlos oder gegen eine Gebühr zur Verfügung gestellt.

 

WiFi4EU - Kostenloses WLAN für alle

 

Das 2017 gestartete Förderprogramm "WiFi4EU" der EU-Kommission stellt bis 2019 ein Budget von 120 Millionen Euro zum Ausbau kostenloser Internetzugänge in Parks, auf großen Plätzen, in öffentlichen Gebäuden, Bibliotheken, Gesundheitszentren und Museen überall in Europa. Mit einer durchschnittlichen Summe von 15.000 Euro für 6.000 bis 8.000 Gemeinden übernimmt das Programm Wifi4EU die Kosten für Ausrüstung und Installation des WLAN-Zugangs. Im Gegenzug muss die öffentliche Stelle die Netzanbindung und die Instandhaltung der Anlagen für mindestens drei Jahre bezahlen.

 

Die EU möchte aber auch, dass immer mehr Bürger ihr WLAN zur Verfügung stellen (Richtlinie 2000/31/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2000 über bestimmte rechtliche Aspekte der Dienste der Informationsgesellschaft, insbesondere des elektronischen Geschäftsverkehrs, im Binnenmarkt ("Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr"). Sie sieht zum Beispiel einen großen Vorteil für Gewerbetreibende, die ihren Kunden Hotspots anbieten und denkt auch, dass Gemeinden und Kommunen verstärkt mit drahtlosen Netzwerken an öffentlichen Plätzen einen Zugang zum Internet schaffen sollten. Im ÖPNV kann das sogar zu weniger Vandalismus führen.

 

Doch in Deutschland wurde dies kaum umgesetzt – der Grund dafür ist die Störerhaftung.

 

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Wichtig für Anbieter: Was ändert sich?

 

Fazit zur Störerhaftung

 

Wichtig für Nutzer: Was ist zu beachten?

 

Sicher und anonym per VPN

 

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Wichtig für Anbieter: Keine Störerhaftung, aber Pflicht zur Netzsperre

Die Abschaffung der Störerhaftung mit der dritten Novelle des Telemediengesetzes hat dazu geführt, dass Anbieter eines WLANs weder Schadenersatzpflichtig sind, noch die Kosten für eine Abmahnung auferlegt werden können, wenn über ihren Internetzugang eine Rechteverletzung passiert ist.

 

Die Netzsperre

In zwei Verfahren vor dem Bundesgerichtshofs - mit den Aktenzeichen I ZR 3/14 und I ZR 174/14 – sollten Access-Provider, also Internet-Anbieter (u.a. die Telekom), auf Unterlassung in Anspruch genommen werden, denn sie sollten den Zugang zu einem Download sperren, durch den andere eine Rechtsverletzung begingen.

 

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass zunächst versucht werden muss denjenigen am Schlafittchen zu packen, der diesen illegalen Download bereitstellt. Das kann der Anbieter einer Internetseite sein oder derjenige, auf dessen Server die Datei liegt. Bemüht man sich ausreichend und bekommt diejenigen trotzdem nicht zu packen, dann darf der Access-Provider in die Pflicht genommen werden, der den Zugang zu dem Download sperren soll. Im Klartext: Dann muss der Internet-Provider oder eben der Anbieter des WLAN-Hotspots eine Netzsperre einrichten, um zukünftige Verstöße zu vermeiden.
  

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Störerhaftung seit 12. Oktober 2017 abgeschafft

 

Eigentlich sollte sich mit dem Zweiten Gesetz zur Änderung des Telemediengesetzes alles zum Besseren wenden – doch Klarheit schaffte erst das Dritte Gesetz zur Änderung des Telemediengesetzes. Bundeswirtschaftsministerin Zypris sagte vor dem Bundesrat: „[wir] sichern zu, dass die Störerhaftung für WLAN-Betreiber abgeschafft wird und damit sorgen wir eben auch für die nötige Rechtssicherheit“. Behörden dürfen Dienstanbieter nun auch nicht mehr dazu verpflichten, dass sich Nutzer vorher registrieren müssen oder eine Passwortabfrage verlangen. Aber die Pflicht zur Netzsperre bleibt erhalten und wurde konkretisiert.

 

Zypris sagte den Inhabern von Urheberrechten Schutz zu: „Rechteinhaber können gegen WLAN-Betreiber Nutzungssperren erwirken“. Dann muss zum Beispiel das Café gewährleisten, dass der Besuch einer Internetseite, die eine Rechteverletzung darstellt, nicht mehr über das bereitgestellte WLAN möglich ist. Auch Gerichte und Behörden können die Entfernung von Informationen und deren Sperrung anordnen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, die Verletzung zu beseitigen. Wer sein drahtloses Netzwerk für andere öffnet, muss also dazu in der Lage sein, den Zugang zu bestimmten Internetseiten zu sperren, wenn er dazu aufgefordert wird.
 

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Wichtig für Nutzer: Was ist bei Hotspots zu beachten?

 

Zum einen bieten viele Smartphones eine Funktion namens „Tethering“. Damit ist es möglich das Datenvolumen des Handys zum Beispiel mit dem Laptop oder Tablet ohne Mobilfunkmodul zu nutzen. Eine unabhängige Lösung sind tragbare Wifi-Hotspots. Das sind kleine Geräte, in die eine SIM-Karte eingelegt wird, über die dann eine Funkverbindung zum Internet aufgebaut wird. Einfach einen passenden Datentarif auswählen und los surfen.

