100 Millionen Handy-Anschlüsse in Deutschland

Irgendwann Mitte April fand fast unbemerkt ein historisches Ereignis statt: In Deutschland wurde der 100-Millionste Mobilfunkanschluss geschaltet. Statistisch gesehen hat inzwischen jeder fünfte Deutsche eine zweite SIM-Karte. Vor allem die immer günstigeren Handytarife sind ein Hauptgrund für den anhaltenden Boom.

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28.04.2008, 15:30 Uhr

Der Branchenverband BITKOM rechnet damit, dass bis zum Ende des Jahres rund 107 Millionen Handy-Anschlüsse in Deutschland bestehen werden. Bei den absoluten Zahlen liegen die Deutschen damit international auf Rang sieben. Nur in China, den USA, Indien, Russland, Brasilien und Japan gibt es mehr Anschlüsse. Laut BITKOM sind neben immer günstigeren Handy-Tarifen auch die immer zahlreicheren mobilen Internet-Zugänge Grund für den anhaltenden Boom.
Rasanter Aufschwung nach schleppendem Beginn
Nach dem Start in das digitale Mobilfunkzeitalter im Jahr 1992 kam die Branche zuerst nur langsam in Schwung. Nach einem Jahr gab es rund 1 Millionen Anschlüsse, nach fünf Jahren betrug die Zahl erst 5,6 Millionen. Doch mit der Einführung von Prepaid-Tarifen im Jahr 1999 wurde mobiles Telefonieren für jedermann erschwinglich. Seit 2006 gibt es nun mehr SIM-Karten als Einwohner in Deutschland.
Mobile Datendienste größter Wachstumsmarkt
Aktuell gibt es den größten Zuwachs im Bereich der UMTS-Anschlüsse und Datentarife. Laut BITKOM machten die Mobilfunkanbieter damit in 2007 schon rund 11 Prozent ihres Umsatzes, das entspricht einer Verdopplung innerhalb der letzten beiden Jahre. Noch 2008 sollen mobiles Surfen und E-Mails beim Umsatz sogar SMS und MMS überflügeln.
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