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Aiptek MobileCinema i70 im Test: Public Viewing in der Hose

Ist der kleine Beamer von Aiptek wirklich ein mobiles Kino? Für wen und welche Anwendungsgebiete eignet sich ein so kleiner Projektor? Die Redaktion von handytarife.de hatte den i70 bei einer royalen Hochzeit und der Fußball-WM im Einsatz, um ihn auf Herz und Nieren zu testen.

Was kann man von einem Beamer für 230 Euro erwarten? Zunächst einmal bietet er ein durchaus wertiges, silbernes Aluminium-Gehäuse, das 85 mm x 85 mm x 17 mm misst. 132 Gramm bringt der Projektor auf die Waage. Allerdings handelt es sich um keinen Projektor für den Einsatz bei Tageslicht. Hier stößt die RGB-LED als Lichtquelle mit laut Hersteller 70 Lumen an ihre Grenzen.

 

Dunkelt man den Raum hingegen ab, dann kann sich das projizierte Bild durchaus sehen lassen. Die DLP Technologie sorgt für scharfe und farbenfrohe Bilder. Diese Technik hat im Vergleich zu LCD-Projektoren Vorteile. Zum Beispiel kann bei der DLP-Technik deswegen eine so kleine LED schon ausreichen, weil der direktere Lichtwege und die fehlenden Polarisation zu einer höheren Ausgangslichtleistungen führen. Dennoch wird der kleine Projekor aktiv gekühlt. Es läuft also ein kleiner Lüfter, den man hört, ohne dass er besonders störend wäre.

Um ein gut erkennbares Bild zu bekommen, ist ein abgedunkelter Raum unabdingbar. - © handytarife.de

Eine App wird nicht benötigt

 

Bei einer Aufwärtsprojektion entsteht eine Trapezverzerrung des Bildes - der sogenannte Keystone-Effekt. Dieser kann im Vergleich zu stationären und in der Regel deutlich teureren Beamern nicht korrigiert werden. Abhilfe kann eine Magnethalterung schaffen, die den kleinen Beamer aus Metall sicher trägt. Es kann lediglich die Schärfe über ein Rädchen am linken Rahmen eingestellt werden. Dieses Rad ist sehr filigran, für die Einstellung auch recht sensibel, aber, wenn man das Bild scharfgestellt hat, dann bekommt man eine klare Darstellung. Auf unseren Fotos haben wir mit einem Abstand von 175 Zentimetern eine Bildschirmdiagonale von 155 Zentimetern erzielt. Das entspricht einem Bild von 61 Zoll.

 

Der Beamer versteht sich auf drei Übertragungswege: Miracast, Airplay, und per Mini-HDMI auf HDMI, wofür ein passendes Kabel beiliegt. Somit stellt der Aiptek MobileCinema i70 eine Verbindung zu allen gängigen Smartphones und Tablets sowie Geräten mit einem HDMI-Ausgang her. Für den mobilen Einsatz besitzt der kleine Projektor einen 2300 mAh Akku, der mit maximal 80 Minuten nicht ganz für ein Fußballspiel reicht, auch bei Filmen wird es knapp. Beim Tatort müsste man ohne die Auflösung, wer der Mörder nun war, ins Bett gehen, weil nur wenige Minuten vor Ende der Saft ausgeht – es sei denn Sie heißen Reinhard Mey und sie wissen schon vorher, wer der Täter ist („Der Mörder ist immer der Gärtner“). Für die meisten Präsentationen sollte diese Laufzeit aber völlig ausreichen.

Wie eine Verbindung hergestellt wird, zeigt der Beamer für iOS oder Android an. - © handytarife.de

Der Betrieb ist auch an einem DC-Netzteil möglich, das allerdings nicht zum Lieferumfang gehört. Am einfachsten ist die Stromversorgung über den (noch) gängigen Mico-USB-Anschluss, wofür ein Kabel, aber kein Adapter für die Steckdose mitgeliefert wird – hier geht Aiptek davon aus, dass jeder einen daheim hat. Die USB-Buchse an der Rückseite des Beamers dient zum Beispiel dem Anschluss eines Handys, um es mit Energie zu versorgen, da der Projektor zugleich als Powerbank eingesetzt werden kann.

 

Präsentationen für unterwegs mit Prezi, Powerpoint und Co.

