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Alcatel Handy Testberichte

ALCATEL IDOL 4+

Android 6.0 | 5.2 Zoll | 13 MP
handytarife.de Testurteil:
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Alcatel Idol 4+ im Test: Ärgert die Oberklasse?

Alcatel positioniert sich in der Mittelklasse gegen Huawei P9 Lite und Co.? 289 Euro rufen die Chinesen für ihr Idol 4+ auf. Den Preis ohne Vertrag ist man als Interessent auch gezwungen zu bezahlen, da kein Mobilfunkanbieter das neue Smartphone im Bundle anbietet. Ob das Alcatel Idol 4+ sein Geld wert ist, klärt der ausführliche Test von handytarife.de.

Das Alcatel Idol 4+ kommt in einer Verpackung, die gleichzeitig als Virtual-Reality-Brille dient. Damit können VR-Inhalte aus dem Play-Store von Google oder aus einer Mediathek von Alcatel betrachtet werden, die in der App „VR Store“ vorsortiert werden. Eigene 360-Grad-Fotos und –Videos können mit Zubehör, das bei der IFA vorgestellt wurde, aufgenommen werden. Die Brille aus Kunststoff ist eine hochwertige Version der Google Cardboard, die es aus Pappe zum selber basteln gibt. Zwar bietet die Version von Alcatel kein Kopfband, um sie freihändig zu tragen, aber sie ist komfortabel gepolstert und bietet zwei Tasten, um durch das Menü zu steuern. Schmerzlich vermisst wird allerdings die Möglichkeit, das Bild scharf zu stellen.

 

Design & Verarbeitung: Material vs. Design

 

Metall und Glas sind die Werkstoffe, die das Idol 4+ prägen. Das Design ist verspielt und wirkt sehr zusammengesetzt. Der Rahmen ist aus Metall und erinnert mit seiner sich rechts und links verjüngenden Form an die Edge-Modelle von Samsung. Doch statt dass sich hier das Display oder zumindest Glas herum wölbt, wird ein Plastikrand eingesetzt, der das Glas auf der Vorder- und Rückseite umschließt. Oben und unten befinden sich die „angedockten“ Stereo-Lautsprecher. Sie heben sich durch ihre Platzierung zwischen Rahmen und Glas deutlich vom Telefon ab.

Das Alcatel Idol 4+ ist in dunkel-grau, silber und gold erhältlich - © handytarife.de

Diese symmetrische Form hat eine Bedeutung, denn das Alcatel Idol 4+ kann man bei aktivierter „Umkehr-Funktion“ nicht mehr falschherum halten. Telefonieren und sämtliche weitere Funktionen lassen sich beidseitig bedienen, wobei man stärker darauf achten muss, dass bei Fotos keine Finger im Bild sind. Schüttelt man das Handy, hört man ein metallisches Klackern, das nicht von der im Rahmen eingelassenen Boom-Taste kommt, deren Funktion weitestgehend frei festgelegt werden kann. Woher das Geräusch kommt, ließ sich nicht feststellen, doch das passt nicht zu einem Premium-Handy.

 

Apps & Bedienung: VR als Heilsbringer?

 

Bei der Performance liegt das Idol 4+ nah am Lenovo Moto G4 Plus, weil derselbe Prozessor verbaut ist. Allerdings kann das Alcatel mit mehr Arbeitsspeicher aufwarten, sodass die Benchmark-Ergebnisse durchweg etwas besser sind. Im Alltag wird das weniger auffallen, als beim Konsum von VR-Inhalten. Hierbei hinterlässt auch das farbenfrohe und helle FullHD-Display mit einer Diagonalen von 5,2 Zoll einen guten Eindruck, wobei das Smartphone unter Last sich deutlich erwärmt. Abzüge gibt es allerdings für den fehlenden Fingerabdrucksensor, der auch in dieser Preisklasse zum Standard gehören sollte.

Die Boom-Taste als Spielzeug - © Screenshot

„Boom me up!“ heißt die Funktion, die über eine runde Taste im Rahmen mehrere Befehle ausführen kann, die im Menü festgelegt werden können. Allerdings kann man in den Einstellungen nicht frei festlegen, was bei einem Tastendruck passieren soll. So wäre das Starten der Kamera bei ausgeschaltetem Bildschirm sinnvoll, aber es kann nur festgelegt werden, dass ein Foto sofort aufgenommen wird. Nur bei eingeschaltetem Display ist die Funktion frei konfigurierbar. Praktischer ist die Verknüpfung mit fünf verschiedenen Anwendungen, die vom Sperrbildschirm aus gestartet werden können.

