2005: Handy-Telefonate waren deutlich billiger als im Vorjahr

Das Telefonieren und die Internet-Nutzung sind im vergangenen Jahr insgesamt um 0,9 Prozent billiger geworden. Dabei verbilligten sich Gespräche mit dem Handy um drei Prozent, die Nutzung des Internet um 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt erklärte.

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06.01.2006, 15:52 Uhr

Die Preise für Gespräche aus dem Festnetz zum Handy sanken um 4,4 Prozent, dafür aber musste der deutsche Verbraucher um 0,8 Prozent höhere Grundgebühren für Festnetz und Internet zahlen.
Seit August fielen die Preise der Mobilfunkanbieter um rund zwei Prozent pro Monat - das Telefonieren mit dem Handy kostete im Dezember deshalb sogar neun Prozent weniger als vor einem Jahr! Grund dafür ist ein knallharter Preiskampf, bei dem auch Unternehmen aus anderen Branchen kräftig mitmischen. So bieten z.B. der Kaffeeröster Tchibo sowie seit Ende 2005 auch die Lebensmittel-Discounter Aldi und Plus über ihre Filialen Handys und Tarife an. Auf den Aldi-Tarif von 15 Cent pro Minute mussten sogar die Marktführer T-Mobile und Vodafone mit Preissenkungen reagieren.
Auch wenn den Verbraucher die fallenden Preise freuen: Viel günstiger können diese kaum mehr werden, da jeder Anbieter an die Netzbetreiber sog. Durchleitungsgebühren zahlen muss. Schon bei der momentanen Preisstruktur ist die Marge inzwischen nur noch minimal, und der Preiskampf dürfte, ähnlich wie im Sektor der Billigflieger, bald auch erste Opfer unter den Anbietern fordern.