 

Wer unterwegs fremdes WLAN nutzt, sollte vorher stets den gesunden Menschenverstand bemühen. Denn alle Daten, die übertragen werden, können mitgelesen werden. Die Verbindung zwischen WLAN-Router und ihrem Smartphone, Tablet oder Laptop ist in der Regel nicht verschlüsselt. Das bedeutet einerseits, dass ein Tankstellen-, Café-, Biergarten- oder jeder andere Betreiber mit etwas krimineller Energie die Daten seiner Gäste ausspionieren könnte. Zweitens gibt es Kriminelle, die an öffentlichen Plätzen offene Wifi-Hotspots eröffnen, die sich ihr Vertrauen zum Beispiel durch einen seriösen Namen erschleichen wollen, und dann alle mitschneiden könne, was sie dort im Internet tun. Dabei wird häufig ein Unterstrich vor dem Namen platziert, um in der Liste der Verfügbaren Zugangspunkte weit oben angezeigt zu werden.

 

Wie schützt man sich im WLAN?

 

  • Schließen Sie aus, dass sich Ihr Smartphone automatisch mit WLAN-Netzwerken, die kein Passwort benötigen, verbindet.
     
  • Fragen Sie sich: Vertraue ich dem Anbieter des Hotspots?
     
  • Achten Sie genau auf die Schreibweise des Zugangspunktes. Fragen Sie gegebenenfalls beim Anbieter nach.
     
  • Schließen Sie eine Hotspot-Flat bei ihrem Provider ab, aber prüfen Sie vorher, ob damit die Abdeckung geliefert wird, die Sie sich wünschen.
     
  • Vermeiden Sie die Übermittlung sensibler Daten. Das bedeutet keine Kontodaten, keine Passwörter oder private Dateien verschicken. Im Klartext: Nichts in Online-Shops bestellen, nicht in den Sozialen Netzwerken und anderen Accounts einloggen und auch keine Fotos und Videos in die Cloud hochladen oder anderweitig übermitteln.
     
  • Sie können nicht darauf verzichten auch unterwegs WLAN-Netzwerke zu nutzen? Dann sollten sie sich ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) zulegen.

 

VPN-Apps im Test: Mit Android und iOS sicher surfen

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© Screenshot

Sicher und anonym ins Internet: Avira Phantom VPN

 

Mithilfe des Avira Phantom VPN wird ein virtueller Tunnel zwischen einem Smartphone, Tablet oder PC und den VPN-Servern von Avira aufgebaut. Am Ende des Tunnels wird der Datenverkehr ganz normal in das Internet geleitet. Die Strecke dazwischen ist verschlüsselt. Die App verschlüsselt also zum Beispiel die eingegebenen Benutzernamen und Passwörter in Sozialen Netzwerken, beim Online-Banking und -Shopping. Dieser Schritt ist entscheidend, denn die Verschlüsselungen mit HTTPS und SSL werden nicht bei allen Internetseiten und Online-Diensten angeboten. Deswegen sollte man fremde Hotspots mit Vorsicht genießen. Mit VPN-Tunnel wird der Datenverkehr von den Servern von Avira entschlüsselt und dann weitergegeben. Entschlüsselt heißt hier aber nicht zwangsläufig schutzlos: Werden die Login-Daten für das Online-Banking übergeben, erfolgt dies ab den VPN-Servern mit der Verschlüsselung der Bank. Mithilfe eines Virtuellen-Privaten-Netzwerkes kann also am Wifi-Zugangspunkt kein anderer mehr mitlesen.

 

Doch es gibt noch einen weiteren Vorteil: Durch Avira Phantom VPN wird auch die eigene IP-Adresse verschleiert. Die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender lassen sich nicht vom Ausland aus abrufen, einige Musikvideos auf YouTube sind in Deutschland gesperrt und das Angebot von Streaming-Diensten unterscheidet sich von Land zu Land. Das wird durch GeoIP-Sperren gewährleistet. Anhand der IP-Adressen lässt sich erkennen, wo sich jemand gerade befindet, und so wird zum Beispiel von der GEMA verhindert, dass von Deutschland aus auf alle Musikvideos zugegriffen werden kann. Mit Avira Phantom VPN ist es möglich, vor dem Aufbau des virtuellen Tunnels auszuwählen, wo dieser enden soll. So kann der Nutzer zum Beispiel eine IP-Adresse aus Großbritannien auswählen, um auf die Mediathek der BBC zuzugreifen.

 

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Avira Phantom VPN ist kostenlos, solange 500 Megabyte im Monat Datenverkehr pro Gerät, die durch den VPN-Tunnel übermittelt werden sollen, ausreichen. Durch die Registrierung auf der Avira-Website erhält der Nutzer ein Übertragungsvolumen von 1 Gigabyte. Wer größere Datenmengen benötigt, weil zum Beispiel Musik- und Video-Streaming betrieben werden soll und auch Sicherheit und Anonymität Priorität haben, auf die man nach Verbrauch des Inklusivvolumens nicht verzichten will, diejenigen können für 59,95 Euro pro Jahr die VPN-Server von Avira mit unbegrenztem Datenvolumen nutzen. Positiv ist insbesondere die nicht selbstverständliche, aber für die Zukunft wichtige Unterstützung des IPv6-Standards, und dass Avira Phantom VPN für alle gängigen Plattformen zur Verfügung steht.

 

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