 

Der verbaute Lautsprecher ist nicht der lauteste. Er sorgt weder für ein tolles Klangerlebnis noch reicht er aus, eine größere Gruppe zum Beispiel mit den Kommentaren von Béla Réths zu unterhalten. Die WVGA-Auflösung von 854 mal 480 Pixeln im 16:9 Seitenverhältnis ist dem mobilen Einsatz noch so gerade angemessen. Neuste Blockbuster muss man so sicher nicht schauen, aber für Präsentationen, eine kleine Dia-Show oder ein Fußballspiel kann die Darstellung reichen, wenn das Augenmerk nicht auf den Details liegt. Dann ist eine Bilddiagonale von bis zu 200 cm – also 80 Zoll – mit einem Abstand zur Projektionsfläche von 250 Zemtimetern möglich.

 

Gerätesprachen: Leider nur Englisch und Chinesisch

 

Nach dem Einschalten des Aiptek MobileCinema i70 wird die Anleitung, wie eine Verbindung herzustellen ist für Android und nach einmaligem kurzen Druck auf die Power-Taste auch für Apple an die Wand projiziert. Die Verbindung mit einem Android-Handy gelingt mithilfe des Miracast-Standards, der auch von WindowsPhones unterstützt wird. Auf den Smartphones mit dem Google-Betriebssystem findet man die Funktion an ganz unterschiedlichen Stellen. Bei Huawei muss man in den Einstellungen zu den Geräteverbindungen wechseln, um dort „MirrorShare“ zu starten. Bei Samsung heißt die Funktion „Smart View“. Sie ist im Schnellstartmenü, wenn man die Benachrichtigungsleiste von oben herunterzieht, untergebracht.

Bei Dunkelheit kräftige Farben aber wenig Details. - © handytarife.de

Mit ihr wird nicht nur der Bildschirm des Handys gespiegelt, es kann sogar ausgewählt werden über welches Gerät die Audio-Ausgabe erfolgen soll. So kann dies über den im Beamer verbauten Lautsprecher, über das Mobiltelefon oder einen per Bluetooth gekoppelten Lautsprecher (z.B. den Ikea Eneby 20) geschehen. Bei der Darstellung auf diesem Wege kann es allerdings von Nachteil sein, dass der Bildschirm gespiegelt wird, weil so kein optimales Ergebnis erzielt wird, wie es mit einem Präsentationsmodus, den Nutzer unter anderem von Powerpoint kennen, der Fall wäre.

 

Unterschiedliche Darstellung auf Android und iOS

 

Wenn die geöffnete App bei der Verbindung mit dem iPhone Apples AirPlay unterstützt, dann kann zum Beispiel der Stream aus der ZDF-Mediathek App an die Wand geworfen werden, wobei die Anzeige erweitert wird. Dies funktioniert eben nicht per Miracast auf Android- und WindowsPhones. Hier werden beispielsweise Bedienelemente des Betriebssystems oder einer Präsentations-App wie Prezi mit an die Wand projiziert.

 

Umgangen werden kann das, indem über das mitgelieferte HDMI-Kabel und einer separat erhältlichen Kupplung ein Streaming-Stick wie der Google Chromecast verbunden wird. Eingerichtet werden solche Sticks aber regelmäßig in einem bestehende WLAN. Das ist daheim kaum ein Problem, aber gegebenenfalls dann, wenn der Aiptek MobileCinema i70 hauptsächlich mobil eingesetzt wird. Das hat aber den Charme, dass der Bildschirm nicht gespiegelt wird, also eine Vollbildansicht zum Beispiel aus der ARD App gestreamt und an die Wand geworfen wird, während das Handy weiterhin bedient werden kann. Wünschenswert wäre hier sicherlich, dass diese Funktion in dem Beamer ab Werk verbaut wird, wie es mit Apple AirPlay auch der Fall ist.

 

Fazit: Für die Hosentasche eines Außendienstlers

 

Digital-Nomaden und Außendienstler finden mit dem Aiptek MobileCinema i70 eine Möglichkeit beinahe unabhängig von der Umgebung eine Verkaufspräsentation zu halten oder eine neue Idee zu pitchen. Ist der Akku des Beamers aufgeladen, dann brauchen sie zusätzlich nur ihr Handy – und einen Raum der abgedunkelt werden kann. Sie sind allerdings nicht davon abhängig, dass ein Konferenzraum frei ist, die passende technische Infrastruktur bietet und die nötigen Adapter und genug Zeit für den Installationsprozess vorhanden ist.

 

Der Beamer passt in die Tasche eines Jacketts und das Smartphone hat wohl auch jeder dabei. Wer geschäftlich viel auf Achse ist, kauft sich mit dem Aiptek MobileCinema i70 ein gutes Stück Mobilität und Flexibilität. Dabei kann der Projektor privat auch mal für das Zeigen von ein paar Fotos und eines kleinen Videos reichen, aber ein „mobiles Kino“ ist dieser Projektor nicht.

 

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Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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