 

Foto & Video: Mittelklasse-Optik

 

Bei guten Lichtverhältnissen schießt die 13 Megapixel Kamera auf der Rückseite Fotos in ordentlicher Qualität. Deutlich schwieriger hat sie es in der Dämmerung. Da hilft auch kaum die Foto-LED, die in zwei verschiedenen Farben aufleuchtet. Ein Profi-Modus bietet die Möglichkeit manuelle Einstellungen vorzunehmen. Bei schwächerem Licht hilft die HDR-Funktion nicht, die zusätzlich leider über keine Automatik verfügt. Panorama-Aufnahmen lassen sich mit dem Alcatel Idol 4+ anfertigen. Filter zur Nachbearbeitung sind nicht vorinstalliert.

 

Alcatel Idol 4+
Alcatel Idol 4+
     
Die Invasion der Canadagänse in der Bonner Rheinaue...
(Klick zum Originalbild)
...und ein vorzeigbares Foto mit viel Bewegung.
(Klick zum Originalbild)

 

Selfies werden mit bis zu 8 Megapixeln aufgenommen, bieten eine stufenlose Anpassung des Levels zur Verschönerung der selbstporträtierten Gesichter, die mithilfe einer LED auf der Front aufgehellt werden können. Videos nimmt das Alcatel Idol 4+ maximal in FullHD auf. Zeitlupen-Aufnahmen lassen sich ebenfalls anfertigen und es gibt einen an Snapchat-Stories erinnernden Mikrovideo-Modus, mit dem man mehrere Videosequenzen hintereinander aufnehmen kann, die aber in einer Datei gespeichert und dann in die Sozialen Netzwerke hochgeladen werden können.

 

Internet, E-Mail & Multimedia: Viele Apps vorinstalliert

 

Die Ausdauer des Alcatel Idol 4+ ist alltagstauglich, aber nicht so üppig bemessen, dass Virtual Reality und andere Spielereien bedenkenlos betrieben werden könnten. Wer mehr Akku-Kapazität braucht findet vielleicht mit dem externen Energiespeicher von Alcatel den passenden Begleiter, der sich mit seinen Saugnäpfen an der gläsernen Rückseite problemlos befestigen lässt. Von den angegebenen 16 Gigabyte internem Speicher stehen dem Nutzer etwas mehr als 10 Gigabyte zur Verfügung. Zum Glück findet auch eine Micro-SD-Karte zur Erweiterung im Handy Platz.

Chrome-Browser und Swype-Tastatur sind vorinstalliert - © Screenshot

Die Speichererweiterung lässt sich dank Android 6.0 Betriebssystem dem internen Speicher hinzurechnen. Dafür sollte aber darauf geachtet werden, dass die Speicherkarte ausreichend schnell ist. Dass dieses Smartphone regelmäßig mit Updates versorgt wird, darf bezweifelt werden, da Alcatel leider nicht zu den flinkesten Unternehmen zählt. Der angepriesene Sound gehört mit den frontseitigen Stereo-Lautsprechern und einem vorinstallierten Equalizer zu den besseren Hörerlebnissen. Mit Kopfhörern landet das Alcatel Idol 4+ aber eher im Mittelmaß, insbesondere weil das mitgelieferte Headset von JBL enttäuscht.

 

Fazit: Mit gutem Willen Pre-Premium

 

Nachdem der Hersteller TCL den Zusatz „OneTouch“ gestrichen hat, sind die neue Idol-Smartphones der Versuch, in die Premium-Regionen vorzustoßen. Präsentiert wurden die neuen Handys schon im Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona und erst jetzt finden die Mobiltelefone ihren Weg zu uns in den Handel. Das führt dann dazu, dass ein im Februar aktuelles Android-Betriebssystem nun kurz vor der Ablösung durch die Version 7.0 Nougat steht, und fraglich ist, ob die „Premium-Handys“ von Alcatel ein Update bekommen.

 

Das mitgelieferte Headset ist trotz namhaftem Markenzeichen von JBL nicht das Gelbe vom Ei. Die im Lieferumfang enthaltene Displayschutzfolie ist praktisch, aber der ebenfalls beiliegende „Bumper“, der die Ecken und Rückseite bei Stürzen schützen soll, ist nicht nur hässlich, er besteht aus einem billigen Plastik, das schon nur vom Anschauen zu verkratzen scheint. Somit ist das Gesamtpaket auch

 

Das Alcatel Idol 4+ jetzt günstig leider nicht neu, aber vermutlich über eBay bestellen.

 

 
Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de



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